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	<title>Europäische Aktionswochen &#8211; IBB</title>
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	<description>Bildungs- und Begegnungswerk</description>
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		<title>IBB gGmbH präsentiert neues Corporate Design: Arbeitsbereiche werden sichtbarer und unverwechselbar</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-ggmbh-praesentiert-neues-corporate-design-arbeitsbereiche-werden-sichtbarer-und-unverwechselbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Aug 2024 08:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Förderprogramm Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung Gedenkstättenfahrten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[IBB "Johannes Rau"]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB gGmbH) präsentiert am heutigen Donnerstag (15. August 2024) sein neues Corporate Design. „Unsere Arbeitsbereiche sollen damit deutlicher sichtbar werden“, sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH in Dortmund. Die drei Initialen IBB sind ineinander gelegt und symbolisieren die Idee des multiperspektivischen und tiefgreifenden Lernens. Das kleine „i“ [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB gGmbH) präsentiert am heutigen Donnerstag (15. August 2024) sein neues Corporate Design. „Unsere Arbeitsbereiche sollen damit deutlicher sichtbar werden“, sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH in Dortmund.</p>
<p>Die drei Initialen IBB sind ineinander gelegt und symbolisieren die Idee des multiperspektivischen und tiefgreifenden Lernens. Das kleine „i“ in der Mitte betont den Gedanken, dass immer der Mensch im Mittelpunkt steht. Das neue Corporate Design steht in verschiedenen Farbkombinationen für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der gemeinnützigen GmbH zur Verfügung. Die Zentralstelle zur Förderung von Gedenkstättenfahrten außerschulischer Jugendgruppen arbeitet zukünftig mit einer eigenen Farbgestaltung. Dr. Astrid Sahm:</p>
<blockquote><p>„Das neue Logo ist eingängig und lebendig. Es bringt unseren Ansatz, historisches Lernen mit nachhaltiger Zukunftsgestaltung zu verbinden, gut zum Ausdruck.“</p></blockquote>
<p>Die IBB gGmbH wurde im Jahr 1990 als 100-prozentige Tochter des IBB e.V. gegründet. Ziel war der Bau der deutsch-belarussischen Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk, die in diesem Jahr ihren 30. Jahrestag begeht. Im Mittelpunkt der Bildungsarbeit stehen seither die Begegnung von Menschen aus Ost und West, die Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements und die grenzüberschreitende Vernetzung von Initiativen. Seit 2016 ist die IBB gGmbH zudem Zentralstelle zur Förderung von Gedenkstättenfahrten im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.</p>
<p>Bisher zeigten sich der IBB e.V. und die IBB gGmbH mit einem gemeinsamen Logo. Bei Antragstellenden, Partnerorganisationen und Fördernden kam es dadurch zu Verwechslungen. Mit dem neuen Logo sind Aktivitäten der IBB gGmbH nun auf einen Blick eindeutig erkennbar. Gleichzeitig verdeutlicht die Farbe Blau weiterhin die Verbundenheit mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund (IBB e.V.). Denn das gemeinsame Ziel heißt: „Grenzen überwinden“. Partnerschaftlich und inklusiv, nachhaltig und multiperspektivisch soll dieses Ziel in internationaler Zusammenarbeit erreicht werden.</p>

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		<title>Europäische Aktionswochen &#8222;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&#8220;: Erinnerungen unter besonderen Vorzeichen</title>
		<link>https://ibb-d.de/europaeische-aktionswochen-fuer-eine-zukunft-nach-tschernobyl-und-fukushima-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Apr 2022 16:38:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Atomkraftwerk Tschernobyl durch russische Truppen besetzt, das Atomkraftwerk Saporischschja unter Beschuss und radioaktives Material, das fehlt. In Russlands Krieg gegen die Ukraine spielte und spielt Atomenergie eine besondere Rolle. „In diesem Krieg ist eingetreten, wovor kritische Stimmen schon seit vielen Jahren gewarnt haben: Atomkraftwerke werden zu einer Waffe, die zur Einschüchterung der Bevölkerung vor [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Atomkraftwerk Tschernobyl durch russische Truppen besetzt, das Atomkraftwerk Saporischschja unter Beschuss und radioaktives Material, das fehlt. In Russlands Krieg gegen die Ukraine spielte und spielt Atomenergie eine besondere Rolle. „In diesem Krieg ist eingetreten, wovor kritische Stimmen schon seit vielen Jahren gewarnt haben: Atomkraftwerke werden zu einer Waffe, die zur Einschüchterung der Bevölkerung vor Ort und in weit entfernten Regionen eingesetzt wird“, sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund. In den Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ zum 36. Jahrestag des Supergaus von Tschernobyl sind daher alle Diskussions- und Gedenkveranstaltungen diesmal „Erinnerungen unter besonderen Vorzeichen“.</p>
<p>Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ wurden 2012 erstmals initiiert durch das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund zur Erinnerung an den Supergau im Atomkraftwerk Tschernobyl am 26. April 1986 und im AKW Fukushima am 11. März 2011. In diesem Jahr werden die Veranstaltungen in Bad Bramstedt, Hagen, Kiel, Lübeck, Schönberg, Salzgitter und Schöppenstedt von Netzwerkpartnern aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen organisiert. Anatolij Gubarew, der Vorsitzende des Tschernobyl-Verbands in Charkiw, mit dem die IBB gGmbH 2012 die Geschichtswerkstatt Tschernobyl gebaut hat, wird hieran als zentraler Zeitzeuge mitwirken. Denn seit Mitte Februar lebt er mit seiner Familie in der IBB-Gästewohnung in Dortmund. Zudem ermöglicht die IBB gGmbH die Teilnahme von vier Tschernobyl-Zeitzeuginnen aus Belarus an den Europäischen Aktionswochen in Hagen.</p>
<p>Gemeinsame Hauptveranstaltung ist diesmal ein Diskussionsabend im Hybrid-Format am 26. April 2022 ab 18.45 Uhr in Kiel, der via Zoom einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. In der Podiumsdiskussion kommen neben anderen Strahlenschützer Dr. Rainer Gellermann aus Braunschweig, Strahlenschutzexperte Dr. Wolfgang Schulz von der Universität Hannover sowie Martin Repohl von der Universität Erfurt zu Wort. Die Geschäftsführerin der IBB gGmbH und Osteuropaexpertin Dr. Astrid Sahm spricht zudem über den Krieg in der Ukraine mit Blick auf den Klimaschutz und energiepolitische Folgen. Per Video zugeschaltet wird Alexey Nesterenko vom Institut BELRAD aus Minsk. Der ukrainische Design-Professor und frühere Tschernobyl-Liquidator Oleg Veklenko hat Anti-Kriegs- und Umwelt-Plakate beigesteuert, die auf die verzweifelte Lage in der Ukraine aufmerksam machen.</p>
<p>Die Trägerkreise in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen organisieren darüber hinaus unter anderem einen ökumenischen Klima- und Energie-Pilgerweg, eine per Zoom übertragene Andacht sowie Zeitzeugengespräche in Schulen und Universitäten. Die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ werden 2022 durch die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein und die IBB gGmbH Dortmund unterstützt.</p>
<p>Der Link zur Zoom-Veranstaltung:  <a href="https://eu01web.zoom.us/j/65811442629?pwd=M2RBMlpFd3BPRGlMcmF0d3VwZXFXUT09" target="_blank" rel="noopener">https://eu01web.zoom.us/j/65811442629?pwd=M2RBMlpFd3BPRGlMcmF0d3VwZXFXUT09</a></p>
<div>Meeting-ID: 658 1144 2629  *  Kenncode: 658660</div>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener">Nähere Informationen finden Sie hier.</a></p>
<p>Unser Foto oben zeigt eine Ausstellung der ukrainischen Designer-Assoziation &#8222;4. Block&#8220; um Professor Oleg Veklenko aus Charkiw. Er war nach dem Supergau von Tschernobyl 1986 selbst als Liquidator im Einsatz am havarierten Atomkraft. <a href="http://the4thblock.org/?page_id=1251" target="_blank" rel="noopener">Mehr Anti-Kriegs- und Umwelt-Plakate der Assoziation 4th Block finden Sie auch hier.</a></p>
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		<title>Folgen für den internationalen Klimaschutz: Russlands Krieg gegen die Ukraine wird zum „Bedrohungsmultiplikator“</title>
		<link>https://ibb-d.de/folgen-fuer-den-internationalen-klimaschutz-russlands-krieg-gegen-die-ukraine-wird-zum-bedrohungsmultiplikator/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2022 10:03:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Der am 27. Februar 2022 veröffentlichte jüngste Bericht des Weltklimarates (IPCC) ging in den Nachrichten beinahe unter, dabei gab er eine düstere Prognose: Naturkatastrophen wie Extremwetter, Fluten und Dürren werden immer häufiger auftreten. Die klimabedingte Migration wird zunehmen. 3,6 Milliarden Menschen sind schon jetzt durch den Klimawandel stark belastet. Ein Umsteuern wird immer dringender. Doch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der am 27. Februar 2022 veröffentlichte <a href="https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/" target="_blank" rel="noopener">jüngste Bericht des Weltklimarates (IPCC)</a> ging in den Nachrichten beinahe unter, dabei gab er eine düstere Prognose: Naturkatastrophen wie Extremwetter, Fluten und Dürren werden immer häufiger auftreten. Die klimabedingte Migration wird zunehmen. 3,6 Milliarden Menschen sind schon jetzt durch den Klimawandel stark belastet. Ein Umsteuern wird immer dringender.</p>
<p>Doch Russlands Krieg gegen die Ukraine verursacht nicht nur menschliches Leid, sondern verschärft auch die Erderwärmung und wird damit zum „Bedrohungsmultiplikator“. Weil Brände vermeidbare Emissionen freisetzen, weil Ökosysteme und Infrastruktur wie zum Beispiel Gaspipelines und Ölspeicher zerstört werden, weil Atomkraftwerke Ziele von Angriffen werden &#8211; und auch weil internationale Kooperationen erschwert oder unmöglich gemacht werden. Die Expertise von Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund und zugleich Gastwissenschaftlerin an der Stiftung Wissenschaft und Politik, ist in diesen Tagen gefragt. Astrid Sahm forscht zu Energie- und Umweltpolitik mit Schwerpunkt auf Russland, Osteuropa und Zentralasien. Die IBB gGmbH hat zudem gemeinsam mit Partnerorganisationen in Belarus und der Ukraine zahlreiche internationale Nachhaltigkeitsprojekte realisiert, u.a. zur Umsetzung des Europäischen Green Deals im Bereich <a href="https://ibb-d.de/ibb-ggmbh-dortmund-und-wuppertal-institut-praesentieren-erste-monografie-zur-kreislaufwirtschaft-in-belarus/" target="_blank" rel="noopener">Kreislaufwirtschaft</a>. „Der Krieg hat negative Auswirkungen auf alle internationalen Kooperationsformate. Substanzielle Fortschritte im internationalen Klimaschutz sind daher vorerst nicht zu erwarten“, sagt Sahm.</p>
<p>Was müsste stattdessen passieren? „Die wichtigste Herausforderung ist, wie wir zu einer Politik kommen, die die Probleme wirklich an den Wurzeln anpackt und sich zum Ziel setzt, gute Lebensbedingungen für heutige und zukünftige Generationen zu ermöglichen. Krieg und Klimawandel sind gleichermaßen eine Bedrohung für menschliches Leben. Auf diesen Zusammenhang gilt es hinzuweisen. Das vorhandene Wissen über langfristige Folgen muss von der Politik bereits in der Planung berücksichtigt werden, um Krieg und Klimakatastrophe in der Zukunft zu vermeiden.&#8220;</p>
<p>Ihre Einschätzungen zu den zu erwartenden Kriegsfolgen für das Klima haben in den folgenden Interviews und Berichten Niederschlag gefunden, die wir hier gern verlinken:</p>
<p>25.02.2022: <a href="https://www.watson.de/nachhaltigkeit/analyse/174783300-was-der-krieg-in-der-ukraine-fuer-den-internationalen-klimaschutz-bedeutet" target="_blank" rel="noopener">Was der Krieg in der Ukraine für den internationalen Klimaschutz bedeutet / Watson</a></p>
<p>28.02.2022: <a href="https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/ukraine-krieg-was-bedeutet-der-konflikt-fuer-den-klimaschutz,SyGd2bS" target="_blank" rel="noopener">Ukraine-Krieg: Was bedeutet der Konflikt für den Klimaschutz? / Bayrischer Rundfunk</a></p>
<p>10.03.2022: <a href="https://www.wiwo.de/politik/europa/besetzung-und-versorgung-ukrainischer-atomkraftwerke-diese-risiken-koennen-die-sicherheit-der-ukrainischen-akw-gefaehrden/28130118.html" target="_blank" rel="noopener">Diese Risiken können die Sicherheit der ukrainischen AKW gefährden / Wirtschaftswoche</a></p>
<p>08.03.2022: <a href="https://rp-online.de/politik/deutschland/ukraine-krieg-putins-krieg-kann-dem-klimaschutz-erheblich-schaden_aid-66832613" target="_blank" rel="noopener">Der Klimaschutz kann an Putins Krieg großen Schaden nehmen / Rheinische Post</a></p>
<p>22.03.2022: <a href="https://www.rnd.de/politik/putins-krieg-und-klimaschutz-wird-das-1-5-grad-ziel-unerreichbar-UKIG5C6EDBA3RAHDSXUEVP6T4Q.html" target="_blank" rel="noopener">Putins Krieg und Klimaschutz: Wird das 1,5 Grad-Ziel unerreichbar? /Redaktionsnetzwerk Deutschland</a></p>
<p>Der vollständige Bericht des Weltklimarats in englischer Sprache steht <a href="https://report.ipcc.ch/ar6wg2/pdf/IPCC_AR6_WGII_FinalDraft_FullReport.pdf" target="_blank" rel="noopener">hier</a> zur Verfügung.</p>
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		<title>Digitaler Themenabend zur Vorstellung  des Buches „Tschernobylkinder. Die transnationale Geschichte einer nuklearen Katastrophe“</title>
		<link>https://ibb-d.de/digitaler-themenabend-zur-vorstellung-des-buches-tschernobylkinder-die-transnationale-geschichte-einer-nuklearen-katastrophe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 May 2021 18:47:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche wurden nach der Katastrophe von Tschernobyl zusammen mit tausenden von Begleitpersonen auf Reisen geschickt, um sich von der Strahlenexposition, zunehmend aber auch vom Alltag in der (post-)sowjetischen Gesellschaft zu erholen. Um diese „Tschernobylkinder“ bildete sich ein dichtes transnationales Netzwerk von NGO und Privatpersonen. Es übernahm immer mehr Aufgaben, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche wurden nach der Katastrophe von Tschernobyl zusammen mit tausenden von Begleitpersonen auf Reisen geschickt, um sich von der Strahlenexposition, zunehmend aber auch vom Alltag in der (post-)sowjetischen Gesellschaft zu erholen. Um diese „Tschernobylkinder“ bildete sich ein dichtes transnationales Netzwerk von NGO und Privatpersonen. Es übernahm immer mehr Aufgaben, die der Staat nicht mehr leisten konnte. Das weltweite Engagement trug dazu bei, den atomaren Unfall als transnationale Katastrophe sicht- und wahrnehmbar zu .</p>
<p>Mit der Wanderausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl. Menschen – Orte – Solidarität“ und Aktivitäten im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ hatte die IBB gGmbH Dortmund erstmals in den 2010er Jahren den Blick auf das Entstehen einer europäischen Zivilgesellschaft gelenkt.</p>
<p>Die Politologin Melanie Arndt hat die transnationalen sozialen Auswirkungen der Katastrophe von Tschernobyl umfassend 2018 erforscht und sich mit ihrer Studie habilitiert. Ihr Buch ist Ende 2020 im Verlag Vandenhoeck &amp; Ruprecht erschienen. Melanie Arndt zeigt darin, wie die „Tschernobylkinder“ zugleich zu Zeugen und Repräsentanten eines untergehenden politischen Systems und der Auflösung der bipolaren Weltordnung wurden.</p>
<p>Für den kommenden Freitag, 21. Mai 2021, von 16 bis 17.30 Uhr (MEZ)  laden die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zur digitalen Buchvorstellung und Diskussion ein. Die Veranstaltung wird moderiert von Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin  der IBB gGmbH und Gastwissenschaftlerin  der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Freitag von der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde Berlin wird die Gäste begrüßen. Als Gesprächspartnerinnen stehen die Autorin, Prof. Dr. Melanie Arndt, und die Historikerin Dr. Katsiaryna Kryvichanina zur .</p>
<p>Nach einer ausführlichen Buchvorstellung durch die Autorin Melanie Arndt wird Katsiaryna Kryvichanina einige zentrale Thesen kommentieren. Anschließend haben die Teilnehmenden Gelegenheit, in die Diskussion einzusteigen.</p>
<p>Die Veranstaltung wird deutsch-belarussisch simultan übersetzt.</p>
<p><a href="https://www.dgo-online.org/kalender/berlin/2021/tschernobylkinder/">Interessierte erhalten die Zugangsdaten nach einer Anmeldung bei der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V.</a></p>
<p>Unser Foto oben zeigt das Titelbild des Buches &#8222;Tschernobylkinder. Die transnationale Geschichte einer nuklearen Katastrophe&#8220;.</p>
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		<title>Zum 35. Jahrestag von Tschernobyl: Reihe von Interviews und Berichten erinnert an Katastrophe, die bis heute andauert</title>
		<link>https://ibb-d.de/zum-35-jahrestag-von-tschernobyl-reihe-von-interviews-und-berichten-erinnert-an-katastrophe-die-bis-heute-andauert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Apr 2021 18:28:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum 35. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 erinnern Akteure in Ost und West mit Kerzenaktionen und Konferenzen und einer Reihe von Medienberichten an die Ereignisse und die bis heute wirkenden Folgen. Das mit dem Grimme Online Award ausgezeichnete Internet-Portal „Dekoder – Russland entschlüsseln“ hat eine Gnose veröffentlicht, die Dr. Astrid Sahm, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum 35. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 erinnern Akteure in Ost und West mit Kerzenaktionen und Konferenzen und einer Reihe von Medienberichten an die Ereignisse und die bis heute wirkenden Folgen.</p>
<p>Das mit dem Grimme Online Award ausgezeichnete Internet-Portal „Dekoder – Russland entschlüsseln“ hat eine Gnose veröffentlicht, die Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, und Dr. Aliaksandr Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk, zusammengestellt haben. Astrid Sahm war zudem eine gefragte Interviewpartnerin der Frankfurter Rundschau und der Konrad-Adenauer-Stiftung.</p>
<p>Unser Foto oben zeigt das Beitragsbild zum Interview der <a href="https://www.kas.de/uk/web/ukraine" target="_blank" rel="noopener">Konrad-Adenauer-Stiftung Ukraine</a>.</p>
<p><a href="https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-tschernobyl-nie-vergessen-90475021.html" target="_blank" rel="noopener">Das Interview in der Frankfurter Rundschau finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/kas.ukraine/videos/963693347502447" target="_blank" rel="noopener">Das Interview mit der Konrad-Adenauer-Stiftung finden Sie hier:</a></p>
<p><a href="https://www.dekoder.org/de/gnose/tschernobyl-belarus-folgen" target="_blank" rel="noopener">Die Gnose finden Sie hier.   </a></p>
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		<item>
		<title>Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“: „Wo Gefahr ist, wächst Rettendes auch “</title>
		<link>https://ibb-d.de/europaeische-aktionswochen-fuer-eine-zukunft-nach-tschernobyl-und-fukushima-wo-gefahr-ist-waechst-rettendes-auch/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2021 17:15:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionswochen]]></category>
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		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wo Gefahr ist, wächst Rettendes auch.“ Dieses Hölderlin-Zitat stellte Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, am Mittwoch, 21. April 2021, ihrer Keynote zum 35. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe voran. Die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein hatte zu einer Online-Konferenz im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ – ursprünglich initiiert durch die IBB [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wo Gefahr ist, wächst Rettendes auch.“ Dieses Hölderlin-Zitat stellte Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, am Mittwoch, 21. April 2021, ihrer Keynote zum 35. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe voran. Die <a href="https://www.boell-sh.de/de" target="_blank" rel="noopener">Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein</a> hatte zu einer Online-Konferenz im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ – ursprünglich initiiert durch die IBB gGmbH &#8211; eingeladen. Referentinnen und Referenten aus Deutschland, Belarus und der Ukraine diskutierten über drei Stunden lang zum Thema „Ein Blick zurück in die Zukunft – Internationaler Brückenschlag zwischen Gestern und Morgen“.</p>
<p><strong>Aktionswochen werden lokal weitergeführt</strong></p>
<p>Die Reaktorkatastrophe am 26. April 1986 habe in vielfältiger Weise Wirkungen gezeigt, zeigte Astrid Sahm auf: In Reaktion auf die akuten und langfristig nachwirkenden Gefahren für Leib und Leben sei eine einzigartige Solidaritätsbewegung in Europa entstanden, die grenzübergreifend Ferienaufenthalte für Tschernobyl-Kinder organisiert, humanitäre Hilfe geleistet und viele Projekte angestoßen hat. Zum 25. und 30. Jahrestag der Katastrophe sei es zudem gelungen, durch Wanderausstellungen und Zeitzeugen-Gespräche in 14 Ländern die wichtige Rolle der Liquidatoren sichtbar zu machen, die heute als Retter Europas gewürdigt werden. Gleichzeitig sei eine Lehre aus Tschernobyl und später der Reaktorkatastrophe von Fukushima auch die Energiewende. So sei das erste Windrad in Belarus durch eine deutsch-belarussische Initiative errichtet worden. Das <a href="http://www.nadeshda.by/" target="_blank" rel="noopener">Kindererholungszentrum Nadeshda</a> werde heute fast zu 100 Prozent über erneuerbare Energien betrieben. Gleichzeitig wurde im vorigen Jahr aber auch das erste Atomkraftwerk in Belarus in Betrieb genommen.</p>
<p>„Aus dem Beispiel von Tschernobyl kann man auch lernen, dass Geheimhaltung und ein dadurch bedingter Vertrauensverlust politische Krisen auslösen kann“, sagte Astrid Sahm. Tschernobyl habe insofern bis heute vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht. Das Veranstaltungsformat der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ werde die IBB gGmbH Dortmund aber nicht aktiv weiter verfolgen: „Wir werden nicht der Motor sein.“ Es habe sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass durch die gemeinsamen Aktivitäten ein tragfähiges Netzwerk entstanden ist, das die Arbeit selbstständig fortsetzen kann. Die Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung sei ein gutes Beispiel. Die IBB gGmbH will sich auf die praktischen Lehren aus den beiden Supergaus fokussieren und organisiert daher u.a. Weiterbildungsprojekte zur Förderung der Nachhaltigen Entwicklung zum Beispiel zur Kreislaufwirtschaft. „Das IBB hat einen ganz hervorragenden Job gemacht“, lobte Paul Koch, Sozialdiakon im Ruhestand, der an Netzwerktreffen mit bis zu 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 14 Ländern erinnerte.</p>
<div id="attachment_28296" style="width: 460px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28296" class="wp-image-28296" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181.jpg" alt="Unser Foto zeigt Martin Kastranek, Gabriela Schultze, Gilbert Sieckmann-Joucken, Astrid Sahm und Paul Koch bei der Schlussrunde der virtuellen Konferenz im Rahmen der Europäischen Aktionswochen &quot;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&quot;. " width="450" height="365" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181.jpg 947w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181-300x243.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Aktionswochen-35-jahre-nach-tschernobyl_0409_w-e1619630356181-768x623.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><p id="caption-attachment-28296" class="wp-caption-text">Martin Kastranek, Gabriela Schultze, Gilbert Sieckmann-Joucken, Astrid Sahm und Paul Koch bei der Schlussrunde der virtuellen Konferenz.</p></div>
<p>Nach dem Keyword von Astrid Sahm kamen mit Tatjana Semenchuk aus der Ukraine und Vladimir Sednjow aus Minsk zwei ehemalige Liquidatoren zu Wort. Tatjana Semenchuk, damals schwanger, hatte ihre Heimatstadt Pripyat in Sichtweite des Reaktors 1986 überstürzt verlassen müssen und seither nie wieder gesehen. Vladmir Sednjow, war als Ingenieur zum Einsatz am brennenden Reaktor gerufen worden. Beide schilderten auch, dass sie aus ihren Besuchen in Westeuropa im Rahmen der Aktionswochen viele positive Impulse erhalten hatten.</p>
<p>In einem weiteren Panel schilderten die Studentinnen Masha aus Gomel (Belarus) und Rika aus Fukushima (Japan), dass die internationalen Begegnungen im Rahmen der Europäischen Aktionswochen sie sensibilisiert haben für Erneuerbare Energien.</p>
<p>Einschätzungen zur Situation in Fukushima lieferte anschließend der Journalist Shun Kirishima aus Tokio: Die Dreifach-Katastrophe aus Erdbeben, Tsunami und Reaktor-Havarie habe viele Menschen verzweifeln lassen. Bis heute sei die Kernschmelze im Reaktor nicht unter Kontrolle.</p>
<p>Mit Ljubov Negatina, Leiterin der <a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-tschernobyl/" target="_blank" rel="noopener">Geschichtswerkstatt Tschernobyl</a> in Charkiw, und Paul Koch, Sozialdiakon im Ruhestand aus der Region Braunschweig, kamen anschließend zwei Vertreter der Solidaritätsbewegung zu Wort. „Es ist für alle Betroffenen sehr bitter, dass die Medien und die Menschen nur zu den Jahrestagen am 26. April und am 14. Dezember, dem Tag der Liquidatoren, an die Ereignisse denken“, sagte Ljubov Negatina. Sie arbeitet an neuen Formaten zur Weiterentwicklung der Erinnerung an Tschernobyl und betreut Projekte zur Inklusion von (Tschernobyl-) Betroffenen mit Behinderungen. Paul Koch, seit 1989 engagiert in der Tschernobyl-Solidaritätsbewegung, richtete einen besorgten Blick in die Zukunft: „Es bleibt weiterhin wichtig, dass wir die Erinnerung wachhalten, sonst überlassen wir das Thema der Atomlobby.“ Heute gewinne die Atomenergie neue Fürsprecher mit Blick auf die CO²-Emissionen.</p>
<p>Karl-Wilhelm Koch, Autor des <a href="https://www.stoerfall-atomkraft.de/site/das-buch/" target="_blank" rel="noopener">Buches „Störfall Atomkraft“</a>, beschrieb in seinem Kurzvortrag die zentralen Risiken der Atomkraft. Detlef Matthiessen, europäischer Energiemanager, umriss in seinem Statement, wie die Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren gelingen kann. „Es ist eine große Aufgabe“, ließ er keinen Zweifel. Gleichzeitig entkräftete er alle gängigen Vorbehalte: „Wir haben kein Mengen- und kein Preisproblem.“ Christian Castro von der Business Development <a href="https://denkerwulf.de" target="_blank" rel="noopener">Denker und Wulf</a> in Kiel schließlich präsentierte zwei Beispiele für smarte Niedrig-Energie-Lösungen. „Wir beziehen heute immer noch Atomstrom“, sagte Nelly Waldeck, Sprecherin von <a href="https://fridaysforfuture.org/" target="_blank" rel="noopener">Fridays for Future</a>, und betonte die Notwendigkeit der Energiewende im Sinne der Generationengerechtigkeit.</p>
<p>Nach einer etwas mehr als dreistündigen Konferenz zogen Gabriela Schultze, Martin Kastranek und Gilbert Sieckmann-Joucken von der Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein als Gastgeber ein positives Fazit. Die Veranstaltung habe gezeigt, dass es weiterhin großes Interesse gebe an Europäischen Aktionswochen, die eine Brücke schlagen von der Erinnerung an die Ereignisse in Tschernobyl und Fukushima zu den Lehren für die Zukunft.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Zum 35. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl: IBB gGmbH beteiligt an zwei Veranstaltungen</title>
		<link>https://ibb-d.de/zum-35-jahrestag-der-reaktorkatastrophe-von-tschernobyl-ibb-ggmbh-beteiligt-an-zwei-veranstaltungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2021 06:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Am kommenden Montag, 26. April 2021, jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 35. Mal. Vor zehn Jahren hatte die IBB gGmbH Dortmund mit einer Wanderausstellung den Grundstein gelegt für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“. In diesem Jahr werden die Europäischen Aktionswochen pandemiebedingt allein von einigen Trägerkreisen getragen – ohne organisatorische Unterstützung [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am kommenden Montag, 26. April 2021, jährt sich die Tschernobyl-Katastrophe zum 35. Mal. Vor zehn Jahren hatte die IBB gGmbH Dortmund mit einer Wanderausstellung den Grundstein gelegt für die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“. In diesem Jahr werden die Europäischen Aktionswochen pandemiebedingt allein von einigen Trägerkreisen getragen – ohne organisatorische Unterstützung durch das IBB Dortmund.</p>
<p>Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH, und Liubov Negatina, Leiterin der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw, wirken allerdings bei zwei Online-Veranstaltungen zum Jahrestag mit:</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-Heinrich-Boell-Stiftung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28250 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-Heinrich-Boell-Stiftung.jpg" alt="" width="120" height="171" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-Heinrich-Boell-Stiftung.jpg 621w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-Heinrich-Boell-Stiftung-210x300.jpg 210w" sizes="auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px" /></a>Am Mittwoch, 21. April 2021, von 18 bis 21.15 Uhr, veranstaltet die <a href="https://www.boell-sh.de/de" target="_blank" rel="noopener">Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein</a>, ein Online-Meeting mit dem Titel „Ein Blick zurück in die Zukunft – Internationaler Brückenschlag zwischen Gestern und Morgen“. Interessierte können sich anmelden. Neben Astrid Sahm und Liubov Negatina kommen weitere zivilgesellschaftliche Engagierte für Energiewende und Nachhaltigkeit zu Wort. Im Mittelpunkt stehen bei dieser Veranstaltung aber die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Tschernobyl und Fukushima, die die Katastrophe selbst miterlebt haben. Eine Teilnahme ist möglich nach vorheriger Anmeldung bei Martin Kastranek unter <a href="&#x6d;&#x61;&#x69;&#x6c;&#116;&#111;&#58;ka&#x73;&#x74;&#x72;&#x61;&#x6e;&#101;&#107;&#64;bo&#x65;&#x6c;&#x6c;&#x2d;&#x73;&#104;&#46;&#100;e">ka&#115;&#116;&#114;&#x61;&#x6e;&#x65;&#x6b;&#x40;bo&#101;&#108;&#108;&#x2d;&#x73;&#x68;&#x2e;&#x64;e</a>.<br />
<a href="https://www.aktionswoche.org/veranstaltungen/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a> <strong>   </strong></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-SPD-Bundestagsfraktion.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28255 alignright" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-SPD-Bundestagsfraktion.jpg" alt="" width="120" height="251" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-SPD-Bundestagsfraktion.jpg 358w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/04/Flyer-SPD-Bundestagsfraktion-144x300.jpg 144w" sizes="auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px" /></a>Am Montag, 26. April 2021, von 16.30 bis 18 Uhr  ist die SPD-Bundestagsfraktion Gastgeber der Online-Veranstaltung <a href="https://www.spdfraktion.de/termine/2021-04-26-tschernobyl-europaeische-solidaritaet" target="_blank" rel="noopener">„Tschernobyl und die europäische Solidarität“</a>. Oliver Kaczmarek, Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Belarussischen Parlamentariergruppe, eröffnet die Veranstaltung. Dr. Astrid Sahm referiert zum Thema „Internationale Solidarität und belarussische Zivilgesellschaft nach Tschernobyl“, Christoph Forst von der <a href="http://fes.kiev.ua/n/cms/1/?L=1" target="_blank" rel="noopener">Friedrich-Ebert-Stiftung in Kiew</a> schlägt die Brücke zur aktuellen Situation in Belarus. Eine Teilnahme ist möglich nach vorheriger Anmeldung im Wahlkreisbüro von Oliver Kaczmarek per E-Mail an <a href="&#x6d;&#x61;&#x69;&#108;&#116;&#111;:o&#x6c;&#x69;&#x76;&#x65;&#114;&#46;ka&#x63;&#x7a;&#x6d;&#x61;&#114;&#101;k&#46;&#x4d;&#x41;&#x30;&#x34;&#64;&#98;&#117;nd&#x65;&#x73;&#x74;&#x61;&#103;&#46;de">&#x6f;&#108;i&#x76;&#101;r&#x2e;&#107;a&#x63;&#122;m&#x61;&#114;e&#x6b;&#46;M&#x41;&#48;4&#x40;&#98;u&#x6e;&#100;e&#x73;&#116;a&#x67;&#46;d&#x65;</a>.</p>
<blockquote><p>„Für uns im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk stellte der Supergau von Tschernobyl mit seinen vielfältigen Folgen einen zentralen Ausgangspunkt der eigenen Arbeit dar“,</p></blockquote>
<p>schaut Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, heute zurück. Dies gelte für alle Handlungsfelder, in denen die IBB gGmbH aktuell Projektaktivitäten umsetzt: Erinnerungskultur, Nachhaltigkeit und soziale Inklusion.</p>
<p>Dass noch immer neue Atomkraftwerke gebaut und in Betrieb genommen werden, zeige aber auch, dass die Lehren aus den Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima bis heute nicht gezogen worden seien. „Wir freuen uns deshalb sehr, dass einige Trägerkreise die Erinnerung an die Reaktorkatastrophe wachhalten und selbstständig Veranstaltungen organisieren, die jeweils einen Bogen schlagen von der Erinnerung an die Ereignisse 1986 zu den Lehren, die für eine nachhaltige Energieversorgung zu ziehen sind.“</p>
<p>Unser Foto oben zeigt das Banner der Europäischen Aktionswochen &#8222;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&#8220; im Dortmunder Rathaus. Archiv-Foto: Stephan Schütze.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Europäischen Aktionswochen &#8222;Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima&#8220; der vergangenen Jahre finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Zeitzeugengespräch über die Situation 33 Jahre nach Tschernobyl auf dem Deutschen Kirchentag in Dortmund</title>
		<link>https://ibb-d.de/zeitzeugengespraech-ueber-die-situation-33-jahre-nach-tschernobyl-auf-dem-deutschen-kirchentag-in-dortmund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2019 17:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[IBB "Johannes Rau"]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Gäste aus Belarus berichten am Samstag, 22. Juni 2019, im Rahmen des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages über die Situation in der Sperrzone und in Belarus 33 Jahre nach Tschernobyl. Die  Zeitzeugengespräche ergänzen die Wanderausstellung „Polessje-Elegie &#8211; Das verlorene Land“, die seit Ende Mai im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund-Bövinghausen gezeigt wird. Auf 34 großformatigen Ölbildern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gäste aus Belarus berichten am Samstag, 22. Juni 2019, im Rahmen des <a href="https://www.kirchentag.de/aktuell_2019/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">37. Deutschen Evangelischen Kirchentages</a> über die Situation in der Sperrzone und in Belarus 33 Jahre nach Tschernobyl. Die  Zeitzeugengespräche ergänzen die Wanderausstellung „Polessje-Elegie &#8211; Das verlorene Land“, die seit Ende Mai im<a href="https://www.lwl.org/industriemuseum/standorte/zeche-zollern" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> LWL-Industriemuseum Zeche Zollern</a> in Dortmund-Bövinghausen gezeigt wird. Auf 34 großformatigen Ölbildern vermittelt der Künstler Hermann Buß einen Eindruck von der durch Tschernobyl besonders betroffenen Region des EU-Nachbarlandes Belarus.</p>
<div id="attachment_23758" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0494.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23758" class="wp-image-23758" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0494.jpg" alt="Hermann Buß vor zwei seiner Gemälde aus dem Zyklus Polessje-Elegie. Das verlorene Land." width="600" height="400" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0494.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0494-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0494-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-23758" class="wp-caption-text">Der Künstler Hermann Buß hatte bei der Ausstellungseröffnung berichtet, wie er sich dem Thema genähert hat.</p></div>
<p>Für Samstag von 11 bis 12.30 Uhr sowie von 15 bis 16.30 Uhr sind zwei Gesprächsrunden mit Zeitzeugen und Experten zum Thema „Leben mit der Katastrophe“ im Magazin des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern geplant. Als Gesprächspartner werden Darya Balotnikava aus Gomel (Belarus), Hermann Buß aus Leer, Dr. Aliaksandr Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk, und Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, erwartet.</p>
<p>Eine Gelegenheit zur Begegnung mit dem Künstler gibt es außerdem vom 20. Juni (Donnerstag) bis 22. Juni (Samstag): Der Maler Hermann Buß steht jeweils von 13 bis 14 Uhr in der Schachthalle der Zeche Zollern für persönliche Gespräche zur Verfügung.</p>
<p>Träger der Ausstellung ist die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB gGmbH Dortmund) unterstützt die Ausstellung als seinen Beitrag zum 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag.</p>
<p>Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Juli, dienstags bis sonntags, jeweils von 10 bis 18 Uhr, zu sehen.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/ausstellung-polessje-elegie-das-verlorene-land-im-lwl-industriemuseum-zeche-zollern-in-dortmund-eroeffnet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unseren Bericht über die Ausstellungseröffnung finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Ausstellung „Polessje-Elegie – Das verlorene Land“ im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund eröffnet</title>
		<link>https://ibb-d.de/ausstellung-polessje-elegie-das-verlorene-land-im-lwl-industriemuseum-zeche-zollern-in-dortmund-eroeffnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 May 2019 11:51:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Förderprogramm Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>
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					<description><![CDATA[Einsam, verlassen und fast immer menschenleer: 34 großformatige Ölbilder des Künstlers Hermann Buß aus Leer zeigen die Sperrzone von Tschernobyl im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund und erinnern an die bis heute nachwirkenden Folgen der Reaktorkatastrophe  Tschernobyl im Jahr 1986. Die Wanderausstellung „Polessje-Elegie – Das verlorene Land“ wurde am Mittwoch, 22. Mai 2019, im Rahmen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einsam, verlassen und fast immer menschenleer: 34 großformatige Ölbilder des Künstlers Hermann Buß aus Leer zeigen die Sperrzone von Tschernobyl im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Dortmund und erinnern an die bis heute nachwirkenden Folgen der Reaktorkatastrophe  Tschernobyl im Jahr 1986. Die Wanderausstellung „Polessje-Elegie – Das verlorene Land“ wurde am Mittwoch, 22. Mai 2019, im Rahmen des regionalen Kulturprogramms des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund im Beisein des Künstlers eröffnet.</p>
<p>Dr. Anke Kugler-Mühlhofer, Leiterin des LWL-Industriemuseums Zeche Zollern, hatte etwa 60 Gäste zur Ausstellungseröffnung begrüßt. Das Industriemuseum mit seinem sozialhistorischen Ansatz schaffe eine interessante Verbindung zum Inhalt der Ausstellung: Auch das Museum erzähle die Geschichte von Menschen, die nie im Licht der Öffentlichkeit standen. Und auch auf dem Gelände der 1966 stillgelegten Zeche versuche sich die Natur Gebiete zurückzuerobern.</p>
<div id="attachment_23730" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3918.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23730" class="wp-image-23730" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3918.jpg" alt="Zuschauer in der Ausstellung &quot;Polessje -Elegie - Das verlorene Land&quot; im Industriemuseum Zeche Zollern Dortmund" width="600" height="400" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3918.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3918-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3918-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-23730" class="wp-caption-text">In der weitläufigen Schachthalle haben die großformativen Ölgemälde Raum, um ihre Wirkung zu entfalten. Foto: IBB Dortmund &#8211; Stephan Schütze</p></div>
<p>In vielen Grautönen zeigt Hermann Buß das verlassene Sperrgebiet, verfallende Häuser, einen alten Friedhof mit einem neuen Grab. „Hermann Buß‘ Bilder zeigen was ist und eröffnen gerade dadurch einen Raum, für das was war,  was werden kann, was sich verändern könnte“, beschrieb Prof. Dr. Julia Helmke, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, die fotografisch genauen Kunstwerke, die die Betrachter mit Fragen konfrontieren. „Diese Gemälde lassen innere Bilder im Betrachter entstehen“, sagte der westfälische Präses a.D. Alfred Buß über die Werke des ebenfalls aus Ostfriesland stammenden Künstlers, dessen Schaffen Alfred Buß erstmals vor acht Jahren kennengelernt hatte. „Die Ausstellung thematisiert den Verfügungswahn des Menschen, der zur Folge hat, dass die Welt unverfügbar wird.“</p>
<div id="attachment_23748" style="width: 611px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0469.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23748" class="wp-image-23748" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0469.jpg" alt="Etwa 60 Gäste verfolgen die Ausstellungseröffnung. Foto: IBB Dortmund - Mechthild vom Büchel " width="601" height="401" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0469.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0469-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Vernissage_Polessje_Elegie_IMG_0469-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a><p id="caption-attachment-23748" class="wp-caption-text">Etwa 60 Gäste verfolgen die Ausstellungseröffnung. Foto: IBB Dortmund &#8211; Mechthild vom Büchel</p></div>
<p>Dabei lassen die Werke des 1951 geborenen Künstlers Hermann Buß Interpretationen offen, laden zum eigenen Erfassen der Ereignisse und ihrer Folgen ein. Erst 2017 und 2018 hatte sich der Künstler zum ersten Mal intensiver mit dem EU-Nachbarland und seiner Geschichte beschäftigt. „Ich war plötzlich gefesselt von dieser Landschaft“, erzählte er im von Ralf Tyra, Leiter des Hauses kirchlicher Dienste Hannover, moderierten Künstlergespräch. So habe er selbst erst spät und durch die Begegnungen ermessen können, was Tschernobyl für die Betroffenen bedeutet – und auch, wie sehr die Belarussen im Zweiten Weltkrieg unter den Deutschen gelitten hatten. <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Zur-Eröffnung-der-Ausstellung-Polessje-Elegie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seine Ansprache zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier.</a></p>
<div id="attachment_23813" style="width: 312px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3985.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23813" class="wp-image-23813" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3985.jpg" alt="In der Schachthalle unter dem Förderturm (r.) haben die großformatigen Gemälde einen attraktiven Ausstellungsraum gefunden. Foto: IBB Dortmund -Stephan Schütze" width="302" height="201" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3985.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3985-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/0522_Malereien_Tschernobyl_-3985-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px" /></a><p id="caption-attachment-23813" class="wp-caption-text">In der Schachthalle unter dem Förderturm (r.) haben die großformatigen Gemälde einen attraktiven Ausstellungsraum gefunden. Foto: IBB Dortmund &#8211; Stephan Schütze</p></div>
<p>Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers, die die Wanderausstellung initiiert hat, möchte den Blick auch auf die Versöhnungsarbeit lenken, die sich infolge der Reaktorkatastrophe ab 1991 entwickelt hat. „Seit vielen Jahren empfangen Initiativen in Deutschland mit großem ehrenamtlichen Engagement Kinder aus Tschernobyl für Erholungsaufenthalte“, rief Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer dem Publikum in Erinnerung. „Dass Eltern aus Belarus uns ihre Kinder anvertrauen, ist eine wunderbare Entwicklung, die uns beschenkt“, sagte er. „Versöhnung kann nur entstehen, wenn Menschen sich austauschen.“</p>
<p>Eine weitere Gelegenheit zu einer persönlichen Begegnung mit dem Künstler gibt es im Rahmen des Evangelischen Kirchentags in Dortmund: Von Donnerstag, 20. Juni, bis Samstag, 22. Juni 2019, steht Hermann Buß jeweils von 13 bis 14 Uhr für persönliche Gespräche zur Verfügung.</p>
<p>Für Samstag, 22. Juni 2019, sind von 11 bis 12.30 Uhr sowie von 15 bis 16.30 Uhr Gesprächsrunden mit Zeitzeugen und Experten geplant zum Thema „Leben mit der Katastrophe“.   Als Gesprächspartner werden Darya Balotnikava aus Gomel (Belarus), Hermann Buß aus Leer, Dr. Aliaksandr Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“Minsk, und Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund erwartet.</p>

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<p>Die Ausstellung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers ist bis zum 22. Juli 2019 von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Unterstützt wird die Ausstellung von der IBB gGmbH Dortmund als IBB-Beitrag zum Evangelischen Kirchentag.</p>
<p>Fotos: IBB Dortmund &#8211; Mechthild vom Büchel / Stephan Schütze.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/events/polessje-elegie-bilder-aus-der-tschernobyl-zone-von-hermann-buss/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alle Informationen über die Termine der Wanderausstellung &#8222;Polessje-Elegie &#8211; Das verlorene Land&#8220; finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Informationen über die IBB-Arbeit zur Erinnerung an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl finden Sie hier. </a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/foerderprogramm-belarus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Informationen über das Förderprogramm Belarus finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Europäische Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“: Mit dem Wissen aus der Erinnerung Zukunft gestalten</title>
		<link>https://ibb-d.de/europaeische-aktionswochen-fuer-eine-zukunft-nach-tschernobyl-und-fukushima-mit-dem-wissen-aus-der-erinnerung-zukunft-gestalten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 May 2019 08:03:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionswochen]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und acht Jahre nach dem Super-Gau in Fukushima hat der Trägerkreis Kiel im Rahmen der Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ 18 Veranstaltungen in drei Ländern organisiert: Bewegende Zeitzeugengespräche mündeten in Workshops, die einen Bogen zur Fridays-for-future-Bewegung spannten. Jugendliche entwickelten Ideen für ihre Zukunft 2030. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>33 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und acht Jahre nach dem Super-Gau in Fukushima hat der Trägerkreis Kiel im Rahmen der <a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“</a> 18 Veranstaltungen in drei Ländern organisiert: Bewegende Zeitzeugengespräche mündeten in Workshops, die einen Bogen zur Fridays-for-future-Bewegung spannten. Jugendliche entwickelten Ideen für ihre Zukunft 2030. Nach dem Auftakt vom 11. bis 15. März 2019 in Schleswig-Holstein / Deutschland setzte der Trägerkreis Kiel das Programm vom 22. bis 30. April 2019 in der Ukraine und in Belarus fort. IBB-Pressereferentin Mechthild vom Büchel sprach mit Martin Kastranek, Mitglied im Vorstand der <a href="http://www.boell-sh.de/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heinrich Böll Stiftung in Schleswig-Holstein</a> und im Trägerkreis Kiel, über die Hintergründe der Aktivitäten und was sich daraus für die kommenden Jahre entwickeln kann.</p>
<p><em>Frage: Herr Kastranek, Sie sind gerade zurück aus Belarus. Was haben Sie von ihren jungen Gesprächspartnern in den drei Ländern gelernt?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir haben in allen drei Ländern Zeitzeugengespräche kombiniert mit anschließenden Workshops. Die Zeitzeugengespräche waren inhaltlich unterschiedlich. Die Ergebnisse der Workshops waren tatsächlich in allen Gruppen und in allen drei Ländern sehr ähnlich. Ihre Umwelt wünschen sich die jungen Menschen in Zukunft nachhaltiger. Regenerative Energien sollen eine größere Rolle spielen. Energie soll sparsam eingesetzt werden. Ressourcen sollen insgesamt geschont werden. In allen drei Ländern ist es den jungen Menschen durchaus bewusst, dass sich auch ihr eigenes Mobilitätsverhalten verändern muss zum Beispiel hin zu einer stärkeren Nutzung des Fahrrades und des öffentlichen Nahverkehrs.</p>
<p><strong>Trägerkreis Kiel organisiert Veranstaltungen in drei Ländern</strong></p>
<p><em>Frage: Eine Frage für die Statistik als Einstieg: Wie viele Veranstaltungen haben Sie denn insgesamt organisiert und wie viele Menschen haben Sie erreicht?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir hatten in Schleswig-Holstein 14 Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten wie Vortrag, Planspiel, Gesprächskreis oder Workshop und wir waren in zehn Schulen in Kiel, Wilster, Lübeck, Itzehoe, Rendsburg, Eggebek und Bad Bramstedt. Insgesamt haben wir 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht.</p>
<p>In der Ukraine waren wir in der Schule 134 und in der Geschichtswerkstatt Charkiw mit einer Gruppe von 40 Studierenden.</p>
<p>In Belarus waren wir in drei Schulen in Minsk und Molodetschno.  Insgesamt haben wir in der Ukraine und Belarus etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht.</p>
<p><em>Frage: Wie ist es Ihnen gelungen, Aktivitäten zu den Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ in drei Ländern anzubieten?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir konnten alle diese Pläne verwirklichen dank der Unterstützung durch die Heinrich Böll Stiftung, die IBB gGmbH und durch KJP-Mittel des Landes Schleswig-Holstein.</p>
<div id="attachment_23601" style="width: 683px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23601" class="wp-image-23601" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134.jpg" alt="" width="673" height="236" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134-300x105.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Schule-134-768x269.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 673px) 100vw, 673px" /></a><p id="caption-attachment-23601" class="wp-caption-text">Aufmerksam verfolgen die Schülerinnen und Schüler in der Schule 134 in der Ukraine den Bericht des Zeitzeugen Oleg Geraschtschenko.</p></div>
<p><em>Frage: Wie konnten Sie sich mit den Schülerinnen und Schüler in der Ukraine und Belarus verständigen?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir waren in Charkiw in der Schule Nummer 134, die einen Schwerpunkt auf den Fremdsprachenunterricht in Deutsch legt. Ich habe meinen Input-Vortrag auf Deutsch gehalten. Anschließend konnten die etwa 50 Schülerinnen und Schüler noch einmal Verständnisfragen stellen und es zeigte sich, dass sie alles sehr gut verstanden hatten. In Minsk waren wir zu Gast in der Schule Nummer 40. Dorthin kamen Schülerinnen und Schüler aus drei weiteren Schulen. Und schließlich waren wir noch in Molodeschno, etwa 70 Kilometer nördlich von Minsk. Auch dort, in der Schule Nummer 10 lernen die Schülerinnen und Schüler Deutsch. Die Jugendlichen hatten teilweise sehr gute Deutschkenntnisse, und für alle Fachbegriffe hatten wir ja auch noch Dolmetscher an unserer Seite.</p>
<p><em>Frage: Wie kamen die Berichte der Zeitzeugen an?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Insgesamt sehr gut. Bei allen Zeitzeugengesprächen waren die Jugendlichen sehr aufmerksam. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Aber besonders der sehr redegewandte 16-jährige Matsuki Kusano aus Japan war durch sein junges Alter sehr nah an den Schülern.</p>
<p><em>Frage: Welche Aspekte haben die Zeitzeugen denn jeweils in den Mittelpunkt gestellt?</em></p>
<p>Martin Kastranek: In Schleswig-Holstein hatten wir mit <a href="http://1986.org.ua/de/archive/memories/tatjana_sementschuk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tatjana Sementschuk</a> eine Zeitzeugin aus der Ukraine zu Gast. Sie lebte zur Zeit des Tschernobyl-Unglücks 1986 in Pripjat und war damals im siebten Monat schwanger. Erst nach Tagen wurden sie und die weiteren Bewohner über das Unglück informiert. Sie floh in das nur etwa 50 Kilometer entfernte Dorf Wiltscha zu ihren Eltern. Anfang der 1990er Jahre wurde das Dorf komplett umgesiedelt in die Nähe von Charkiw. Man hatte festgestellt, dass auch in Wiltscha die Strahlung zu hoch war.</p>
<p>Wladimir Sednjow aus Belarus ist bis heute als Ingenieur tätig. 1986 war er beruflich beteiligt am Bau eines Atomkraftwerks in Belarus. Im September 1986 wurde er für drei Monate nach Tschernobyl abkommandiert. Er schilderte, dass damals im Herbst noch immer regelmäßig schwarzer Rauch aufstieg aus Block 4 des Atomkraftwerks.</p>
<p>Und die vierköpfige Familie Kusano aus Japan schilderte uns die Situation in Japan, ein Jahr vor der Olympiade 2020 in Tokio. Die Familie lebte 2011 in Fukushima und flüchtete nach dem Tsunami und dem dadurch ausgelösten Super-Gau nach Tokio. Dort hält die Familie ihre Herkunft aber geheim, weil die Flüchtlinge aus Fukushima in der japanischen Gesellschaft als unrein gelten und gemieden werden. Inzwischen hat die Regierung angeordnet, dass die Flüchtlinge in die Region Fukushima zurück sollen.  Die Brennstäbe sind noch immer nicht aus dem havarierten Kraftwerk geborgen. Die schwarzen Säcke mit kontaminierten Materialien, die viele sicher aus den Fernsehberichten kennen, werden inzwischen beseitigt und offenbar zum Deichbau verwendet oder in Wäldern vergraben. Die Regierung behauptet, die Strahlung sei Geschichte. Unabhängige Messungen sind aber offiziell verboten. Inoffizielle Messungen zeigen allerdings, dass die Strahlung stellenweise noch immer hoch ist. Weil nicht offen berichtet wird, leben die Menschen in großer Angst. Matsuki hat die verzweifelte Situation der Fukushima-Flüchtlinge<a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/Brief_Matsuki_Kusano.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> in einem Brief an den Papst und die Vereinten Nationen</a> beschrieben. Seine Schilderungen brachten auch den Jugendlichen in Schleswig-Holstein die Lage der Familie sehr nah. Zudem hatten die Zeitzeugen eine Video-Botschaft eines Mädchens aus Fukushima mitgebracht, das Kontakt aufnehmen möchte zu Gleichaltrigen in Deutschland.</p>
<p>In der Ukraine hat uns <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2015/10/Geraschtscheko011.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oleg Geraschtschenko</a> begleitet, der extra aus Dnipro nach Charkiw angereist war. Er war im Juni und Juli 1986 als Brandschutz-Mitarbeiter des Innenministeriums in Tschernobyl im Einsatz und organisierte die Hilfsmaßnahmen. Er konnte sehr gut die Lage damals und die Gefühle der Einsatzkräfte beschreiben. Und in Belarus schließlich waren wir in Molodetschno mit Wladimir Sednjow unterwegs, der uns ja zuvor in Deutschland besucht hatte. In Minsk begleitete uns Zhanna Filomenko, die zur Zeit des Unglücks in der Region Gomel lebte und ab April 1986 in der Tschernobyl als Liqudidatorin eingesetzt war.</p>
<p><strong>Perspektiven entwickeln für die Zukunft</strong></p>
<p><em>Frage: Die Berichte der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen haben den Jugendlichen sicherlich gut vor Augen geführt, was eine solche Katastrophe und ihre lange anhaltenden Folgen für den Einzelnen bedeuten. Warum haben Sie nach so viel Input noch einen Workshop angehängt?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir wollten es nicht beim Erinnern belassen, sondern auch einen Blick in die Zukunft lenken. Außerdem haben wir mit Gilbert Sieckmann-Joucken einen profilierten Politikwissenschaftler und Berater für Erneuerbare Energien an unserer Seite. So konnten wir an mehreren Schulen in Schleswig-Holstein unser neues „Planspiel Zukunft“ erproben. Schülerinnen und Schüler versetzen sich in die Rolle von fünf unterschiedlichen Interessengruppen, die sich aus unterschiedlichen Beweggründen für oder gegen erneuerbare Energien einsetzen. In der Vorbereitung haben mehrere Schülerinnen und Schüler dann sogar die Zeitzeugen als Experten zu sich gerufen und zusätzlich befragt. Anschließend gab es dann jeweils eine Debatte: Die Schülerinnen und Schüler tauschten dann in ihren Rollen als Windrad-Hersteller oder Stadtrat, als Vertreter einer Ökogruppe oder betroffener Anwohner Argumente pro und contra aus. Bei diesem Planspiel haben wir vorher und nachher Meinungsbilder zu Erneuerbaren Energien eingeholt – und am Ende waren nur zwei Schüler weiterhin gegen Windenergie. An einer Schule wollten die Schülerinnen und Schüler direkt selbst aktiv werden und haben eine Demonstration vorbereitet. Insgesamt haben wir allein in Schleswig-Holstein rund 800 Schülerinnen und Schüler erreicht, darunter diesmal sogar Schülerinnen und Schüler einer Förderschule.</p>
<div id="attachment_23591" style="width: 613px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-23591" class="wp-image-23591" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019.jpg" alt="Martin Kastranek von der Heinrich Böll Stiftung Schleswig beim Vortrag in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw." width="603" height="325" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019-300x162.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2019/05/EuAW-Geschichtswerkstatt-2019-768x414.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px" /></a><p id="caption-attachment-23591" class="wp-caption-text">In der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw rief Martin Kastranek Studierenden und ihren Dozenten die Ereignisse des 26. April 1986 in Erinnerung.</p></div>
<p><em>Frage: Konnten die Zeitzeugen in der Ukraine und Belarus den Schülerinnen und Schüler überhaupt etwas Neues erzählen?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Insgesamt wissen die Schülerinnen und Schüler schon Bescheid über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 und ihre Folgen. Aber die persönlichen Schilderungen schaffen eine besondere Nähe. Zudem haben wir auch Informationen ausgetauscht über die aktuelle Situation in Fukushima. Unsere Zeitzeugin Tatjana Sementschuk konnte sehr viel Empathie wecken für die Situation des umgesiedelten Dorfes Wiltscha, das in der Nähe von Charkiw wiederaufgebaut wurde. Dort gibt es keine gewachsene Infrastruktur und nur das Nötigste. Nur noch etwa 700 Menschen leben dort. Die jungen Leute ziehen weg.</p>
<p><em>Frage: Was hat sich bewährt? Was ist nicht so gut gelaufen?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Wir haben in den Schulen erstmals Gespräche im Klassenverband ermöglicht. Die Zeitzeugen haben erst in großer Runde berichtet. Aber danach sind die Schülerinnen und Schüler zurück in Kleingruppen, wo sie die Zeitzeugen in einer vertrauteren Umgebung befragen konnten. Das kam bei den Zeitzeugen sehr gut an und auch bei den Schülerinnen und Schülern.</p>
<p><em>Frage: Welche Anregungen haben Sie als Vertreter des Trägerkreises mitgenommen? Wie geht Ihre Arbeit weiter?</em></p>
<p>Martin Kastranek: Ich werde im nächsten Jahr nach Tokio reisen und dort Aktivitäten im gleichen Format gemeinsam mit Friends of the Earth anbieten. Bei der Olympiade 2020 soll der Staffellauf in Fukushima starten. Zudem sollen mehrere Wettbewerbe dort ausgetragen werden. Die Regierung möchte zeigen, dass alles wieder in Ordnung ist. Da müssen wir etwas tun. Zudem haben wir auch das ukrainische Dorf Wiltscha besucht und mit dem Bürgermeister verabredet, dass wir in Kontakt bleiben und gemeinsame Aktivitäten entwickeln werden. Und die Schule Nummer 40 in Minsk hat schon angekündigt, dass sie im nächsten Jahr eine Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit plant. Die Ergebnisse wollen die Schülerinnen und Schüler uns dann bei unserem Besuch im nächsten Jahr vortragen. Möglicherweise werden wir dann auch das Planspiel anbieten .</p>
<p><em>Frage: Wir danken für dieses Gespräch!<br />
</em><br />
Fotos: Martin Kastranek</p>
<p><a href="https://issuu.com/pvbuechel/docs/tschernobyl-_skizzen_vom_ort_des_ge" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Buch von Oleg Veklenko „Skizzen vom Ort des Geschehens“ finden Sie hier</a>.<em><br />
</em></p>
<p><a href="http://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/zeitzeugen-erinnern-sich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Zeitzeugenberichte finden Sie hier</a> und auf der <a href="http://1986.org.ua/de/archive/memories" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/nachhaltigkeit/europaeische-aktionswochen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weitere Informationen über die Europäischen Aktionswochen „Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima“ finden Sie hier.</a></p>
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