Europäische Aktionswochen

"Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima"

Alle Veranstaltungsorte auf einen Blick

Alle Veranstaltungsorte

In dieser interaktiven Karte finden Sie eine (noch wachsende) Übersicht über alle Städte, in denen Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ stattfinden werden. Welche Veranstaltungen wann geplant sind, erfahren Sie entweder, indem Sie den jeweiligen Ortspunkt ansteuern, oder über die Liste der teilnehmenden Städte im Text rechts. Dort werden auch jeweils Programmflyer mit Informationen über die Trägerkreise hinterlegt.

SUE_gefoerdert_logo_1Für alle Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen hat die Stiftung Umwelt und Entwicklung die Schirmherrschaft übernommen.

 

ALogo_EKvWlle Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ werden gefördert durch die Evangelische Landeskirche von Westfalen.

 

facebook2_1Erste Impressionen von den Zeitzeugengesprächen, Diskussionsrunden, Benefiz-Konzerten und Kerzenaktionen finden Sie auf unserer öffentlichen Facebook-Seite.

In diesen Städten sind Veranstaltungen geplant (die Links führen zu detaillierten Veranstaltungsflyern):

Deutschland: Angermünde, Bad Sassendorf, Berlin, Bingen, Bochum, Bonn, Braunschweig, Coesfeld, Dickenberg, Dortmund, Düsseldorf, Ebermannstadt, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Ennepetal, Flensburg, Frankfurt (Oder), Frankfurt (Main), Freiburg, Fürth, Gescher, Guben, Grano, Gelsenkirchen, Gladbeck, Goslar, Gütersloh, Hagen, Haltern, Heikendorf, Hohenlimburg, Holzgerlingen, Ibbenbüren, Iserlohn, Kamen, Kiel, Köln, Leipzig, Lippstadt, Lübeck, Meinerzhagen, Mettingen, Michendorf, Minden, Mülheim (Ruhr), Münster, Norderstedt, NottulnNürnberg, Oelde, Potsdam, Püsselbüren, Remlingen, Rendsburg, Rheine, Saerbeck, Salzgitter, Schönau, Schöppenstedt, Schwerte, Seelow, Soest, Stein, Telgte, Uffeln, Unna, Wittmar, Wolfenbüttel

Belarus: Brahin, Brest, Chojniki, Dory, Dzmitravicy, Homel, Hrodna, Malinova, Minsk, Rajon Naroulja, Varapaeva, Witebsk, Wollentschin

Belgien: Amel, Brüssel

Frankreich: Paris, Angoulème, Bure, Clermont-Ferrand, Darnieulles, Elche, Grenoble, Le-Puy-en-Velay, Perigueux

Großbritannien: Bonsall, Bristol, Borough of Medway, Canterbury, East Sussex, Kent, Liverpool, London, Mansfield, Newark, Nottingham, Pinxton, Prestatyn, Rye, Sheffield, Sherwood

Italien: Ancona, Carrara, Lucca, Mailand,  Marche, Massa, Modena, Montecatini, Parma, Pistoia

Norwegen: Oslo

Österreich: Wien

Polen: Dom zu Oliva, Gaski, Gdynia Glowna, Gmina, Grünberg, Gmina Krokowa, Gmina Labowa, Grybow, Labowa, Kattowitz, Kielce, Kolberg, Löslin, Krakau, Krynica-Zdroj, Kluczbork, Lask, Lauban, Liegniz, Lodz, Lublin, Muszyna, Namyslow, Neu-Sandez, Novy Targ, Odargowo, Oels, Olawa, Oppeln, Pabianice, Piwiczna, Posen, Reda, Rumia, Rzgow, Sagan, Slupsk, Sorau, Swardedz, Tarnow, Tuszyn, Warschau, Wolczyn, Zoppot

Spanien: Alicante, Cordoba, San Sebastian, Elche, Euskadi, Lorca, Madrid, Murcia, Sevilla

Tschechien: Dacice, Prag

Türkei: Ankara, Izmir, Mersin, Sinop

Ukraine: Bohoduchiw, Charkiw, Chernigow, Dnepropetrowsk, Kiew, Losowa, Lviv, Odessa, Slawutytsch, Wiltscha

(Nach und nach werden hier jeweils Informationen über die Aktivitäten in den Städten in Deutschland und in den teilnehmenden Ländern hinterlegt.)

Delegation zu Gast im Deutschen Bundestag

Fukushima steht heute in Deutschland für ein radikales Umdenken in der Energiepolitik. Doch noch immer sind mehr als 100 Atomkraftwerke in Europa am Netz, noch immer sorgen ältere Reaktoren wie Temelin, Tihange, Doel3 und andere für wachsende Besorgnis nicht nur in Deutschland. Bei einem Gespräch im Deutschen Bundestag am Mittwoch, 27. April 2016, fragen das IBB Dortmund und Mit-Organisatoren der Europäischen Aktionswochen nach dem Stand der Energiewende in Deutschland und Europa. Begleitet werden sie von Zeitzeugen, die 1986 als Ersthelfer im Einsatz waren am havarierten Kernkraftwerk Tschernobyl. Gastgeber ist die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie in unserem Flyer.

IBB besucht das Europäische Parlament

Bei einem Besuch in Brüssel erkundigten sich Mitorganisatoren der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ am Donnerstag, 7. April 2016, nach dem Stand der Energiewende in Europa. Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, erwartete die Delegation zu einem intensiven Meinungsaustausch.  Vertreter des IBB Dortmund und der Trägerkreise hörten Zeitzeugenberichte, beschäftigen sich mit gesundheitlichen Aspekten der Tschernobyl-Katastrophe und erörtern Fragen der AKW-Sicherheit. Eine Dokumentation folgt, erste Informationen finden Sie hier.

Kerzenaktionen zeitgleich in vielen Ländern

Trägerkreise in BelarusDeutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Norwegen, Österreich, Polen, SpanienTschechien, in der Türkei und in der Ukraine organisieren Zeitzeugengespräche, Vortragsveranstaltungen und Kerzenaktionen zur Erinnerung an die Jahrestage von Fukushima am 11. März und von Tschernobyl am 26. April. Ausführliche Informationen über die einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten, die Sie über die Links erreichen.

Europäisches Parlament übernimmt Schirmherrschaft

EP logo RGB_DEDas Europäische Parlament hat die Schirmherrschaft übernommen für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ im Jahr 2016.

„Das Ziel Ihrer Initiative wird vom Europäischen Parlament sehr geschätzt“, ließ EU-Parlamentspräsident Martin Schulz das IBB Dortmund im Oktober 2015 wissen. „Unser Organ ist im Hinblick auf die Frage der Sicherheit im Bereich der Kernenergie zutiefst besorgt“, heißt es weiter im Brief von Parlamentspräsident Martin Schulz.

Dokumentarfilmerin Hitomi Kamanaka zu Gast

Hitomi Kamanaka, preisgekrönte Dokumentarfilmerin aus Japan, besucht anlässlich des fünften Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima auf Einladung des IBB Dortmund Deutschland und Frankreich. In Gelsenkirchen, Düsseldorf, Potsdam, Leipzig, Freiburg und Paris stellt sie ihren Film „Little Voices of Fukushima“ vor und berichtet über die aktuelle Situation in Japan. Der Film erzählt aus der Sicht der Kinder und ihrer Mütter, wie sich der Alltag durch die Reaktorkatastrophe verändert hat. Ihr Film zeigt auch Parallelen zwischen Japan und Belarus. Alle Termine finden Sie hier. Zum Trailer des Films geht es hier.

Gegen das Verdrängen und Vergessen von Tschernobyl und Fukushima

Zum 25. Jahrestag führte IBB ein internationales Erinnerungsprojekt mit international renommierten Partnern durch, in dem zum ersten Mal eine Kooperation und Netzwerkbildung auf gesamteuropäischer Ebene angeregt wurde. 2010 wurde das European Chernobyl Network gegründet. Eine multimediale Tschernobyl-Ausstellung wurde seit 2011 in mehr als 50 Städten in Deutschland, seit 2012 auch in der Ukraine gezeigt. In Charkiv entstand die erste Geschichtswerkstatt Tschernobyl, ein Treffpunkt für die vergessenen Zeitzeugen der Tschernobyl-Katastrophe.

Den vielen Liquidatoren, Umsiedlern und Zeitzeugen in Belarus gilt bis heute das besondere Augenmerk: IBB Dortmund und Minsk setzen sich gemeinsam dafür ein, dass die Katastrophe von Tschernobyl und das Schicksal Millionen betroffener Menschen und Kinder nicht vergessen wird.

'Das Vermächtnis von Tschernobyl wird uns und unsere Nachkommen begleiten'

„Das Vermächtnis von Tschernobyl wird uns und unsere Nachkommen begleiten – und zwar für viele kommende Generationen…“ 

Kofi Annan,
ehem. Generalsekretär der UNO, New York 2000

Tschernobyl war eine Reaktorkatastrophe mit bis heute immer noch unabsehbaren Folgen für Mensch und Umwelt. Sie hat gelehrt, dass technogene Katastrophen keine nationalen Grenzen kennen. Da Belarus das von den Folgen am meisten betroffene Land ist, sahen es IBB Dortmund und die IBB Minsk schon früh als besondere Verpflichtung, sich für die Linderung der Folgen zu engagieren: Unter dem Motto „Tschernobyl mahnt“ standen die deutsch-belarussische und die deutsch-belarussisch-ukrainische Partnerschaftskonferenz am 10. und 20. Jahrestag der Katastrophe, 1996 und 2006. So konnten die Netzwerkbildung von Partnerschafts- und Hilfsorganisationen enorm gestärkt und neue Projektideen geboren werden.

Aktivitäten zeitgleich in Europa

Das Konzept

Mit den Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ lässt das IBB jene zu Wort kommen, deren Leben sich durch die Katastrophen für immer verändert hat. Die Erinnerung an Tschernobyl und Fukushima wird dabei mit Konzepten der erneuerbaren Energien und des sparsamen Umgangs mit Energie verbunden. Die Aktionswochen finden jedes Jahr zwischen dem 11. März, dem Jahrestag von Fukushima, und dem 26. April, dem Jahrestag von Tschernobyl, statt. Eine nachhaltige Energiepolitik ist nicht nur in Deutschland notwendig, sondern europaweit. Daher finden die Aktionswochen in Kooperation mit zahlreichen europäischen Organisationen statt, die sich 2010 im European Chernobyl Network (ECN) zusammengeschlossen haben – seit 2014 International Chernobyl Network (ICN).

Das Netzwerk

Durch sein jahrelanges Engagement hat sich das IBB als zentrale Anlaufstelle des Tschernobyl-Gedenkens etabliert. Das IBB organisiert seit 1996 jährlich Partnerschaftstagungen. 2010 wurde in Dortmund das European Chernobyl Network (ECN) gegründet (seit 2014 International Chernobyl Network (ICN). Ziel des Netzwerks ist es, durch gemeinsames Erinnern ein gesellschaftliches Lernen aus der Reaktorkatastrophe zu ermöglichen.

Das Programm 2016

Trägerkreise organisieren  im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ Diskussionsabende, Kerzenaktionen und Zeitzeugengespräche. Die meisten Veranstaltungen sind öffentlich. Zeitzeugengespräche in Schulen sind indes in aller Regel nicht öffentlich. Hier geht es zum detaillierten Programm für alle teilnehmenden Länder.

Die Lebenserinnerungen von Zeitzeugen

Im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ vermittelt das IBB Dortmund Zeitzeugen, die  aus erster Hand berichten können, welche Folgen die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima für ihren Lebensweg hatten. Die meisten von ihnen waren als sogenannte Liquidatoren im Einsatz, als Feuerwehrleute, Hubschrauberpiloten oder ähnliches. Zur Sammlung der schriftlich fixierten Biografien geht es hier.

Publikationen rund um Tschernobyl und Fukushima

Der Fukushima-Reader für den Unterricht

Der Fukushima-Reader, veröffentlicht im Dezember 2012, enthält eine umfassende Materialsammlung für den Unterricht an weiterführenden Schulen in Sekundarstufe I und II. Er kann sowohl im naturwissenschaftlichen als auch im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht genutzt werden. Der Reader umfasst Informationen über Radioaktivität und ihre Wirkung, über den Ablauf des Unfalls in Fukushima, die Auswirkungen der Havarie, Berichte über die Arbeiter im AKW Fukushima, über die Bevölkerung in Japan, die Informationspolitik, Berichte Betroffener und die Reaktionen in Japan. Eine Liste der Literatur- und Quellenangaben rundet die Materialsammlung ab. Eine Ergänzung zum Themenkomplex Tschernobyl ist in Vorbereitung.

Die PDF-Datei als Download finden Sie hier. (In höherer Auflösung aufAnfrage!)

''Verlorene Orte, gebrochene Biografien''

Zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 2011 hat das IBB einen Bildband mit Fotografien von Rüdiger Lubricht veröffentlicht : „Verlorene Orte, gebrochene Biografien“ zeigt auf 120 Seiten verlassene Dörfer und die letzten Bewohner der Region rund um Tschernobyl, die durch den radioaktiven Fallout verstrahlt worden ist. Der Bildband, herausgegeben von Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund, enthält ein Vorwort von Dr. Astrid Sahm.

(Februar 2011; 25,- €, zu beziehen über den Internet-Buchhandel)

Bücher, Broschüren und Filme

Das IBB Dortmund hat eine Reihe von Publikationen zum Thema  veröffentlicht und Materialien gesammelt.  Die Bücher und Broschüren können bestellt werden, teilweise stehen sie zum Download zur Verfügung.

„Zukunft gestalten nach Tschernobyl und Fukushima“, Dokumentation

„Tschernobyl und die europäische Solidaritätsbewegung“, Hardcover

„Stimmen nach Tschernobyl und Fukushima“, Dokumentation

Initiativen stellen sich vor

Das Reaktorunglück von Tschernobyl hat europaweit eine einzigartige Welle der Solidarität ausgelöst. Menschen, die die Tragödie berührt hat, haben sich in Initiativen und Vereinen zusammengeschlossen, und Brücken gebaut nach Belarus, in die Ukraine und nach Russland. Auch dort haben sich Hilfsorganisationen gegründet, die partnerschaftliche Kontakte über die Grenzen hinweg pflegen.

Die Liste der Tschernobyl-Initiativen finden Sie (in Kürze) hier.

Nachrichten und Termine

Termine und Kontakt

 Martina Faseler
faseler@ibb-d.de
+49 231 95 20 95 20
 Iryna Bober
bober@ibb-d.de
+49  231 95 20 96 29
Cristina Canales Dominguez
c.dominguez@ibb-d.de
+49 231 95 29 96 29