Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

Polessje-Elegie – Bilder aus der Tschernobyl-Zone von Hermann Buß

Polessje-Elegie – Bilder aus der Tschernobyl-Zone von Hermann Buß
Karte nicht verfügbar


Datum/Zeit
Date(s) - 23/05/2019 - 22/07/2019
Ganztägig

Veranstaltungsort
Zeche Zollern, Dortmund
Veranstaltungsnummer

Veranstalter
IBB gGmbH und Partner

Bereich Erinnern

Kategorien


DAS VERLORENE LAND

Bilder aus der Tschernobyl-Sperrzone von Hermann Buß, Leer

„Und dann beginnt die Sperrzone. Die gleichen Dörfer wie auf dem Weg dorthin – nur 30 Jahre menschenlos. So wenig gewaltsam diese Architektur der Häuser sich in ihre Umgebung eingefügt hat, so zieht sie sich auch in sie wieder zurück. Die Rückeroberung durch die Natur scheint sich merkwürdig friedlich zu vollziehen. Ein langes stilles Sterben menschlicher Zivilisation … Mein Thema ist die Auflösung der einst so gelungenen maßvollen Synthese zwischen Mensch, Architektur und Natur. Die Würde all dessen und deren Verlust auf ewige Zeit. Klagebilder über etwas, was unbeschreiblich ist, und von dem man sich ‚gar kein Bild‘ machen kann … So würde ich diese Bilderreihe Polessje-Elegie nennen wollen.“ (Hermann Buß – aus dem Reisebericht von 2017)

Die großformatigen Bilder zeigen mit künstlerischen Mitteln, wie die Tschernobyl-Katastrophe vom 26. April 1986 das Land und die Menschen verändert hat. Sie erinnern uns an die „not-wendende“ Hilfe, wie sie z. B. die landeskirchliche Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers leistet. Gleichzeitig bringen sie uns einen vergessenen europäischen Nachbarn näher und machen uns neugierig auf neue Begegnungen.

TERMINE ZUR AUSSTELLUNG:

Mittwoch, 22.5.2019 um 18 Uhr (Eintritt frei)

Vernissage in der Schachthalle | Zeche Zollern
Gesprächsrunde zum Werk des Künstlers mit Präses i.R. Alfred Buß (Ev. Kirche von Westfalen), Prof. Dr. Julia Helmke (Generalsekretärin des DEKT), und OLKR Rainer Kiefer (Hannover)
Führung durch die Ausstellung mit dem Künstler Hermann Buß

Donnerstag, 20.6. bis Samstag, 22.6.2019 jeweils 13-14 Uhr
Schachthalle | Zeche Zollern
Künstlergespräche auf dem Kirchentag
Der Künstler Hermann Buß aus Leer stellt seine Bilder und Erlebnisse vor.

Samstag, 22.6.2019
Gesprächsrunden mit Experten und Zeitzeugen aus Belarus im Magazin auf der Zeche Zollern

11–12.30 Uhr
Leben mit der Katastrophe
Tschernobyl Berichte und Bilder aus Belarus

15-16.30 Uhr Versöhnen und Erinnern – Belarus Neuanfang nach Krieg und Reaktor-Katastrophe
Jeweils mit: Darya Balotnikava, Gomel (Belarus) | Hermann Buß, Künstler, Leer | Dr. Aliaksandr Dalhouski, Historiker, Minsk, Dortmund | Dr. Astrid Sahm, IBB Dortmund

ÖFFNUNGSZEITEN der Ausstellung:
Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen 10-18 Uhr Letzter Einlass: 17.30 Uhr

Träger der Ausstellung:
Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers

Unterstützer des Projektes:
Deutscher Evangelischer Kirchentag Dortmund 19. bis 23. Juni 2019
Landschaftsverband Westfalen (LWL)
Internationales Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH Dortmund

Hintergrundinformationen über die Geschichte des Ortes Poljesse finden Sie auch hier.