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	<title>Soziale Arbeit &#8211; IBB</title>
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		<title>Geschichtswerkstatt Tschernobyl schafft neue Perspektiven für Menschen mit Sehbehinderungen und Blinde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Nov 2018 10:36:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit einer fünftägigen Fortbildung für Multiplikatoren setzen das IBB Dortmund, das Deutsch- Ukrainische Netzwerk und weitere Partner in der Ukraine ab Montag, 26. November 2018, ihre Arbeit im insgesamt zwölf Monate dauernden Projekt zum Aufbau von koordinierten Unterstützungsangeboten für die Förderung von Menschen mit Sehbehinderungen und Blinden fort. Dr. Werner Hecker, Leiter der Frühförderstelle der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer fünftägigen Fortbildung für Multiplikatoren setzen das IBB Dortmund, das Deutsch- Ukrainische Netzwerk und weitere Partner in der Ukraine ab Montag, 26. November 2018, ihre Arbeit im insgesamt zwölf Monate dauernden Projekt zum Aufbau von koordinierten Unterstützungsangeboten für die Förderung von Menschen mit Sehbehinderungen und Blinden fort.</p>
<div id="attachment_21663" style="width: 406px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Fortbildung_Charkiw_3-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21663" class="wp-image-21663" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Fortbildung_Charkiw_3-1.jpg" alt="Unser Foto zeigt den deutschen Experten Dr. Werner Hecker umringt von Teilnehmenden an der Multiplikatoren-Fortbildung in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw." width="396" height="297" /></a><p id="caption-attachment-21663" class="wp-caption-text">Dr. Werner Hecker von der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) e.V. in Marburg war in Charkiw als Experte für die Frühförderung von blinden und sehbehinderten Kindern gefragt.</p></div>
<p>Dr. Werner Hecker, Leiter der Frühförderstelle der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista)  e.V. aus Marburg, wird als deutscher Experte in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw erwartet. Fünf Tage lang wird er mit Multiplikatoren aus Charkiw und Umgebung über Beispiele reden, wie die kognitive Entwicklung und Mobilität von Kindern und Jugendlichen angeregt und gefördert werden kann, die nur eingeschränkt oder gar nicht sehen können. Im kommenden Jahr werden drei Multiplikatoren Gelegenheit haben, ihre neu erworbenen Kenntnisse in Marburg im Rahmen einer Hospitation zu vertiefen. Ziel des Projekts ist es, sukzessive eine kompetente Unterstützung für Kinder und Jugendliche in der Ukraine zu ermöglichen, damit diese die Herausforderungen ihres Alltags besser meistern können.</p>
<div id="attachment_21553" style="width: 339px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_01.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21553" class="wp-image-21553" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_01.jpg" alt="Unser Foto zeigt ein Beispiel für ein inklusives Bilderbuch mit tastbaren Bildern." width="329" height="219" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_01.jpg 1692w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_01-300x199.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_01-768x511.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_01-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 329px) 100vw, 329px" /></a><p id="caption-attachment-21553" class="wp-caption-text">Eine transparentes Blatt verleiht den sichtbaren Bildern zusätzlich auch tastbare Formen.</p></div>
<p>Am 13. und 14. November 2018 hatte sich im Rahmen des Projekts bereits eine zweitägige Konferenz in Kiew der Herstellung von Lehr- und Lernbüchern in Blindenschrift befasst. Fast 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich über Druckstandards. Den Gastgebern war es gelungen, den renommierten Experten Dr. Aleksander Pavkovic für einen Vortrag zu gewinnen. Der Lektor und Layouter arbeitet unter anderem im Beratungs-, Informations- und Textservice-Zentrums (BIT) des Bayrischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e.V. und gilt als Koryphäe für Druckwerke in Brailleschrift und auch für digitale barrierefreie Formate. Nicht nur als Mitglied im Brailleschrift-Komitee der deutschsprachigen Länder konnte er den Teilnehmern der Konferenz wichtige Tipps geben. Dr. Pavkovic ist selbst blind und verfügt somit zugleich über die Kompetenz als Nutzer der Braille-Bücher.</p>

<a href='https://ibb-d.de/konferenz_kiew_08/'><img decoding="async" width="1024" height="680" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_08-e1544097055446-1024x680.jpg" class="attachment-large size-large" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_08-e1544097055446-1024x680.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_08-e1544097055446-300x199.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_08-e1544097055446-768x510.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_08-e1544097055446.jpg 1698w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/konferenz_kiew_09/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_09-1024x681.jpg" class="attachment-large size-large" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_09-1024x681.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_09-300x199.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_09-768x511.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_09.jpg 1692w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/konferenz_kiew_10/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="681" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_10-1024x681.jpg" class="attachment-large size-large" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_10-1024x681.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_10-300x199.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_10-768x511.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_10.jpg 1692w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<div id="attachment_21598" style="width: 732px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_07-e1544100344801.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21598" class="wp-image-21598" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_07-e1544100344801.jpg" alt="Unser Gruppenfoto zeigt die große Zahl der Teilnehmenden an der Konferenz über Druckstandards in Kiew." width="722" height="238" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_07-e1544100344801.jpg 1599w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_07-e1544100344801-300x99.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_07-e1544100344801-768x253.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Konferenz_Kiew_07-e1544100344801-1024x337.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 722px) 100vw, 722px" /></a><p id="caption-attachment-21598" class="wp-caption-text">Über Druckstandards informierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Konferenz in Kiew.</p></div>
<p>Die Konferenz, das Seminar und weitere Weiterbildungsangebote sind Teile eines noch bis Mai 2019 laufenden Projekts zur Förderung der Inklusion von Blinden und Sehbehinderten in der Ukraine. Unter anderem wird die Einrichtung neuer Medienzentren für Sehbehinderte in Kiew und Riwne angeschoben sowie die Vernetzung der Medienzentren befördert. Die Mitarbeitenden werden in drei Trainings im Frühjahr 2019 für die besonderen Bedürfnisse von Sehbehinderten sensibilisiert. Ziel ist es, Informations- und Bildungsangebote für sehbehinderte Jugendliche arbeitsteilig zu gestalten und im regionalen Verbund zur Verfügung zu stellen, um die Bildungschancen der Betroffenen zu erhöhen.</p>
<div id="attachment_21643" style="width: 341px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Fortbildung_Charkiw_8.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-21643" class="wp-image-21643" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Fortbildung_Charkiw_8.jpg" alt="Unser Foto zeigt ein Tastbuch, das unterschiedliche Materialien zum fühlenden erkunden anbietet." width="331" height="248" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Fortbildung_Charkiw_8.jpg 1760w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Fortbildung_Charkiw_8-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Fortbildung_Charkiw_8-768x576.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/Fortbildung_Charkiw_8-1024x768.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 331px) 100vw, 331px" /></a><p id="caption-attachment-21643" class="wp-caption-text">Tastbücher fördern die frühkindliche Entwicklung sehbehinderter und blinder Kinder. Die Langzeitfortbildung, gefördert vom Auswärtigen Amt, ermöglicht einen praxisorientierten Austausch über bewährte Methoden.</p></div>
<p>Gleichzeitig soll das Bewusstsein der Gesellschaft für die besonderen Bedürfnisse von Sehbehinderten und Blinden geschärft werden. Dazu waren bzw. sind einige öffentlichkeitswirksame Aktionen geplant, wie die Vorstellung von Neuerscheinungen in Braille-Schrift auf der Buchmesse „Arsenal“ und weitere Informations-Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai, zum Internationalen Tag der Sehbehinderten am 6. Juni, zum Tag des Weißen Stocks am 25. Oktober, zum Internationalen Tag der Blinden am 13. November und zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember. „Mit all diesen Aktivitäten möchten wir zeigen, dass wir mit vergleichsweise geringen Hilfsmitteln jungen Menschen spürbare Erleichterungen verschaffen können und damit gute Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben“, sagt Ljubow Negatina, Leiterin der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw, die das Projekt vor Ort koordiniert.</p>
<p>Das von Mai 2018 bis Mai 2019 laufende Projekt „Koordinierte Unterstützungsangebote für junge Menschen mit Sehbehinderung in der Ukraine“ wird gefördert durch das Auswärtige Amt der deutschen Bundesregierung.<br />
#civilsocietycooperation<br />
Alle Fotos: Geschichtswerkstatt Tschernobyl</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-tschernobyl/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Arbeit der Geschichtswerkstatt Tschernobyl finden Sie hier.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr als nur Behindertenwerkstätten: Studienreise vermittelte tiefen Einblick in soziales Unternehmertum</title>
		<link>https://ibb-d.de/mehr-als-nur-behindertenwerkstaetten-studienreise-vermittelte-tiefen-einblick-in-soziales-unternehmertum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 May 2018 18:07:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Förderprogramm Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Einen umfassenden Überblick über das soziale Unternehmertum in Deutschland gewann eine hochrangig besetzte Delegation aus Belarus vom 13. bis 18. Mai 2018 in Berlin und Brandenburg. Die Studienreise hatte das IBB Dortmund im Rahmen des Förderprogramms Belarus organisiert. In mehreren Ministerien und Sozialunternehmen lernten die 15 Gäste aus Belarus die Chancen und besonderen Ansprüche der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einen umfassenden Überblick über das soziale Unternehmertum in Deutschland gewann eine hochrangig besetzte Delegation aus Belarus vom 13. bis 18. Mai 2018 in Berlin und Brandenburg. Die Studienreise hatte das IBB Dortmund im Rahmen des Förderprogramms Belarus organisiert. In mehreren Ministerien und Sozialunternehmen lernten die 15 Gäste aus Belarus die Chancen und besonderen Ansprüche der Sozialunternehmen in Theorie und Praxis kennen und erfuhren: Marktwirtschaft und Solidarität stehen keineswegs im Widerspruch zueinander. Soziales Engagement  und der Wunsch nach einem angemessenen Einkommen sind durchaus vereinbar &#8211; und werden sogar vom Staat gefördert.</p>
<p>Nach einer Einführung durch das IBB Dortmund und die Begrüßung durch Denis Sidorenko, Botschafter der Republik Belarus in Deutschland, am Sonntag. 13. Mai 2018, war die erste Station am Montag das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin. Staatssekretär Dr. Ralf Schmachtenberg begrüßte den ersten stellvertretenden Minister für Arbeit und Sozialschutz in Belarus, Andrei Lobovich, und gab eine allgemeine Einführung ins Thema.</p>
<div id="attachment_12982" style="width: 1032px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_5280_1-e1527877122546.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12982" class="wp-image-12982 size-full" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_5280_1-e1527877122546.jpg" alt="Unser Foto zeigt die Gäste hinter den Seminartischen stehend mit Staatssekretär Dr. Ralf Schmachtenberg, der die Gäste am Montag, 14. Mai 2018,. im Bundesministerium für Arbeit und Soziales begrüßt hatte." width="1022" height="389" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_5280_1-e1527877122546.jpg 1022w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_5280_1-e1527877122546-300x114.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_5280_1-e1527877122546-768x292.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1022px) 100vw, 1022px" /></a><p id="caption-attachment-12982" class="wp-caption-text">Staatssekretär Dr. Ralf Schmachtenberg begrüßte die Gäste am Montag, 14. Mai 2018, im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.</p></div>
<p>Sozialunternehmen haben in Deutschland eine jahrhundertelange Tradition. Schon Adolph Kolping und Friedrich Wilhelm Raiffeisen gründeten Betriebe, bei denen nicht die Gewinnmaximierung im Mittelpunkt stand, sondern die Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme. Seit einigen Jahren gewinnt das soziale Unternehmertum in Deutschland und weltweit vermehrt an Bedeutung. Soziale Unternehmen beschränken sich dabei längst nicht nur auf die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Die Arbeitsgebiete sind weit gefächert, die Geschäftsideen meist innovativ sowie gemeinwohlorientiert und bei der Auswahl der Mitarbeiter stehen neben der Inklusion von Menschen mit Behinderungen auch die Bedarfe anderer sozialer Gruppen im Fokus.</p>
<p>So lernte die Delegation in Berlin und Brandenburg Sozialunternehmen kennen, die wie die Schankhalle Pfefferberg in der Gastronomie ihre Nische gefunden haben, wie „Der Steg“ ein differenziertes Hilfsangebot für Menschen mit psychischen Problemen aufgebaut haben oder wie das Unternehmen Auticon die besonderen Fähigkeiten von Autisten für Lösungen in der IT-Branche nutzen.</p>
<p>Das Technologie-Netzwerk Berlin e.V. (TechNet Berlin) hat sich auf Forschung und Beratung zum sozialen Unternehmertum spezialisiert und zählt Kommunen, Vereine und Unternehmen zu seinen Kunden. Vorstandsvorsitzende Heike Birkhölzer konnte daher einen guten Gesamtüberblick über die Ansätze sozialer solidarischer Ökonomie in Deutschland geben.</p>
<p>Weitere Stationen waren das Social Impact Lab, das Firmen bei der Suche nach Fördermitteln unterstützt, und FAF, das Kompetenzzentrum für Inklusionsbetriebe und soziale Unternehmen in Berlin, das soziale Unternehmen von der Gründungs- bis zur Wachstumsphase begleitet.</p>
<p>Im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informierte Dr. Claire Bortfeldt vom Referat „Freie Wohlfahrtspflege und soziale Arbeit“, warum der Staat die Vielfalt der Sozialunternehmen unterstützt und wie sich die Investitionen für Staat und Gesellschaft bezahlt machen – etwa durch die Einsparung von Sozialleistungen und durch den Rückfluss von Steuergeldern. Sabine Döhmer, im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zuständig für Grundsatzfragen der nationalen und europäischen Mittelstandspolitik, ergänzte, mit welchen Maßnahmen der Staat versucht, optimale Rahmenbedingungen für Soziale Unternehmen in Deutschland zu schaffen.</p>
<p>Da soziale Unternehmen nicht gewinnorientiert arbeiten bzw. den erzielten Gewinn in ihre Weiterentwicklung oder in gemeinnützige Projekte reinvestieren, werden die meisten sozialen Unternehmen in Deutschland in besonderen Rechtsformen geführt wie der eingetragenen Genossenschaft (eG), der gemeinnützigen GmbH (gGmbH), der gemeinnützigen Aktiengesellschaft (gAG) oder der noch jungen gemeinnützigen Unternehmergesellschaft (gUG). Nach einer aktuellen Untersuchung gibt es aktuell rund 40.000 bis 70.000 Sozialunternehmen im weiteren Sinne und rund 1.700 Sozialunternehmen im engeren Sinne in Deutschland.</p>
<div id="attachment_12981" style="width: 555px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_20180516_162912_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-12981" class=" wp-image-12981" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_20180516_162912_2.jpg" alt="" width="545" height="409" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_20180516_162912_2.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_20180516_162912_2-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/06/Studienreise_soz_unternehmen_IMG_20180516_162912_2-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 545px) 100vw, 545px" /></a><p id="caption-attachment-12981" class="wp-caption-text">Im Sozialministerium des Landes Brandenburg informierte sich die Delegation über staatliche Fördermodelle für soziale Unternehmen.</p></div>
<p>Einen Eindruck von Sozialunternehmen abseits der Hauptstadt gewannen die 15 Gäste aus Belarus schließlich in Brandenburg an der Havel beim Besuch des Stadtteilcafés Miteinander, das den Stadtteil mit Angeboten zur sozialen Vernetzung attraktiver machen will. Im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Bundeslandes Brandenburg in Potsdam stellte Dr. Volker Offermann zudem spezielle Förderprogramme und Unterstützungsangebote des Landes vor. „Wir wollten einen Eindruck vermitteln vom breiten Spektrum, in dem soziale Unternehmen heute in Deutschland tätig sein können und auch deutlich machen, welche Rolle staatliche Förderinstrumente dabei spielen “, sagte Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin des IBB Dortmund. Neben Gehalts- und Investitionszuschüssen spielt dabei die Finanzierung von Beratungsangeboten eine zentrale Rolle. Denn damit erhält der Staat die Gewissheit, dass ein gefördertes Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich arbeitet und folglich die bewilligten Zuschüsse auch die gewünschte Wirkung erzielen.</p>
<p>Die Teilnehmer an der Studienreise hatten sich am Ende ein neues Bild gemacht vom sozialen Unternehmertum in Deutschland. Die Eindrücke dieser Studienfahrt werden beim Forum am 28. Juni 2018 im größeren Kreis vorgestellt und in weiteren Arbeitstreffen erörtert. Bis zum 4. Sozialen Forum in Minsk am 1. und 2. November 2018 sollen erste konkrete Vorschläge erarbeitet werden, mit welchen neuen rechtlichen Instrumenten der belarussische Staat soziale Unternehmen gezielter fördern könnte.</p>
<p>Das Beitragsfoto oben zeigt die Gruppe nach dem Besuch im Social Impact Lab am Donnerstag, 16. Mai 2018.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/foerderprogramm-belarus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über das Förderprogramm Belarus finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Geschichtswerkstatt Tschernobyl präsentiert innovative Ansätze zur Verbesserung der Bildungschancen von jungen Menschen mit Sehbehinderungen</title>
		<link>https://ibb-d.de/geschichtswerkstatt-tschernobyl-praesentiert-innovative-ansaetze-zur-verbesserung-der-bildungschancen-von-jungen-menschen-mit-sehbehinderungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2017 12:46:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Konzept, sechs inklusive Schulbücher, zwei Hörbücher und ein Audio-Navigationssystemfür Menschen mit Sehbehinderungen sind die  praktischen Ergebnisse des jetzt beendeten Projekts zur „Verbesserung der Bildungschancen von jungen Menschen mit Sehbehinderung“ in der Ukraine. Am Dienstag, 19. Dezember 2017, konnte das Projektteam um Ljubov Negatina, Leiterin der Geschichtswerkstatt Tschernobyl , die Ergebnisse bei der Abschlussveranstaltung in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Konzept, sechs inklusive Schulbücher, zwei Hörbücher und ein Audio-Navigationssystemfür Menschen mit Sehbehinderungen sind die  praktischen Ergebnisse des jetzt beendeten Projekts zur „Verbesserung der Bildungschancen von jungen Menschen mit Sehbehinderung“ in der Ukraine. Am Dienstag, 19. Dezember 2017, konnte das Projektteam um Ljubov Negatina, Leiterin der Geschichtswerkstatt Tschernobyl , die Ergebnisse bei der Abschlussveranstaltung in der Karasin-Universität in Charkiw präsentieren. „Unser Projekt kam genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin des IBB Dortmund, das das Projekt koordiniert. „Zum 1. September wurde inklusiver Schulunterricht in der Ukraine eingeführt, der dringend angewiesen ist auf inklusive Lernmaterialien.“</p>
<div id="attachment_11488" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Karasin-Uni-Charkiw_9349.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11488" class="wp-image-11488 size-full" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Karasin-Uni-Charkiw_9349-e1514016702877.jpg" alt="" width="1024" height="289" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Karasin-Uni-Charkiw_9349-e1514016702877.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Karasin-Uni-Charkiw_9349-e1514016702877-300x85.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Karasin-Uni-Charkiw_9349-e1514016702877-768x217.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><p id="caption-attachment-11488" class="wp-caption-text">Ein Blick ins Publikum in der Karasin-Universität.</p></div>
<p>Der Rektor der Karasin-Universität hatte die mehr als 50 Teilnehmer persönlich begrüßt und zeigte sich interessiert und aufgeschlossen, das Konzept Wirklichkeit werden zu lassen und die Uni-Bibliothek zu einem inklusiven Medienzentrum umzubauen. Nun soll die Idee in weitere Regionen getragen werden.</p>
<p>Bereits Ende März hatte das Projekt, gefördert durch <a href="https://www.auswaertiges-amt.de/de/" target="_blank" rel="noopener">das Auswärtige Amt der deutschen Bundesregierung</a>, in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw seine Arbeit aufgenommen. Eine Hospitation im bundesweiten Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung „blista“ in Marburg im September 2017 vermittelte einen Blick auf in Deutschland bewährte Methoden. Nur wenige Wochen später präsentierten die Akteure vor etwa 50 Teilnehmern in Charkiw vielfältige Ergebnisse:</p>
<p>Im Mittelpunkt steht das Konzept für inklusive Medienzentren, entwickelt vom Projektteam auf der Grundlage der Hospitation im Marburger Kompetenzzentrum.</p>
<p>Damit nicht genug: Vorgestellt wurden auch sechs neue Bücher für den Schulunterricht, darunter zwei Märchenbücher in englischer Sprache sowie <a href="https://ibb-d.de/geschichtswerkstatt-tschernobyl-praesentiert-einzigartiges-inklusives-buch/" target="_blank" rel="noopener">ein Buch über ukrainische Musikkultur im universalen Design</a>. Entstanden sind Bücher, die mit dem bekannten Layout für Sehende und zusätzlich Braille und Taktildruck für Sehbehinderte gut nutzbar sind – und sich damit hervorragend für inklusives Lernen eignen.</p>

<a href='https://ibb-d.de/elektronische_hilfen_fuer_sehbehinderte_9491/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Elektronische_Hilfen_fuer_Sehbehinderte_9491-1024x683.jpg" class="attachment-large size-large" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Elektronische_Hilfen_fuer_Sehbehinderte_9491.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Elektronische_Hilfen_fuer_Sehbehinderte_9491-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Elektronische_Hilfen_fuer_Sehbehinderte_9491-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/geschichtswerkstatt-tschernobyl-praesentiert-innovative-ansaetze-zur-verbesserung-der-bildungschancen-von-jungen-menschen-mit-sehbehinderungen/inklusive_medien_in_charkiw_9354/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Inklusive_Medien_in_Charkiw_9354-1024x683.jpg" class="attachment-large size-large" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Inklusive_Medien_in_Charkiw_9354.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Inklusive_Medien_in_Charkiw_9354-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Inklusive_Medien_in_Charkiw_9354-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<p>Erstmals in der Ukraine wurden Bücher mit Brailleschrift in einem festen Einband und einem integrierten Lesezeichen hergestellt. Bisher wurde Lesestoff üblicherweise in Spiralbindung angeboten, die von einem herkömmlichen &#8222;Buchgefühl&#8220; weit entfernt ist. Dies hatten sehbehinderte junge Menschen bei der Veranstaltung besonders dankbar hervorgehoben.</p>
<p>Dass die Bücher überhaupt produziert werden konnten, ist einem früheren Projekt zu verdanken, das durch <a href="https://www.aktion-mensch.de/" target="_blank" rel="noopener">die Aktion Mensch</a> gefördert worden war: Das soziale Unternehmen &#8222;Sozintel&#8220; war in diesem Rahmen durch die NRO &#8222;Prawo wybora&#8220;, die selbst ein Rehabilitationszentrum für junge Menschen mit Behinderungen betreibt, 2015 gegründet worden. Mit der Förderung durch das Auswärtige Amt wurde nun durch die Erarbeitung eines umfassenden Marketingkonzepts auch die Weiterentwicklung der Druckerei von „Sozintel“ ermöglicht.</p>
<p>Das Projektteam präsentierte außerdem zwei Hörbücher. Diese sind vom Studio &#8222;Media Gwara&#8220; produziert worden, das ebenfalls an der Hospitation in Marburg beteiligt war. Außerdem stellte das Team ein Audio-Navigationssystem und weitere elektronische Hilfsmittel vor, die Sehbehinderten die Orientierung im öffentlichen Raum erheblich erleichtern können.</p>
<p>Die Moderation der Abschlussveranstaltung in der Universität Karasin hatte Wolodymyr Noskow übernommen. Der blinde Journalist, hauptberuflich tätig bei Radio Svaboda, hatte auch an der Hospitation im Kompetenzzentrum „blista“ teilgenommen. Er hatte Anfang der 2000er Jahre an der Karasin-Universität studiert, als von inklusiver Bildung in der Ukraine noch keine Rede war und konnte im Projektverlauf wertvolle Erfahrungen beisteuern.</p>
<p><strong>Dank an Ehrenamtliche zum Abschluss des Projekts</strong></p>
<div id="attachment_11489" style="width: 270px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Lubov_Negatina_zeigt_neue_Medien_9350.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-11489" class="wp-image-11489" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Lubov_Negatina_zeigt_neue_Medien_9350.jpg" alt="" width="260" height="217" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Lubov_Negatina_zeigt_neue_Medien_9350.jpg 916w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Lubov_Negatina_zeigt_neue_Medien_9350-300x252.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/12/Lubov_Negatina_zeigt_neue_Medien_9350-768x644.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><p id="caption-attachment-11489" class="wp-caption-text">Ljubov Negatina (r.), Leiterin der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw, erklärte die Idee der inklusiven Medien.</p></div>
<p>Ein besonderer Dank galt den Ehrenamtlichen, die das Projekt mit großem Engagement begleitet hatten. So wurden die Freiwilligen ausgezeichnet, die an den Trainings zur Begleitung von sehbehinderten Studierenden im Studienalltag teilgenommen hatten.</p>
<p>Rund 50 Studierende, Dozenten und Vertreter von Partnerorganisationen hatten an der Abschlussveranstaltung teilgenommen. Vertreter von Elternorganisationen und sozialen Unternehmen aus Charkiw, Dnipro, Kiew und Riwne nutzten die Gelegenheit zum informellen Austausch und steuerten Erfahrungen rund um die Themen Rehabilitation, inklusive Bildung und der Beschäftigungsmöglichkeiten von Menschen mit Seh- und anderen Behinderungen bei.</p>
<p><strong>Arbeit soll möglichst 2018 weitergehen</strong></p>
<p>Die Arbeit soll möglichst gleich im neuen Jahr weitergehen: Das IBB Dortmund hat zusammen mit der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw und den beteiligten Partnerorganisationen ein Anschlussprojekt entwickelt, um auch in anderen Regionen inklusive Medienzentren aufzubauen.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/neues-ibb-projekt-in-charkiw-foerdert-inklusion/" target="_blank" rel="noopener">Einen Bericht zum Projektstart finden Sie hier. </a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-tschernobyl/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Arbeit der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Audio-Navi für Blinde besteht Praxistest am Tag des Weißen Stocks in Charkiw</title>
		<link>https://ibb-d.de/audio-navi-fuer-blinde-besteht-praxistest-am-tag-des-weissen-stocks-in-charkiw/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Oct 2017 12:10:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu einem ziemlich schwierigen Feldversuch startete eine Gruppe sehbehinderter und blinder Menschen am Tag des Weißen Stocks, am 15. Oktober 2017, in Charkiw in der Ukraine: Die Geschichtswerkstatt Tschernobyl hatte den Alltagstest organisiert. Er war ein weiterer Meilenstein des Projekts „Verbesserung der Ausbildungschancen von jungen Menschen mit Sehbehinderungen“, welches die Geschichtswerkstatt dank einer Förderung des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu einem ziemlich schwierigen Feldversuch startete eine Gruppe sehbehinderter und blinder Menschen am Tag des Weißen Stocks, am 15. Oktober 2017, in Charkiw in der Ukraine: Die Geschichtswerkstatt Tschernobyl hatte den Alltagstest organisiert. Er war ein weiterer Meilenstein des Projekts „Verbesserung der Ausbildungschancen von jungen Menschen mit Sehbehinderungen“, welches die Geschichtswerkstatt dank einer Förderung des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam mit dem IBB Dortmund umsetzt.</p>
<div id="attachment_10981" style="width: 515px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10981" class="wp-image-10981" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_3.jpg" alt="Dieses Foto zeigt einen Blick auf einen Smartphone-Bildschirm." width="505" height="336" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_3.jpg 800w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_3-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_3-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 505px) 100vw, 505px" /></a><p id="caption-attachment-10981" class="wp-caption-text">Einmal eingerichtet leitet die neue App Sehbehinderte und Blinde mit Signalen durch die Stadt. Alle Fotos: Geschichtswerkstatt Tschernobyl.</p></div>
<p>Erprobt wurde in diesem Test die Funktion einer neuen Navigations-App: Einmal installiert auf dem Smartphone der sehbehinderten oder blinden jungen Menschen, empfängt es spezielle Signaltöne und weist über deren Weitergabe dem Nutzer den Weg. Entwickelt wurde das Navi für Sehbehinderte von Ewgenij Artamonow von der Nationalen Luftfahrt-Universität in Kiew.</p>
<div id="attachment_10980" style="width: 262px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10980" class="wp-image-10980" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_2.jpg" alt="Dieses Foto zeigt zwei Helfer der Geschichtswerkstatt Tschernobyl  in Charkiw, die sich gerade mit Wegweisern und anderen Papieren beschäftigen. " width="252" height="168" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_2.jpg 320w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_2-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px" /></a><p id="caption-attachment-10980" class="wp-caption-text">Eine schwierige Route hatten die freiwilligen Helfer aus Charkiw zusammengestellt.</p></div>
<p>In Charkiw wurde die App einem umfassenden Praxistest unterzogen. Ziele und Einrichtungen in der Stadt wie Bushaltestellen und Geschäfte wurden entsprechend von Freiwilligen vorübergehend mit einem Audio-Signalgeber ausgestattet. Sechs Teams machten sich bei schwierigen Wetterverhältnissen auf einen nicht wirklich einfachen Weg, um sich mit Hilfe der App und der Tongeber in der Stadt zu orientieren. Unterwegs galt es, verschiedene Aufgaben zu lösen, um neue Standortkoordinaten zu erhalten. So mussten die Teilnehmer beispielsweise über ein Rätsel eine Telefonnummer ermitteln, über die sie anschließend die nächste Ortsanweisung erhielten. Doch keine Hürde war zu hoch: Am Ende haben alle sechs Teams ihr Ziel gefunden.</p>
<div id="attachment_10983" style="width: 330px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_5.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10983" class="wp-image-10983 size-full" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_5.jpg" alt="Dieses Foto zeigt die Gruppe von sehbehinderten und blinden Menschen, teilweise ausgerüstet mit einem weißen Stock, unterwegs beim Alltagstest der neuen App." width="320" height="213" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_5.jpg 320w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/10/Tag_des-weissen-stocks_5-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 320px) 100vw, 320px" /></a><p id="caption-attachment-10983" class="wp-caption-text">Sehbehinderte und blinde Menschen aus Charkiw beteiligten sich am ersten Praxistest der neuen Orientierungs-App.</p></div>
<p>Igor Kushnir, der den Alltagstest organisiert hatte, zog am Ende eine positive Bilanz: „Dieser Test ist für uns unvergesslich. Und wir sind den Charkiwer Freiwilligen sehr dankbar für ihr Engagement, denn ansonsten wäre dieser Test unmöglich gewesen!&#8220;</p>
<p>Die Ergebnisse des ersten Praxistests wurden schließlich in der Geschichtswerkstatt Tschernobyl besprochen am Runden Tisch. Dort wurden auch die zahlreichen Barrieren diskutiert, die den Alltag von Sehbehinderten und Blinden in Charkiw zurzeit noch sehr erschweren. Das Audio-Navi, davon waren alle Testpersonen und das Helferteam überzeugt, kann in jedem Falle ein wichtiges Hilfsmittel sein, indem es Sehbehinderte auf barrierefreien Wegen durch die Stadt lotst.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-tschernobyl/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Arbeit der Geschichtswerkstatt Tschernobyl in Charkiw finden Sie hier.</a></p>
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		<title>Dritter Netzwerkkongress Inklud:Mi: Ruf nach einer bundesweiten Vernetzung</title>
		<link>https://ibb-d.de/dritter-netzwerkkongress-inkludmi-ruf-nach-einer-bundesweiten-vernetzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jul 2017 09:14:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wir brauchen eine bundesweite Vernetzung und einen engen Austausch“, lautete der Ruf auf dem dritten Netzwerkkongress Inklud:Mi, zu dem das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund am Mittwoch, 5. Juli, ins Dietrich-Keuning-Haus in Dortmund eingeladen hatte. Die besonders schutzbedürftige Zielgruppe der Zugewanderten mit Behinderung werde an vielen Stellen im deutschen Hilfesystem noch immer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10346" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Netzwerkkongress_Inklud_Mi_s.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10346" class="wp-image-10346 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Netzwerkkongress_Inklud_Mi_s-300x204.jpg" alt="Podium des Netzwerkkongress Inkld:Mi Foto: Stephan Schütze" width="300" height="204" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Netzwerkkongress_Inklud_Mi_s-300x204.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Netzwerkkongress_Inklud_Mi_s-768x521.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Netzwerkkongress_Inklud_Mi_s.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-10346" class="wp-caption-text">Podium des Netzwerkkongress Inkld:Mi<br /> Foto: Stephan Schütze</p></div>
<p>„Wir brauchen eine bundesweite Vernetzung und einen engen Austausch“, lautete der Ruf auf dem dritten Netzwerkkongress Inklud:Mi, zu dem das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund am Mittwoch, 5. Juli, ins Dietrich-Keuning-Haus in Dortmund eingeladen hatte. Die besonders schutzbedürftige Zielgruppe der Zugewanderten mit Behinderung werde an vielen Stellen im deutschen Hilfesystem noch immer nicht mitgedacht. Spezielle Hilfsangebote und Best-Practice-Modelle müssten unter Fachkräften und Ehrenamtlichen besser bekannt gemacht werden.</p>
<p>„Die Arbeit mit der sehr heterogenen Gruppen der Zugewanderten mit Behinderungen oder psychischen Beeinträchtigungen erfordert eine besondere Sorgfalt, Zeit und ein differenziertes kultursensibles Hintergrundwissen“, zog Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e. V. am Ende des Kongresses Bilanz.</p>
<p>In seinem Grußwort ermutigte Michael Taranczewski, stellvertretender Vorsitzender des <a href="https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/internationales/integrationsrat/start_ir/index.html">Integrationsrates der Stadt Dortmund</a>, auch immer wieder politische Forderungen zu formulieren.  „Als Vorsitzender des Sozialausschusses kann ich nur betonen, dass Ratsmitglieder für aktuelle Informationen dankbar sind.“</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Dr_Susanne_Schwalgin_7723.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10344 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Dr_Susanne_Schwalgin_7723-300x194.jpg" alt="" width="300" height="194" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Dr_Susanne_Schwalgin_7723-300x194.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Dr_Susanne_Schwalgin_7723-768x497.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/Dr_Susanne_Schwalgin_7723.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Dr. Susanne Schwalgin von <a href="https://www.handicap-international.de/">Handicap International e.V.</a> in Berlin berichtete über eine aktuell noch laufende Bedarfsanalyse unter Zugewanderten in Berlin, Brandenburg und Bayern. „Was besonders alarmierend ist: Flüchtlinge mit einer Behinderung profitieren nicht von Integrationsangeboten.“ Geeignete und passende Unterstützungsangebote ließen sich häufig nur mit großem personellen Aufwand finden. „Wir können das aber nicht für jeden leisten.“</p>
<p>Dr. Schwalgin erkannte einen gewissen Fehler im System: Häufig würden Hilfen von der Diagnose her gedacht. Doch in vielen Fällen sei es zielführender, wenn die Betroffenen befragt würden: „Wo wünschen Sie sich Unterstützung?“ In vielen Fällen könne nämlich schon mit vergleichsweise geringem Aufwand schnell viel erreicht werden und einer kostspieligen Über- oder Falschversorgung vorgebeugt werden.</p>
<div id="attachment_10347" style="width: 255px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/cornelia_kaiser_kauczor_7814.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-10347" class="wp-image-10347 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/cornelia_kaiser_kauczor_7814-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/cornelia_kaiser_kauczor_7814-245x300.jpg 245w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2017/07/cornelia_kaiser_kauczor_7814.jpg 736w" sizes="auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px" /></a><p id="caption-attachment-10347" class="wp-caption-text">Cornelia Kaiser-Kauczor</p></div>
<p>Die Familientherapeutin <a href="http://www.praxis-kaiser-kauczor.de/">Cornelia Kaiser-Kauczor</a> aus Essen widmete sich besonders der Situation von Kindern und Jugendlichen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte und warb für eine kultursensible Differentialdiagnostik. „Sprachbarrieren, traumatische Fluchterfahrungen, fehlendes Vertrauen und falsche Vorinformationen über das deutsche Hilfssystem können die Kommunikation zwischen Zugewanderten und Fachkräften erschweren und zu Fehldiagnosen führen, die ganze Lebensläufe verändern“, so Kaiser-Kauczor. In der Praxis zeige sich häufig auch, dass Rechtsanwälte und Therapeuten, Mitarbeitende in Ausländerbehörden, Jugendämtern und Schulen sehr unterschiedliche Ziele verfolgten. Als Beispiel beschrieb sie den Fall eines fälschlicherweise als geistig behindert eingestuften Jungen. Ihr Fazit: „Wir brauchen Strukturen, die uns die Arbeit leichter machen.“</p>
<p>Best-Practice-Beispiele rückten in der Workshop-Arbeit am Nachmittag in den Mittelpunkt. <a href="http://www.lebenshilfe-dortmund.de/de/">Die Lebenshilfe e.V. </a>in Dortmund stellte ihre neue kultursensible Beratungsstelle vor. Seit April 2017 stehen mit Resmigul Acil und Nigary Aliyeva zwei Mitarbeiterinnen speziell für Fragen von Zugewanderten mit Behinderung oder psychischer Beeinträchtigung zur Verfügung. Di<a href="https://www.diakonie-michaelshoven.de/angebote/menschen-mit-behinderung/hilfen-fuer-gefluechtete-mit-behinderung/">e Diakonie Michaelshoven</a> bietet einmal wöchentlich so genannte Workshops für Sehbehinderte, Blinde und geistig behinderte Zugewanderte an. „Wir stehen dort einfach nur für Fragen bereit unter dem Motto: Was möchtet Ihr wissen?“, schilderte Wolfgang Buttschardt. Ziel sei es, Bedarfe zu ermitteln, um dann in einem nächsten Schritt Angebote zu entwickeln. Die wöchentlichen Workshops werden regelmäßig von zehn bis zwölf Personen besucht.</p>
<p>Auf die kaum beachtete Gruppe der gehörlosen Geflüchteten lenkte schließlich Christine Tschuschner, Flüchtlingsbeauftragte des Landesverbandes der Gehörlosen NRW, den Blick: „Gehörlose fühlen sich nicht als Behinderte, sondern sind stolz auf das, was sie erreicht haben“, sagte sie in Gebärdensprache. In den Notunterkünften seien die gehörlosen Zugewanderten häufig lange Zeit unauffällig und daher regelrecht unsichtbar. Der Landesverband NRW betreue im Rahmen des Projekts <a href="http://deaf-refugees.org/">„Deaf Refugees Welcome“</a> zurzeit 100 gehörlose Geflüchtete. Bundesweit seien 900 gehörlose Geflüchtete bekannt.</p>
<p>Integrationskurse für Hörende können Gehörlose jedoch nicht nutzen. Sie brauchen stattdessen spezielle Sprachkurse, wie sie die Sprachschule Heesch aus Düsseldorf an mehreren Standorten anbietet, die ihre Dienstleistung vorstellte. Besonders problematisch sei es für Analphabeten unter den Gehörlosen, die auch keine Gebärdensprache sprechen. „Ich kenne aus meiner Arbeit in den vergangenen drei Jahren etwa 20 bis 30 Anfragen von Gehörlosen, die nicht die Gebärdensprache beherrschen“, berichtete Katharina Volkmann von der Sprachschule. „Diese Menschen sind für unsere Kurse verloren! Da können wir dann auch nicht helfen.“</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2015/03/inkludMi_Button_061.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3664 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2015/03/inkludMi_Button_061.jpg" alt="" width="267" height="283" /></a>„Ziel unserer Netzwerktreffen ist es, vorhandene Hilfsangebote für die unterschiedlichen Bedarfe untereinander bekannt zu machen, Lücken im Hilfenetz zu erkennen und auch neue Angebote in möglichst breiter Kooperation zu entwickeln“, sagte Hildegard Azimi-Boedecker vom IBB e.V..  Genau diese Vernetzung war von den beiden Bundesbeauftragten für Behinderung bzw. Integration, Verena Bentele und Aydan Özoğuz, unlängst gefordert worden.</p>
<p>Die Dokumentation zum Netzwerkkongress lnklud:Mi finden Sie (in Kürze) <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/inkludmi/">hier.</a></p>
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		<title>Jetzt anmelden zur Fortbildung &#8222;Aufenthalt und Bleiberecht für Zugewanderte“</title>
		<link>https://ibb-d.de/jetzt-anmelden-zur-fortbildung-aufenthalt-und-bleiberecht-fuer-zugewanderte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2015 11:58:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsenenbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Projekt Inklud:Mi ist zwar ausgelaufen, doch die Arbeit im neu entstandenen Netzwerk der Behindertenhilfe, der Migrationsdienste und der Migranten-Organisationen im Großraum Dortmund geht weiter: Am 18. und 25. November 2015 bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks e. V. in Dortmund (IBB) in Kooperation mit dem Flüchtlingsbeauftragten der Stadt Dortmund eine Fortbildung zum Asyl- und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Projekt Inklud:Mi ist zwar ausgelaufen, doch die Arbeit im neu entstandenen Netzwerk der Behindertenhilfe, der Migrationsdienste und der Migranten-Organisationen im Großraum Dortmund geht weiter: Am 18. und 25. November 2015 bietet das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks e. V. in Dortmund (IBB) in Kooperation mit dem Flüchtlingsbeauftragten der Stadt Dortmund eine Fortbildung zum Asyl- und Aufenthaltsrecht an. Interessierte Haupt- und Ehrenamtliche können zwischen einem Vormittagstermin am 18. November von 9.30 bis 13 Uhr und einem Nachmittagstermin am 25. November von 13.30 bis 17 Uhr wählen.</p>
<p>Viele Erwachsene, Kinder und Jugendliche, die in diesen Tagen Zuflucht suchen in Deutschland, sind durch Kriegserfahrungen seelisch erkrankt. Nicht wenige tragen infolge ihrer Flucht körperliche Behinderungen davon, einige leiden unter akuten Krankheiten. Für die Beratung und Betreuung in der Behindertenhilfe, in Migrationsdiensten und Migranten-Selbstorganisationen ist es immer wieder von entscheidender Bedeutung, welchen Aufenthaltsstatus Flüchtlinge und Zugewanderte aus EU-Nachbarländern besitzen.</p>
<p>Frank Binder, Flüchtlingsbeauftragter der Stadt Dortmund, informiert deshalb praxisorientiert und kompetent über das Aufenthalts- und Bleiberecht und die Auswirkungen u.a. auf die Gesundheitsversorgung. Die Fortbildung behandelt besonders den rechtlichen Status von minderjährigen Flüchtlingen, Asylsuchenden, geduldeten Flüchtlingen und anderen Personengruppen. Dabei gibt sie auch einen Überblick über Neuerungen im Dublin-II-Abkommen sowie Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung des Sozialgesetzbuchs.</p>
<p>Die Teilnahme an dieser Fortbildung ist kostenlos. Die Zahl der Plätze ist auf jeweils 20 begrenzt. Interessenten können sich ab sofort anmelden. Veranstaltungsort ist die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW in Dortmund, Glückaufsegenstr. 60.</p>
<p>Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie <a class="download" title="Initiates file download" href="http://www.ibb-d.de/fileadmin/user_upload/pdf-2015/inkludMi_Fobi_Aufenthalt__Formular.pdf">hier</a>.</p>
<p>Zur Online-Anmeldung geht es <a class="internal-link" title="Opens internal link in current window" href="http://www.ibb-d.de/anmeldung_veranstaltungen.html">hier</a>.</p>
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