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	<title>Aktionswochen &#8211; IBB</title>
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		<title>Europäische Aktionswochen &#8222;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&#8220;: Erinnerungen unter besonderen Vorzeichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2022 16:38:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Atomkraftwerk Tschernobyl durch russische Truppen besetzt, das Atomkraftwerk Saporischschja unter Beschuss und radioaktives Material, das fehlt. In Russlands Krieg gegen die Ukraine spielte und spielt Atomenergie eine besondere Rolle. „In diesem Krieg ist eingetreten, wovor kritische Stimmen schon seit vielen Jahren gewarnt haben: Atomkraftwerke werden zu einer Waffe, die zur Einschüchterung der Bevölkerung vor [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Atomkraftwerk Tschernobyl durch russische Truppen besetzt, das Atomkraftwerk Saporischschja unter Beschuss und radioaktives Material, das fehlt. In Russlands Krieg gegen die Ukraine spielte und spielt Atomenergie eine besondere Rolle. „In diesem Krieg ist eingetreten, wovor kritische Stimmen schon seit vielen Jahren gewarnt haben: Atomkraftwerke werden zu einer Waffe, die zur Einschüchterung der Bevölkerung vor Ort und in weit entfernten Regionen eingesetzt wird“, sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund. In den Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ zum 36. Jahrestag des Supergaus von Tschernobyl sind daher alle Diskussions- und Gedenkveranstaltungen diesmal „Erinnerungen unter besonderen Vorzeichen“.</p>
<p>Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ wurden 2012 erstmals initiiert durch das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund zur Erinnerung an den Supergau im Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 und im AKW Fukushima am 11. März 2011. In diesem Jahr werden die Veranstaltungen in Bad Bramstedt, Hagen, Kiel, Lübeck, Schönberg, Salzgitter und Schöppenstedt von Netzwerkpartnern aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen organisiert. Anatolij Gubarew, der Vorsitzende des Tschernobyl-Verbands in Charkiw, mit dem die IBB gGmbH 2012 die Geschichtswerkstatt Tschernobyl gebaut hat, wird hieran als zentraler Zeitzeuge mitwirken. Denn seit Mitte Februar lebt er mit seiner Familie in der IBB-Gästewohnung in Dortmund. Zudem ermöglicht die IBB gGmbH die Teilnahme von vier Tschernobyl-Zeitzeuginnen aus Belarus an den Europäischen Aktionswochen in Hagen.</p>
<p>Gemeinsame Hauptveranstaltung ist diesmal ein Diskussionsabend im Hybrid-Format am 26. April 2022 ab 18.45 Uhr in Kiel, der via Zoom einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. In der Podiumsdiskussion kommen neben anderen Strahlenschützer Dr. Rainer Gellermann aus Braunschweig, Strahlenschutzexperte Dr. Wolfgang Schulz von der Universität Hannover sowie Martin Repohl von der Universität Erfurt zu Wort. Die Geschäftsführerin der IBB gGmbH und Osteuropaexpertin Dr. Astrid Sahm spricht zudem über den Krieg in der Ukraine mit Blick auf den Klimaschutz und energiepolitische Folgen. Per Video zugeschaltet wird Alexey Nesterenko vom Institut BELRAD aus Minsk. Der ukrainische Design-Professor und frühere Tschernobyl-Liquidator Oleg Veklenko hat Anti-Kriegs- und Umwelt-Plakate beigesteuert, die auf die verzweifelte Lage in der Ukraine aufmerksam machen.</p>
<p>Die Trägerkreise in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen organisieren darüber hinaus unter anderem einen ökumenischen Klima- und Energie-Pilgerweg, eine per Zoom übertragene Andacht sowie Zeitzeugengespräche in Schulen und Universitäten. Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ werden 2022 durch die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und die IBB gGmbH Dortmund unterstützt.</p>
<p>Der Link zur Zoom-Veranstaltung:  <a href="https://eu01web.zoom.us/j/65811442629?pwd=M2RBMlpFd3BPRGlMcmF0d3VwZXFXUT09" target="_blank" rel="noopener">https://eu01web.zoom.us/j/65811442629?pwd=M2RBMlpFd3BPRGlMcmF0d3VwZXFXUT09</a></p>
<div>Meeting-ID: 658 1144 2629  *  Kenncode: 658660</div>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener">Nähere Informationen finden Sie hier.</a></p>
<p>Unser Foto oben zeigt eine Ausstellung der ukrainischen Designer-Assoziation &#8222;4. Block&#8220; um Professor Oleg Veklenko aus Charkiw. Er war nach dem Supergau von Tschernobyl 1986 selbst als Liquidator im Einsatz am havarierten Atomkraft. <a href="http://the4thblock.org/?page_id=1251" target="_blank" rel="noopener">Mehr Anti-Kriegs- und Umwelt-Plakate der Assoziation 4th Block finden Sie auch hier.</a></p>
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		<title>Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“: „Wo Gefahr ist, wächst Rettendes auch “</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2021 17:15:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wo Gefahr ist, wächst Rettendes auch.“ Dieses Hölderlin-Zitat stellte Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, am Mittwoch, 21. April 2021, ihrer Keynote zum 35. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe voran. Die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein hatte zu einer Online-Konferenz im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ – ursprünglich initiiert durch die IBB [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wo Gefahr ist, wächst Rettendes auch.“ Dieses Hölderlin-Zitat stellte Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, am Mittwoch, 21. April 2021, ihrer Keynote zum 35. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe voran. Die <a href="https://www.boell-sh.de/de" target="_blank" rel="noopener">Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein</a> hatte zu einer Online-Konferenz im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ – ursprünglich initiiert durch die IBB gGmbH &#8211; eingeladen. Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Belarus und der Ukraine diskutierten über drei Stunden lang zum Thema „Ein Blick zurück in die Zukunft – Internationaler Brückenschlag zwischen Gestern und Morgen“.</p>
<p><strong>Aktionswochen werden lokal weitergeführt</strong></p>
<p>Die Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 habe in vielfältiger Weise Wirkungen gezeigt, zeigte Astrid Sahm auf: In Reaktion auf die akuten und langfristig nachwirkenden Gefahren für Leib und Leben sei eine einzigartige Solidaritätsbewegung in Europa entstanden, die grenzübergreifend Ferienaufenthalte für Tschernobyl-Kinder organisiert, humanitäre Hilfe geleistet und viele Projekte angestoßen hat. Zum 25. und 30. Jahrestag der Katastrophe sei es zudem gelungen, durch Wanderausstellungen und Zeitzeugen-Gespräche in 14 Ländern die wichtige Rolle der Liquidatoren sichtbar zu machen, die heute als Retter Europas gewürdigt werden. Gleichzeitig sei eine Lehre aus Tschernobyl und später der Reaktorkatastrophe von Fukushima auch die Energiewende. So sei das erste Windrad in Belarus durch eine deutsch-belarussische Initiative errichtet worden. Das <a href="http://www.nadeshda.by/" target="_blank" rel="noopener">Kindererholungszentrum Nadeshda</a> werde heute fast zu 100 Prozent über erneuerbare Energien betrieben. Gleichzeitig wurde im vorigen Jahr aber auch das erste Atomkraftwerk in Belarus in Betrieb genommen.</p>
<p>„Aus dem Beispiel von Tschernobyl kann man auch lernen, dass Geheimhaltung und ein dadurch bedingter Vertrauensverlust politische Krisen auslösen kann“, sagte Astrid Sahm. Tschernobyl habe insofern bis heute vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht. Das Veranstaltungsformat der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ werde die IBB gGmbH Dortmund aber nicht aktiv weiter verfolgen: „Wir werden nicht der Motor sein.“ Es habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass durch die gemeinsamen Aktivitäten ein tragfähiges Netzwerk entstanden ist, das die Arbeit selbstständig fortsetzen kann. Die Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung sei ein gutes Beispiel. Die IBB gGmbH will sich auf die praktischen Lehren aus den beiden Supergaus fokussieren und organisiert daher u.a. Weiterbildungsprojekte zur Förderung der Nachhaltigen Entwicklung zum Beispiel zur Kreislaufwirtschaft. „Das IBB hat einen ganz hervorragenden Job gemacht“, lobte Paul Koch, Sozialdiakon im Ruhestand, der an Netzwerktreffen mit bis zu 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 14 Ländern erinnerte.</p>
<div id="attachment_28296" style="width: 460px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28296" class="wp-image-28296" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181.jpg" alt="Unser Foto zeigt Martin Kastranek, Gabriela Schultze, Gilbert Sieckmann-Joucken, Astrid Sahm und Paul Koch bei der Schlussrunde der virtuellen Konferenz im Rahmen der Europäischen Aktionswochen &quot;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&quot;. " width="450" height="365" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181.jpg 947w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181-300x243.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181-768x623.jpg 768w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><p id="caption-attachment-28296" class="wp-caption-text">Martin Kastranek, Gabriela Schultze, Gilbert Sieckmann-Joucken, Astrid Sahm und Paul Koch bei der Schlussrunde der virtuellen Konferenz.</p></div>
<p>Nach dem Keyword von Astrid Sahm kamen mit Tatjana Semenchuk aus der Ukraine und Vladimir Sednjow aus Minsk zwei ehemalige Liquidatoren zu Wort. Tatjana Semenchuk, damals schwanger, hatte ihre Heimatstadt Pripyat in Sichtweite des Reaktors 1986 überstürzt verlassen müssen und seither nie wieder gesehen. Vladmir Sednjow, war als Ingenieur zum Einsatz am brennenden Reaktor gerufen worden. Beide schilderten auch, dass sie aus ihren Besuchen in Westeuropa im Rahmen der Aktionswochen viele positive Impulse erhalten hatten.</p>
<p>In einem weiteren Panel schilderten die Studentinnen Masha aus Gomel (Belarus) und Rika aus Fukushima (Japan), dass die internationalen Begegnungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen sie sensibilisiert haben für Erneuerbare Energien.</p>
<p>Einschätzungen zur Situation in Fukushima lieferte anschließend der Journalist Shun Kirishima aus Tokio: Die Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Reaktor-Havarie habe viele Menschen verzweifeln lassen. Bis heute sei die Kernschmelze im Reaktor nicht unter Kontrolle.</p>
<p>Mit Ljubov Negatina, Leiterin der <a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-tschernobyl/" target="_blank" rel="noopener">Geschichtswerkstatt Tschernobyl</a> in Charkiw, und Paul Koch, Sozialdiakon im Ruhestand aus der Region Braunschweig, kamen anschließend zwei Vertreter der Solidaritätsbewegung zu Wort. „Es ist für alle Betroffenen sehr bitter, dass die Medien und die Menschen nur zu den Jahrestagen am 26. April und am 14. Dezember, dem Tag der Liquidatoren, an die Ereignisse denken“, sagte Ljubov Negatina. Sie arbeitet an neuen Formaten zur Weiterentwicklung der Erinnerung an Tschernobyl und betreut Projekte zur Inklusion von (Tschernobyl-) Betroffenen mit Behinderungen. Paul Koch, seit 1989 engagiert in der Tschernobyl-Solidaritätsbewegung, richtete einen besorgten Blick in die Zukunft: „Es bleibt weiterhin wichtig, dass wir die Erinnerung wachhalten, sonst überlassen wir das Thema der Atomlobby.“ Heute gewinne die Atomenergie neue Fürsprecher mit Blick auf die CO²-Emissionen.</p>
<p>Karl-Wilhelm Koch, Autor des <a href="https://www.stoerfall-atomkraft.de/site/das-buch/" target="_blank" rel="noopener">Buches „Störfall Atomkraft“</a>, beschrieb in seinem Kurzvortrag die zentralen Risiken der Atomkraft. Detlef Matthiessen, europäischer Energiemanager, umriss in seinem Statement, wie die Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren gelingen kann. „Es ist eine große Aufgabe“, ließ er keinen Zweifel. Gleichzeitig entkräftete er alle gängigen Vorbehalte: „Wir haben kein Mengen- und kein Preisproblem.“ Christian Castro von der Business Development <a href="https://denkerwulf.de" target="_blank" rel="noopener">Denker und Wulf</a> in Kiel schließlich präsentierte zwei Beispiele für smarte Niedrig-Energie-Lösungen. „Wir beziehen heute immer noch Atomstrom“, sagte Nelly Waldeck, Sprecherin von <a href="https://fridaysforfuture.org/" target="_blank" rel="noopener">Fridays for Future</a>, und betonte die Notwendigkeit der Energiewende im Sinne der Generationengerechtigkeit.</p>
<p>Nach einer etwas mehr als dreistündigen Konferenz zogen Gabriela Schultze, Martin Kastranek und Gilbert Sieckmann-Joucken von der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein als Gastgeber ein positives Fazit. Die Veranstaltung habe gezeigt, dass es weiterhin großes Interesse gebe an Europäischen Aktionswochen, die eine Brücke schlagen von der Erinnerung an die Ereignisse in Tschernobyl und Fukushima zu den Lehren für die Zukunft.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Zum 35. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl: IBB gGmbH beteiligt an zwei Veranstaltungen</title>
		<link>https://ibb-d.de/zum-35-jahrestag-der-reaktorkatastrophe-von-tschernobyl-ibb-ggmbh-beteiligt-an-zwei-veranstaltungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 06:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Am kommenden Montag, 26. April 2021, jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 35. Mal. Vor zehn Jahren hatte die IBB gGmbH Dortmund mit einer Wanderausstellung den Grundstein gelegt für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“. In diesem Jahr werden die Europäischen Aktionswochen pandemiebedingt allein von einigen Trägerkreisen getragen – ohne organisatorische Unterstützung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Montag, 26. April 2021, jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 35. Mal. Vor zehn Jahren hatte die IBB gGmbH Dortmund mit einer Wanderausstellung den Grundstein gelegt für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“. In diesem Jahr werden die Europäischen Aktionswochen pandemiebedingt allein von einigen Trägerkreisen getragen – ohne organisatorische Unterstützung durch das IBB Dortmund.</p>
<p>Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH, und Liubov Negatina, Leiterin der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw, wirken allerdings bei zwei Online-Veranstaltungen zum Jahrestag mit:</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-Heinrich-Boell-Stiftung.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-28250 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-Heinrich-Boell-Stiftung.jpg" alt="" width="120" height="171" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-Heinrich-Boell-Stiftung.jpg 621w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-Heinrich-Boell-Stiftung-210x300.jpg 210w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" /></a>Am Mittwoch, 21. April 2021, von 18 bis 21.15 Uhr, veranstaltet die <a href="https://www.boell-sh.de/de" target="_blank" rel="noopener">Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein</a>, ein Online-Meeting mit dem Titel „Ein Blick zurück in die Zukunft – Internationaler Brückenschlag zwischen Gestern und Morgen“. Interessierte können sich anmelden. Neben Astrid Sahm und Liubov Negatina kommen weitere zivilgesellschaftliche Engagierte für Energiewende und Nachhaltigkeit zu Wort. Im Mittelpunkt stehen bei dieser Veranstaltung aber die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Tschernobyl und Fukushima, die die Katastrophe selbst miterlebt haben. Eine Teilnahme ist möglich nach vorheriger Anmeldung bei Martin Kastranek unter <a href="&#x6d;&#x61;&#x69;&#x6c;&#x74;&#x6f;&#x3a;&#x6b;&#x61;&#x73;&#x74;&#x72;&#x61;&#x6e;&#101;&#107;&#64;&#98;&#111;&#101;&#108;&#108;&#45;&#115;&#104;&#46;de">k&#97;&#x73;&#x74;r&#97;&#x6e;&#x65;k&#64;&#98;&#x6f;&#x65;l&#108;&#x2d;&#x73;h&#46;&#x64;&#x65;</a>.<br />
<a href="https://www.aktionswoche.org/veranstaltungen/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a> <strong>   </strong></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-SPD-Bundestagsfraktion.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-28255 alignright" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-SPD-Bundestagsfraktion.jpg" alt="" width="120" height="251" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-SPD-Bundestagsfraktion.jpg 358w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-SPD-Bundestagsfraktion-144x300.jpg 144w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" /></a>Am Montag, 26. April 2021, von 16.30 bis 18 Uhr  ist die SPD-Bundestagsfraktion Gastgeber der Online-Veranstaltung <a href="https://www.spdfraktion.de/termine/2021-04-26-tschernobyl-europaeische-solidaritaet" target="_blank" rel="noopener">„Tschernobyl und die europäische Solidarität“</a>. Oliver Kaczmarek, Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Belarussischen Parlamentariergruppe, eröffnet die Veranstaltung. Dr. Astrid Sahm referiert zum Thema „Internationale Solidarität und belarussische Zivilgesellschaft nach Tschernobyl“, Christoph Forst von der <a href="http://fes.kiev.ua/n/cms/1/?L=1" target="_blank" rel="noopener">Friedrich-Ebert-Stiftung in Kiew</a> schlägt die Brücke zur aktuellen Situation in Belarus. Eine Teilnahme ist möglich nach vorheriger Anmeldung im Wahlkreisbüro von Oliver Kaczmarek per E-Mail an <a href="&#x6d;&#97;&#105;l&#x74;&#x6f;&#58;o&#x6c;&#x69;&#118;er&#x2e;&#107;&#97;c&#x7a;&#x6d;&#97;r&#x65;&#x6b;&#46;&#77;A&#x30;&#x34;&#64;b&#x75;&#x6e;&#100;e&#x73;&#x74;&#97;&#103;&#46;&#x64;&#x65;">ol&#105;&#118;&#x65;&#x72;&#x2e;&#x6b;ac&#122;&#109;&#x61;&#x72;&#x65;&#x6b;&#46;M&#65;&#48;&#52;&#x40;&#x62;&#x75;&#x6e;de&#115;&#116;&#x61;&#x67;&#x2e;&#x64;e</a>.</p>
<blockquote><p>„Für uns im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk stellte der Supergau von Tschernobyl mit seinen vielfältigen Folgen einen zentralen Ausgangspunkt der eigenen Arbeit dar“,</p></blockquote>
<p>schaut Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, heute zurück. Dies gelte für alle Handlungsfelder, in denen die IBB gGmbH aktuell Projektaktivitäten umsetzt: Erinnerungskultur, Nachhaltigkeit und soziale Inklusion.</p>
<p>Dass noch immer neue Atomkraftwerke gebaut und in Betrieb genommen werden, zeige aber auch, dass die Lehren aus den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima bis heute nicht gezogen worden seien. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass einige Trägerkreise die Erinnerung an die Reaktorkatastrophe wachhalten und selbstständig Veranstaltungen organisieren, die jeweils einen Bogen schlagen von der Erinnerung an die Ereignisse 1986 zu den Lehren, die für eine nachhaltige Energieversorgung zu ziehen sind.“</p>
<p>Unser Foto oben zeigt das Banner der Europäischen Aktionswochen &#8222;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&#8220; im Dortmunder Rathaus. Archiv-Foto: Stephan Schütze.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Europäischen Aktionswochen &#8222;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&#8220; der vergangenen Jahre finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“: Mit dem Wissen aus der Erinnerung Zukunft gestalten</title>
		<link>https://ibb-d.de/europaeische-aktionswochen-fuer-eine-zukunft-nach-tschernobyl-und-fukushima-mit-dem-wissen-aus-der-erinnerung-zukunft-gestalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 May 2019 08:03:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und acht Jahre nach dem Super-Gau in Fukushima hat der Trägerkreis Kiel im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 18 Veranstaltungen in drei Ländern organisiert: Bewegende Zeitzeugengespräche mündeten in Workshops, die einen Bogen zur Fridays-for-future-Bewegung spannten. Jugendliche entwickelten Ideen für ihre Zukunft 2030. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und acht Jahre nach dem Super-Gau in Fukushima hat der Trägerkreis Kiel im Rahmen der <a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“</a> 18 Veranstaltungen in drei Ländern organisiert: Bewegende Zeitzeugengespräche mündeten in Workshops, die einen Bogen zur Fridays-for-future-Bewegung spannten. Jugendliche entwickelten Ideen für ihre Zukunft 2030. Nach dem Auftakt vom 11. bis 15. März 2019 in Schleswig-Holstein / Deutschland setzte der Trägerkreis Kiel das Programm vom 22. bis 30. April 2019 in der Ukraine und in Belarus fort. IBB-Pressereferentin Mechthild vom Büchel sprach mit Martin Kastranek, Mitglied im Vorstand der <a href="http://www.boell-sh.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heinrich Böll Stiftung in Schleswig-Holstein</a> und im Trägerkreis Kiel, über die Hintergründe der Aktivitäten und was sich daraus für die kommenden Jahre entwickeln kann.</p>
<p><em>Frage: Herr Kastranek, Sie sind gerade zurück aus Belarus. Was haben Sie von ihren jungen Gesprächspartnern in den drei Ländern gelernt?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir haben in allen drei Ländern Zeitzeugengespräche kombiniert mit anschließenden Workshops. Die Zeitzeugengespräche waren inhaltlich unterschiedlich. Die Ergebnisse der Workshops waren tatsächlich in allen Gruppen und in allen drei Ländern sehr ähnlich. Ihre Umwelt wünschen sich die jungen Menschen in Zukunft nachhaltiger. Regenerative Energien sollen eine größere Rolle spielen. Energie soll sparsam eingesetzt werden. Ressourcen sollen insgesamt geschont werden. In allen drei Ländern ist es den jungen Menschen durchaus bewusst, dass sich auch ihr eigenes Mobilitätsverhalten verändern muss zum Beispiel hin zu einer stärkeren Nutzung des Fahrrades und des öffentlichen Nahverkehrs.</p>
<p><strong>Trägerkreis Kiel organisiert Veranstaltungen in drei Ländern</strong></p>
<p><em>Frage: Eine Frage für die Statistik als Einstieg: Wie viele Veranstaltungen haben Sie denn insgesamt organisiert und wie viele Menschen haben Sie erreicht?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir hatten in Schleswig-Holstein 14 Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten wie Vortrag, Planspiel, Gesprächskreis oder Workshop und wir waren in zehn Schulen in Kiel, Wilster, Lübeck, Itzehoe, Rendsburg, Eggebek und Bad Bramstedt. Insgesamt haben wir 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht.</p>
<p>In der Ukraine waren wir in der Schule 134 und in der Geschichtswerkstatt Charkiw mit einer Gruppe von 40 Studierenden.</p>
<p>In Belarus waren wir in drei Schulen in Minsk und Molodetschno.  Insgesamt haben wir in der Ukraine und Belarus etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht.</p>
<p><em>Frage: Wie ist es Ihnen gelungen, Aktivitäten zu den Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in drei Ländern anzubieten?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir konnten alle diese Pläne verwirklichen dank der Unterstützung durch die Heinrich Böll Stiftung, die IBB gGmbH und durch KJP-Mittel des Landes Schleswig-Holstein.</p>
<div id="attachment_23601" style="width: 683px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23601" class="wp-image-23601" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134.jpg" alt="" width="673" height="236" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134-300x105.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134-768x269.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 673px) 100vw, 673px" /></a><p id="caption-attachment-23601" class="wp-caption-text">Aufmerksam verfolgen die Schülerinnen und Schüler in der Schule 134 in der Ukraine den Bericht des Zeitzeugen Oleg Geraschtschenko.</p></div>
<p><em>Frage: Wie konnten Sie sich mit den Schülerinnen und Schüler in der Ukraine und Belarus verständigen?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir waren in Charkiw in der Schule Nummer 134, die einen Schwerpunkt auf den Fremdsprachenunterricht in Deutsch legt. Ich habe meinen Input-Vortrag auf Deutsch gehalten. Anschließend konnten die etwa 50 Schülerinnen und Schüler noch einmal Verständnisfragen stellen und es zeigte sich, dass sie alles sehr gut verstanden hatten. In Minsk waren wir zu Gast in der Schule Nummer 40. Dorthin kamen Schülerinnen und Schüler aus drei weiteren Schulen. Und schließlich waren wir noch in Molodeschno, etwa 70 Kilometer nördlich von Minsk. Auch dort, in der Schule Nummer 10 lernen die Schülerinnen und Schüler Deutsch. Die Jugendlichen hatten teilweise sehr gute Deutschkenntnisse, und für alle Fachbegriffe hatten wir ja auch noch Dolmetscher an unserer Seite.</p>
<p><em>Frage: Wie kamen die Berichte der Zeitzeugen an?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Insgesamt sehr gut. Bei allen Zeitzeugengesprächen waren die Jugendlichen sehr aufmerksam. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Aber besonders der sehr redegewandte 16-jährige Matsuki Kusano aus Japan war durch sein junges Alter sehr nah an den Schülern.</p>
<p><em>Frage: Welche Aspekte haben die Zeitzeugen denn jeweils in den Mittelpunkt gestellt?</em></p>
<p>Martin Kastranek: In Schleswig-Holstein hatten wir mit <a href="http://1986.org.ua/de/archive/memories/tatjana_sementschuk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tatjana Sementschuk</a> eine Zeitzeugin aus der Ukraine zu Gast. Sie lebte zur Zeit des Tschernobyl-Unglücks 1986 in Pripjat und war damals im siebten Monat schwanger. Erst nach Tagen wurden sie und die weiteren Bewohner über das Unglück informiert. Sie floh in das nur etwa 50 Kilometer entfernte Dorf Wiltscha zu ihren Eltern. Anfang der 1990er Jahre wurde das Dorf komplett umgesiedelt in die Nähe von Charkiw. Man hatte festgestellt, dass auch in Wiltscha die Strahlung zu hoch war.</p>
<p>Wladimir Sednjow aus Belarus ist bis heute als Ingenieur tätig. 1986 war er beruflich beteiligt am Bau eines Atomkraftwerks in Belarus. Im September 1986 wurde er für drei Monate nach Tschernobyl abkommandiert. Er schilderte, dass damals im Herbst noch immer regelmäßig schwarzer Rauch aufstieg aus Block 4 des Atomkraftwerks.</p>
<p>Und die vierköpfige Familie Kusano aus Japan schilderte uns die Situation in Japan, ein Jahr vor der Olympiade 2020 in Tokio. Die Familie lebte 2011 in Fukushima und flüchtete nach dem Tsunami und dem dadurch ausgelösten Super-Gau nach Tokio. Dort hält die Familie ihre Herkunft aber geheim, weil die Flüchtlinge aus Fukushima in der japanischen Gesellschaft als unrein gelten und gemieden werden. Inzwischen hat die Regierung angeordnet, dass die Flüchtlinge in die Region Fukushima zurück sollen.  Die Brennstäbe sind noch immer nicht aus dem havarierten Kraftwerk geborgen. Die schwarzen Säcke mit kontaminierten Materialien, die viele sicher aus den Fernsehberichten kennen, werden inzwischen beseitigt und offenbar zum Deichbau verwendet oder in Wäldern vergraben. Die Regierung behauptet, die Strahlung sei Geschichte. Unabhängige Messungen sind aber offiziell verboten. Inoffizielle Messungen zeigen allerdings, dass die Strahlung stellenweise noch immer hoch ist. Weil nicht offen berichtet wird, leben die Menschen in großer Angst. Matsuki hat die verzweifelte Situation der Fukushima-Flüchtlinge<a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Brief_Matsuki_Kusano.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> in einem Brief an den Papst und die Vereinten Nationen</a> beschrieben. Seine Schilderungen brachten auch den Jugendlichen in Schleswig-Holstein die Lage der Familie sehr nah. Zudem hatten die Zeitzeugen eine Video-Botschaft eines Mädchens aus Fukushima mitgebracht, das Kontakt aufnehmen möchte zu Gleichaltrigen in Deutschland.</p>
<p>In der Ukraine hat uns <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2015/10/Geraschtscheko011.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oleg Geraschtschenko</a> begleitet, der extra aus Dnipro nach Charkiw angereist war. Er war im Juni und Juli 1986 als Brandschutz-Mitarbeiter des Innenministeriums in Tschernobyl im Einsatz und organisierte die Hilfsmaßnahmen. Er konnte sehr gut die Lage damals und die Gefühle der Einsatzkräfte beschreiben. Und in Belarus schließlich waren wir in Molodetschno mit Wladimir Sednjow unterwegs, der uns ja zuvor in Deutschland besucht hatte. In Minsk begleitete uns Zhanna Filomenko, die zur Zeit des Unglücks in der Region Gomel lebte und ab April 1986 in der Tschernobyl als Liqudidatorin eingesetzt war.</p>
<p><strong>Perspektiven entwickeln für die Zukunft</strong></p>
<p><em>Frage: Die Berichte der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen haben den Jugendlichen sicherlich gut vor Augen geführt, was eine solche Katastrophe und ihre lange anhaltenden Folgen für den Einzelnen bedeuten. Warum haben Sie nach so viel Input noch einen Workshop angehängt?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir wollten es nicht beim Erinnern belassen, sondern auch einen Blick in die Zukunft lenken. Außerdem haben wir mit Gilbert Sieckmann-Joucken einen profilierten Politikwissenschaftler und Berater für Erneuerbare Energien an unserer Seite. So konnten wir an mehreren Schulen in Schleswig-Holstein unser neues „Planspiel Zukunft“ erproben. Schülerinnen und Schüler versetzen sich in die Rolle von fünf unterschiedlichen Interessengruppen, die sich aus unterschiedlichen Beweggründen für oder gegen erneuerbare Energien einsetzen. In der Vorbereitung haben mehrere Schülerinnen und Schüler dann sogar die Zeitzeugen als Experten zu sich gerufen und zusätzlich befragt. Anschließend gab es dann jeweils eine Debatte: Die Schülerinnen und Schüler tauschten dann in ihren Rollen als Windrad-Hersteller oder Stadtrat, als Vertreter einer Ökogruppe oder betroffener Anwohner Argumente pro und contra aus. Bei diesem Planspiel haben wir vorher und nachher Meinungsbilder zu Erneuerbaren Energien eingeholt – und am Ende waren nur zwei Schüler weiterhin gegen Windenergie. An einer Schule wollten die Schülerinnen und Schüler direkt selbst aktiv werden und haben eine Demonstration vorbereitet. Insgesamt haben wir allein in Schleswig-Holstein rund 800 Schülerinnen und Schüler erreicht, darunter diesmal sogar Schülerinnen und Schüler einer Förderschule.</p>
<div id="attachment_23591" style="width: 613px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23591" class="wp-image-23591" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019.jpg" alt="Martin Kastranek von der Heinrich Böll Stiftung Schleswig beim Vortrag in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw." width="603" height="325" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019-300x162.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019-768x414.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px" /></a><p id="caption-attachment-23591" class="wp-caption-text">In der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw rief Martin Kastranek Studierenden und ihren Dozenten die Ereignisse des 26. April 1986 in Erinnerung.</p></div>
<p><em>Frage: Konnten die Zeitzeugen in der Ukraine und Belarus den Schülerinnen und Schüler überhaupt etwas Neues erzählen?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Insgesamt wissen die Schülerinnen und Schüler schon Bescheid über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 und ihre Folgen. Aber die persönlichen Schilderungen schaffen eine besondere Nähe. Zudem haben wir auch Informationen ausgetauscht über die aktuelle Situation in Fukushima. Unsere Zeitzeugin Tatjana Sementschuk konnte sehr viel Empathie wecken für die Situation des umgesiedelten Dorfes Wiltscha, das in der Nähe von Charkiw wiederaufgebaut wurde. Dort gibt es keine gewachsene Infrastruktur und nur das Nötigste. Nur noch etwa 700 Menschen leben dort. Die jungen Leute ziehen weg.</p>
<p><em>Frage: Was hat sich bewährt? Was ist nicht so gut gelaufen?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir haben in den Schulen erstmals Gespräche im Klassenverband ermöglicht. Die Zeitzeugen haben erst in großer Runde berichtet. Aber danach sind die Schülerinnen und Schüler zurück in Kleingruppen, wo sie die Zeitzeugen in einer vertrauteren Umgebung befragen konnten. Das kam bei den Zeitzeugen sehr gut an und auch bei den Schülerinnen und Schülern.</p>
<p><em>Frage: Welche Anregungen haben Sie als Vertreter des Trägerkreises mitgenommen? Wie geht Ihre Arbeit weiter?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Ich werde im nächsten Jahr nach Tokio reisen und dort Aktivitäten im gleichen Format gemeinsam mit Friends of the Earth anbieten. Bei der Olympiade 2020 soll der Staffellauf in Fukushima starten. Zudem sollen mehrere Wettbewerbe dort ausgetragen werden. Die Regierung möchte zeigen, dass alles wieder in Ordnung ist. Da müssen wir etwas tun. Zudem haben wir auch das ukrainische Dorf Wiltscha besucht und mit dem Bürgermeister verabredet, dass wir in Kontakt bleiben und gemeinsame Aktivitäten entwickeln werden. Und die Schule Nummer 40 in Minsk hat schon angekündigt, dass sie im nächsten Jahr eine Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit plant. Die Ergebnisse wollen die Schülerinnen und Schüler uns dann bei unserem Besuch im nächsten Jahr vortragen. Möglicherweise werden wir dann auch das Planspiel anbieten .</p>
<p><em>Frage: Wir danken für dieses Gespräch!<br />
</em><br />
Fotos: Martin Kastranek</p>
<p><a href="https://issuu.com/pvbuechel/docs/tschernobyl-_skizzen_vom_ort_des_ge" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Buch von Oleg Veklenko „Skizzen vom Ort des Geschehens“ finden Sie hier</a>.<em><br />
</em></p>
<p><a href="http://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/zeitzeugen-erinnern-sich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Zeitzeugenberichte finden Sie hier</a> und auf der <a href="http://1986.org.ua/de/archive/memories" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Informationen über die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ finden Sie hier.</a></p>
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			</item>
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		<title>IBB Dortmund präsentiert neues Buch über die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-dortmund-praesentiert-neues-buch-ueber-die-reaktorkatastrophe-in-tschernobyl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2018 09:54:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Kerzenaktionen, Zeitzeugengesprächen, einem Film-Festival (in Tschechien), einem internationalen Kunstwettbewerb (in der Ukraine) und weiteren Veranstaltungen erinnern Trägerkreise in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Tschechien, Österreich, Belarus und der Ukraine an den 32. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986. „Wir wissen um die Belastungen der Betroffenen. Und wir sind froh, dass wir in unserem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Kerzenaktionen, Zeitzeugengesprächen, einem Film-Festival (in Tschechien), einem internationalen Kunstwettbewerb (in der Ukraine) und weiteren Veranstaltungen erinnern Trägerkreise in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Tschechien, Österreich, Belarus und der Ukraine an den 32. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986.</p>
<blockquote><p>„Wir wissen um die Belastungen der Betroffenen. Und wir sind froh, dass wir in unserem gesamteuropäischen Netzwerk viele kreative und zukunftsweisende Veranstaltungen fördern können, die den Blick auf eine gemeinsame europäische Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima lenken“,</p></blockquote>
<p>sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin des IBB Dortmund.</p>
<p><strong>Auftakt für den Haupt-Aktionszeitraum zum 32. Jahrestag der Katastrophe</strong></p>
<p>Der Auftakt zum Haupt-Aktionszeitraum der vom IBB Dortmund geförderten Veranstaltungsreihe in mehr als 30 Städten Europas erfolgt in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw am heutigen Freitag, 20. April 2018. Im Beisein des Generalkonsuls der Bundesrepublik Deutschland wird das Buch „Tschernobyl: Skizzen vom Ort des Geschehens“ erstmals in deutscher Sprache vorgestellt. In seinem Buch beschreibt der Design-Professor Oleg Veklenko den Einsatz der mehreren 100.000 so genannten Liquidatoren 1986 und 1987 in Tschernobyl aus seiner sehr persönlichen Sicht. Viele bisher unveröffentlichte Fotografien, Bleistift-Skizzen und Erinnerungen vermitteln einen Eindruck von der zeitweise sorgenvoll bedrückten Atmosphäre. Oleg Veklenko, selbst als junger Mann zum Einsatz am havarierten vierten Block des Kraftwerks verpflichtet, hat im Lauf seines Lebens immer wieder Eindrücke aus dem Einsatz künstlerisch verarbeitet.</p>
<p>Die ukrainische und russische Fassung hatte das IBB Dortmund finanziell gefördert. Die Übersetzung wurde erst durch eine Förderung der deutschen Botschaft in Kiew im Rahmen des deutsch-ukrainischen Sprachenjahres 2017/2018 möglich. In gedruckter Form ist es über die beteiligten Trägerkreise in Deutschland und das IBB Dortmund erhältlich und steht außerdem zur virtuellen Ansicht zur Verfügung.</p>
<div class="issuuembed" style="width: 525px; height: 263px; text-align: center;" data-configid="2855162/60388900"></div>
<p><script type="text/javascript" src="//e.issuu.com/embed.js" async="true"></script></p>
<p><strong>25 Zeitzeugen aus drei Ländern berichten über ihr Schicksal</strong></p>
<p>Die Trägerkreise in Westeuropa erwarten zwölf Zeitzeugen aus Belarus, neun frühere Liquidatoren aus der Ukraine und vier Zeitzeugen aus Japan. Sie werden noch bis Ende April vor Schulklassen, Erwachsenen und in Begegnungen mit Politikern berichten, wie die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima ihr Leben verändert haben, welche Folgen bis heute nachwirken und welche Lehren für die Zukunft zu ziehen sind. Am Vorabend der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl laden mehrere Trägerkreise zu öffentlichen Kerzenaktionen ein.</p>
<p>Die <a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-tschernobyl/" target="_blank" rel="noopener">Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw</a>, 2012 auf Initiative des IBB Dortmund eröffnet, hat zum 32. Jahrestag <a href="http://1986.org.ua/de/archive/memories" target="_blank" rel="noopener">ihr virtuelles Zeitzeugenarchiv</a> erweitert. 240 Interviews in russischer bzw. ukrainischer Sprache stehen zum Anhören und Nachlesen zur Verfügung, 25 sind bereits ins Deutsche übersetzt.</p>
<p>Ein weiterer Höhepunkt verspricht die <a href="http://www.4block-design.org/" target="_blank" rel="noopener">X. Triennale von Öko-Postern des vierten Blocks</a> zu werden, die ebenfalls am Freitag, 20. April 2018, in Charkiw eröffnet wird. Das Festival mit Hackathon vereint vom 20. bis 28. April 2018 Kunstinteressierte, Kommunikationsexperten und Programmierer in Charkiw. In mehr als 800 Wettbewerbsbeiträgen haben Kunstschaffende aus vielen Ländern in den drei Kategorien Frauen/Frieden, Kinder/Hoffnung und Katzen die Frage beantwortet, was jeder selbst für die Rettung des Planeten tun kann. Eine Auswahl der Werke wird in der Geschichtswerkstatt Charkiw gezeigt. Eine Kinderkunst-Aktion und ein Benefizkonzert runden das Programm der X. Triennale ab.</p>
<p><strong>Veranstaltungen sind in folgenden Städten in Deutschland geplant:</strong></p>
<p>Altenholz, Bad Freienwald, Bad Sassendorf, Berlin, Braunschweig, Eisenhüttenstadt, Frankfurt/Oder, Fürth Glienecke, Goslar, Hagen, Ibbenbüren, Kiel, Lippstadt, Münster, Quickborn, Remlingen, Rendsburg, Rheinsberg, Salzgitter, Schönberg, Schwedt/Oder, Soest, Winnigstedt und Wolfenbüttel.</p>
<p><strong>Veranstaltungen sind darüber hinaus in folgenden Ländern geplant: </strong></p>
<p>Belarus, Großbritannien, Österreich, Spanien, Tschechien und in der Ukraine.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Europäischen Aktionswochen &#8222;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&#8220; finden Sie hier.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ werden aus Charkiw organisiert</title>
		<link>https://ibb-d.de/europaeische-aktionswochen-fuer-eine-zukunft-nach-tschernobyl-und-fukushima-werden-aus-charkiw-organisiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2018 09:30:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>
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					<description><![CDATA[Wichtiger Wechsel hinter den Kulissen: Die Fäden für die siebten Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ laufen in diesem Jahr erstmals in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw zusammen. Die Historikerin Dr. Viktoria Naumenko löst Martina Faseler ab, die die Europäischen Aktionswochen seit 2013 in Dortmund organisiert hatte. „Ich freue mich schon auf [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wichtiger Wechsel hinter den Kulissen: Die Fäden für die siebten Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ laufen in diesem Jahr erstmals in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw zusammen. Die Historikerin Dr. Viktoria Naumenko löst Martina Faseler ab, die die Europäischen Aktionswochen seit 2013 in Dortmund organisiert hatte. „Ich freue mich schon auf die neue Aufgabe“, sagte Viktoria Naumenko bei ihrem jüngsten Besuch im IBB Dortmund zur Übergabe.</p>
<p>Seit ihrer Gründung 2012 war die Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw die erste Anlaufstelle für die Vermittlung von Zeitzeugen aus der Ukraine. Denn die Zeitzeugengespräche standen und stehen jeweils im Mittelpunkt der Europäischen Aktionswochen. Welche Folgen hatten die Reaktorkatastrophen in Tschernobyl 1986 und in Fukushima 2011? Wie konnten die unmittelbaren Folgen der Verstrahlung eingedämmt werden? Welche Spätfolgen verursacht die Strahlung bis heute?</p>
<p>Bisher wurden die Termine der Zeitzeugen aus der Ukraine in enger Zusammenarbeit zwischen dem IBB Dortmund und der Geschichtswerkstatt Tschernobyl koordiniert und organisiert. Historikerin Viktoria Naumenko hat ihren Job als Dozentin an der Universität in Charkiw an den Nagel gehängt und unterstützt das Team der Geschichtswerkstatt Tschernobyl schon seit 2016. Ihr Schwerpunkt liegt  beim <u><a href="http://www.1986.org.ua/de/archive/memories" target="_blank" rel="noopener">Aufbau des elektronischen Zeitzeugenarchivs</a>**</u>. 200 Zeitzeugen-Interviews wurden bereits systematisch erfasst und werden nun nach und nach auch ins Deutsche übersetzt. An den Einsatzplänen der Tschernobyl Zeitzeugen in Westeuropa hat sie aber auch im vergangenen Jahr schon in enger Abstimmung mit IBB-Referentin Martina Faseler engagiert mitgearbeitet. In diesem Jahr übernimmt Viktoria Naumenko die Arbeit zum 1. März nun allein. Mindestens 17 Zeitzeugen werden im Zeitraum vom 10. März bis 26. April 2018 in Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Belarus, der Ukraine und Großbritannien im Einsatz sein. Mindestens vier Japaner werden über die aktuelle Situation in Fukushima berichten.</p>
<p>IBB-Referentin Martina Faseler schaut auf fünf turbulente Jahre zurück: Besonders die Konferenz 2016 im EU-Parlament in Brüssel zum 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und die großen Konferenzen im Netzwerk der Trägerkreise in Geseke und Kreisau seien organisatorische  Herausforderungen gewesen. Und mit einem erleichterten Seufzer denkt sie noch zurück an die Aktionswochen 2014, als sie recht kurzfristig noch 1000 kleine weiße Origami-Kraniche zum Auftakt der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ im Dortmunder Rathaus organisiert hatte. „Vor allem die Zusammenarbeit mit den überwiegend ehrenamtlich aufgestellten Trägerkreisen hat mir viel Spaß gemacht“, resümiert sie. Zum 1. März 2018 verlässt sie das IBB Dortmund und bleibt „ihrem“ Thema Nachhaltigkeit treu.</p>
<p>Viktoria Naumenko ist per E-Mail erreichbar unter <a href="mailto:naume&#110;&#107;&#111;&#64;&#49;&#57;&#56;&#54;&#46;&#111;&#114;&#103;&#46;&#117;&#97;">naumenko&#64;&#49;&#57;&#56;&#54;&#46;&#111;&#114;&#103;&#46;&#x75;&#x61;</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Europäischen Aktionswochen &#8222;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&#8220; 2018 finden Sie (in Kürze) hier.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Open-Air-Solar-Hackathon  am Tschernobyl-Jahrestag in der Ukraine</title>
		<link>https://ibb-d.de/open-air-solar-hackathon-am-tschernobyl-jahrestag-in-der-ukraine/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2016 10:02:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
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		<category><![CDATA[Sonnenenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Es geht auch anders! Strom kann auch die Sonne produzieren und einen Sonnenkollektor kann sich jeder mit etwas handwerklichem Geschick sogar selbst bauen. Wie das geht, demonstrierten Andrij Zinchenko und sein Team von Greencubator bei einem Solar-Hackathon in der Ukraine. Ihr ungewöhnlicher Beitrag zum Tschernobyl -Jahrestag im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht auch anders! Strom kann auch die Sonne produzieren und einen Sonnenkollektor kann sich jeder mit etwas handwerklichem Geschick sogar selbst bauen. Wie das geht, demonstrierten Andrij Zinchenko und sein Team von <a href="http://greencubator.info/">Greencubator</a> bei einem Solar-Hackathon in der Ukraine. Ihr ungewöhnlicher Beitrag zum Tschernobyl -Jahrestag im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“: Der Aufsehen erregende Bau eines Sonnen-Kollektors auf öffentlichen Plätzen in Kiew und Winnyzja, einer Stadt südwestlich von Kiew.</p>
<p><strong>Beitrag zum Lernen aus der Geschichte</strong></p>
<p>Aber der Reihe nach: „Wir wollen es nicht beim Bedauern und Beklagen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 belassen“, berichtet Andrij Zinchenko. „Wir wollten eine positive Aktion starten, die ganz praktisch zeigt, wie wir aus Tschernobyl lernen und erneuerbare Energie gewinnen können.“ Greencubator hat es sich zum Ziel gesetzt, das Prinzip des Sonnenkollektors für jedermann erschwinglich anzubieten. Energiegewinnung als Open-Source-Lösung sozusagen. Das IBB Dortmund und die Geschichtswerkstatt Tschernobyl in der Ukraine unterstützten die Idee. Beim Hackathon – einer Aktionsveranstaltung, die zur gemeinsamen Weiterentwicklung einer Software- oder Hardware-Lösung einlädt – gelang dann auch noch ein großer Schritt zur Perfektionierung der Idee.</p>
<p><strong>Sonnenkollektor zum Selbstbau </strong></p>
<p>Los ging’s am Tschernobyl-Jahrestag am Polytechnischen Institut in Kiew auf dem Dach des Instituts für Erneuerbare Energien. Eigentlich sollte der Sonnenkollektor schnell aufgebaut sein. Doch in der Praxis offenbarten sich einige Schwächen. Der leichte Stahlrahmen war nicht stabil genug. Bis zu 80 Teilnehmer kamen, schauten zu, steuerten Ideen bei und legten Hand an. Der Sonnenkollektor wurde zwar nicht fertig. Aber: „Viele Menschen wurden aufmerksam auf unsere Idee“, freut sich Andrij Zinchenko.</p>
<p><strong>Vorbereitungen auf die SunnyDay-Challenge</strong></p>
<p>Beim nächsten Open-Air-Hackathon in Winnyzja am 28. April kam das Team ein gutes Stück weiter – auch dank der Unterstützung durch Internews Ukraine. Um das Kollektor-Rad zu stabilisieren, wurde ein Holzrahmen konstruiert, der eigentlich nicht vorgesehen war. Die Fertigstellung gelang nach weiteren Vorarbeiten und Tüfteleien schließlich am 28. Mai – an einem der coolsten Plätze von Kiew, wie Andrij Zinchenko begeistert berichtet: Der Co-Working-Plattform in Kiew, einer überdachten Halle, die das Projekt auch gleich vor Wind und Wetter schützte. Denn pünktlich zur Fertigstellung regnete es. Die rührigen Erfinder strahlten aber trotzdem: Viele positive Rückmeldungen von Zuschauern der Open-Air-Aktion und aus Social –Media-Kanälen treiben sie an zum Weitermachen.</p>
<p><strong>Anleitung im Netz</strong></p>
<p>Das Team von EnergyTorrent stellt die <a href="http://wiki.energytorrent.org/doku.php">Anleitung zum Nachbau des Sonnen-Kollektors</a> im Internet zur Verfügung und bereitet sich auf die Teilnahme am <a href="http://energytorrent.org/projects/sunnyday/">SunnyDay-Wettbewerb 2016</a> vom 21. bis 23. Juni 2016 in Kiew vor. Die SunnyDay Challenge 2016 soll gut durchdachte und realistische Sonnenkollektoren zur Stromerzeugung in den Blick nehmen. Denn bei Hackathon- Events soll es nicht bleiben. Der selbstgebaute Sonnenkollektor soll einen Siegeszug antreten.</p>

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