Nachrichten

Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

Gemeinsam Erinnern am historischen Ort: Wanderausstellung wird am 9. März in Berlin eröffnet

Gemeinsam Erinnern am historischen Ort: Wanderausstellung wird am 9. März in Berlin eröffnet

Die deutsch-belarussische Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ wird am Donnerstag, 9. März 2017, um 19 Uhr im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst eröffnet. Sie wird damit an einem besonderen historischen Ort gezeigt, denn im heutigen Museum wurde 1945 die Kapitulation der deutschen Wehrmacht besiegelt und damit der Zweite Weltkrieg in Europa beendet.

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer zweijährigen internationalen Zusammenarbeit, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB Dortmund) initiiert hatte. Zur Ausstellungseröffnung werden Botschafter Dr. Felix Klein, Sonderbeauftragter des Auswärtigen Amtes, und Denis Sidorenko, Botschafter der Republik Belarus, erwartet.

Dr. Jörg Morrré, Direktor des Museums Berlin-Karlshorst, wird die Gäste begrüßen. Günter Saathoff, Vertreter der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ), wird ebenfalls ein Grußwort an die Besucher richten. Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, wird anschließend eine Einführung in die Ausstellung geben.

„Wir sind sehr froh, dass unsere gemeinsam erarbeitete Ausstellung nun auch in Berlin zu sehen ist“, sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin des IBB Dortmund. „Sie lenkt den Blick auf einen in Westeuropa kaum bekannten Vernichtungsort und gibt einen Anstoß zu einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur.“ Die deutsch-belarussische Ausstellung wird parallel am Montag, 13. März 2017, um 18 Uhr in Minsk im Museum der Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges eröffnet.

Malyj Trostenez als europäischer Tat- und Erinnerungsort

Mit Fotos, Videos und historischen Dokumenten erzählt die in enger Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erstellte Ausstellung die Lebensgeschi-chten von Fjodor Schuwajew (Rotarmist), Hanuš Münz (Jude aus Prag), Zyra Goldina (Jüdin aus Minsk), Lili Grün (Jüdin aus Wien), Erich Klibansky (Jude aus Köln), Jewgenij Klumow (Zivilist aus Minsk) und Nikolaj Walachanowitsch (Mitglied des Widerstandes aus Minsk). Die Biografien beleuchten beispielhaft die Folgen von Krieg und Holocaust in Belarus und gehen auch der Frage auf den Grund, wie die Zeit der deutschen Besatzung in Deutschland und Belarus erinnert wird. Die Wanderausstellung schildert Malyj Trostenez als europäischen Tat- und Erinnerungsort. Sie soll damit die Grundlage schaffen für eine vertiefte Zusammen-arbeit. Historiker aus Belarus, Deutschland, Österreich und Tschechien haben entscheidend an dem Projekt mitgewirkt.

Die Ausstellung ist vom 10. März bis 23. April 2017 im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Straße 4, zu sehen von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr. Erstmalig wurde sie vom 8. November bis 7. Dezember 2016 in Hamburg gezeigt. Die Ausstellung wird im Laufe der Jahre 2017 und 2018 auch in allen weiteren Städten zu sehen sein, aus denen Deportationen nach Minsk und Malyj Trostenez erfolgten.

Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 9. März 2017, um 19 Uhr im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, Zwieseler Straße 4, in 10318 Berlin.

Ausstellungszeitraum: 10. März bis 23. April 2017

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Eintritt frei

Die Einladungskarte finden Sie hier.

Weitere Informationen unter www.museum-karlshorst.de.