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	<title>Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk &#8211; IBB</title>
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	<description>Bildungs- und Begegnungswerk</description>
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		<title>Spenden-Verdopplungsaktion der Bethe-Stiftung füllt weiße Flecken auf der Landkarte der Erinnerung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2026 07:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Lern- und Gedenkort Jawne in Köln stellen das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund und die Bethe-Stiftung Köln am Montag, 16. März 2026, neue virtuelle Zugänge zur Holocaust-Forschung- und -Erinnerung der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk vor. „Durch die 2025 erfolgte Rekonstruktion der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk bleibt ein einzigartiger historischer Lernort dauerhaft erhalten. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im <a href="https://www.jawne.de/" target="_blank" rel="noopener">Lern- und Gedenkort Jawne</a> in Köln stellen das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund und die Bethe-Stiftung Köln am Montag, 16. März 2026, neue virtuelle Zugänge zur Holocaust-Forschung- und -Erinnerung der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk vor.</p>
<blockquote><p>„Durch die 2025 erfolgte Rekonstruktion der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk bleibt ein einzigartiger historischer Lernort dauerhaft erhalten.</p></blockquote>
<p>Nun geht es darum, durch eine neue Dauerausstellung und digitale Angebote interessante Lernmöglichkeiten zur NS-Besatzung und zum Holocaust in Belarus für junge Menschen auch in Deutschland zu schaffen“, sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund.</p>
<blockquote><p>„Wir betrachten es als unsere historische Verantwortung, die Erinnerung zu bewahren an die ungezählten NS-Verbrechen auf belarussischem Boden“,</p></blockquote>
<p>sagt Stifter Erich Bethe. „Wir möchten mit unserer Spendenverdopplungs-Aktion einen Beitrag leisten zur Erhaltung dieses international bedeutsamen Lernortes für junge Menschen.“</p>
<p><strong>Die Spur des Kölner Lebensretters Erich Klibansky führt nun auch virtuell nach Minsk</strong></p>
<p>Der Lern- und Gedenkort Jawne ist in besonderer Weise mit Minsk verbunden: Der Schulleiter des jüdischen Gymnasiums Jawne in Köln, Erich Klibansky, hatte nach der Reichspogromnacht 1938 insgesamt 130 Schülerinnen und Schüler nach England evakuiert. Einer dieser Schüler ist der heute 100-jährige Kurt Marx. Das Schicksal seiner Eltern und seines Schulleiters blieb für Kurt Marx fünf Jahrzehnte lang schmerzhaft ungewiss. Den ersten Hinweis auf die Deportation nach Minsk fand Kurt Marx erst 50 Jahre später durch die Recherchen des Kölner Ehepaars Dieter und Irene Corbach, das seit den 1980er Jahren in Eigeninitiative Fotos und Dokumente zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Köln zusammengetragen hatte.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/c5Cv5qgBwQ8?si=XZ-IsgfkEmjdQLpB?rel=0&amp;modestbranding=1&amp;controls=1" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span><br />
</iframe></p>
<p><strong>Kurt Marx (100) berichtet, welche Bedeutung Minsk als Erinnerungsort für ihn hat</strong></p>
<p>„Ich musste dahin, das war für mich sehr wichtig“, schildert der heute 100-jährige in einer Videobotschaft. Erst durch eine Einladung des IBB konnte er zum ersten Mal nach Minsk reisen. „In der Geschichtswerkstatt habe ich auf einer Tafel die Namen meiner Eltern entdeckt“, schildert der in England lebende Zeitzeuge den bewegenden Moment. Bei seiner ersten Reise suchte er auch den Vernichtungsort Malyj Trostenez auf – damals ein abgelegenes Waldstück hinter einer Müllkippe. „Offenbar wollte keiner zugeben, dass es diese Verbrechen jemals gegeben hat“, vermutet Kurt Marx. Das IBB habe in den 2010er Jahren eine unerhört wichtige Arbeit geleistet mit seinem Engagement für die Entstehung eines würdigen Gedenkorts in Trostenez.</p>
<div id="attachment_39127" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-39127" class="wp-image-39127 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Gruss_von_Kurt_Marx_1196_s-300x201.jpg" alt="Blick auf eine Gesprächsrunde vor einem Beamer, auf dem ein Video des Zeitzeugen Kurt Marx abgespielt wird. " width="300" height="201" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Gruss_von_Kurt_Marx_1196_s-300x201.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Gruss_von_Kurt_Marx_1196_s-768x515.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Gruss_von_Kurt_Marx_1196_s.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-39127" class="wp-caption-text">Eine Videobotschaft des heute in London lebenden Zeitzeugen Kurt Marx wurde in Köln eingespielt.</p></div>
<p>Die Bethe-Stiftung unterstützte bereits 2014 den Bau des zweiten Gedenkstättenabschnitts in Malyj Trostenez mit einer Spendenverdopplungs-Aktion. Weitere Förderung kam damals vom Auswärtigen Amt und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Auch dieses Mal möchte die Bethe-Stiftung eine Förderung des Auswärtigen Amts ergänzen, welche 2025 die Rekonstruktion des baufälligen historischen Gebäudes der Geschichtswerkstatt ermöglichte. „Nur dank dieser Unterstützung aus Deutschland konnte der ansonsten unvermeidliche Verlust der Geschichtswerkstatt vermieden werden“, betont Dr. Astrid Sahm.</p>
<p>Nach der für Sommer 2026 geplanten Wiedereröffnung wird erstmals auch der erhaltene historische Keller für die neue Dauerausstellung erschlossen. Er diente Jüdinnen und Juden während der deutschen Besatzung als Malina, als geheimes Versteck. Eine begehbare Glasscheibe ermöglicht künftig den Blick in das Untergeschoss, das zuvor nur über eine Bodenklappe und eine steile Leiter zugänglich war. Während der Bauarbeiten wurden dort auch Löffel, Teller und Schlüssel aus der damaligen Zeit entdeckt, die ihren Platz in der neuen Ausstellung finden werden.</p>
<p>„Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk kann durch unser gemeinsames Engagement langfristig zukunftsorientierte Bildungs- und Forschungsarbeit zur Geschichte des Holocausts und anderer NS-Verbrechen in Belarus leisten.</p>
<blockquote><p>Wir hoffen im Sinne einer lebendigen Erinnerungskultur auf Spenden für diese wichtige Erinnerungsarbeit, mit der wir auch in schwierigen Zeiten Grenzen überwinden“,</p></blockquote>
<p>sagt IBB-Vorsitzender Rainer Schlief.</p>
<div id="attachment_39132" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Auftakt-Spendenaktion-vor-der-Jawne_1178s.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-39132" class="wp-image-39132" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Auftakt-Spendenaktion-vor-der-Jawne_1178s.jpg" alt="" width="600" height="715" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Auftakt-Spendenaktion-vor-der-Jawne_1178s.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Auftakt-Spendenaktion-vor-der-Jawne_1178s-252x300.jpg 252w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-39132" class="wp-caption-text">Auftakt zur Spendenverdopplungs-Aktion für die Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk am Kölner Löwenbrunnen. Unser Foto zeigt (v.l.) Adrian Stellmacher (Lern- und Gedenkort Jawne in Köln), Dr. Aliaksandr Dalhouski (Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk), Dr. Astrid Sahm (IBB gGmbH Dortmund), Dr. Ursula Reuter (Vorsitzende des Förderkreises des Lern- und Gedenkortes Jawne) und Martin Hamburger von der Bethe-Stiftung. Foto: IBB gGmbH Dortmund</p></div>
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<p style="text-align: center;">Nachdem das Gebäude der Geschichtswerkstatt vor dem Abriss bewahrt werden konnte,<br />
geht es nun darum, neue Lernmöglichkeiten vor Ort und digital zu schaffen.<br />
Die neue Dauerausstellung soll an Hand von ausgewählten Biografien<br />
darüber informieren, was im Minsker Ghetto geschah und wie es<br />
einem Teil der Menschen gelang, dem Ghetto zu entkommen und zu überleben.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Für die neue Dauerstellung benötigen wir Ihre Unterstützung!</strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: 16px;">Die Bethe-Stiftung verdoppelt Ihre Spende auf das Konto der IBB gGmbH Dortmund:<br />
</span>Spendenkonto: IBAN DE69 350 601 90 2100 2110 44 bei der Bank für Kirche und Diakonie.</strong></p>
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<p><strong>Über die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk:</strong></p>
<p>Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk ist heute ein zentraler Ort der internationalen Holocaust-Forschung in Belarus sowie eine Anlaufstelle für Überlebende des Holocaust, ihre Angehörigen und Geschichtsinteressierte.</p>
<p>2003 wurde die Geschichtswerkstatt in einem der letzten erhaltenen Gebäude des Minsker Ghettos am Rande des jüdischen Friedhofs eröffnet. Getragen wird die Geschichtswerkstatt gemeinsam vom Verband der jüdischen Gemeinden und Organisationen in Belarus, der IBB „Johannes Rau“ Minsk und der IBB gGmbH Dortmund. Im März 2020 konnte die IBB „Johannes Rau“ Minsk das Gebäude erwerben und dadurch als historischen Lernort sichern. Im Herbst 2024 begann die Rekonstruktion mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes. Das Gebäude wird zukünftig selbst wie ein Exponat behandelt und in die neue Dauerausstellung integriert.</p>
<p>Für Sommer 2026 ist die Wiedereröffnung der Geschichtswerkstatt geplant.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2026/03/Geschichtswerkstatt_Auftakt-Spendenaktion_s.pdf" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-minsk-2/spendenverdopplungsaktion/" target="_blank" rel="noopener">Aktuelle Informationen über die Spendenverdopplungs-Aktion finden Sie hier. </a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-minsk-2/digitale-materialsammlung-der-geschichtswerkstatt-leonid-lewin-minsk/" target="_blank" rel="noopener">Die digitale Materialsammlung der Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk finden Sie hier. </a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk wird rekonstruiert und erweitert</title>
		<link>https://ibb-d.de/geschichtswerkstatt-leonid-lewin-minsk-wird-rekonstruiert-und-erweitert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2025 07:33:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Baubeginn an der Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk. Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk wird 22 Jahre nach ihrer Gründung mit finanzieller Förderung aus Deutschland rekonstruiert und erweitert. Zum Jahrestag der Auflösung des Minsker Ghettos am 21. und 23. Oktober 2025 soll sie voraussichtlich wiedereröffnet werden. Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk wird damit als modernes Bildungs- und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Baubeginn an der Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk.</p>
<p>Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk wird 22 Jahre nach ihrer Gründung mit finanzieller Förderung aus Deutschland rekonstruiert und erweitert. Zum Jahrestag der Auflösung des Minsker Ghettos am 21. und 23. Oktober 2025 soll sie voraussichtlich wiedereröffnet werden. Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk wird damit als modernes Bildungs- und Forschungszentrum zur Geschichte des Holocausts und anderer NS-Verbrechen in Belarus gesichert.</p>
<p>Das Gebäude, ursprünglich in typisch belarussischer Holzbauweise errichtet und erstmals um 1900 urkundlich erwähnt, befindet sich am Rande des früheren jüdischen Friedhofs. Während der deutschen Besatzung war das Wohnhaus mit Werkstatt Teil des Ghettos Minsk. Von Juli 1941 bis Oktober 1943 waren mehr als 100.000 Menschen im Minsker Ghetto interniert. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Ghettoinsassen von den deutschen Besatzern ermordet.</p>
<div id="attachment_37044" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-37044" class="wp-image-37044 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/Geschichtswerkstatt-Minsk-Keller-300x220.jpg" alt="Unser Foto zeigt einen Blick auf die gemauerten Kellerwände aus Ziegelsteinen und zwei Bauarbeiter bei der Arbeit." width="300" height="220" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/Geschichtswerkstatt-Minsk-Keller-300x220.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/Geschichtswerkstatt-Minsk-Keller-1024x752.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/Geschichtswerkstatt-Minsk-Keller-768x564.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/Geschichtswerkstatt-Minsk-Keller.jpg 1042w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-37044" class="wp-caption-text">Der Keller des Gebäudes war nur über eine Leiter zugänglich. Während der deutschen Besatzungszeit diente er Jüdinnen und Juden als Versteck.</p></div>
<p>Im März 2003 gelang es, in diesem historischen Gebäude die Geschichtswerkstatt als Ort der gemeinsamen Erinnerung einzurichten. Die Geschichtswerkstatt wurde in den folgenden Jahren zu einem zentralen Treffpunkt für Überlebende des Holocaust und ihre Nachkommen. Im Dialog zwischen Überlebenden und Studierenden, Forschenden und Freiwilligen gelang es, verloren geglaubte Fotos und Dokumente zu sichern. Viele Berichte von damals Verfolgten sind heute im virtuellen <a href="https://zeitzeugenarchiv.gwminsk.by/de" target="_blank" rel="noopener">Zeitzeugenarchiv</a> öffentlich zugänglich. Das Team der Geschichtswerkstatt hat zudem Bücher, Videos, Ausstellungen und Lernmaterialien erarbeitet, die über die Grenzen von Belarus hinaus von Schulen und Universitäten genutzt werden.</p>
<div id="attachment_37049" style="width: 235px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-37049" class=" wp-image-37049" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/GW-Minsk-historische-Materialien-169x300.jpg" alt="" width="225" height="399" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/GW-Minsk-historische-Materialien-169x300.jpg 169w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/GW-Minsk-historische-Materialien.jpg 437w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-37049" class="wp-caption-text">Balken aus der ursprünglichen Holzkonstruktion wurden gesichert und nummeriert.</p></div>
<p>Erst seit März 2020 ist das Gebäude im Besitz der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk. Sie gestaltet den Lern- und Erinnerungsort in enger Kooperation mit der IBB gGmbH Dortmund und dem Verband der jüdischen Organisationen und Verbände in Belarus. Nach dem Erwerb konnte die lange überfällige Sanierung und Erweiterung in Angriff genommen werden. Bevor der erste Spatenstich getan werden konnte, mussten unzählige Anträge gestellt, viele Hürden überwunden und hohe Anforderungen erfüllt werden. Etwa 20 Behörden der Stadt Minsk waren in das Genehmigungsverfahren involviert.</p>
<div id="attachment_37054" style="width: 213px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-37054" class="wp-image-37054 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/GW-Minsk-Fundstuecke-203x300.jpg" alt="Unser Foto zeigt Scherben von Tellern, die mit einem Lageplan und Nummern für eine Archivierung vorbereitet wurden. " width="203" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/GW-Minsk-Fundstuecke-203x300.jpg 203w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/03/GW-Minsk-Fundstuecke.jpg 506w" sizes="auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px" /><p id="caption-attachment-37054" class="wp-caption-text">Mit der Unterstützung von Archäologen wurden mehrere  Fundstücke aus dem früheren Keller-Versteck systematisch erfasst für eine spätere Ausstellung in der Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk.</p></div>
<p>Seit Herbst 2024 wird das fast 100 Jahre alte Haus von Grund auf erneuert und dabei selbst respektvoll als ein Exponat behandelt. In enger Abstimmung mit Architektin Galina Lewina und Alexander Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt, wurden erhaltenswerte, wiederverwertbare Baumaterialien wie Ziegelsteine und Holzbalken für den späteren Wiederaufbau nummeriert und eingelagert.</p>
<p>Im Dezember 2024 wurde der über 100 Jahre alte Keller freigelegt, der bisher nur über eine Leiter zugänglich war und daher kaum genutzt wurde. Während der deutschen Besatzungszeit von 1941 bis 1944 hatten sich in diesem Keller Jüdinnen und Juden versteckt. Die Mitarbeitenden der beteiligten Baufirmen fanden noch Spuren des Verstecks: Zerbrochene Teller, Flaschen, Besteck und Werkzeuge konnten nach Rücksprache mit Archäologen für eine spätere Ausstellung gesichert werden. Zudem soll auch das Versteck im Untergeschoss in Zukunft als Ausstellungsraum genutzt werden können.  Für die fernere Zukunft ist eine neue Dauerausstellung angedacht.</p>
<p>Die Bauaufsicht für die aufwändige Rekonstruktion und Erweiterung liegt in den Händen der Minsker Architektin Galina Lewina, der Tochter des Ausnahme-Künstlers und Mitgründers der Geschichtswerkstatt Minsk, Leonid Lewin.</p>
<p><strong>Über das Minsker Ghetto: </strong></p>
<p>Das Minsker Ghetto existierte vom 20. Juli 1941 bis 23. Oktober 1943. Ein Stadtbezirk in Minsk wurde durch die deutschen Besatzungstruppen komplett abgeriegelt. Die jüdische Bevölkerung sowie andere verfolgte Personengruppen und später auch Deportierte aus Westeuropa wurden unter menschenverachtenden Bedingungen interniert. Bis zu 100.000 Menschen lebten zeitweise in diesem Ghetto. Nur wenige haben überlebt.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-minsk-2/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk finden Sie hier.</a></p>
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			</item>
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		<title>Gedenkabend zur Erinnerung an den Ausnahmekünstler Leonid Lewin in der IBB „Johannes Rau“ Minsk</title>
		<link>https://ibb-d.de/gedenkabend-zur-erinnerung-an-den-ausnahmekuenstler-leonid-lewin-in-der-ibb-johannes-rau-minsk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2024 17:27:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[IBB "Johannes Rau"]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit einem Gedenkabend in der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk erinnerten am Donnerstag, 28. März 2024, Diplomaten, Freunde und Weggefährten an den 2014 verstorbenen Künstler und Architekten Leonid Lewin. Im Beisein seiner Tochter Galina Lewina wurde eine Fotoausstellung zur Erinnerung an den Ausnahmekünstler eröffnet, der Erinnerungsorten in Belarus mit seiner Formsprache eine einzigartige [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Gedenkabend in der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk erinnerten am Donnerstag, 28. März 2024, Diplomaten, Freunde und Weggefährten an den 2014 verstorbenen Künstler und Architekten Leonid Lewin. Im Beisein seiner Tochter Galina Lewina wurde eine Fotoausstellung zur Erinnerung an den Ausnahmekünstler eröffnet, der Erinnerungsorten in Belarus mit seiner Formsprache eine einzigartige und weit über die Landesgrenzen hinaus geschätzte Aussagekraft verliehen hat.</p>
<div style="width: 1080px;" class="wp-video"><video class="wp-video-shortcode" id="video-34899-1" width="1080" height="1080" loop autoplay preload="metadata" controls="controls"><source type="video/mp4" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_erinnert_an_Leonid_Lewin.mp4?_=1" /><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_erinnert_an_Leonid_Lewin.mp4">https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_erinnert_an_Leonid_Lewin.mp4</a></video></div>
<p>Ein Blick auf die Tafeln der Ausstellung.  Ein Klick auf die Bildmitte stoppt die Dia-Show. Fotos: Galina Lewina</p>
<p>Der Name Leonid Lewin ist untrennbar verbunden mit der Mahn- und Gedenkstätte Chatyn, die an die im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzung ausgelöschten Dörfer erinnert. Weitere bewegende Erinnerungsorte hat er in Minsk, Krasnyj Bereg, Gorodeja, Molodetschno und Sluzk geschaffen. Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg wurde sein Lebensthema. Am historischen Ort machte er vergangene Ereignisse sichtbar und emotional nachfühlbar. Zuletzt hatte er den Entwurf &#8222;Der letzte Weg“ für den zweiten Bauabschnitt der Gedenkstätte Trostenez im Wald von Blagowschtschina gestaltet, der unter anderem mit Spenden aus Deutschland realisiert werden konnte. Die feierliche Eröffnung im Jahr 2018 erlebte er nicht mehr.</p>
<p>Der 1936 geborene Künstler war seit 1991 Vorsitzender des Verbands der jüdischen Gemeinden und Organisationen in Belarus. Er engagierte sich mit Leidenschaft und Herzenswärme als Brückenbauer, teilte sein Wissen und seine Erfahrung im Sinne der Verständigung und Versöhnung immer auch gern mit jungen Menschen. Besonders die nachfolgenden Generationen sollten aus der Geschichte lernen. Aktiv begleitete und unterstützte er die Arbeit der Geschichtswerkstatt Minsk. 2015 wurde sie zu seinen Ehren in Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ umbenannt.</p>

<a href='https://ibb-d.de/ausstellung_leonid_lewin_minsk_4/'><img loading="lazy" decoding="async" width="935" height="435" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_Leonid_Lewin_Minsk_4-e1713288922697.jpg" class="attachment-full size-full" alt="Blick ins Publikum in der IBB &quot;Johannes Rau&quot; Minsk." srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_Leonid_Lewin_Minsk_4-e1713288922697.jpg 935w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_Leonid_Lewin_Minsk_4-e1713288922697-300x140.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_Leonid_Lewin_Minsk_4-e1713288922697-768x357.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 935px) 100vw, 935px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/ausstellung_leonid_lewin_minsk_3/'><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="441" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_Leonid_Lewin_Minsk_3.jpg" class="attachment-full size-full" alt="Ein Blick über die Köpfe des Publikums hinweg auf den Redner vor einer Leinwand, die ein Portrait von Leonid Lewin zeigt, auf dem er sehr warmherzig lächelt." srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_Leonid_Lewin_Minsk_3.jpg 960w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_Leonid_Lewin_Minsk_3-300x138.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/Ausstellung_Leonid_Lewin_Minsk_3-768x353.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a>

<p>Zu dem Gedenkabend in der IBB „Johannes Rau“ hatte der Verband der jüdischen Gemeinden und Organisationen in Belarus eingeladen. Anlass war der zehnte Todestag des Architekten und Künstlers am 1. März. Diplomaten und Vertreter von öffentlichen, religiösen und Bildungsorganisationen erinnerten in ihren Ansprachen an die außergewöhnliche Schaffenskraft des Künstlers und sein Werk. Die Fotoausstellung lenkt die Aufmerksamkeit besonders auf jene Projekte, die aus der Kooperation von Leonid Lewin mit dem IBB entstanden sind. Lewins Tochter Galina hat die Ausstellung konzipiert und realisiert. Die kurzen Begleittexte sind in belarussischer, englischer und deutscher Sprache verfasst.</p>
<blockquote><p>„Die Ausstellung zeigt anschaulich die Vielfältigkeit und die Wirkungskraft unserer langjährigen Kooperation von Leonid Lewin als Architekten und Vorsitzenden des jüdischen Verbands in Belarus“,</p></blockquote>
<p>sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund. „Die Ausstellung spielt daher auch eine zentrale Rolle in unseren Veranstaltungsplänen für den 30. Jahrestag der Eröffnung der IBB Minsk im September 2024.“</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Initiative des IBB Dortmund für eine Gedenkstätte Trostenez finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-minsk-2/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Arbeit der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ finden Sie hier.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>IBB Dortmund und Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk erinnern in Deutschland und Belarus an Befreiung des Todeslagers Osaritschi vor 80 Jahren</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-dortmund-und-geschichtswerkstatt-leonid-lewin-minsk-erinnern-in-deutschland-und-belarus-an-befreiung-des-todeslagers-osaritschi-vor-80-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Mar 2024 11:45:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[IBB "Johannes Rau"]]></category>
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		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[NS-Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit einer Reihe von Veranstaltungen in Deutschland und Belarus erinnerten das IBB Dortmund und die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk an die Befreiung des Todeslagers Osaritschi in Belarus vor 80 Jahren. Hier, etwa 200 km südöstlich von Minsk, verübte die Wehrmacht eines der größten Kriegsverbrechen in Belarus während des Zweiten Weltkriegs. Im März 1944 deportierten Truppen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer Reihe von Veranstaltungen in Deutschland und Belarus erinnerten das IBB Dortmund und die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk an die Befreiung des Todeslagers Osaritschi in Belarus vor 80 Jahren. Hier, etwa 200 km südöstlich von Minsk, verübte die Wehrmacht eines der größten Kriegsverbrechen in Belarus während des Zweiten Weltkriegs.</p>
<div id="attachment_34667" style="width: 910px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34667" class="wp-image-34667" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_4.jpg" alt="Ein Blick auf die Sumpflandschaft am Rande des Dorfs Osaritschi. Schwarze stilisierte Figuren von offensichtlich leidenden Kindern und Erwachsenen stecken an verschiedenen Stellen im Boden. Sie symbolisieren dieses Kriegsverbrechen der Wehrmacht 1944 während des Zweiten Weltkriegs. " width="900" height="675" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_4.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_4-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_4-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /></a><p id="caption-attachment-34667" class="wp-caption-text">Stilisierte Figuren im sumpfigen Boden symbolisieren eines der größten Kriegsverbrechen der deutschen Wehrmacht 1944.</p></div>
<p>Im März 1944 deportierten Truppen der 9. Armee der Wehrmacht etwa 50.000 Zivilistinnen und Zivilisten in Lager nahe der Frontlinie beim Dorf Osaritschi. Darunter waren Mütter mit kleinen Kindern, ältere Menschen, Kranke und Menschen mit Behinderungen. Die Soldaten ließen ihre Opfer als „menschliche Schutzschilde“ beim eigenen Rückzug in den Sumpfgebieten zurück. Die erklärte Absicht lautete: „Unnütze Esser“ zu beseitigen. Etwa 9.000 Menschen starben während der Deportationen oder an deren Folgen. Im Westen sind die Verbrechen von Osaritschi immer noch wenig bekannt. In Deutschland wurden sie erstmals 2006 in dem Dokumentarfilm „Ozarichi 1944“ von Prof. Dr. Christoph Rass und Dr. Aliaksandr Dalhouski für die Öffentlichkeit aufgearbeitet. Sie fanden zudem <a href="https://trostenez.org/erweiterung/" target="_blank" rel="noopener">Eingang in die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez: Geschichte und Erinnerung“</a>, die inzwischen auch als virtuelle Ausstellung zugänglich ist.</p>
<div id="attachment_34682" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_7-e1711455623172.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34682" class="wp-image-34682 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_7-e1711455623172-300x178.jpg" alt="Auf zwei der Blumensträuße am Mahnmal sind die Schriftzüge IBB Dortmund und Geschichtswerkstatt Minsk zu lesen." width="300" height="178" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_7-e1711455623172-300x178.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_7-e1711455623172-768x457.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_7-e1711455623172.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-34682" class="wp-caption-text">Auch die Delegation des IBB Dortmund legte Blumen nieder am Mahnmal.</p></div>
<p>Katharina von Bremen, stellvertretende Vorsitzende des IBB Dortmund, und Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH, nahmen am Dienstag, 19. März 2024, an der offiziellen Gedenkveranstaltung in Belarus teil. Begleitet wurden sie von Mitarbeitenden der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk und der NRO „Verständigung“, der zentralen Partnerorganisation der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft in Belarus, sowie zahlreichen Zeitzeugen. Die IBB-Vertreterinnen hatten am Nachmittag außerdem die Gelegenheit, an einem „Dialog der Generationen“ zwischen Zeitzeuginnen und Schülerinnen und Schülern der Mittelschule in Osaritschi teilzunehmen. Dort wurden auch Ausschnitte aus dem Film „Ozarichi 1944“ gezeigt.</p>
<blockquote><p>„Am Ort so schrecklicher deutscher Verbrechen Überlebenden dieses grausamen Leidens zu begegnen, zerreißt das Herz. Und es ist bedrückend zu wissen, dass der verantwortliche Oberbefehlshaber in Deutschland niemals zur Verantwortung gezogen wurde. Umso wichtiger waren uns aber diese Begegnungen in Belarus, denn es ist unbedingt nötig, dem Eindruck entgegenzuwirken, die NS-Verbrechen würden in Deutschland wieder zunehmend verharmlost und verdrängt“,</p></blockquote>
<p>sagte Katharina von Bremen.</p>

<a href='https://ibb-d.de/ibb-dortmund-und-geschichtswerkstatt-leonid-lewin-minsk-erinnern-in-deutschland-und-belarus-an-befreiung-des-todeslagers-osaritschi-vor-80-jahren/80-jahre-befreiung-osaritschi_5/'><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="960" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_5-e1711454214601.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_5-e1711454214601.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_5-e1711454214601-240x300.jpg 240w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/80-jahre-befreiung-osaritschi_8/'><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="960" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_8-e1711454101574.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_8-e1711454101574.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_8-e1711454101574-240x300.jpg 240w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/80-jahre-befreiung-osaritschi_6/'><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="960" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_6.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_6.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_6-240x300.jpg 240w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a>

<p>Bereits am 15. März 2024 hatten Dr. Aliaksandr Dalhouski von der <a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-minsk-2/" target="_blank" rel="noopener">Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk</a> und Prof. Dr. Christoph Rass von der Universität Osnabrück im Ratssitzungssaal der Stadt Osnabrück über „Osaritschi 1944 – Ereignis und Erinnerung“ berichtet sowie am 19. März 2024 im Museum Karlshorst in Berlin. Ihre Vorträge waren Teil einer Projektwoche zu kritischer Erinnerungskultur im Kontext von Holocaust und Vernichtungskrieg der Universität Osnabrück, die in Kooperation mit der IBB gGmbH organisiert worden war, und der internationalen Veranstaltungsreihe „Geschichte im Konflikt“ des Museums Karlshorst.</p>
<div id="attachment_34652" style="width: 611px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34652" class="wp-image-34652" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_1.jpg" alt="Ein Blick auf eine Steintafel im Wald: Auf dieser Steintafel ist ein historisches Foto zu sehen, das die Leichen der damals schutzlos zurückgelassenen Menschen zeigt. " width="601" height="801" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_1.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/80-Jahre-Befreiung-Osaritschi_1-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a><p id="caption-attachment-34652" class="wp-caption-text">Historische Fotos zeigen die Ereignisse an diesem Ort vor 80 Jahren. Ein Workshop der Universität Osnabrück macht die grausame Geschichte des Todeslagers Osaritschi in diesen Tagen in einem Blog in englischer und russischer Sprache digital zugänglich. Alle Fotos: Astrid Sahm</p></div>
<p>Im Rahmen der Projektwoche in Osnabrück fand zudem ein Workshop des Projekts „Mapping the Co-Presence of Violence und Memory in Belarus“ statt. Zivilgesellschaftliche Akteure, Studierende und Historikerinnen und Historiker aus Belarus und Deutschland entwickeln in diesem Projekt gemeinsam digitale Formate der Geschichtsvermittlung. Dabei soll auch ein Blog in englischer und russischer Sprache über den Vernichtungs- und Erinnerungsort Osaritschi entstehen. Das in Kooperation mit dem IBB Dortmund umgesetzte Projekt wird gefördert durch die <a href="https://www.stiftung-evz.de/" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft</a>.</p>
<p>Begleitet wurden die Aktivitäten an der Universität Osnabrück durch die Abschlussveranstaltung des Projekts „In Stein gemeißelt?“ und eine Ausstellung des Fotografen Alexander Litin. Er hat die jüdische Geschichte der Region Mogiljow und den Holocaust in Belarus in den Mittelpunkt seines Schaffens gestellt. Die Ausstellung wurde am Mittwoch, 13. März 2024, im Beisein des heute in Israel lebenden Fotografen im Studierendenzentrum der Universität eröffnet.</p>
<p><a href="https://nghm.hypotheses.org/20814" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website der Universität Osnabrück.</a></p>
<p><a href="https://trostenez.org/ausstellung/" target="_blank" rel="noopener">Die Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ in ihrer digitalen Form finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Delegation aus Deutschland bei der Gedenkstunde zum 80. Jahrestag der Auflösung des Minsker Ghettos</title>
		<link>https://ibb-d.de/delegation-aus-deutschland-bei-der-gedenkstunde-zum-80-jahrestag-der-aufloesung-des-minsker-ghettos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Nov 2023 16:59:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
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					<description><![CDATA[Zur gemeinsamen Erinnerung an die Auflösung des Minsker Ghettos vor 80 Jahren begrüßte Sergei Andrushkevich, belarussischer Direktor, am 23. Oktober 2023 rund 70 Gäste aus Belarus und Deutschland in der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk. Vor Überlebenden und ihren Angehörigen sowie Vertretern der christlichen Kirchen und der jüdischen Verbände und Gemeinden in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zur gemeinsamen Erinnerung an die Auflösung des Minsker Ghettos vor 80 Jahren begrüßte Sergei Andrushkevich, belarussischer Direktor, am 23. Oktober 2023 rund 70 Gäste aus Belarus und Deutschland in der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Ghetto-Minsk-Matthias-Platzeck.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-33618" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Ghetto-Minsk-Matthias-Platzeck-280x300.jpg" alt="" width="239" height="256" /></a>Vor Überlebenden und ihren Angehörigen sowie Vertretern der christlichen Kirchen und der jüdischen Verbände und Gemeinden in Belarus würdigte Matthias Platzeck (l.), Vorsitzender des IBB-Kuratoriums, die Möglichkeit eines gemeinsamen Gedenkens in Minsk.</p>
<p>Dies sei leider nicht mehr selbstverständlich. Dabei sei es wichtig, aus der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust die richtigen Lehren für die Zukunft zu ziehen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Frieden ist nicht alles. Aber ohne Frieden ist alles nichts“,</p></blockquote>
<p>zitierte er den früheren deutschen Bundeskanzler Willy Brandt, der in den 1970er Jahren des vorigen Jahrhunderts eine neue Phase der deutschen Ostpolitik eingeleitet hatte. Yana Goldman-Adut, Erste Sekretärin der Botschaft des Staates Israel in der Republik Belarus, begann ihr Grußwort mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die unschuldigen Opfer des Holocaust, in die sie auch die Opfer des jüngsten Terroranschlags der Hamas einschloss. „Es gehört zu unserem Erbe und darf nicht in Vergessenheit geraten, was in deutschem Namen in Belarus geschehen ist“, hob der Ständige Vertreter der Deutschen Botschaft, Michael Nowak, in seinem Grußwort hervor.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Sergei-Tukalo-Video-Talk-Trejster-1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-33656 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Sergei-Tukalo-Video-Talk-Trejster-1-e1698948494824-238x300.jpg" alt="" width="238" height="300" /></a>Im Anschluss moderierte Sergei Tukalo (l.), Leiter der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ in Minsk, ein Online-Gespräch mit Victoria Trejster, der Tochter des ehemaligen Ghetto-Häftlings Michail Trejster. Victoria Trejster präsentierte digitalisierte Dokumente ihres Vaters, deren Originale sie freundlicherweise für die zukünftige Ausstellung der Geschichtswerkstatt zur Verfügung gestellt hat. Architektin Galina Lewina sprach über die Erinnerungs- und Gedenkkultur in Belarus und zeigte dabei auch eine Reihe von Postern aus ihrer in Entstehung befindlichen Ausstellung zum Schaffen ihres Vaters, des Architekten und langjährigen Vorsitzenden des Verbands der jüdischen Organisationen und Gemeinden Leonid Lewin. Zum Abschluss der Veranstaltung zeigte der Verband, der zusammen mit der IBB Minsk und der Geschichtswerkstatt als Veranstalter auftrat, eine Videopräsentation über aktuelle Aktivitäten der jüdischen Gemeinden in Belarus und ihre Pläne für die Zukunft. Anschließend nutzten die Teilnehmenden bei einem Stehempfang der deutschen Botschaft die Gelegenheit zu regen Gesprächen und aktivem Austausch.</p>
<p>Die gemeinsame Gedenkstunde in der IBB „Johannes Rau“ Minsk war einer der Höhepunkte einer Gedenkreise nach Minsk, an der neben Mitgliedern des IBB-Kuratoriums und IBB-Vorstands auch Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie des Osteuropa-Hilfswerks der katholischen Kirche Renovabis aus Deutschland teilnahmen. Die Delegation hatte zuvor bereits an einer Gedenkstunde in der Erschießungsgrube „Jama“, heute ein Gedenkort in der Innenstadt von Minsk, teilgenommen. Hier hatten deutsche Besatzer unzählige Jüdinnen und Juden, die aus vielen Ländern Europas im Ghetto zusammengepfercht worden waren, erschossen. Im Namen der Kirchen und der IBB wurden Kränze am Gedenkobelisk niedergelegt. Ebenso besuchte die Delegation den ehemaligen jüdischen Friedhof sowie die Gedenkorte auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Malyj Trostenez.</p>
<div id="attachment_33613" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gemeinsam-Gedenken-Minsk-80-Jahre.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-33613" class="wp-image-33613 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gemeinsam-Gedenken-Minsk-80-Jahre-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gemeinsam-Gedenken-Minsk-80-Jahre-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gemeinsam-Gedenken-Minsk-80-Jahre-768x576.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gemeinsam-Gedenken-Minsk-80-Jahre.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-33613" class="wp-caption-text">Beim Abendgebet im Zentrum der Religious Union for Progressive Judaism schloss Rabbi Grisha Abramovich per Videoübertragung auch Teilnehmende aus allen Regionen von Belarus und mit Eyal Ronder auch den Vize-Präsidenten der World Union for Progressive Judaism ein.</p></div>
<p>Bei einem Besuch im Zentrum der <em>Religious</em> <em>Union for Progressive Judaism</em> nahm die Delegation aus Deutschland auf Einladung von Rabbi Grisha Abramovich an einem gemeinsamen Abendgebet für Israel teil. Gemeindemitglieder aus allen Regionen von Belarus hatten sich zugeschaltet. Eyal Ronder, Vize-Präsident der <a href="https://wupj.org/" target="_blank" rel="noopener"><em>World Union for Progressive Judaism</em></a>, beteiligte sich von seinem aktuellen Aufenthaltsort in Jerusalem und schilderte, dass er kurz zuvor noch in einem Schutzraum gesessen hatte.</p>
<p>In Gesprächen mit Vertretern der Orthodoxen Kirche zeigte sich ebenfalls das wechselseitige Interesse am Fortbestand der Beziehungen zwischen den Kirchen. „Wir sind dankbar für Ihren Besuch und wünschen uns, dass auch in diesen herausfordernden Zeiten der Kontakt nicht abreißt“, sagte Dr. Sviatoslav Rogalsky, Direktor des St. Kyrill und Method-Instituts.</p>
<p>Die an der Reise beteiligten Organisationen engagieren sich seit langem für Versöhnungs- und Erinnerungsarbeit mit Belarus und wollen auch unter den veränderten geopolitischen Bedingungen die gewachsenen Kontakte und partnerschaftlichen Beziehungen auf gesellschaftlicher Ebene aufrechterhalten. „Aus über drei Jahrzehnten gemeinsamer Arbeit wissen wir, wie wichtig menschliche Begegnungen sind, um konstruktiv auch in Konflikten miteinander umzugehen und so der Entstehung und Verfestigung von Feindbildern entgegenzuwirken“, betont Katharina von Bremen, stellvertretende IBB-Vorsitzende.</p>
<blockquote><p>„Als IBB werden wir daher weiter nach Wegen suchen, Grenzen zu überwinden.“</p></blockquote>

<a href='https://ibb-d.de/gedenken-jama-minsk-80-jahre/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/gedenken-jama-minsk-80-jahre-kranz1/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-Kranz1.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-Kranz1.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-Kranz1-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-Kranz1-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/gedenken-jama-minsk-80-jahre-kranz4/'><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-Kranz4.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-Kranz4.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-Jama-Minsk-80-Jahre-Kranz4-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/gedenken-jama-minsk-80-jahre-kranz2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-jama-Minsk-80-Jahre-Kranz2.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-jama-Minsk-80-Jahre-Kranz2.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken-jama-Minsk-80-Jahre-Kranz2-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/minsk-besuch-galina-lewina/'><img loading="lazy" decoding="async" width="988" height="470" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Minsk-Besuch-Galina-Lewina-e1698945608856.jpg" class="attachment-full size-full" alt="Die Architektin Galina Lewina gewährt Besuchern einen Blick auf ihre Arbeit in ihrer Werkstatt." srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Minsk-Besuch-Galina-Lewina-e1698945608856.jpg 988w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Minsk-Besuch-Galina-Lewina-e1698945608856-300x143.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Minsk-Besuch-Galina-Lewina-e1698945608856-768x365.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 988px) 100vw, 988px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/minsk-kyrill-u-method-institut/'><img loading="lazy" decoding="async" width="989" height="471" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Minsk-Kyrill-u-Method-Institut.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Minsk-Kyrill-u-Method-Institut.jpg 989w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Minsk-Kyrill-u-Method-Institut-300x143.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Minsk-Kyrill-u-Method-Institut-768x366.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 989px) 100vw, 989px" /></a>

<h4>Über das Minsker Ghetto:</h4>
<p>Das Minsker Ghetto war das größte Ghetto auf ehemals sowjetischem Boden. Am 19. Juli 1941 hatte die deutsche Besatzung in Minsk den Befehl zur Errichtung des Ghettos erteilt. Einen Tag später begann die Zwangsumsiedlung. Mehr als 100.000 Menschen jüdischen Glaubens wurden unter Androhung roher Gewalt in das abgeriegelte Viertel der Stadt gezwungen, unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten, ausgehungert und in mehreren Pogromen getötet. Zunächst waren es rund 100.000 Jüdinnen und Juden aus Minsk und Umgebung. Später kamen Deportierte aus vielen westeuropäischen Städten hinzu. Immer wieder gab es Pogrome und Massenerschießungen, zuletzt bei der Auflösung des Ghettos am 21. und am 23. Oktober 1943.</p>
<div id="attachment_33573" style="width: 1034px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken_Malyj-Trostenez-20231022.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-33573" class="wp-image-33573 size-full" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken_Malyj-Trostenez-20231022.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken_Malyj-Trostenez-20231022.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken_Malyj-Trostenez-20231022-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/11/Gedenken_Malyj-Trostenez-20231022-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><p id="caption-attachment-33573" class="wp-caption-text">Auch bei einem Besuch des Vernichtungsortes Malyj Trostenez legte die Delegation aus Deutschland Blumen nieder.</p></div>
<p>Weitere Berichte über diese Gedenkreise finden Sie auf diesen Websites:</p>
<p><a href="https://www.evangelisch-in-westfalen.de/aktuelles/detailansicht/news/den-wertvollen-kontakt-nach-belarus-erhalten/" target="_blank" rel="noopener">Evangelische Kirche von Westfalen, </a></p>
<p><a href="https://www.zentrum-oekumene.de/de/oekumene/aktuelles/detailseite/vergangenheit-als-mahnung-zukunft-als-hoffnung-delegation-des-ibb-in-minsk" target="_blank" rel="noopener">Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck</a> und</p>
<p><a href="https://www.knoche.blog/23-oktober-80-jahre-liquidierung-des-minsker-ghettos/" target="_blank" rel="noopener">in diesem Blog</a></p>
<p>sowie auf der Website des<a href="http://christeducenter.by/%d0%b2%d0%b8%d0%b7%d0%b8%d1%82-%d0%bd%d0%b5%d0%bc%d0%b5%d1%86%d0%ba%d0%be%d0%b9-%d0%b4%d0%b5%d0%bb%d0%b5%d0%b3%d0%b0%d1%86%d0%b8%d0%b8-%d0%b2-%d1%85%d1%80%d0%b8%d1%81%d1%82%d0%b8%d0%b0%d0%bd%d1%81/" target="_blank" rel="noopener"> Christlichen Bildungszentrums der Heiligen Method und Kyrill</a>,</p>
<p>Alle Fotos auf dieser Seite: Dr. Astrid Sahm und Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einladung zum Vortrag „Offene Wunden Osteuropas“ – Vom Umschreiben der Geschichte in Belarus</title>
		<link>https://ibb-d.de/einladung-zum-vortrag-offene-wunden-osteuropas-vom-umschreiben-der-geschichte-in-belarus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2023 13:40:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[„Offene Wunden Osteuropas“ &#8211; Vom Umschreiben der Geschichte in Belarus &#8211; lautet der Titel einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Montag, 22. Mai 2023, ab 19 Uhr im Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, in 20457 Hamburg. Viele Schauplätze nationalsozialistischer Massenverbrechen im östlichen Europa sind hierzulande kaum bekannt. Dies gilt auch immer noch für den Vernichtungsort Malyj [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Offene Wunden Osteuropas“ &#8211; Vom Umschreiben der Geschichte in Belarus &#8211; lautet der Titel einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am Montag, 22. Mai 2023, ab 19 Uhr im Mahnmal St. Nikolai, Willy-Brandt-Straße 60, in 20457 Hamburg.</p>
<p>Viele Schauplätze nationalsozialistischer Massenverbrechen im östlichen Europa sind hierzulande kaum bekannt. Dies gilt auch immer noch für den Vernichtungsort Malyj Trostenez in der Nähe der belarussischen Hauptstadt Minsk (Foto oben). Zehntausende wurden im Wald von Blagowschtschina ermordet, darunter jüdische Menschen aus Hamburg.</p>
<p>2018 ließ die Eröffnung des zweiten Bauabschnitts am neugestalteten internationalen Lern- und Gedenkort Malyj Trostenez noch auf eine gemeinsame Erinnerung hoffen. Doch im Zuge der aktuellen politischen Entwicklungen wird in Belarus auch die Geschichte des Zweiten Weltkriegs umgeschrieben. Dr. Katja Makhotina (Universität Bonn) liest aus dem 2022 erschienenen Buch „Offene Wunden Osteuropas“. Anschließend diskutiert sie mit Dr. Iryna Kashtalian (Universität Bremen, zuvor Leiterin der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk), wie auf geschichtspolitische Instrumentalisierungen reagiert werden kann. Die Veranstaltung wird moderiert von Sarah Grandke von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.</p>
<p>Die Veranstaltung wird organisiert von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund und dem Mahnmal St. Nikolai. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.</p>
<p><a href="https://trostenez.org/ausstellung/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über den Erinnerungsort vermittelt die virtuelle Ausstellung &#8222;Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung&#8220;.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>HistoryLab goes online: Die Gewinnerprojekte aus dem Wettbewerb stellen ihre Produkte im Digitalformat vor</title>
		<link>https://ibb-d.de/historylab-goes-online-die-gewinnerprojekte-aus-dem-wettbewerb-stellen-ihre-produkte-im-digitalformat-vor/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2022 07:10:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[Die fünf Gewinnerprojekte aus dem diesjährigen internationalen Wettbewerb HistoryLab „Memory Projects for Education“ stellen am Montag, 19. Dezember 2022, von 15:00 bis 17:30 Uhr (Berliner Zeit) in eine Online-Präsentation die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Interessierte dürfen einen Blick werfen auf die neuen interaktiven Websites, die vergessene Orte der Geschichte für virtuelle Besuche und digitales Lernen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Die fünf Gewinnerprojekte aus dem diesjährigen internationalen Wettbewerb HistoryLab „Memory Projects for Education“ stellen am Montag, 19. Dezember 2022, von 15:00 bis 17:30 Uhr (Berliner Zeit) in eine Online-Präsentation die Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Interessierte dürfen einen Blick werfen auf die neuen interaktiven Websites, die vergessene Orte der Geschichte für virtuelle Besuche und digitales Lernen erschließen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Präsentiert werden die fünf digitalen Produkte</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"> „Straßen des [Ringelblum] Archivs“, realisiert von </span><i><span style="font-weight: 400;">Urban Archive</span></i><span style="font-weight: 400;"> (Warschau/Polen), </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"> „Spirits of the KhODA“, gestaltet von </span><i><span style="font-weight: 400;">Art Oborona</span></i><span style="font-weight: 400;"> (Kharkiv/Ukraine) </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"> „Online-Datenbank über die Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg aus der Region Vinnytsia“, die </span><i><span style="font-weight: 400;">Avtomaydan Vinnichchina</span></i><span style="font-weight: 400;"> (Vinnytsia/Ukraine) entwickelt hat,</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"> „Vom katholischen Friedhof zum sowjetischen Andenken“ realisiert von </span><i><span style="font-weight: 400;">Memorium</span></i><span style="font-weight: 400;"> (Luzk/Ukraine), </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;"> „Die andere Seite der Verfolgung. Selbstzeugnisse aus dem 19. und 20. Jahrhundert neu gedacht“, erarbeitet vom Team </span><i><span style="font-weight: 400;">The Other Side</span></i><span style="font-weight: 400;"> (Berlin/Deutschland). </span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Insgesamt zehn Teams hatten sich vom 23.-25. September 2022 mit ihren bereits konkreten Ideen am HistoryLab „Memory Projects for Education“ an einem intensiven Online-Workshop beteiligt. Die fünf ausgewählten Projekte erhielten eine Gewinnerprämie, um ihre Ideen auszuarbeiten und zu realisieren. Sie ergänzen bestehende historische Narrative mit ihren digitalen Formaten um neue Zugänge und Perspektiven. Dazu werden historische und aktuelle Fotos, Filmsequenzen und Berichte auf innovative Weise digital der breiten Öffentlichkeit und Forschung zugänglich gemacht. Interessierte erhalten exklusive Erläuterungen von den Teams, die ihre Prototypen präsentieren und berichten, wie die digitalen Produkte genutzt werden können. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eingeladen sind Akteure der Erinnerungsarbeit, Lehrkräfte und Multiplikator:innen der historischen Bildungsarbeit, die sich für digitale Zugänge und innovative Formen der Geschichtsdidaktik interessieren. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wann? Montag, 19. Dezember 2022, von 15:00-17:30 Uhr</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie? Interessierte nutzen bitte </span><a href="https://www.facebook.com/digitalhistorynetwork/?ref=page_internal"><span style="font-weight: 400;">diesen</span></a><span style="font-weight: 400;"> Link auf Facebook (Digital History Network).</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">#civilsocietycooperation</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jetzt anmelden zum Online-Dialog “Wie wirkt sich der Krieg auf uns Historiker*innen aus?&#8220;</title>
		<link>https://ibb-d.de/jetzt-anmelden-zum-online-dialog-wie-wirkt-sich-der-krieg-auf-uns-historikerinnen-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2022 13:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[Perspektiven von Forscher*innen aus Belarus, Russland und Deutschland“ Freitag, 16. Dezember, 17:00-19:30 (Berliner Zeit), 19:00-21:30 (Minsker/Moskauer Zeit) Übertragen auf dem Youtube-Kanal Мемориала und auf Facebook Digital History Network Synchrone Übersetzung (Deutsch/Russisch, Russisch/Deutsch) Der nun schon 10 Monate dauernde Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Geschichtswissenschaft radikal verändert und viele schmerzhafte Fragen in der Fachwelt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Perspektiven von Forscher*innen aus Belarus, Russland und Deutschland“</strong></p>
<p><b>Freitag, 16. Dezember, 17:00-19:30 (Berliner Zeit), 19:00-21:30 (Minsker/Moskauer Zeit)</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Übertragen auf dem </span><a href="https://www.youtube.com/channel/UCwvzcVL_5TPVwDKnKppGHVg"><span style="font-weight: 400;">Youtube-Kanal Мемориала</span></a><span style="font-weight: 400;"> und auf Facebook </span><a href="https://www.facebook.com/digitalhistorynetwork/"><span style="font-weight: 400;">Digital History Network</span></a></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Synchrone Übersetzung (Deutsch/Russisch, Russisch/Deutsch)</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der nun schon 10 Monate dauernde Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Geschichtswissenschaft radikal verändert und viele schmerzhafte Fragen in der Fachwelt aufgeworfen. Historiker*innen in Deutschland, Russland und Belarus müssen Fragen der Entkolonialisierung und des Imperialismus, der kollektiven Verantwortung und der Instrumentalisierung der Geschichte neu betrachten. Forscher*innen in Belarus und Russland durchleben diese radikalen Veränderungen im Angesicht scharfer Zensur und Unterdrückung von Antikriegsaktionen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wie verändert sich die Arbeit von Historiker*innen während des Krieges in unseren Ländern? Welche Debatten entstehen in den Gemeinschaften von Forscherinnen und Pädagogen? Und vor allem, wie sollen und können sie die öffentliche Meinung und Politik in ihren Ländern beeinflussen, um zur Beendigung des Krieges beizutragen?</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sprecher*innen:</span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Aleksej Bratochkin – forscht zu Public History in Belarus, Fernuniversität Hagen;</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Ella Rossman – forscht zu Gendergeschichte in Russland, UCL School of Slavonic and Eastern Europe Studies, London </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Sarah Grandke – forscht zum NS-Unrecht im östlichen Europa in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Hamburg </span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Organisatoren: <a href="http://www.about-history.info" target="_blank" rel="noopener">Digital History Network</a></span></p>
<ul>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Constanze Stoll – IBB Dortmund, </span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Alina Dzeravianka – ehemalige Direktorin der Stiftung der Brest Festung</span></li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1"><span style="font-weight: 400;">Evelina Rudenko – Mitarbeiterin von Memorial-Frankreich</span></li>
</ul>
<p><span style="font-weight: 400;">Ausstrahlung auf </span><a href="https://www.youtube.com/channel/UCwvzcVL_5TPVwDKnKppGHVg"><span style="font-weight: 400;">Youtube-Kanal Мемориала</span></a><span style="font-weight: 400;"> und Facebook </span><a href="https://www.facebook.com/digitalhistorynetwork/"><span style="font-weight: 400;">Digital History Network</span></a><span style="font-weight: 400;">. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für die Teilnahme auf Zoom ist eine vorherige Registrierung notwendig (siehe </span><a href="https://docs.google.com/forms/d/185KDDPe91UKqnUyrityTGtELKl59OwZ-pvrM3atdfK0/edit"><span style="font-weight: 400;">hier</span></a><span style="font-weight: 400;">).</span><i><span style="font-weight: 400;"><br />
</span></i><span style="font-weight: 400;">Die Veranstaltung wird gefördert durch das deutsche Auswärtige Amt im Programm #civilsocietycooperation. </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>HistoryLab &#8222;Memory Projects for Education&#8220;: Jetzt bewerben zum Online-Workshop für digitale Geschichtsprojekte vom 23. bis 25. September 2022</title>
		<link>https://ibb-d.de/historylab-memory-projects-for-education-jetzt-bewerben-zum-online-workshop-fuer-digitale-geschichtsprojekte-vom-23-bis-25-september-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2022 13:07:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ibb-d.de/?p=31333</guid>

					<description><![CDATA[Piloten, Projektideen und Prototypen gesucht für digitale Geschichtsprojekte! Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund lädt ein zum internationalen HistoryLab. Einzelpersonen und Teams mit bis zu vier Personen erhalten beim HistoryLab vom 23. bis 25. September 2022 online Gelegenheit zum internationalen Austausch mit Gleichgesinnten und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projektideen. In den Inputs [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Piloten, Projektideen und Prototypen gesucht für digitale Geschichtsprojekte! Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund lädt ein zum internationalen HistoryLab. Einzelpersonen und Teams mit bis zu vier Personen erhalten beim HistoryLab vom 23. bis 25. September 2022 online Gelegenheit zum internationalen Austausch mit Gleichgesinnten und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projektideen.</p>
<p>In den Inputs geht es um bewährte und neue digitale Tools, die im Bildungsbereich der Erinnerungskultur eingesetzt werden können, und um die Frage, wie unterschiedliche gesellschaftliche Zielgruppen erreicht werden können.</p>
<p>Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte aus Deutschland, Polen, der Ukraine und Moldawien, die sich in Forschung und Lehre, an Schulen, in Museen, Medien oder NGO für eine lebendige Erinnerungskultur engagieren. Angesprochen sind auch Interessierte aus den Fachgebieten IT und Design.</p>
<p>Ziel ist ein projektbezogener Austausch, der möglichst zu sichtbaren Ergebnissen führen soll. Eine Jury wählt am  Ende Gewinnerprojekte, die eine Projektfinanzierung erhalten.</p>
<p>Bewerbungen sind ab sofort möglich <strong>bis zum 15. September 2022</strong> über dieses <a href="https://forms.gle/TkuzH4rdddy5E2Lw9"><strong>Formular</strong></a>.</p>
<p>Organisiert wird das HistoryLab von Partnern des <a href="https://about-history.info/en/" target="_blank" rel="noopener">Digital History Networks</a> – einer Plattform für Organisationen, Projekte und Initiativen, die digitale Medien zur Analyse historischer Ereignisse, zur Forschung, sowie zur Visualisierung und Darstellung von Daten über die Vergangenheit nutzen.</p>
<p>Durchgeführt wird das Projekt vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund), mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes, sowie in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Verband Junger Historiker der Republik Moldau, der NGO Institute of Social Strategies and Initiatives (Ukraine) und dem Karta Centre Fund (Polen).</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Open-Call-History-Lab-2022_de.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die detaillierte Ausschreibung finden Sie hier.</a></p>
<p>#civilsocietycooperation</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Premiere gelungen: IBB gGmbH organisiert erstes internationales Seminar in Moldau „Digitale Geschichtsprojekte in Zeiten von Krisen und Krieg“</title>
		<link>https://ibb-d.de/premiere-gelungen-ibb-ggmbh-organisiert-erstes-internationales-seminar-in-moldau-digitale-geschichtsprojekte-in-zeiten-von-krisen-und-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2022 08:15:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum ersten Mal hat das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund einen internationalen Workshop in der Republik Moldau ausgerichtet. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, der Ukraine, der Republik Moldau und Deutschland trafen sich vom 10. bis 13. August 2022 in der Hauptstadt Chişinău zu einem intensiven Austausch über „Digitale Geschichtsprojekte in Zeiten von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum ersten Mal hat das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund einen internationalen Workshop in der Republik Moldau ausgerichtet. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Polen, der Ukraine, der Republik Moldau und Deutschland trafen sich vom 10. bis 13. August 2022 in der Hauptstadt Chişinău zu einem intensiven Austausch über „Digitale Geschichtsprojekte in Zeiten von Krisen und Krieg“.</p>
<p>Die zentrale Frage des Workshops: Welche Rolle können innovative digitale Methoden und Formate spielen bei der Vermittlung der Geschichte des Zweiten Weltkriegs – gerade in Zeiten, da unterschiedliche Interpretationen der Vergangenheit wieder eine wichtige Rolle spielen und Feindbilder bewusst geschürt werden?</p>
<p>Darija Fabijanic, Referentin für internationale historische Bildungsprojekte im IBB Dortmund, Sergiu Musteata von ANTiM, dem Nationalen Verband junger Historiker der Republik Moldau, und Viktoria Naumenko vom Institut für soziale Strategien und Initiativen Ukraine, begrüßten Interessierte, die sich in Universitäten, Schulen, Medien, Museen und NGO professionell für eine lebendige Erinnerungskultur engagieren.</p>

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<p>Lisa Schank vom <a href="https://www.topographie.de/topographie-des-terrors/">Zentrum Topographie des Terrors</a> eröffnete das Seminar mit einer Reflexion über den eigenen Blick auf die Geschichte und der Frage, wie eine transnationale Zusammenarbeit in der Erinnerungsarbeit gefördert werden kann. Marie-Louise Jansen und Olivia Durand vom <a href="https://contestedhistories.org/" target="_blank" rel="noopener">Contested Histories</a> Netzwerk präsentierten als virtuelle Gäste das globale Mapping Projekt, das umstrittene historische Erinnerungsgüter digital sammelt und multiperspektivisch analysiert. So berichteten sie über das <a href="https://contestedhistories.org/resources/case-studies/jedwabne-pogrom-memorial-in-jedwabne/" target="_blank" rel="noopener">Jedwabne Pogrom Memorial</a> und das Denkmal der Dankbarkeit für die Rote Armee in Polen. Als weitere Beispiele nannten sie aktuelle Diskussionen um die Umbenennung von Straßennamen in der Ukraine. Aber nicht nur an konkreten Erinnerungsorten entzünden sich immer wieder Diskussionen, sondern auch an unterschiedlichen Perspektiven auf die Geschichte: Wie zum Beispiel unterscheidet sich die Einstellung zum Nationalismus in Ost- und Westeuropa und wo verbreiten sich Narrative über die Sowjetunion eher als „Befreier“ oder „Besatzer“?</p>
<div id="attachment_31297" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Comics.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31297" class="wp-image-31297 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Comics-300x139.jpg" alt="Das Foto zeigt Beispiele für eine innovative Geschichts-Vermittlung wie Graphic Novels und Comics.. " width="300" height="139" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Comics-300x139.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Comics-1024x473.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Comics-768x355.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Comics-1536x709.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Comics.jpg 1728w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-31297" class="wp-caption-text">Geschichte vermittelt in Comics oder Graphic Novels: Einige Beispiele gibt es bereits.</p></div>
<p>Am zweiten Seminartag ging es schwerpunktmäßig um innovative digitale Formate in der internationalen Geschichtsvermittlung: Kann man geschichtliches Wissen in Comics oder auf Plattformen wie TikTok vermitteln? Svitlana Telukha, Historikerin aus Charkiw, hatte in ihrem Input-Vortrag besonders die Grenzen zwischen Storytelling und Oral History herausgearbeitet. Wo Chancen und Grenzen liegen, zeigte sie an konkreten Beispielen aus der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw, aus dem Projekt Voices und dem Museum der Kriegskindheit. Maximilian Lütgens, Mitarbeiter in der Bildungsabteilung der Gedenkstätte Dachau, stellte den Ort und die Gedenkstätte Dachau vor und erzählte, wie die Bildungsabteilung bedingt durch Corona sehr schnell auf digitale Angebote umstellen musste. So entwickelte die Gedenkstätte zahlreiche virtuelle Touren, die nun auch unabhängig von einem Besuch der Gedenkstätte für die schulische wie außerschulische Bildungsarbeit zur Verfügung stehen. Neuerdings ist die Gedenkstätte zudem auf dem bei Jugendlichen sehr beliebten Kurzvideo-Kanal TikTok aktiv. Im Anschluss konnten die Teilnehmenden die verschiedenen digitalen Lernangebote in Gruppenarbeit selbst testen.</p>
<div id="attachment_31282" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Stadtbesichtigung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31282" class="wp-image-31282 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Stadtbesichtigung-300x139.jpg" alt="Unser Foto zeigt die Teilnehmenden am internationalen Workshop &quot;Digitale Geechichtsprojekte in Zeiten von Krisen und Krieg&quot;" width="300" height="139" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Stadtbesichtigung-300x139.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Stadtbesichtigung-1024x473.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Stadtbesichtigung-768x355.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Stadtbesichtigung-1536x709.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_Stadtbesichtigung.jpg 1728w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-31282" class="wp-caption-text">Pause während der Stadtbesichtigung auf den Spuren der jüdischen Vergangenheit.</p></div>
<p>Irina Sihova, Gründerin und Leiterin des Forschungszentrums „Maghid“, führte anschließend durch Chişinău. Sie ging besonders auf das jüdische Erbe der Stadt ein und führte unter anderem zum Denkmal für das 1941 errichtete Ghetto in Chişinău (Foto oben). Dabei gab sie auch gleich ein Beispiel für neue digitale Formate, denn die besuchten Stationen sind in einem so genannten <a href="https://audiowalks.centropa.org/de/chisinau-deu/" target="_blank" rel="noopener">Audio-Walk von Centropa</a> beschrieben und können somit ebenfalls ortsunabhängig für die Erinnerungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen genutzt werden.</p>
<p>Anna Rejman-Ganczewska vom polnischen Partner KARTA eröffnete den dritten Seminartag mit einem Vortrag, wie man digitale Formate möglichst nachhaltig bewirbt. Dabei legte sie den Fokus vor allem auf Social Media -Plattformen. Bei allen Werbemaßnahmen sei hier die visuelle Gestaltung besonders wichtig. Gute Videos und Fotos seien der Schlüssel zum Erfolg online.</p>
<p>Tatiana Magaleas, Lehrerin und Gründerin der <a href="https://history.md/" target="_blank" rel="noopener">Lernplattform History.md</a>, erklärte anschaulich, dass es nicht viel braucht, um historischen Bildungs-Content zu produzieren. So erstellt sie nur mit Hilfe ihres Ehemanns Videolektionen, die auf YouTube bereits rund 1,3 Millionen Aufrufe generieren konnten und rund 11.000 Abonnenten begeistern.</p>
<p>Als weiteres Best-Practice-Beispiel stellte Darija Fabijanic das <a href="https://about-history.info/en/" target="_blank" rel="noopener">Digital History Network</a> vor. „„Ziel unserer Plattform ist es, verschiedene digitale Projekte zusammenzubringen, um einen interkulturellen und multiperspektivischen Dialog anzuregen.“</p>
<p>Igor Cașu, Direktor des moldauischen Nationalarchivs, gab einen Einblick in den Digitalisierungsprozess seines Hauses. Er ging besonders darauf ein, welche Dokumente digital zur Verfügung stehen und präsentierte als Beispiel eine Kollektion, die bisher noch wenig erforscht ist und die Möglichkeit gibt, die Situation in Moldau während des Zweiten Weltkriegs besser zu verstehen.</p>
<p>In einer abschließenden Fishbowl-Diskussion ging es schließlich um zukünftige Kooperationen in der Erinnerungsarbeit. Die Teilnehmenden konstatierten, dass es Idee, Passion und Zusammenhalt braucht, um trotz knapper Fördermittel und mancher Widerstände gute Kooperationen und Projekte durchzuführen. Sie wollen nun weiter in Kontakt bleiben.</p>
<div id="attachment_31322" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_I-love-Chisinau.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-31322" class="wp-image-31322 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_I-love-Chisinau-300x139.jpg" alt="Das Foto zeigt den übergroßen Schriftzug I love Chisinau, der offenbar ein beliebtes Fotomotiv in der Hauptstadt der Republik Moldau ist." width="300" height="139" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_I-love-Chisinau-300x139.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_I-love-Chisinau-768x355.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/Seminar_Moldau_I-love-Chisinau.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-31322" class="wp-caption-text">Ein beliebtes Fotomotiv in der Hauptstadt der Republik Moldau.</p></div>
<p>Am Ende der Veranstaltung waren alle erschöpft, aber auch froh, nach der langen Zeit der Pandemie endlich wieder eine Offline-Veranstaltung besuchen zu können, bei der viele Diskussionen in den Kaffeepausen weiter vertieft werden konnten.</p>
<p>Der internationale Workshop wurde organisiert vom IBB Dortmund in Kooperation mit Partnern aus dem <a href="https://about-history.info/en/" target="_blank" rel="noopener">Digital History Network</a>. Das Auswärtige Amt fördert das Projekt, das gemeinsam mit dem Nationalen Verband junger Historiker der Republik Moldau, dem Institut für soziale Strategien und Initiativen Ukraine und dem <a href="https://karta.org.pl/" target="_blank" rel="noopener">KARTA-Zentrum Polen</a> realisiert wird.</p>
<p>#civilsocietycooperation</p>
<p>#digitalhistory</p>
<p>#historylab</p>
<p>&nbsp;</p>
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