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Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

EU förderte Projekt „Erinnern für die Zukunft“ im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

EU förderte Projekt „Erinnern für die Zukunft“ im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“

Abschlussbericht der Stiftung „ERINNERN ERMÖGLICHEN“ über das Projekt „Erinnern für die Zukunft“ – Programmbereich 1 – Europäisches Geschichtsbewusstsein

ZielDiese Grafik zeigt die EU-Flagge mit nebenstehendem Text "Kofinanziert durch das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union": Ziel des Projektes war, jungen Europäern die historischen Fakten des Holocaust an den Originalschauplätzen vor Augen zu führen, um ihnen Toleranz, Mitmenschlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte als Kern der europäischen Idee zu vermitteln. Im Zentrum der Veranstaltungen stand das Zeitzeugengespräch, standen die Opfer und ihre Perspektive – dabei wurden aber die Schülerinnen und Schüler nicht überwältigt und zur Identifikation mit einer Perspektive angeleitet, sondern zu Selbständigkeit und Kritik. Sie sollten verstehen, die Shoah multiperspektivisch zu betrachten – die Entscheidungsfelder von Tätern, Opfern und Zuschauern wurden für die Jugendlichen beleuchtet. Für den Transfer auf die Gegenwart bedeutete dies, dass die Schülerinnen und Schüler sich Handlungen und Optionen vergegenwärtigen und sich ihres eigenen Einflusses in Form von politischen und moralischen Handlungsoptionen bewusst werden konnten.

 

223 Veranstaltungen wurden im Rahmen des Projekts durchgeführt:

Veranstaltungszeitraum 1. Halbjahr

Beteiligung: Die Veranstaltungen involvierten 2.025 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen (Deutschland) in 81 Auschwitzfahrten mit jeweils mindestens 25 Schülerinnen und Schülern.

Ort / Datum: Die Veranstaltungen fanden in Auschwitz/Oswiecim (Polen), Krakau (Polen) sowie den jeweiligen Heimatorten der Teilnehmenden (NRW, Deutschland) vom 20/08/2014 bis 22/12/2014 statt.

 

Veranstaltungszeitraum 2. Halbjahr

Beteiligung: Die Veranstaltungen involvierten 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen (Deutschland) in 72 Auschwitzfahrten mit jeweils mindestens 25 Schülerinnen und Schülern.

Ort / Datum: Die Veranstaltungen fanden in Auschwitz/Oswiecim (Polen), Krakau (Polen) sowie den jeweiligen Heimatorten der Teilnehmenden (NRW, Deutschland) vom 01/02/2015 bis 26/06/2015 statt.

 

Veranstaltungszeitraum 3. Halbjahr

Beteiligung: Die Veranstaltungen involvierten 1.750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen (Deutschland) in 70 Auschwitzfahrten mit jeweils mindestens 25 Schülerinnen und Schülern.

Ort / Datum: Die Veranstaltungen fanden in Auschwitz/Oswiecim (Polen), Krakau (Polen) sowie den jeweiligen Heimatorten der Teilnehmenden (NRW, Deutschland) vom 14/08/2015 bis 31/01/2016 statt.

Kurze Beschreibung: Die Schülerinnen und Schüler haben sich an ihren Schulen mit dem Unterrichtsmaterial, ihren Lehrerinnen und Lehrern und/oder auch mit der Unterstützung eines Professors auf die Fahrten vorbereitet. In Auschwitz besuchten sie die Synagoge, Stadtzentrum und das Kloster Harmeze mit seinen Häftlingszeichnungen. An einem oder zwei Tagen haben sie das Stammlager und Auschwitz-Birkenau besichtigt. Sie trafen in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte (IJBS) oder im Zentrum für Dialog und Gebet (oder auch in Krakau) – zumeist polnische –  Zeitzeugen. Gemeinsam mit Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern, den USA und Israel übernachteten die Jugendlichen in den Begegnungszentren. Nach dem Abschied aus Auschwitz an der sogenannten „alten Judenrampe“ fuhren die Schülerinnen und Schüler nach Krakau, um dort die Schindlerfabrik mit ihrer Ausstellung über die Ghettozeit zu erleben und schließlich bei einem Besuch der jüdischen Gemeinde und des jüdischen Viertels zu erleben, dass es dort immer noch und wieder blühendes jüdisches Leben gibt. Nach ihrer Rückkehr erstellten die Jugendlichen Dokumentationen ihrer Fahrten. In ihren Schulen präsentierten sie vor Eltern, Mitschülern und Lehrern Tagebucheinträge, mp3-Dateien, selbst erstellte Videos und Ausstellungen mit ihren auf der Reise gemachten Fotos. Diese Schülerbeiträge sind eingegangen in das Unterrichtsmaterial, das die Stiftung für die Schulen aufbereitet hat. So werden die Eindrücke der Jugendlichen aus den Augenzeugengesprächen weitergegeben an eine Schülergeneration, die vielleicht keine Zeitzeugen mehr treffen kann.