Europäische Aktionswochen

"Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima"

Alle Veranstaltungsorte auf einen Blick

5. Europäische Aktionswochen "Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima"

StepMap 5. Europäische Aktionswochen "Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima"

Alle Veranstaltungsorte

In dieser Karte finden Sie eine Übersicht über alle Länder, in denen Veranstaltungen im Rahmen der 31. Europäischen Aktionswochen «Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima» 2017 stattfinden. Details über die Veranstaltungen erfahren Sie über die Städtenamen in der Liste rechts. Dort wurden auch jeweils Programmflyer mit Informationen über die Trägerkreise hinterlegt. Die Liste befindet sich zurzeit im Aufbau.

ALogo_EKvWlle Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen «Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima»  werden gefördert durch die Evangelische Landeskirche von Westfalen.

 

facebook2_1Erste Impressionen von den Zeitzeugengesprächen, Diskussionsrunden, Benefiz-Konzerten und Kerzenaktionen finden Sie auf unserer öffentlichen Facebook-Seite.

In diesen Städten sind Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen in Vorbereitung (diese Liste befindet sich aktuell im Aufbau. Blau hinterlegt sind die ersten Veranstaltungsflyer verlinkt. Weitere detaillierte Informationen folgen):

Deutschland: Berlin, Braunschweig, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt (Oder), Frankfurt (Main), Goslar, Hagen, Holzgerlingen, Ibbenbüren, Kiel, Mülheim (Ruhr), Münster, Oberhausen, Remlingen, Salzgitter, Weimar, Winnigstedt, Wolfenbüttel

Großbritannien: Alton, London

Österreich: Wien

Polen: Danzig, Lublin, Warschau, Wroclaw

Tschechien: Budweis, Prag

Zeitzeugen halten Erinnerung wach an Reaktorkatastrophe

Die Erinnerung an ihren Einsatz am brennenden Reaktor von Tschernobyl in den Tagen nach dem 26. April 1986 ist nicht immer einfach für sie. 18 Zeitzeugen aus Belarus und sieben Zeitzeugen aus der Ukraine machen sich in diesen Tagen dennoch auf den Weg nach Großbritannien, Polen, Tschechien, Österreich und Deutschland. Vor Schulklassen und Gruppen von Erwachsenen werden sie von ihrem lebensgefährlichen Einsatz berichten, der ihr Leben in die Zeit vorher und die Zeit nachher zerteilte und Europa vor einer noch weit schlimmeren Katastrophe bewahrte. Viele Zeitzeugen kommen bereits zum wiederholten Mal nach Westeuropa und schauen ihrer Reise voll Zuversicht entgegen: Nicht zuletzt die Diskussion im Europaparlament in Brüssel 2016 habe gezeigt, wie wichtig es ist, die einschneidende Erfahrung an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Einige Lebenserinnerungen von Zeitzeugen stehen online zur Verfügung.

Geschichtswerkstatt Tschernobyl feiert ihren fünften Jahrestag

Mit einem Festakt am 24. April 2017 – zwei Tage vor dem Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl — feiert die Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw den fünften Jahrestag ihrer Eröffnung. Das IBB Dortmund hatte den Impuls gegeben zur Gründung und mit dem städtischen Liquidatorenverband Sojus Tschernobyl in Charkiw einen starken Partner gefunden. Heute ist die Geschichtswerkstatt ein wichtiger Treffpunkt der Tschernobyl-Betroffenen und Kompetenzzentrum der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“. Zum fünften Jahrestag gibt die Geschichtswerkstatt das Buch „Tschernobyl – Skizzen vom Ort des Geschehens“ des Design-Professors und Tschernobyl-Liquidators Oleg Veklenko heraus. Im Osten der Ukraine leben noch heute mehr als 12 000 frühere Liquidatoren sowie weitere Betroffene der Tschernobyl-Katastrophe, die dringend auf Hilfen angewiesen sind.

Sonderbriefmarke und Sonderstempel zum Tschernobyl-Jahrestag

Eine Sonderbriefmarke und einen Schmuck-Briefumschlag mit Sonderstempel  verbreitet der Trägerkreis Braunschweig am Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe, am 26. April 2017, von 11 bis 16 Uhr in der Trinitatiskirche Wolfenbüttel. Holzmarkt 1. Die Idee hatte Dr. Benno Dalhoff, Lehrer i. R. aus Soest. Er setzt sich seit einigen Jahren künstlerisch mit den Folgen der Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima auseinander. Am 26. April 2017 wird ein Sonderpostamt in der Trinitatiskirche Wolfenbüttel eingerichtet. Landesbischof Dr. Christoph Meyns wird als einer der ersten einen Schmuckumschlag erhalten. Briefmarken und Schmuckumschläge können kostenpflichtig bestellt werden bei Paul.koch47@gmx.de.

Europa -Premiere von „The Seal of the Sun“

Pünktlich zum Auftakt der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 2017 hat die Stiftung Sedlaka, Trägerkreis in Polen, einen Video-Rückblick auf die Europa-Premiere des Films „The Seal of the Sun“ in Wroclaw/Breslau im August 2016 veröffentlicht. Der japanische Filmemacher Tamiyoshi Tachibana hatte seinen Film im Solidarnosc-Zentrum vorgestellt. „Ich wollte eine Art Tagebuch der Ereignisse schaffen“, berichtet Tamiyoshi Tachibana im Video. „Mein Ziel war es, den Kontrast zu zeigen zwischen dem, was sich ereignete, und dem, was die Massenmedien berichteten.“

Kerzenaktionen zeitgleich in vielen Ländern

Trägerkreise in Belarus, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Polen, Tschechien und in der Ukraine organisieren Zeitzeugengespräche, Vortragsveranstaltungen und Kerzenaktionen zur Erinnerung an die Jahrestage von Fukushima am 11. März und von Tschernobyl am 26. April.

Europäische Perspektiven berichten über Aktionen zu den Jahrestagen

Einen ausführlichen Rückblick auf die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ enthält das Heft 2 der Europäischen Perspektiven, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund in unregelmäßigen Abständen herausgibt.

Auf rund 60 Seiten fasst die Dokumentation die Höhepunkte der Veranstaltungen in 13 Ländern zusammen und erwähnt insbesondere die Konferenzen in Brüssel und Berlin sowie die Papstaudienz.

Die Dokumentation enthält außerdem eine Gegenüberstellung von Zahlen und Fakten zu den Reaktorkatastrophen in der Ukraine und Japan sowie Eindrücke der mehr als 50 beteiligten Zeitzeugen aus Belarus, Japan und der Ukraine.

Die Europäischen Perspektiven können als gedruckte Dokumentation bestellt werden per E-Mail an info@ibb-d.de.

Weitere Informationen über die
Europäischen Aktionswochen 2016
finden Sie außerdem auch hier.

Gegen das Verdrängen und Vergessen von Tschernobyl und Fukushima

Zum 25. Jahrestag führte IBB ein internationales Erinnerungsprojekt mit international renommierten Partnern durch, in dem zum ersten Mal eine Kooperation und Netzwerkbildung auf gesamteuropäischer Ebene angeregt wurde. 2010 wurde das European Chernobyl Network gegründet. Eine multimediale Tschernobyl-Ausstellung wurde seit 2011 in mehr als 50 Städten in Deutschland, seit 2012 auch in der Ukraine gezeigt. In Charkiv entstand die erste Geschichtswerkstatt Tschernobyl, ein Treffpunkt für die vergessenen Zeitzeugen der Tschernobyl-Katastrophe.

Den vielen Liquidatoren, Umsiedlern und Zeitzeugen in Belarus gilt bis heute das besondere Augenmerk: IBB Dortmund und Minsk setzen sich gemeinsam dafür ein, dass die Katastrophe von Tschernobyl und das Schicksal Millionen betroffener Menschen und Kinder nicht vergessen wird.

'Das Vermächtnis von Tschernobyl wird uns und unsere Nachkommen begleiten'

„Das Vermächtnis von Tschernobyl wird uns und unsere Nachkommen begleiten – und zwar für viele kommende Generationen…“ 

Kofi Annan,
ehem. Generalsekretär der UNO, New York 2000

Tschernobyl war eine Reaktorkatastrophe mit bis heute immer noch unabsehbaren Folgen für Mensch und Umwelt. Sie hat gelehrt, dass technogene Katastrophen keine nationalen Grenzen kennen. Da Belarus das von den Folgen am meisten betroffene Land ist, sahen es IBB Dortmund und die IBB Minsk schon früh als besondere Verpflichtung, sich für die Linderung der Folgen zu engagieren: Unter dem Motto „Tschernobyl mahnt“ standen die deutsch-belarussische und die deutsch-belarussisch-ukrainische Partnerschaftskonferenz am 10. und 20. Jahrestag der Katastrophe, 1996 und 2006. So konnten die Netzwerkbildung von Partnerschafts- und Hilfsorganisationen enorm gestärkt und neue Projektideen geboren werden.

Aktivitäten zeitgleich in Europa

Das Konzept

Mit den Europäischen Aktionswochen «Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima» lässt das IBB jene zu Wort kommen, deren Leben sich durch die Katastrophen für immer verändert hat. Die Erinnerung an Tschernobyl und Fukushima wird dabei mit Konzepten der erneuerbaren Energien und des sparsamen Umgangs mit Energie verbunden. Die Aktionswochen finden jedes Jahr zwischen dem 11. März, dem Jahrestag von Fukushima, und dem 26. April, dem Jahrestag von Tschernobyl, statt. Eine nachhaltige Energiepolitik ist nicht nur in Deutschland notwendig, sondern europaweit. Daher finden die Aktionswochen in Kooperation mit zahlreichen europäischen Organisationen statt, die sich 2010 im European Chernobyl Network (ECN) zusammengeschlossen haben – seit 2014 International Chernobyl Network (ICN).

Das Netzwerk

Durch sein jahrelanges Engagement hat sich das IBB als zentrale Anlaufstelle des Tschernobyl-Gedenkens etabliert. Das IBB organisiert seit 1996 jährlich Partnerschaftstagungen. 2010 wurde in Dortmund das European Chernobyl Network (ECN) gegründet (seit 2014 International Chernobyl Network (ICN). Ziel des Netzwerks ist es, durch gemeinsames Erinnern ein gesellschaftliches Lernen aus der Reaktorkatastrophe zu ermöglichen.

Das Programm 2017

Trägerkreise organisieren  im Rahmen der Europäischen Aktionswochen «Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima» Diskussionsabende, Kerzenaktionen und Zeitzeugengespräche. Die meisten Veranstaltungen sind öffentlich. Zeitzeugengespräche in Schulen sind indes in aller Regel nicht öffentlich.

Die Lebenserinnerungen von Zeitzeugen

Im Rahmen der Europäischen Aktionswochen «Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima» vermittelt das IBB Dortmund Zeitzeugen, die  aus erster Hand berichten können, welche Folgen die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima für ihren Lebensweg hatten. Die meisten von ihnen waren als sogenannte Liquidatoren im Einsatz, als Feuerwehrleute, Hubschrauberpiloten oder ähnliches. Zur Sammlung der schriftlich fixierten Biografien geht es hier.

Publikationen rund um Tschernobyl und Fukushima

Der Fukushima-Reader für den Unterricht

Der Fukushima-Reader, veröffentlicht im Dezember 2012, enthält eine umfassende Materialsammlung für den Unterricht an weiterführenden Schulen in Sekundarstufe I und II. Er kann sowohl im naturwissenschaftlichen als auch im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht genutzt werden. Der Reader umfasst Informationen über Radioaktivität und ihre Wirkung, über den Ablauf des Unfalls in Fukushima, die Auswirkungen der Havarie, Berichte über die Arbeiter im AKW Fukushima, über die Bevölkerung in Japan, die Informationspolitik, Berichte Betroffener und die Reaktionen in Japan. Eine Liste der Literatur- und Quellenangaben rundet die Materialsammlung ab. Eine Ergänzung zum Themenkomplex Tschernobyl ist in Vorbereitung.

Die PDF-Datei als Download finden Sie hier. (In höherer Auflösung aufAnfrage!)

''Verlorene Orte, gebrochene Biografien''

Zum 25. Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl am 26. April 2011 hat das IBB einen Bildband mit Fotografien von Rüdiger Lubricht veröffentlicht : «Verlorene Orte, gebrochene Biografien» zeigt auf 120 Seiten verlassene Dörfer und die letzten Bewohner der Region rund um Tschernobyl, die durch den radioaktiven Fallout verstrahlt worden ist. Der Bildband, herausgegeben von Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund, enthält ein Vorwort von Dr. Astrid Sahm.

(Februar 2011; 25,- €, zu beziehen über den Internet-Buchhandel)

Bücher, Broschüren und Filme

Das IBB Dortmund hat eine Reihe von Publikationen zum Thema  veröffentlicht und Materialien gesammelt.  Die Bücher und Broschüren können bestellt werden, teilweise stehen sie zum Download zur Verfügung.

«Zukunft gestalten nach Tschernobyl und Fukushima», Dokumentation

«Tschernobyl und die europäische Solidaritätsbewegung», Hardcover

«Stimmen nach Tschernobyl und Fukushima», Dokumentation

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 Martina Faseler
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