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	<title>Berichte: Erinnern &#8211; IBB</title>
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	<description>Bildungs- und Begegnungswerk</description>
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		<title>Online-Methodenfortbildung für Gedenkstättenfahrten erfolgreich gelaufen</title>
		<link>https://ibb-d.de/online-methodenfortbildung-fuer-gedenkstaettenfahrten-erfolgreich-gelaufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Max Gröllich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2023 08:02:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte: Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom 6. September bis 11. Oktober 2023 führte die Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. zwei Methodenfortbildungen für Teamerinnen und Teamer, die Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen planen, durch. Die Fortbildung wurde von Jocelyne Jakob vom IBB e.V. und Zoe Stupp aus der Zentralstelle geleitet und vom Bundesministerium [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 6. September bis 11. Oktober 2023 führte die Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. zwei Methodenfortbildungen für Teamerinnen und Teamer, die Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen planen, durch.<br />
Die Fortbildung wurde von Jocelyne Jakob vom IBB e.V. und Zoe Stupp aus der Zentralstelle geleitet und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104053-scaled.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-33563" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104053-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104053-225x300.jpg 225w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104053-768x1024.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104053-1152x1536.jpg 1152w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104053-1536x2048.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104053-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a></p>
<p>Im Mittelpunkt der beiden Fortbildungen standen die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Gedenkstättenfahrt sowie Grundlagen der historisch-politischen Bildung. Die Teilnehmenden erarbeiteten sich während der Fortbildungen eigene Methodenboxen, die sie in Zukunft für ihre eigenen Gedenkstättenfahrten nutzen können.</p>
<p>Auf der Moodle-Plattform <a href="http://www.bildung-ev-nrw.de">www.bildung-ev-nrw.de</a> wurden den Teilnehmenden Materialien, Medien und Aufgaben zum Selbststudium zur Verfügung gestellt. Eine Aufgabe bestand darin, einen kleinen Erinnerungsort am eigenen Wohnort zu recherchieren und diesen im Anschluss durch einen thematischen roten Faden mit einer größeren NS-Gedenkstätte zu verknüpfen. Auf Basis dieser zwei Orte stellten die Teilnehmenden erste Überlegungen für ein eigenes Programm einer Gedenkstättenfahr an und probierten im Anschluss kreative Methoden zur Arbeit vor Ort aus.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104150-scaled.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-33558" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104150-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104150-225x300.jpg 225w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104150-768x1024.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104150-1152x1536.jpg 1152w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104150-1536x2048.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/10/20210326_104150-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a></p>
<p>Durch die Nutzung des Videokonferenzdienstes Zoom konnten 21 Personen aus insgesamt acht Bundesländern teilnehmen. Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen Bereichen, beispielsweise aus historisch-politischen Bildungsvereinen, der kirchlichen Arbeit, dem Sportbereich sowie aus Schulen. Die diverse Zusammensetzung bereicherte die Fortbildungen, da sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen aus der Praxis der Bildungsarbeit mit verschiedenen Zielgruppen austauschen und ihre Kenntnisse zu verschiedenen Gedenkstätten in der Runde teilen konnten.</p>
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		<title>Zeitzeuge Alexander Richter zu Gast in der Realschule Waltrop</title>
		<link>https://ibb-d.de/29595/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Max Gröllich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Oct 2021 11:15:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte: Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
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					<description><![CDATA[1982 wird Alexander Richter bei einer Verkehrskontrolle nahe Potsdam von Stasi-Männern verhaftet. Für ihn beginnt eine zweieinhalbjährige Tortur, die ihn durch verschiedene Gefängnisse der DDR führt. 1985 schließlich kauft ihn die Bundesrepublik frei. Er war kein ausgemachter Staatsfeind, hat sich nicht verschworen und war nicht oppositionell organisiert. Sein Verbrechen? Alexander Richter hatte einen Roman geschrieben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>1982 wird Alexander Richter bei einer Verkehrskontrolle nahe Potsdam von Stasi-Männern verhaftet. Für ihn beginnt eine zweieinhalbjährige Tortur, die ihn durch verschiedene Gefängnisse der DDR führt. 1985 schließlich kauft ihn die Bundesrepublik frei.</p>
<p>Er war kein ausgemachter Staatsfeind, hat sich nicht verschworen und war nicht oppositionell organisiert. Sein Verbrechen? Alexander Richter hatte einen Roman geschrieben und das Manuskript einer Freundin im Westen geschickt. In dem Buch stellte er die politischen und wirtschaftlichen Zustände der DDR ungeschönt dar – für die Stasi war so etwas ganz klar staatsfeindliches Verhalten.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Richter-in-Waltrop.jpg"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-29596 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Richter-in-Waltrop-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Richter-in-Waltrop-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Richter-in-Waltrop-1024x768.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Richter-in-Waltrop-768x576.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Richter-in-Waltrop-1536x1152.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Richter-in-Waltrop.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
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<p>Fast 40 Jahre später spricht er regelmäßig mit Schülerinnen und Schülern – so auch am 05.10.21. Alexander Richter hat gelernt, mit seinem Trauma umzugehen. Es mache ihm nichts mehr aus, vor Publikum darüber zu sprechen, erzählt er. Dieses Mal berichtet er vor zwei Klassen der Städtischen Realschule Waltrop. Die Schülerinnen und Schüler sind sehr interessiert und schrecken auch vor intimen Fragen nicht zurück. Unser Zeitzeuge genießt das sichtlich, die schwierigen seien ihm die liebsten Fragen.</p>
<p>Am Ende bleibt zu wenig: Zeit. Beide Klassen hätten am liebsten noch viel mehr Fragen gestellt. Ein weiterer Termin ist daher schon in Planung.</p>
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<p>Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des LWL.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/02/LWL-Logo_blau_RZ-e1549543431785.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-22463" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/02/LWL-Logo_blau_RZ-300x187.jpg" alt="" width="300" height="187" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>22. Juni 2021 – 30 Jahre nach der Grundsteinlegung der IBB Minsk</title>
		<link>https://ibb-d.de/22-juni-2021-30-jahre-nach-der-grundsteinlegung-der-ibb-minsk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2021 08:11:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte: Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor 30 Jahren fuhren wir mit einem Sonderzug nach Minsk. Über 400 Personen nahmen an der Gedenkreise teil, zusammen  mit Vertretern der Westfälischen Landeskirche und einer Delegation des Landes NRW unter der Leitung von Dr. Herbert Schnoor, dem am 20. Juni 2021 verstorbenen, damaligen Innenminister und gleichzeitig stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes NRW. Am  Dortmunder Bahnhof [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 30 Jahren fuhren wir mit einem Sonderzug nach Minsk. Über 400 Personen nahmen an der Gedenkreise teil, zusammen  mit Vertretern der Westfälischen Landeskirche und einer Delegation des Landes NRW unter der Leitung von Dr. Herbert Schnoor, dem am 20. Juni 2021 verstorbenen, damaligen Innenminister und gleichzeitig stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes NRW.</p>
<p>Am  Dortmunder Bahnhof trafen sich alle, wo tags zuvor der Sonderzug aus der damaligen Sowjetunion eingetroffen war. Menschen aus Friedens- und Ökologiegruppen hatten sich zusammengefunden, um aus Anlass des 50. Jahrestags des Überfalls auf die ehemalige Sowjetunion ein Zeichen der Verständigung und Versöhnung zu setzen. Zu den zentralen Programmpunkten gehörte die Grundsteinlegung für die zukünftige „Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte Minsk“.</p>
<p>Ein Sonderwaggon war dabei, in dem schon während der Fahrt ein breites Programm mit Diskussionen und Musik stattfand. In Brest mussten die Wagons angehoben und andere Fahrgestelle unter die Wagons montiert werden. Am Abend des 21. Juni kamen wir in Minsk an.</p>
<p>Mit ca. 20 Bussen fuhren wir dann am 22. Juni 1991 nach Chatyn, um die bereits im Jahr 1969 errichtete Gedenkstätte kennenzulernen und der Opfer der vernichteten Dörfer und der Konzentrationslager auf belarussischem Boden zu gedenken. Nachmittags ging es direkt zu dem heutigen Grundstück der IBB Minsk, um den Grundstein zu legen für ein Zentrum der Verständigung zwischen Menschen in Belarus und Deutschland, um Begegnungen und Austausch zu ermöglichen, um praktische Projekte der Zusammenarbeit anzustoßen und über die Idee eines gemeinsamen Hauses Europas nachzudenken. Nach der langen Phase der Blockkonfrontation wollten wir einen Beitrag leisten zu einem neuen Europa, das aus unserer Sicht Belarus, die Ukraine und Russland mit einbeziehen würde.</p>
<div id="attachment_2097" style="width: 688px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2014/12/IBB-Minsk-Grundsteinlegung-1991-1501.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2097" class="wp-image-2097" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2014/12/IBB-Minsk-Grundsteinlegung-1991-1501.jpg" alt="Grundsteinlegung IBB Minsk" width="678" height="493" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2014/12/IBB-Minsk-Grundsteinlegung-1991-1501.jpg 1600w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2014/12/IBB-Minsk-Grundsteinlegung-1991-1501-300x218.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2014/12/IBB-Minsk-Grundsteinlegung-1991-1501-1024x744.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px" /></a><p id="caption-attachment-2097" class="wp-caption-text">Herbert Schnoor, Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, 1991 bei der Grundsteinlegung für die IBB Minsk. Rund 400 Personen waren in einem Sonderzug nach Minsk gereist.</p></div>
<p>In den kommenden Tagen hatten alle Gruppen ein unterschiedliches Programm, um sich mit verschiedenen Aspekten von Belarus zu befassen. Zu der Delegation des Landes NRW gehörte auch Frau Jutta Schnoor, die Krankenhäuser besuchte und sich mit den Folgen von Tschernobyl befasste. Die Berichte zu Tschernobyl und die Situation in der Kinderklinik beeindruckten Jutta Schnoor so tief, so dass sie sich mit viel Kraft und Leidenschaft für Kinderabteilungen in der Minsker Klinik Nr. 1 einsetzte, die in den Folgejahren mit sachlicher und fachlicher Unterstützung aus Deutschland ausgebaut und erweitert wurde. Im Januar 1995, ein halbes Jahr nach der Eröffnung der IBB Minsk, konnte dann die neue Kinderklinik eröffnet werden.</p>
<p>Zwei Monate nach der Grundsteinlegung kam es in Moskau zum Putsch gegen Gorbatschow und die Sowjetunion zerfiel. Belarus, die Ukraine und Russland wurden eigenständige Staaten. Gerade in Belarus begann eine äußerst komplizierte Phase. Die Wirtschaft brach zusammen und es gab mehrere Jahre eine über 1000-prozentige Inflation. Trotz dieser Widrigkeiten verfolgten die Teilhaber das Projekt IBB Minsk weiter, so dass nach dreijähriger Bauzeit im September 1994 die Eröffnung stattfinden konnte.</p>
<p>Das breite Bündnis aus den Kirchen in NRW und Belarus, dem Land NRW und belarussischen Behörden und den vielen Initiativen aus beiden Ländern haben die IBB Minsk möglich gemacht und die spätere Arbeit maßgeblich mit beeinflusst. Gerade viele der Tschernobyl-Initiativen sahen in der IBB Minsk eine Anlaufstelle und einen Ort für ihre praktische Unterstützung. Bis heute gilt der Grundsatz, den die belarussischen Träger und das IBB Dortmund als deutscher Träger bei der Gründung vereinbart haben: die IBB Minsk ist eine paritätisch geführte Einrichtung mit einer belarussischen und deutschen Leitung.</p>
<p style="text-align: right;">Juni 2021<br />
Peter Junge-Wentrup</p>
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		<title>Erste Studienreise im transnationalen Projekt zu Malyj Trostenez: Privates Engagement ist oft ein starker Antrieb für eine lebendige Erinnerungskultur</title>
		<link>https://ibb-d.de/erste-studienreise-im-transnationalen-projekt-zu-malyj-trostenez-macht-deutlich-privates-engagement-ist-haeufig-ein-starker-antrieb-fuer-eine-lebendige-erinnerungskultur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2020 11:14:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte: Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie durften einen Blick werfen in die Schatzkammer des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, führten Zeitzeugengespräche mit den Holocaust-Überlebenden Kurt Marx und Felix Lipski und wurden spontan in Wien für eine US-amerikanische Dokumentation interviewt: Aus ihrer intensiven zwölftägigen Studienfahrt nach Wien, Bonn und Köln im Rahmen des transnationalen historischen Lernprojekts zum Vernichtungsort Malyj Trostenez zogen die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie durften einen Blick werfen in die Schatzkammer des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, führten Zeitzeugengespräche mit den Holocaust-Überlebenden Kurt Marx und Felix Lipski und wurden spontan in Wien für eine US-amerikanische Dokumentation interviewt: Aus ihrer intensiven zwölftägigen Studienfahrt nach Wien, Bonn und Köln im Rahmen des transnationalen historischen Lernprojekts zum Vernichtungsort Malyj Trostenez zogen die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Belarus, Österreich und Deutschland vor allem eine Erkenntnis: Erinnerungskultur ist nicht ein fertiges Ergebnis, sondern ein laufender Prozess. Oft angetrieben vom Engagement von Privatpersonen und kleinerer Initiativen entstehen häufig erst vergleichsweise spät nachhaltige Strukturen zur dauerhaften Erinnerung historischer Ereignisse, die nicht in Vergessenheit geraten sollen.</p>
<div id="attachment_29672" style="width: 611px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29672" class="wp-image-29672" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg" alt="" width="601" height="401" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a><p id="caption-attachment-29672" class="wp-caption-text">Zum ersten Mal seit dem Projektauftakt im Januar trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Belarus, Österreich und Deutschland mit den Projektleitenden Darija Fabijanic (r.) von der IBB gGmbH Dortmund und Dr. Alexander Dalhouski (6.v.r.) von der Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk persönlich.</p></div>
<p>Im Januar hatte das auf 14 Monte angelegte transnationale Projekt des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ coronabedingt noch <a href="https://ibb-d.de/auftakt-des-neuen-projekts-jugend-erinnert-jugendliche-erzaehlen-geschichte-des-vernichtungsortes-malyj-trostenez-in-podcasts-und-events/" target="_blank" rel="noopener">mit einer virtuellen Konferenz</a> begonnen. Fast ein Jahr lang hatten sich die jungen Erwachsenen aus Belarus, Österreich und Deutschland in ungezählten Online-Sitzungen und E-Mail-Korrespondenzen mit der Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez beschäftigt. Ihr gemeinsames Ziel: Podcasts und öffentliche Veranstaltungen sollen den in Westeuropa immer noch wenig bekannten Vernichtungsort in Belarus stärker ins Bewusstsein rücken. Am 17. September 2021 trafen sie sich nun zum allerersten Mal persönlich in Wien. Denn aus Wien, Köln und Bonn – weiteren Zielen ihrer Studienreise &#8211; waren Anfang der 1940er Jahre Tausende nach Minsk deportiert worden. Die historischen Orte mit eigenen Augen sehen. Forschende und Überlebende treffen. Selbst einen Eindruck gewinnen, wie die Erinnerung ihren Platz findet im öffentlichen Raum. O-Töne sammeln. Diese Ziele sollte die Studienfahrt, organisiert von IBB-Referentin Darija Fabijanic, erfüllen.</p>

<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1114/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1114-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1114-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1114-768x433.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1114.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1143/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1143-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1143-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1143-768x433.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1143.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1152/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1152-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1152-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1152-768x433.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1152.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>In Wien besuchte die Gruppe das <a href="https://www.doew.at/" target="_blank" rel="noopener">Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands</a> und <a href="https://www.hdgoe.at/" target="_blank" rel="noopener">das Haus der Geschichte Österreich</a>. Wie kam es zum Anschluss Österreichs 1938 und wie wird die NS-Zeit heute erinnert? Welche Rolle spielte Antisemitismus in den 1930er Jahren? Wie wird heute der Opfer gedacht? Wurden Täter verurteilt? Bei einer Stadtführung ging es zu den letzten Meldeadressen von später Deportierten, zu den früheren Sammellagern und schließlich zum Aspang-Bahnhof – dem Ausgangspunkt der Zugfahrt, die angeblich nur der Umsiedlung dienen sollte, in Wirklichkeit aber in den sicheren Tod führte.</p>
<div id="attachment_29769" style="width: 978px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29769" class="wp-image-29769" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344.jpg" alt="Blick auf die stilisierten Gleise des früheren Aspangbahnhofs in Wien. Das Mahnmal erinnert an 47.035 Deportierte. " width="968" height="288" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344-300x89.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344-768x228.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 968px) 100vw, 968px" /></a><p id="caption-attachment-29769" class="wp-caption-text">Ein Mahnmal erinnert seit 2017 in Wien an die Deportationen vom Aspangbahnhof.</p></div>
<p>Am Bahnhof stieß die Gruppe zufällig auf eine Amerikanerin und ein Filmteam. Sie erzählte dort von ihrer privaten Spurensuche und von der Deportation ihrer Großeltern nach Riga. Sie berichtete auch, dass sie über den Verbleib ihres anderen Großelternpaares bedauerlicherweise nichts wisse. Die Studienreisenden konnten die Frage mit trauriger Gewissheit beantworten: Die Namen der Großeltern standen auf der Liste der nach Minsk Deportierten.</p>
<p>Die Reisegruppe hatte die Listen bei sich – und weckte damit das Interesse des Filmteams, das gleich Interviews aufnahm.</p>

<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1179/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1179.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1179.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1179-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1179-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1139/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1139.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1139.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1139-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1139-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1144/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1144.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1144.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1144-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1144-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<p>Wie die Menschen in Österreich mit ihrer Geschichte umgehen, erarbeitete die Gruppe am Beispiel von Gerichtsakten aus den 1970er Jahren: Am 9. Oktober 1970 hatte der Prozess gegen den gelernten Friseur und späteren Gaswagenfahrer Josef Wendl mit einem Freispruch geendet. <a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Damals waren die Ereignisse in Malyj Trostenez ein einziges Mal in Österreich Gegenstand eines Gerichtsverfahrens, das zu einem Urteil führte, berichtete Claudia Kuretsidis-Haider den jungen Erwachsenen. Und dieses Urteil war ein Freispruch.</p>
<div id="attachment_29738" style="width: 348px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29738" class="wp-image-29738" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657.jpg" alt="Unser Foto zeigt den Historiker Winfried Garscha, der über die Forschung zum Thema Malyj Trostenez berichtet." width="338" height="157" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657.jpg 888w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657-300x139.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657-768x356.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /></a><p id="caption-attachment-29738" class="wp-caption-text">Historiker Winfried Garscha schilderte den Gästen, auf welche Vorbehalte und Hindernisse die Geschichtswissenschaften in der Nachkriegszeit gestoßen sind.</p></div>
<p>Zudem traf die Gruppe aus Studierenden und Berufsanfängern den Historiker Winfried Garscha, der zu den wenigen gehört, die sich in Westeuropa intensiv mit der Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez beschäftigt haben. Er berichtete, wie die sowjetische Kommission 1944 den Vernichtungsort entdeckt hatte und zunächst von 206.500 Opfern ausging &#8211; was nach aktuellem Stand der Forschung als zu hoch gegriffen gilt. Bei einer weiteren Begegnung lernte die Gruppe Waltraud Barton kennen, die in den 2010er Jahren in Wien gemeinsam eine Initiative zur Erinnerung an Malyj Trostenez ergriffen hatte und zusammen mit anderen Hinterbliebenen durch gelbe Schilder im Wald von Blagowschtschina an die Ermordeten erinnert. Sie schilderte auch, welche Hindernisse sie überwinden musste, bis 2019 das österreichische Mahnmal „Massiv der Namen“ in Belarus der Öffentlichkeit übergeben werden konnte. In Arbeitsgruppen hatten die Jugendlichen zudem Gelegenheit, selbst an Biografien zu arbeiten. Inspiriert durch die Gespräche mit Akteuren der Erinnerungskultur diskutierten die Studienreisenden in Arbeitsgruppen auch über unterschiedliche Blickwinkel auf die Geschichte und wie verhindert werden kann, dass sich Zerrbilder über Täter und Opfer in die Erinnerungskultur einschleichen können.</p>
<p>Per Zug reiste die Gruppe am 22. September 2021 dann weiter nach Bonn, der nächsten Station ihrer Vor-Ort-Recherchen.</p>
<div id="attachment_29825" style="width: 611px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29825" class="wp-image-29825" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074.jpg" alt="Blick auf Stolpersteine" width="601" height="339" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a><p id="caption-attachment-29825" class="wp-caption-text">In Wien waren es eher Gedenktafeln an den Hauseingängen. In Bonn und Köln erinnern meist Stolpersteine an frühere Bewohnerinnen und Bewohner.</p></div>
<p>Bei einer Stadtführung in der Partnerstadt der Stadt Minsk ging es unter anderem zum Platz der Bücherverbrennung und zum Platz der früheren Synagoge. In Gesprächen schilderten Lioba Niederhoff und Klaus Schlotterose von der Gedenkstätte und NS- Dokumentationszentrum Bonn, wie sie Erinnerungen und Lernorte sichern und Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich machen.</p>
<div id="attachment_29662" style="width: 609px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29662" class="wp-image-29662" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w.jpg" alt="" width="599" height="338" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /></a><p id="caption-attachment-29662" class="wp-caption-text">Ein weiteres Beispiel für die Weiterentwicklung der Erinnerungskultur: Das Kloster Bonn-Endenich.</p></div>
<p>Näher beschäftigte sich die Gruppe mit der Geschichte des Ortes, der heute das Priesterseminar Bonn-Endenich beherbergt. Während der NS-Zeit diente das Kloster aus dem 15. Jahrhundert als Sammellager für Juden. Sie durften dort zwar besucht werden. Doch die Aufseher beobachteten genau, wer die Ausgegrenzten besuchte und sorgten für Sanktionen. Bislang weist nur eine Gedenktafel auf die frühere Nutzung hin. Das dunkle Kapitel der Geschichte dieses Ortes wird erst heute für die Erinnerungskultur erschlossen und erforscht, erfuhren die Gäste.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Erst 2019 stimmte das Erzbistum Köln der Einrichtung eines Gedenkortes im Wirtschaftsgebäude des Klosters zu.</p>
<p>In Workshops beschäftigte sich die Gruppe auch genauer mit den Biografien von vier Bonner Familien, die nach Minsk und Trostenez deportiert worden waren. In einem Zoom-Gespräch lernte die Gruppe Susan Heimann und Julia Trencher kennen, Angehörige der Familie Mamlock, die heute in den USA leben. Die Enkelin und Urenkelin schilderten in beeindruckender Weise, was sie aus der Verfolgung ihrer Vorfahren gelernt haben. Heute engagiert sich insbesondere die Urenkelin gegen Ausgrenzung und unterstützt Zuwandernde aus Südamerika.</p>

<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2142/'><img loading="lazy" decoding="async" width="689" height="394" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2142-e1635271789142.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2220/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2220-e1635271225486.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2220-e1635271225486.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2220-e1635271225486-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2220-e1635271225486-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2137/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2137.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2137.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2137-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2137-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<p>Bei einem Besuch in Köln schließlich besuchte die Gruppe den Lernort Jawne und das heutige NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus, wo die Gruppe in einer exklusiven Führung auch die ehemaligen Zellen im Kellergewölbe besichtigen durfte. Das frühere Gestapo-Gefängnis war erst Ende des vorigen Jahrhunderts als Erinnerungsort erschlossen worden, ebenfalls aufgrund einer privaten Initiative. Noch in den 1970er Jahren hatten junge Leute dort, wo in der NS-Zeit heute unvorstellbares Unrecht verübt worden war, Ehen geschlossen. Ein weiteres Ziel auf der Besichtigungsroute war das frühere Deportationslager Köln-Müngersdorf – ebenfalls ein Ort, an dem erst spät, nämlich im vergangenen Jahr, ein Denkmal errichtet wurde.</p>
<div id="attachment_29815" style="width: 410px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29815" class="wp-image-29815" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121.jpg" alt="Unser Foto zeigt den Holocaust-Überlebenden Kurt Marx, der per Online-Konferenz mit den Jugendlichen diskutierte." width="400" height="205" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121-300x154.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121-768x394.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><p id="caption-attachment-29815" class="wp-caption-text">Kurt Marx war per Zoom-Konferenz aus London zugeschaltet.</p></div>
<p>Ein Höhepunkt der Studienreise waren schließlich die <a href="https://soundcloud.com/ibb-dortmund/interview-kurt-marx-komplett" target="_blank" rel="noopener">Zeitzeugengespräche mit Kurt Marx</a>, der heute in England lebt, und Felix Lipski aus Belarus, dessen Mutter im Widerstand aktiv war, und der zurzeit in Deutschland lebt. Kurt Marx berichtete, wie er vom Schulleiter des jüdischen Jawne-Gymnasiums, Erich Klibansky, mit weiteren Schülerinnen und Schülern nach London verbracht und vor dem sicheren Tod gerettet worden war. Seine Eltern wurden hingegen ebenso wie der Schulleiter, viele Lehrkräfte und Klassenkameraden in Malyj Trostenez ermordet. Felix Lipski schilderte seine Erinnerungen an das menschenunwürdige Leben im Minsker Ghetto. „Interessant für die Teilnehmenden war besonders auch die Haltung der Zeitzeugen zu Deutschland heute“, schilderte Darija Fabijanic. „Beide lobten die lebendige Erinnerungskultur und die Lehren, die die Deutschen aus ihrer Geschichte gezogen haben. Beide wiesen aber auch darauf hin, dass es noch Lücken in den Erinnerungskulturen in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern gibt.“</p>
<div id="attachment_29861" style="width: 610px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29861" class="wp-image-29861" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w.jpg" alt="Die Teilnehmenden am Lernprojekt Trostenez beim Empfang im Rathaus der Stadt Köln." width="600" height="369" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w-300x185.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w-768x473.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-29861" class="wp-caption-text">Andreas Wolter, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Köln, hatte die Gruppe im Rathaus empfangen zu einem Gespräch über den Wandel der Erinnerungskultur.</p></div>
<p>Bei einem Gespräch mit Rafi Rothenberg, dem Vorsitzenden der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln, ging es zum Abschluss auch um das jüdische Leben in Deutschland heute. Die jüdische Kultur sei heute leider noch immer kein eigenständiges Thema der öffentlichen Wahrnehmung, beklagte Rothenberg, sondern werde von den Medien lediglich im Kontext mit Antisemitismus erwähnt. Andreas Wolter, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Köln, begrüßte die Studienreisenden zum Abschluss im Rathaus. Er hatte 2018 als Vertreter der Stadt Köln an der Eröffnung des Gedenkstättenabschnitts im Wald von Blagowschtschina teilgenommen und engagiert sich für eine lebendige Erinnerungskultur. Er berichtete, wie die Stadt Köln Gedenktage mitgestaltet und Initiativen unterstützt.</p>
<p>Die Reisegruppe arbeitete bereits in den gemeinsamen Workshops an Podcast-Skripten und an der Planung der öffentlichen Veranstaltungen. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen präsentiert.</p>

<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2012/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2012.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2012.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2012-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2012-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2008/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2008.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2008.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2008-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2008-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2270/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2270-e1635271093296.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2270-e1635271093296.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2270-e1635271093296-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2270-e1635271093296-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<p>Das transnationale Geschichtsprojekt des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ wird vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB gGmbH) und der <a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-minsk-2/" target="_blank" rel="noopener">Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk</a> koordiniert. Projektpartner sind das <a href="https://www.doew.at/" target="_blank" rel="noopener">Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands</a>, <a href="https://www.jewishmuseum.cz/en/info/visit/" target="_blank" rel="noopener">das Jüdische Museum Prag</a>, die <a href="https://gedenkstaette.bonn.de/" target="_blank" rel="noopener">Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn</a> und <a href="https://www.jawne.de/" target="_blank" rel="noopener">der Lern- und Gedenkort Jawne</a> in Köln.</p>
<p>Das 14 Monate dauernde Geschichtsprojekt wird gefördert von der <a href="https://www.stiftung-evz.de/start.html" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft</a> aus Mitteln des Auswärtigen Amts.</p>
<p>Fotos: Yana Bondar &#8211; IBB gGmbH Dortmund</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://www.doew.at/cms/download/32caa/jb2019_kuretsidis.pdf">https://www.doew.at/cms/download/32caa/jb2019_kuretsidis.pdf</a></p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> <a href="https://bonnerleerstellen.net/kloster-endenich-2/">https://bonnerleerstellen.net/kloster-endenich-2/</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über unsere Initiative für den Lernort Trostenez finden Sie hier.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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