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	<title>Trostenez &#8211; IBB</title>
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	<description>Bildungs- und Begegnungswerk</description>
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		<title>Die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ ist bis zum 27. Juni 2023 in Erfurt zu sehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 May 2023 09:47:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ ist zum ersten Mal wieder ohne Corona-bedingte Einschränkungen an einem Lern- und Gedenkort zu sehen. Bis zum 27. Juni 2023 wird sie in Erfurt in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße gezeigt. Zur Eröffnung am Donnerstag, 27. April 2023, sprachen Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ ist zum ersten Mal wieder ohne Corona-bedingte Einschränkungen an einem Lern- und Gedenkort zu sehen. Bis zum 27. Juni 2023 wird sie in Erfurt in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße gezeigt.</p>
<p>Zur Eröffnung am Donnerstag, 27. April 2023, sprachen Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund, und Christian Werkmeister, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Ettersberg, die die Gedenkstätte Andreasstraße betreibt und die Sonderausstellung ermöglicht hat. „Die Entstehung einer identischen Ausstellung, die zeitgleich in Deutschland und Belarus gezeigt werden konnte, muss uns aus heutiger Sicht wie ein kleines Wunder erscheinen“, sagte Dr. Astrid Sahm in ihrer Ansprache. Malyj Trostenez, heute in einem Vorort von Minsk gelegen, war zwischen Frühjahr 1942 und Sommer 1944 die größte Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der besetzten Sowjetunion. Die sowjetische Untersuchungskommission schätzte die Opferzahl im August 1944 auf 206.500 Tote. Die Ausstellung ist das Ergebnis eines 2014 begonnenen deutsch-belarussischen Pilotprojekts, an dem Historikerinnen und Historiker aus Deutschland, Belarus und weiteren Ländern gearbeitet hatten. Diese Art der internationalen Zusammenarbeit sei heute kaum noch denkbar. Vor dem Hintergrund von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine stelle sich noch stärker als früher die Frage, was Lernen aus der Geschichte heißt.</p>
<p>„Als Internationales Bildungs- und Begegnungswerk setzen wir dabei auf den Ansatz der multiperspektivischen Erinnerung, der versucht zeitgebunden die Perspektiven unterschiedlicher Akteure nachvollziehen zu können und damit die Verabsolutierung einer Perspektive vermeidet, was stets konfliktverschärfend wirkt.“</p>
<div id="attachment_32645" style="width: 262px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/05/Ausstellung_Trostenez_Erfurt_20230427_192249-1-e1683107950223.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32645" class="wp-image-32645 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/05/Ausstellung_Trostenez_Erfurt_20230427_192249-1-e1683107950223-252x300.jpg" alt="Waldtraud Barton, Gründerin der Initiative IM-MER aus Wien, ergänzte beim ersten Rundgang durch die Ausstellung interessante Hintergrundinformationen. Fotos: IBB " width="252" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/05/Ausstellung_Trostenez_Erfurt_20230427_192249-1-e1683107950223-252x300.jpg 252w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/05/Ausstellung_Trostenez_Erfurt_20230427_192249-1-e1683107950223.jpg 768w" sizes="(max-width: 252px) 100vw, 252px" /></a><p id="caption-attachment-32645" class="wp-caption-text">Waltraud Barton, Gründerin der Initiative IM-MER aus Wien, ergänzte beim ersten Rundgang interessante Hintergrundinformationen. Fotos: IBB</p></div>
<p>Dr. Claudia Kuretsidis-Haider, wissenschaftliche Mitarbeiterin im <a href="https://www.doew.at/" target="_blank" rel="noopener">Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands</a> in Wien, führte anschließend in die Geschichte des Vernichtungsorts Trostenez ein. Sie hob hervor, wie wenige Jüdinnen und Juden die Deportationen aus Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Hamburg, Theresienstadt und Wien überlebten. Die Menschen, die 1942 aus Köln und Wien direkt nach Malyj Trostenez transportiert wurden, wurden ohne jegliche Einweisung in ein Ghetto oder Lager unmittelbar am Ankunftstag ermordet. Gleichwohl ist die Geschichte des Ghettos Minsk und des Vernichtungsorts Trostenez erst in jüngerer Vergangenheit in Westeuropa bekannter geworden. Dr. Kuretsidis-Haider gab auch einen Einblick in die juristische Aufarbeitung in Deutschland und Österreich in der Nachkriegszeit und zeigte, mit welch vergleichsweise geringen Strafen die Verbrechen geahndet wurden. Die Historikerin wurde begleitet von Waltraud Barton von der <a href="http://www.im-mer.at/" target="_blank" rel="noopener">Initiative IM-MER</a>, die sich in Österreich für die Erinnerung an die in Malyj Trostenez ermordeten österreichischen Jüdinnen und Juden engagiert. Gestützt auf ihre persönlichen Erfahrungen verdeutlichte sie beim anschließenden ersten Rundgang die besondere Bedeutung des Vernichtungsorts, an dem mehr Wiener Jüdinnen und Juden als in Ausschwitz ermordet wurden, für die österreichische Gesellschaft.</p>
<p>Amelie von Eulenburg, die seinerzeit als Mitarbeiterin der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas aktiv an der Erarbeitung der Ausstellung beteiligt war, beschrieb die Herausforderungen in der internationalen Kooperation: So wurde insbesondere mit den belarussischen Partnern um viele Formulierungen gerungen, da der offizielle belarussische Geschichtsdiskurs nicht immer mit den Diskursen und dem Forschungsstand in Deutschland vereinbar war. Es bedurfte daher zweijähriger intensiver Arbeit, bis das Ergebnis feststand. Die Wanderausstellung erzählt beispielhaft die Schicksale von sieben Opfern aus Belarus, Deutschland, Österreich und Tschechien, die im Wald von Blagowschtschina in der Nähe von Minsk einen grausamen Tod fanden.</p>
<p>Sie wurde nach ihrer Eröffnung in Hamburg im November 2016 und in Minsk im März 2017 an mehr als 30 Orten in Belarus, Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz gezeigt. Seit Dezember 2021 steht sie zudem unter <a href="http://www.trostenez.org">www.trostenez.org</a> als virtuelle Ausstellung zur Verfügung.</p>
<p>Die Ausstellung ist in Erfurt dienstags und donnerstags von 12 bis 20 Uhr, mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Andreasstraße 37a, in 99084 Erfurt.</p>
<p>Unser Foto oben zeigt einen Blick in den Ausstellungsraum in Erfurt.</p>
<p><strong>Die Träger der Ausstellung sind:</strong></p>
<ul>
<li>das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund),</li>
<li>die <a href="http://ibb-minsk.by/de">Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „ Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk)</a> und</li>
<li>die<a href="https://www.stiftung-denkmal.de/startseite.html"> Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas</a>.</li>
</ul>
<p>Möchten Sie die Ausstellung ebenfalls in Ihrer Stadt zeigen? Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf am besten per E-Mail an <a href="m&#97;&#105;&#x6c;&#x74;&#x6f;&#x3a;s&#97;&#104;&#109;&#x40;&#x69;&#x62;b-&#100;&#111;&#x2e;&#x64;&#x65;" target="_blank" rel="noopener">Dr. Astrid Sahm</a> oder <a href="ma&#105;&#108;&#116;&#111;&#x3a;&#x62;&#x72;&#x61;&#x75;n&#64;&#105;&#98;&#98;&#45;&#x64;&#x6f;&#x2e;&#x64;&#x65;" target="_blank" rel="noopener">Jannis Braun</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/">Weitere Informationen finden Sie hier.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Klasse 9a der Gesamtschule Haspe erkundet Wanderausstellung &#8222;Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung&#8220; in Dortmund</title>
		<link>https://ibb-d.de/klasse-9a-der-gesamtschule-haspe-erkundet-wanderausstellung-vernichtungsort-malyj-trostenez-geschichte-und-erinnerung-in-dortmund/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2022 18:17:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ist heute nicht der 18. März? Schaut mal, dieses Foto wurde genau heute vor 78 Jahren aufgenommen!“ Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Gesamtschule Haspe aus Hagen hatten am Freitag, 18. März 2022, genau hingeschaut auf die Tafeln der Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“. Bis Sonntag, 20. März 2022, wurde sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ist heute nicht der 18. März? Schaut mal, dieses Foto wurde genau heute vor 78 Jahren aufgenommen!“ Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Gesamtschule Haspe aus Hagen hatten am Freitag, 18. März 2022, genau hingeschaut auf die Tafeln der Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“. Bis Sonntag, 20. März 2022, wurde sie im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund gezeigt. Die Jugendlichen aus Hagen waren die letzte Schulklasse, die die Ausstellung in Dortmund als außerschulischen Unterrichtsort nutzen konnte.</p>
<p>Bei ihrem Projekttag im Rahmen einer mehrmonatigen Unterrichtsreihe zum Thema Nationalsozialismus beschäftigten sich die Jugendlichen intensiv mit den sieben geschilderten Biografien, die beispielhaft für die verschiedenen Opfergruppen aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der damaligen Sowjetunion stehen. Mindestens 60.000 Menschen wurden an diesem Ort, damals wenige Kilometer südlich von Minsk gelegen, in den Jahren 1942 bis 1944 ermordet &#8211; neben Juden auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene.</p>
<p>Zuvor hatten sich die Jugendlichen schon intensiver mit Zeitzeugenberichten beschäftigt. Doch von Malyj Trostenez, dem größten Vernichtungsort auf damals sowjetischem Boden, hatten sie bisher noch nichts gehört. Nun erfuhren sie, dass Deportationszüge unter anderem aus Düsseldorf und Köln zuletzt direkt nach Malyj Trostenez gerollt waren, um die Insassen dort zu ermorden.</p>
<div id="attachment_30466" style="width: 661px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Ausstellung-Trostenez-Do_1895-e1647887124175.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-30466" class=" wp-image-30466" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Ausstellung-Trostenez-Do_1895-e1647887124175.jpg" alt="" width="651" height="410" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Ausstellung-Trostenez-Do_1895-e1647887124175.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Ausstellung-Trostenez-Do_1895-e1647887124175-300x189.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Ausstellung-Trostenez-Do_1895-e1647887124175-768x484.jpg 768w" sizes="(max-width: 651px) 100vw, 651px" /></a><p id="caption-attachment-30466" class="wp-caption-text">Darija Fabijanic, Referentin für internationale historische Projekte in der IBB gGmbH Dortmund, weckte in ihrer Einführung die Neugier der Jugendlichen. Fotos: IBB Dortmund &#8211; Mechthild vom Büchel</p></div>
<p>Darija Fabijanic, Referentin für internationale historische Bildungsprojekte im IBB Dortmund (IBB gGmbH), hatte mit ihrer Einführung Fragen aufgeworfen und das Interesse der Jugendlichen geweckt. Die Rettung von 130 Schülerinnen und Schülern aus Köln durch ihren Schulleiter Erich Klibansky, der später selbst in Trostenez ermordet wurde, war so ein Anknüpfungspunkt an die Lebenserfahrung der 14- bis 16-Jährigen. Die österreichische Initiative IM-MER, mit gelben Schildern an Bäumen an die Ermordeten zu erinnern, ein anderer. So motiviert gingen die Jugendlichen in die Ausstellung, hörten die vertonten Berichte, schauten Videos, betrachteten Karten und lasen die Texte.</p>

<a href='https://ibb-d.de/trostenez-ausstellung-do_1969/'><img decoding="async" width="768" height="718" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1969-e1647889061745.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1969-e1647889061745.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1969-e1647889061745-300x280.jpg 300w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/trostenez-ausstellung-do_1965b/'><img loading="lazy" decoding="async" width="806" height="753" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1965b-e1647888755969.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1965b-e1647888755969.jpg 806w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1965b-e1647888755969-300x280.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1965b-e1647888755969-768x717.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 806px) 100vw, 806px" /></a>

<p>„Wir haben heute viele neue Wörter und Begriffe kennengelernt“, sagte ein Neuntklässler am Ende nachdenklich. Gaswagen. Enterdung. Minen. Diese Begriffe wollten erst einmal verstanden werden. Warum konnte man in einem Gaswagen nicht einfach die Türen von innen öffnen und dem sicheren Tod entkommen? Warum wurden die Massengräber in der so genannten Enterdungsaktion noch einmal geöffnet? Warum lagen hochempfindliche Sprengkörper im Boden? Und wie konnten Menschen planvoll so grausam handeln? Geschichtslehrerin Anke Georges musste viele Fragen beantworten und spannte auch einen Bogen zum Umgang miteinander an einer Schule mit Jugendlichen aus 60 Nationen. Gewalt sei keine Lösung. Krieg sorge immer auch für eine Verrohung und Entmenschlichung. „Immer, wenn ein Mensch einen Menschen tötet, tötet er die Menschlichkeit“, ergänzte einer ihrer Schüler.</p>
<div id="attachment_30491" style="width: 660px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do-e1647887076602.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-30491" class=" wp-image-30491" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do-e1647887076602.jpg" alt="" width="650" height="477" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do-e1647887076602.jpg 926w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do-e1647887076602-300x220.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do-e1647887076602-768x564.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px" /></a><p id="caption-attachment-30491" class="wp-caption-text">Spannender als ein Schulbuch: Bei ihrem Projekttag schauten die Schülerinnen und Schüler genau hin, deuteten und diskutierten die Informationen und machten sich viele Notizen.</p></div>
<p>Die Jugendlichen arbeiteten konzentriert, machten sich Notizen und waren sich am Ende einig: „Über diesen Vernichtungsort müssen mehr Menschen etwas erfahren!“ Sie wollen ihre Eindrücke in Vorträgen und Präsentationen in der Schule vermitteln und sich noch eingehender mit dem Nationalsozialismus beschäftigen – auch wenn dies schmerzhaft ist, wie jenes Foto, das auf den Tag genau 78 Jahre vor dem Ausstellungsbesuch der Jugendlichen im kleinen Dorf Osaritschi im heutigen Belarus aufgenommen worden war. Dort hatte die Wehrmacht auf ihrem Rückzug 1944 eines von insgesamt drei Notlagern errichtet, um Alte und Schwache sterben zu lassen. Das Foto, aufgenommen am 18. März 1944, zeigt die dreijährige Tanja, die auf schneebedecktem Boden neben ihrer toten Mutter kniet.</p>
<div id="attachment_30461" style="width: 663px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1973-e1647887237750.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-30461" class=" wp-image-30461" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1973-e1647887237750.jpg" alt="" width="653" height="369" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1973-e1647887237750.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1973-e1647887237750-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1973-e1647887237750-768x434.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 653px) 100vw, 653px" /></a><p id="caption-attachment-30461" class="wp-caption-text">Auswertungsrunde nach dem Ausstellungs-Besuch mit Geschichtslehrerin Anke Georges.</p></div>
<p>Am Sonntag, 20. März 2022, endete die Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund. Als virtuelle Ausstellung steht sie unter <a href="http://www.trostenez.org">www.trostenez.org</a> zur Verfügung. Wer die Ausstellung gern buchen möchte, kann sich am besten per E-Mail an <a href="m&#97;&#x69;&#x6c;&#x74;o&#58;&#x66;&#x61;&#x62;i&#106;&#x61;&#x6e;&#x69;c&#64;&#x69;&#x62;&#x62;-&#100;&#x6f;&#x2e;&#x64;e">Darija Fabijanic</a> wenden.</p>
<p><strong>Über den Vernichtungsort Tro</strong><strong>stenez:</strong><br />
Trostenez war der größte Vernichtungsort in Belarus während der deutschen Besatzungszeit von 1941 bis 1944. Zwischen 50.000 und 206.500 Menschen wurden dort getötet, verscharrt, später exhumiert und verbrannt. 1941 und 1942 wurden mehr als 22.000 Juden aus Berlin, Bonn, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Köln und Hamburg, sowie aus Theresienstadt und Wien nach Minsk und Trostenez deportiert. Sie hatten die Illusion, dass die nationalsozialistische Führung ihnen dort die Möglichkeit geben würde, eine neue Existenz aufzubauen. Die Namen wurden mit großer Genauigkeit in Listen verzeichnet. In Minsk angekommen wurde die Mehrzahl der Deportierten jedoch mit wenigen Ausnahmen sofort getötet.</p>
<div id="attachment_30476" style="width: 661px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1961.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-30476" class="wp-image-30476" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1961.jpg" alt="" width="651" height="488" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1961.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1961-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/03/Trostenez-Ausstellung-Do_1961-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 651px) 100vw, 651px" /></a><p id="caption-attachment-30476" class="wp-caption-text">Die Wanderausstellung &#8222;Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung&#8220; war bis zum 20. März 2022 in Dortmund im Museum für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen. Sie kann nun für neue Ausstellungsorte gebucht werden.</p></div>
<p><strong>Die Träger der Ausstellung sind:</strong></p>
<ul>
<li>das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund),</li>
<li>die <a href="http://ibb-minsk.by/de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „ Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk)</a> und</li>
<li>die<a href="https://www.stiftung-denkmal.de/startseite.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas</a>.</li>
</ul>
<p>Die zweisprachige Wanderausstellung (deutsch/ russisch) wurde <a href="https://ibb-d.de/hamburg-erinnert-an-wenig-bekannten-vernichtungsort-malyj-trostenez/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">am 8. November 2016 erstmals in Hamburg</a> eröffnet.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>IBB Dortmund präsentiert virtuelle Version der  Ausstellung  „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-dortmund-praesentiert-virtuelle-version-der-ausstellung-vernichtungsort-malyj-trostenez-geschichte-und-erinnerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Dec 2021 08:53:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[IBB "Johannes Rau"]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Rahmen einer Online-Veranstaltung zur Erinnerung an die ersten Deportationen aus Westeuropa nach Minsk vor 80 Jahren stellen das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB gGmbH) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden am Donnerstag 9. Dezember 2021, erstmals die virtuelle Version der Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ vor. Sie erzählt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen einer Online-Veranstaltung zur Erinnerung an die ersten Deportationen aus Westeuropa nach Minsk vor 80 Jahren stellen das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB gGmbH) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden am Donnerstag 9. Dezember 2021, erstmals die virtuelle Version der Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ vor. Sie erzählt die Geschichte des in Westeuropa immer noch wenig bekannten Vernichtungsortes Malyj Trostenez in sieben beispielhaft ausgewählten Biografien. Die deutsch-belarussische Wanderausstellung wurde bereits in mehr als 20 Städten in Deutschland, Belarus, Österreich, Tschechien und der Schweiz gezeigt.</p>
<p>„Mit der virtuellen Version möchten wir die Inhalte der Wanderausstellung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit in Belarus, Deutschland und anderen Ländern dauerhaft zugänglich machen“, sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin des IBB Dortmund. Die virtuelle Ausstellung wird in deutscher, englischer, belarussischer und russischer Sprache auf der aktuell im Aufbau befindlichen Website <a href="http://www.trostenez.org">www.trostenez.org</a> veröffentlicht.</p>
<p><strong>Über die Zukunft der Erinnerung</strong></p>
<p>Die Online-Veranstaltung am 9. Dezember 2021 widmet sich der Frage, wie eine transnationale Erinnerung an das Minsker Ghetto und den Vernichtungsort Malyj Trostenez gelingen kann. Welche Methoden und Darstellungsformen bieten sich zur Vermittlung im Bildungsbereich an? Und in welchem Spannungsfeld stehen digitalisierte Gewaltlandschaften und alternative digitale Formate wie zum Beispiel Games? Über Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Erinnerungsarbeit diskutieren Prof. Dr. Christoph Rass (Universität Osnabrück), Dr. Natalja Jazkewitsch (Museum des Großen Vaterländischen Krieges Minsk &#8211; tbc) und Iryna Kashtalian (Historikerin aus Minsk). Zudem kommen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu Wort. Moderiert wird die Veranstaltung von Sergej Nowikow. Gastgeber sind das IBB Dortmund, die IBB „Johannes Rau“ in Minsk, die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk und die<a href="https://www.stiftung-denkmal.de/" target="_blank" rel="noopener"> Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas</a> in Berlin. Interessierte können sich bis Dienstag, 7. Dezember 2021, online anmelden unter <a href="https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZUoduCqpzkjHNV5T7jwj1G4p6-1qBeY-K7A" target="_blank" rel="noopener">https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZUoduCqpzkjHNV5T7jwj1G4p6-1qBeY-K7A</a>. Die Veranstaltung wird simultan übersetzt.</p>
<p><strong>Erinnerung an den größten Vernichtungsort in Belarus</strong></p>
<p>Im November 2021 jähren sich die ersten Deportationen aus Westeuropa nach Minsk und die ersten Massenerschießungen im Minsker Ghetto zum 80. Mal. Am 20. Juli 1941 hatte die NS-Besatzung einen ganzen Stadtteil von Minsk abgesperrt und zunächst rund 100.000 Jüdinnen und Juden aus Minsk zwangsweise dorthin umgesiedelt. Am 8. November 1941 setzte sich ein erster Deportationszug aus Hamburg in Bewegung in Richtung Minsk. Weitere Deportationszüge aus Berlin, Bremen, Düsseldorf, Köln und Frankfurt folgten. Bis zur Auflösung des Minsker Ghettos am 23. Oktober 1943 folgten mehrere Massenvernichtungsaktionen. Nur wenige überlebten.</p>
<p>Ab 1942 wurden Deportationszüge direkt zum Vernichtungsort Malyj Trostenez geleitet. Dort wurden 1944 insgesamt 34 Massengräber entdeckt. Malyj Trostenez ist der größte Vernichtungsort auf damals sowjetischem Boden. Die Zahl der Opfer wird auf 60.000 bis 206.500 geschätzt.</p>
<p>Die Online-Veranstaltung und die neue Website <a href="http://www.trostenez.org">www.trostenez.org</a> werden gefördert durch das Auswärtige Amt.</p>
<p>#civilsocietycooperation</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/events/80-jahre-deportationen-aus-westeuropa-transnationale-erinnerung-an-das-minsker-ghetto-und-malyj-trostenez/" target="_blank" rel="noopener">Das detaillierte Programm der Veranstaltung finden Sie hier. </a></p>
<p>Unser Beitragsbild zeigt den Einladungsflyer zur Veranstaltung am Donnerstag, 9. Dezember 2021.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/80-Jahre-Deportationen-aus-Westeuropa-nach-Minsk-und-Malyj-Trostenez-P.jpg" target="_blank" rel="noopener">Unser Beitragsbild in druckfähiger Auflösung finden Sie zum Download hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/Malyj-Trostenez-IBB-Dortmund-Andrei-Shauliuha.png" target="_blank" rel="noopener">Ein Luftbild der Gedenkanlage am Wald von Blagowschtschina (IBB Dortmund &#8211; Andrei Shauliuha) in druckfähiger Auflösung finden Sie hier.</a> (Belegexemplar oder Link erwünscht.)</p>
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		<title>Ideen für eine zukunftsweisende Erinnerungskultur gesucht: Jetzt anmelden zur Online-Veranstaltung „Weit weg – nah dran? Far away – close by?“</title>
		<link>https://ibb-d.de/ideen-fuer-eine-zukunftsweisende-erinnerungskultur-gesucht-jetzt-anmelden-zur-online-veranstaltung-weit-weg-nah-dran-far-away-close-by/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Nov 2021 18:25:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[IBB "Johannes Rau"]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
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					<description><![CDATA[Um Ideen und Perspektiven für eine zukunftsweisende Erinnerungskultur geht es bei einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 24. November 2021 von 19 bis 21 Uhr: Gastgeber ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund (IBB Dortmund) und der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk. Im Mittelpunkt stehen die Eindrücke und Erfahrungen von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Um Ideen und Perspektiven für eine zukunftsweisende Erinnerungskultur geht es bei einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 24. November 2021 von 19 bis 21 Uhr: Gastgeber ist die KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund (IBB Dortmund) und der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk.</p>
<p>Im Mittelpunkt stehen die Eindrücke und Erfahrungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die im Rahmen verschiedener internationaler Workshops an Zielorte nationalsozialistischer Deportationen nach Polen, Belarus, Lettland und Tschechien gereist sind.</p>
<p>Die Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer haben diese Orte unter anderem im transnationalen historischen Lernprojekt des IBB Dortmund besucht. Johanna Schmied, eine der Teilnehmenden am IBB-Geschichtsprojekt, wird die Beiträge der Jugendlichen moderieren. IBB-Referentin Darija Fabijanic wird die Teilnehmenden begrüßen. Durch die Veranstaltung führt Sarah Grandke von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.</p>
<p>In der Online-Veranstaltung geht es um folgende Fragen:</p>
<ul>
<li>Welche Bedeutung hat die NS-Vergangenheit für die Jugendlichen trotz zeitlicher Distanz?</li>
<li>Wie haben sie sich dem historischen Geschehen angenähert?</li>
<li>Was veränderte sich für die jungen Leute mit dem Besuch?</li>
</ul>
<p>Die Veranstaltung wird in deutscher und englischer Sprache angeboten mit Übersetzung. Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung werden kurz vor dem Termin per E-Mail versandt.</p>
<p><a href="https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/anmeldung/?tx_kzgngcalregister_register%5Baction%5D=new&amp;tx_kzgngcalregister_register%5Bcontroller%5D=Registration&amp;tx_kzgngcalregister_register%5Bevent%5D=2150&amp;cHash=9c808d3a4d5915d6ea0135d611fd4658">Die Anmeldung erfolgt über diesen Link.</a></p>
<p>Unser Foto oben zeigt den Wald von Blagowschtschina am Gedenkort Malyj Trostenez in Belarus. (Archiv-Foto)</p>
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		<title>Internationale Studienreise zu Malyj Trostenez führte nach Wien, Bonn und Köln</title>
		<link>https://ibb-d.de/internationale-studienreise-zu-malyj-trostenez-fuehrte-nach-wien-bonn-und-koeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2021 09:40:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie durften einen Blick werfen in die Schatzkammer des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, führten Zeitzeugengespräche mit den Holocaust-Überlebenden Kurt Marx und Felix Lipski und wurden spontan in Wien für eine US-amerikanische Dokumentation interviewt: Aus ihrer intensiven zwölftägigen Studienfahrt nach Wien, Bonn und Köln im Rahmen des transnationalen historischen Lernprojekts zum Vernichtungsort Malyj Trostenez zogen die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie durften einen Blick werfen in die Schatzkammer des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, führten Zeitzeugengespräche mit den Holocaust-Überlebenden Kurt Marx und Felix Lipski und wurden spontan in Wien für eine US-amerikanische Dokumentation interviewt: Aus ihrer intensiven zwölftägigen Studienfahrt nach Wien, Bonn und Köln im Rahmen des transnationalen historischen Lernprojekts zum Vernichtungsort Malyj Trostenez zogen die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Belarus, Deutschland und Österreich vor allem eine Erkenntnis: Erinnerungskultur ist nicht ein fertiges Ergebnis, sondern ein laufender Prozess. Oft angetrieben vom Engagement von Privatpersonen und kleinerer Initiativen entstehen häufig erst vergleichsweise spät nachhaltige Strukturen zur dauerhaften Erinnerung historischer Ereignisse, die nicht in Vergessenheit geraten sollen.</p>
<div id="attachment_29672" style="width: 611px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29672" class="wp-image-29672" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg" alt="Unser Foto zeigt die Gruppe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am transnationalen Lernprojekt zum Thema Malyj Trostenez. " width="601" height="401" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a><p id="caption-attachment-29672" class="wp-caption-text">In Wien, Bonn und Köln gewann die Gruppe interessante Einblicke und genoss den persönlichen Austausch. Fotos: Yana Bondar</p></div>
<p>Das transnationale Geschichtsprojekt des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ wird vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB gGmbH) und der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk koordiniert. Projektpartner sind das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, <a href="https://www.jewishmuseum.cz/en/info/visit/" target="_blank" rel="noopener">das Jüdische Museum Prag</a>, die <a href="https://gedenkstaette.bonn.de/" target="_blank" rel="noopener">Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn</a> und <a href="https://www.jawne.de/" target="_blank" rel="noopener">der Lern- und Gedenkort Jawne</a> in Köln.</p>
<p>Das 14 Monate dauernde Geschichtsprojekt wird gefördert von der <a href="https://www.stiftung-evz.de/start.html" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft</a> aus Mitteln des Auswärtigen Amts.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erste-studienreise-im-transnationalen-projekt-zu-malyj-trostenez-macht-deutlich-privates-engagement-ist-haeufig-ein-starker-antrieb-fuer-eine-lebendige-erinnerungskultur/">Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Jugend erinnert“: Junge Erwachsene aus drei Ländern arbeiten an der Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez in Wien, Köln und Bonn</title>
		<link>https://ibb-d.de/jugend-erinnert-junge-erwachsene-aus-drei-laendern-arbeiten-an-der-geschichte-des-vernichtungsortes-malyj-trostenez-in-wien-koeln-und-bonn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2021 06:17:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[IBB "Johannes Rau"]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
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					<description><![CDATA[In Wien, Köln und Bonn verfolgen 16 junge Erwachsene aus Deutschland, Österreich und Belarus vom 17. bis 29. September 2021 ein ehrgeiziges Ziel: In internationaler Zusammenarbeit wollen sie neue Formate entwickeln, die die in Westeuropa noch immer wenig bekannte Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez in Belarus stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen. Bis März 2022 sollen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Wien, Köln und Bonn verfolgen 16 junge Erwachsene aus Deutschland, Österreich und Belarus vom 17. bis 29. September 2021 ein ehrgeiziges Ziel: In internationaler Zusammenarbeit wollen sie neue Formate entwickeln, die die in Westeuropa noch immer wenig bekannte Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez in Belarus stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen. Bis März 2022 sollen Podcasts entstehen und Public Events konzipiert werden.</p>
<p>Die Auftaktkonferenz im Januar 2021 und weitere Workshops mussten coronabedingt in den virtuellen Raum verlegt werden.  In jeweils trinationalen Gruppen hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits an Biografien gearbeitet und Lebenswege nachvollzogen.</p>
<p>Am Freitag, 17. September 2021, trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun zum ersten Mal persönlich. An Lernorten der Geschichte in Wien, Köln und Bonn werden sie Fachleute und Akteure der Erinnerungskultur treffen und mit Kurt Marx und Felix Lipski auch sogar zwei Zeitzeugen des Holocaust befragen können.</p>
<p>In Wien stehen die Besichtigung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands, des Hauses der österreichischen Geschichte und des ehemaligen Deportationsbahnhofs auf dem Programm. Inhaltlich geht es unter anderem um den sensiblen Umgang mit Quellen und Daten. Nach der gemeinsamen Weiterfahrt nach Köln stehen dort ein Besuch des NS-Dokumentationszentrums sowie der Bonner NS-Gedenkstätte und des ehemaligen Ghettolagers Bonn-Endenich auf dem Programm. Bei der Betrachtung der Video-Installation von Boaz Kaizman und bei einem Vortrag geht es außerdem um jüdisches Leben in Deutschland heute.</p>
<p>Aus Wien, Köln, Bonn und vielen weiteren Städten wurden in den Jahren 1942 bis 1944 Jüdinnen und Juden nach Minsk deportiert und in Malyj Trostenez ermordet. Malyj Trostenez war der größte Vernichtungsort auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion während der deutschen Besatzungszeit von 1941 bis 1944. Zwischen 50.000 und 206.500 Menschen wurden dort getötet, verscharrt, später exhumiert und verbrannt.</p>
<p>Das Geschichtsprojekt „Jugend erinnert“ wird vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB gGmbH) und der <a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-minsk-2/" target="_blank" rel="noopener">Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin&#8220; Minsk </a>koordiniert. Projektpartner sind das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, das Jüdische Museum Prag, der Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn e.V. und der Lern- und Gedenkort Jawne in Köln.</p>
<p>Das 14 Monate dauernde Geschichtsprojekt wird gefördert von der <a href="https://www.stiftung-evz.de/start.html" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft</a> mit Mitteln des Auswärtigen Amts.</p>
<p><strong>#JUGENDerinnert #YOUNGPEOPLEremember</strong></p>
<p>Foto oben: Im Wald von Blagowschtschina erinnnern heute stilisierte Massengräber an die Mordstätte.  Foto: IBB &#8222;Johannes Rau&#8220; Minsk</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über den Vernichtungsort Malyj Trostenez finden Sie hier. </a></p>
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		<item>
		<title>IBB Dortmund erinnert mit einem Zeitzeugen-Video an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren und die Folgen in Belarus</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-dortmund-erinnert-mit-einem-zeitzeugen-video-an-den-deutschen-ueberfall-auf-die-sowjetunion-vor-80-jahren-und-die-folgen-in-belarus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2021 08:24:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie erinnern sich bis heute noch sehr gut an die Ereignisse jener Tage in ihrer Kindheit. Als die Deutschen ihr Heimatdorf überfielen, war Alexandra Borissowa gerade erst fünf Jahre alt. Als Jakob Krawtschinski mit seiner Mutter ins Minsker Ghetto gesperrt wurde, war er erst acht. Ihre Erinnerungen stehen im Mittelpunkt eines Videos, das das Internationale [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/hKQVhZFABvU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
Sie erinnern sich bis heute noch sehr gut an die Ereignisse jener Tage in ihrer Kindheit. Als die Deutschen ihr Heimatdorf überfielen, war Alexandra Borissowa gerade erst fünf Jahre alt. Als Jakob Krawtschinski mit seiner Mutter ins Minsker Ghetto gesperrt wurde, war er erst acht. Ihre Erinnerungen stehen im Mittelpunkt eines Videos, das das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH Dortmund zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion veröffentlicht.</p>
<p>Die beiden Überlebenden von Krieg und Holocaust berichten, wie sie als Kinder in Belarus von einer Minute zur anderen Opfer des Krieges wurden: Alexandra Borissowa erinnert sich noch deutlich, wie die Bewaffneten das Dorf im Gebiet Witebsk einnahmen, die Häuser in Brand steckten und nach und nach Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn ermordeten. Sie selbst wurde nach Auschwitz und Majdanek verschleppt, wo Menschen in weißen Kitteln ihr Spritzen verabreichten. Jakob Krawtschinski beobachtete mit Kinderaugen, wie Juden in Kolonnen durch Minsk getrieben wurden zu den verschiedenen Vernichtungsorten, über die im Ghetto hinter vorgehaltener Hand erzählt wurde. Er sah, wie die Besatzer Granaten in die Keller leerstehender Häuser warfen, „weil sich dort ja noch jemand aufhalten könnte“. Sein kleiner Bruder, im Ghetto geboren, starb während eines der grausamen Pogrome im Ghetto. Er wurde nur ein Jahr alt.</p>
<p>Ihre Berichte stehen stellvertretend für die belarussische Erinnerung an den grausamen Vernichtungskrieg, der mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann. Belarus lag im Epizentrum des von der NS-Führung so genannten Unternehmens Barbarossa. Nach drei Jahren Krieg und Besatzung war das Land nahezu vollständig zerstört. Im Verhältnis zur Bevölkerungszahl hatte Belarus die höchsten Verluste unter den Unionsrepubliken zu beklagen. Jede Familie trauerte um Angehörige.</p>
<blockquote><p>„Dass nach allem, was geschehen ist, Deutsche heute von den Menschen in Belarus, in der Ukraine oder Russland – gerade an diesen Orten – gastfreundlich empfangen werden, dass sie willkommen sind, dass man ihnen warmherzig begegnet – das ist nicht weniger als ein Wunder.“<br />
<a href="https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2021/06/210618-D-Russ-Museum-Karlshorst.html" target="_blank" rel="noopener">Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 18.06.2021</a></p></blockquote>
<p>„In Deutschland ist vielen Menschen immer noch nicht bewusst, wie unendlich viel Leid Krieg und Besatzung gerade in Belarus verursacht haben“, sagt Rainer Schlief, Vorsitzender des IBB e.V. in Dortmund. Die Erinnerungen an den grauenvollen Krieg, an die systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung und an zahllose Kriegsverbrechen gegenüber der Zivilbevölkerung und den Kriegsgefangenen seien in der belarussischen Gesellschaft bis heute gegenwärtig. Die multiperspektivische Sicht auf die Vergangenheit und der internationale Austausch über die Lehren aus der Geschichte sind dem IBB seit seiner Gründung ein zentrales Anliegen.</p>
<p>Der 50. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion war nicht von ungefähr zum symbolträchtigen Datum für die Grundsteinlegung für die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte in Minsk gewählt worden. <a href="https://ibb-d.de/22-juni-2021-30-jahre-nach-der-grundsteinlegung-der-ibb-minsk/" target="_blank" rel="noopener">Über 400 Menschen fuhren damals aus Deutschland mit einem Sonderzug nach Minsk, wie sich der Mitbegründer des IBB e.V. und langjährige Geschäftsführer der IBB gGmbH Peter Junge-Wentrup erinnert.</a> Am 22. Juni 1991, kurz nach der Öffnung des so genannten Eisernen Vorhangs, begann die Arbeit am ersten deutsch-belarussischen Gemeinschaftsunternehmen, das sich am Vorbild der Evangelischen Akademien in Deutschland orientierte und eine neue Phase der Versöhnung und Verständigung markieren sollte. Getragen wird sie vom IBB Dortmund und belarussischen Partnern gemeinsam. „Die IBB „Johannes Rau“ in Minsk ist heute ein Ort der Versöhnung, an dem die schrecklichen Wunden der jüngsten Vergangenheit heilen können“, hatte Matthias Tümpel, früherer Vorsitzender des IBB e.V., aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der IBB Minsk gesagt.</p>
<p>In deutsch-belarussischer Kooperation konzipieren die IBB „Johannes Rau“ und das IBB Dortmund heute gemeinsam internationale Projekte zu einer europäischen Erinnerungskultur. Die digitale Plattform <a href="https://about-history.info/en/" target="_blank" rel="noopener">www.about-history.info/en</a> erleichtert den Zugang zu Geschichtsinitiativen und innovativen historischen Projekten mit Osteuropa-Bezug. Das <a href="https://zeitzeugenarchiv.gwminsk.by/de/" target="_blank" rel="noopener">digitale Zeitzeugenarchiv der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“</a> macht Lebensgeschichten von unterschiedlichen Opfergruppen auf Deutsch und Russisch zugänglich. Hierzu zählen belarussische Ghetto- und KZ-Häftlinge, Partisanen, Kriegsgefangene und Zwangsarbeitende, aber auch aus Deutschland, Österreich und Tschechien nach Minsk und Malyj Trostenez deportierte Juden. Zahlreiche Einzelschicksale sind zudem in den didaktischen Handreichungen der Geschichtswerkstatt für die pädagogische Arbeit aufgearbeitet. Konferenzen und Seminare bringen Geschichtsinteressierte, Historikerinnen und Historikern aus der Ukraine, Polen, Russland, Belarus und Deutschland zusammen. Denn: „Die Sicht der anderen auf die Geschichte zu kennen, wird zunehmend wichtig in Zeiten, da die Spannungen zwischen Ost und West wieder zunehmen und Geschichte für unterschiedliche Zwecke instrumentalisiert wird“, umreißt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH den aktuellen Ansatz der IBB-Arbeit.</p>
<p>Ursprünglich war zum 80. Jahrestag eine internationale, <a href="https://ibb-d.de/digitale-gedenkveranstaltung-80-jahre-ueberfall-auf-die-sowjetunion-und-die-folgen-fuer-belarus/" target="_blank" rel="noopener">digitale Diskussionsveranstaltung</a> geplant, die kurzfristig abgesagt werden musste. Weiter in Planung ist jedoch die Veranstaltung zum 80. Jahrestag der Errichtung des Minsker Ghettos am 20. Juli. Zudem laufen die Vorarbeiten für die neue Dauerausstellung der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk, in deren Kontext auch das Video mit den beiden Zeitzeugen entstanden ist. Das Schicksal eines weiteren Zeitzeugen der Geschichtswerkstatt, des inzwischen verstorbenen ehemaligen Kriegsgefangenen Boris Popow, stand im Mittelpunkt der Rede, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Freitag im Museum Karlshorst hielt . Gemeinsam mit Alexandra Borissowa, Jakob Krawtschinski und vier weiteren Zeitzeugen war Popow im März 2020 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.</p>
<p>Steinmeier war 2018 auch als erster Bundespräsident nach Belarus gereist, um an der Eröffnung der Gedenkanlage im Wald von Blagowschtschina am ehemaligen Vernichtungsort Malyj Trostenez teilzunehmen, für deren Errichtung sich das IBB Dortmund mit Partnern aus Belarus und Deutschland jahrelang engagiert hatte. Die Mitarbeitenden der IBB „Johannes Rau“ in Minsk und der Repräsentanz des IBB Dortmund in Minsk werden daher am 22. Juni auch den heutigen Erinnerungsort Trostenez besuchen und außerdem Blumen am Denkmal für die bei der Einnahme von Minsk durch die Wehrmacht gefallenen Rotarmisten, das in der Nähe des Bildungszentrums liegt, Blumen niederlegen.</p>
<p>Auch wenn die Erinnerung an die Ereignisse vor 80 Jahren so schmerzvoll ist, wie das zum Jahrestag veröffentlichte Video vor Augen führt: Das Ziel bleibt ein Lernen aus der Geschichte für eine gemeinsame Zukunft in Europa.</p>

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<a href='https://ibb-d.de/sdr-3/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/06/kranzniederlegung-220621_3-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/06/kranzniederlegung-220621_3-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/06/kranzniederlegung-220621_3-768x434.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/06/kranzniederlegung-220621_3.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>Den Zeitzeugenbericht finden Sie im <a href="https://www.youtube.com/user/IBBDortmund" target="_blank" rel="noopener">Youtube-Kanal des IBB Dortmund</a> und in russischer Sprache im <a href="https://www.youtube.com/channel/UCNLI-wXpgWQK7BC6UqFpb-w" target="_blank" rel="noopener">Youtube-Kanal der Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/homepage/die-ibb-in-minsk/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Arbeit der IBB &#8222;Johannes Rau&#8220; Minsk finden Sie hier. </a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über die Initiative für den Erinnerungsort Trostenez finden Sie hier. </a></p>
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		<title>IBB Dortmund veröffentlicht virtuelle Exkursion zum Vernichtungsort Trostenez zum internationalen Holocaust-Gedenktag</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-dortmund-veroeffentlicht-virtuelle-exkursion-zum-vernichtungsort-trostenez-zum-internationalen-holocaust-gedenktag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2021 08:23:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[IBB "Johannes Rau"]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar veröffentlicht das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund eine virtuelle Exkursion zum Vernichtungsort Malyj Trostenez in Belarus. Dr. Aliaksandr Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk, erläutert in dem Video die weitläufige Erinnerungslandschaft am Rande von Minsk. Dort wurden vom Frühjahr 1942 bis Oktober 1943 mindestens 60.000 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar veröffentlicht das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund eine virtuelle Exkursion zum Vernichtungsort Malyj Trostenez in Belarus. Dr. Aliaksandr Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk, erläutert in dem Video die weitläufige Erinnerungslandschaft am Rande von Minsk. Dort wurden vom Frühjahr 1942 bis Oktober 1943 mindestens 60.000 Menschen aus dem damals von Deutschen besetzten Teil der Sowjetunion und Westeuropa ermordet. Das 22 Minuten lange Video gibt einen Überblick über die während der Besatzung an diesem Ort begangenen Verbrechen und die Entwicklung der Erinnerungskultur nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/rjdLTIBEJuE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen">&amp;loop=1</iframe></p>
<blockquote><p>„Das Video zeigt die vielschichtigen Dimensionen dieses gesamteuropäischen Vernichtungsortes und lädt zu einer multiperspektivischen Auseinandersetzung mit Erinnerung ein“,</p></blockquote>
<p>sagt Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH in Dortmund, die die Produktion begleitet hat und Bildungsangebote zum Lernort Trostenez entwickelt.</p>
<p>Mit Luftaufnahmen und historischen Fotos beschreibt der Historiker Aliaksandr Dalhouski auf dem heute zur Gedenklandschaft gestalteten Gelände anschaulich, dass der Vernichtungsort aus einer Erschießungsstätte im Wald von Blagowschtschina, einem Zwangsarbeitslager und der Leichenverbrennungsanlage Schaschkowka bestand. Partisanen, Kriegsgefangene und Juden aus Belarus und anderen Teilen der Sowjetunion, aber auch mehr als 23.000 deportierte Jüdinnen und Juden aus Deutschland, Österreich und Tschechien wurden teilweise sofort nach ihrer Ankunft im Wald von Blagowschtschina erschossen, in Massengräbern begraben, später exhumiert und zur Beseitigung aller Spuren verbrannt. Die Opferzahlen können heute nur geschätzt werden, belaufen sich aber auf mindestens 60.000 Menschen. Damit ist Malyj Trostenez einer der größten Vernichtungsorte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.</p>
<p>Aliaksandr Dalhouski schildert auf der virtuellen Exkursion, wie sich die Erinnerung an den in Westeuropa lange unbekannten Orte entwickelt hat, wie in Belarus zunächst kleine Gedenksteine aufgestellt wurden, die dem Ausmaß der Vernichtung kaum gerecht wurden und die historischen Ereignisse fast in Vergessenheit gerieten und wie ab 2009 die Erinnerung individualisiert wurde unter anderem durch die Bürgerinitiative IM-MER aus Österreich im „Wald der Namen“. Seit 2012 hatte sich das IBB Dortmund mit einer Spendenaktion für den Bau der Gedenkanlage eingesetzt. 2018 konnte das Denkmal „Der Weg des Todes“ mit Hilfe weiterer Fördermittel des Auswärtigen Amts und des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge eröffnet werden.</p>
<p>Heute ermöglichen beide Projekte ebenso wie das österreichische Denkmal „Massiv der Namen“ einen emotionalen Zugang zu diesem europäischen Erinnerungsort. Aliaksandr Dalhouski schildert aber auch die Bedenken der Angehörigen von belarussischen Opfern, die in Sorge waren, dass ihre Erinnerung verdrängt werden könnte, denn von Opfern aus der ehemaligen Sowjetunion sind nur vergleichsweise wenige Namen bekannt. Inzwischen finden sich im „Wald der Namen“ aber auch Schilder zur Erinnerung an belarussische Opfer, die Jugendliche aus einer Schule in der Nachbarschaft an den Bäumen angebracht haben. Sie zeigen, dass die Erinnerung eines Menschen nicht die Erinnerung eines anderen verdrängt und die Gedenklandschaft zu einem europäischen Erinnerungsort wird.</p>
<p>Aliaksandr Dalhouski benennt auch Bedarfe für die Zukunft. Vor allem fehlt noch ein Informationszentrum: „Ich glaube, dass dieser Ort eine große Rolle bei der Bildung junger Menschen spielen kann“, sagt er. Denn: „Hier kann man nachvollziehen, wie Gewalt entsteht, wie es zur Radikalisierung der Gewalt kommt und wie schwierig die Aufarbeitung ist und wie schwer die Erinnerung daran fällt.“</p>
<p>Das Video, realisiert von Aliaksandr Dalhouski, Yuliya Kotskaya und Andrei Shauliuha, entstand in Kooperation vom IBB Dortmund (IBB gGmbH), der IBB „Johannes Rau“ Minsk und der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk mit einer Förderung des Auswärtigen Amtes.</p>
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		<title>Auftakt des neuen Projekts „Jugend erinnert“: Jugendliche erzählen Geschichte des Vernichtungsortes  Malyj Trostenez in Podcasts und Events</title>
		<link>https://ibb-d.de/auftakt-des-neuen-projekts-jugend-erinnert-jugendliche-erzaehlen-geschichte-des-vernichtungsortes-malyj-trostenez-in-podcasts-und-events/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jan 2021 12:44:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichtswerkstatt Leonid Lewin Minsk]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie kommen aus Aachen und Wien, Minsk, Münster und vielen weiteren Städten und arbeiten in den kommenden 14 Monaten eng zusammen an einem gemeinsamen Ziel: In Podcasts und öffentlichen Veranstaltungen soll die Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez neu erzählt und einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Am Dienstag, 12. Januar 2021, trafen sich die 18 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie kommen aus Aachen und Wien, Minsk, Münster und vielen weiteren Städten und arbeiten in den kommenden 14 Monaten eng zusammen an einem gemeinsamen Ziel: In Podcasts und öffentlichen Veranstaltungen soll die Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez neu erzählt und einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Am Dienstag, 12. Januar 2021, trafen sich die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Geschichtsprojekt „Jugend erinnert“ – gefördert von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) und vom Auswärtigen Amt – zur virtuellen Auftaktkonferenz.</p>
<p>Darija Fabijanic, Referentin für internationale Bildungsprojekte in der IBB gGmbH, und Dr. Aliaksandr Dalhouski, stellvertretender Leiter der Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk, begrüßten die Teilnehmenden und stellten auch gleich die Projektbeteiligten vor: Astrid Mehmel, Leiterin der städtischen Gedenkstätte Bonn, und ihre Mitarbeitenden Lioba Niederhoff und Klaus Schlotterose, Ursula Reuter und Adrian Stellmacher vom Lern- und Gedenkort Jawne in Köln, sowie Christine Schindler und Claudia Kuretsidis vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands in Wien. Sie alle werden ihre Archive für die Projektteilnehmenden öffnen und die Recherchen unterstützen. Denn die jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 27 Jahren werden sich in internationaler Zusammenarbeit eingehend mit Biografien von Opfern und Tätern beschäftigen und die Ergebnisse ihrer Arbeit in verschiedenen Erzählformaten bekannt machen.</p>
<p>In zwei Online-Workshops werden die Teilnehmenden alles Wissenswerte zu Public History Events und Podcasts erfahren und &#8211; soweit es angesichts der Corona-Pandemie eben möglich ist – zu Präsenz-Workshops nach Köln und/Bonn, Wien und Minsk reisen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/5Mg3j9lGQJM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Den Vernichtungsort Malyj Trostenez in Belarus lernten die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer am Dienstag erstmals bei einer virtuellen Führung kennen, die die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk im Januar 2021 veröffentlicht hat. Mit Hilfe von Luftaufnahmen und historischen Fotos stellt Dr. Aliaksandr Dalhouski in der 20 Minuten langen Kurz-Dokumentation den weiträumigen Gedenkort an der Stadtgrenze von Minsk vor. Dort wurden in den Jahren 1942 bis 1944 mindestens 60.000 Menschen aus Deutschland, Österreich, Tschechien und der damaligen Sowjetunion ermordet.</p>
<p>#civilsocietycooperation</p>
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		<title>Erste Studienreise im transnationalen Projekt zu Malyj Trostenez: Privates Engagement ist oft ein starker Antrieb für eine lebendige Erinnerungskultur</title>
		<link>https://ibb-d.de/erste-studienreise-im-transnationalen-projekt-zu-malyj-trostenez-macht-deutlich-privates-engagement-ist-haeufig-ein-starker-antrieb-fuer-eine-lebendige-erinnerungskultur/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2020 11:14:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte: Erinnern]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Trostenez]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie durften einen Blick werfen in die Schatzkammer des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, führten Zeitzeugengespräche mit den Holocaust-Überlebenden Kurt Marx und Felix Lipski und wurden spontan in Wien für eine US-amerikanische Dokumentation interviewt: Aus ihrer intensiven zwölftägigen Studienfahrt nach Wien, Bonn und Köln im Rahmen des transnationalen historischen Lernprojekts zum Vernichtungsort Malyj Trostenez zogen die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie durften einen Blick werfen in die Schatzkammer des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, führten Zeitzeugengespräche mit den Holocaust-Überlebenden Kurt Marx und Felix Lipski und wurden spontan in Wien für eine US-amerikanische Dokumentation interviewt: Aus ihrer intensiven zwölftägigen Studienfahrt nach Wien, Bonn und Köln im Rahmen des transnationalen historischen Lernprojekts zum Vernichtungsort Malyj Trostenez zogen die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Belarus, Österreich und Deutschland vor allem eine Erkenntnis: Erinnerungskultur ist nicht ein fertiges Ergebnis, sondern ein laufender Prozess. Oft angetrieben vom Engagement von Privatpersonen und kleinerer Initiativen entstehen häufig erst vergleichsweise spät nachhaltige Strukturen zur dauerhaften Erinnerung historischer Ereignisse, die nicht in Vergessenheit geraten sollen.</p>
<div id="attachment_29672" style="width: 611px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29672" class="wp-image-29672" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg" alt="" width="601" height="401" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gruppenbild-Wien-Yana-Bondar-DSCF1990w-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a><p id="caption-attachment-29672" class="wp-caption-text">Zum ersten Mal seit dem Projektauftakt im Januar trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Belarus, Österreich und Deutschland mit den Projektleitenden Darija Fabijanic (r.) von der IBB gGmbH Dortmund und Dr. Alexander Dalhouski (6.v.r.) von der Geschichtswerkstatt &#8222;Leonid Lewin&#8220; Minsk persönlich.</p></div>
<p>Im Januar hatte das auf 14 Monte angelegte transnationale Projekt des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ coronabedingt noch <a href="https://ibb-d.de/auftakt-des-neuen-projekts-jugend-erinnert-jugendliche-erzaehlen-geschichte-des-vernichtungsortes-malyj-trostenez-in-podcasts-und-events/" target="_blank" rel="noopener">mit einer virtuellen Konferenz</a> begonnen. Fast ein Jahr lang hatten sich die jungen Erwachsenen aus Belarus, Österreich und Deutschland in ungezählten Online-Sitzungen und E-Mail-Korrespondenzen mit der Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez beschäftigt. Ihr gemeinsames Ziel: Podcasts und öffentliche Veranstaltungen sollen den in Westeuropa immer noch wenig bekannten Vernichtungsort in Belarus stärker ins Bewusstsein rücken. Am 17. September 2021 trafen sie sich nun zum allerersten Mal persönlich in Wien. Denn aus Wien, Köln und Bonn – weiteren Zielen ihrer Studienreise &#8211; waren Anfang der 1940er Jahre Tausende nach Minsk deportiert worden. Die historischen Orte mit eigenen Augen sehen. Forschende und Überlebende treffen. Selbst einen Eindruck gewinnen, wie die Erinnerung ihren Platz findet im öffentlichen Raum. O-Töne sammeln. Diese Ziele sollte die Studienfahrt, organisiert von IBB-Referentin Darija Fabijanic, erfüllen.</p>

<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1114/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1114-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1114-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1114-768x433.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1114.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1143/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1143-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1143-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1143-768x433.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1143.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1152/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="169" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1152-300x169.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1152-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1152-768x433.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1152.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>In Wien besuchte die Gruppe das <a href="https://www.doew.at/" target="_blank" rel="noopener">Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands</a> und <a href="https://www.hdgoe.at/" target="_blank" rel="noopener">das Haus der Geschichte Österreich</a>. Wie kam es zum Anschluss Österreichs 1938 und wie wird die NS-Zeit heute erinnert? Welche Rolle spielte Antisemitismus in den 1930er Jahren? Wie wird heute der Opfer gedacht? Wurden Täter verurteilt? Bei einer Stadtführung ging es zu den letzten Meldeadressen von später Deportierten, zu den früheren Sammellagern und schließlich zum Aspang-Bahnhof – dem Ausgangspunkt der Zugfahrt, die angeblich nur der Umsiedlung dienen sollte, in Wirklichkeit aber in den sicheren Tod führte.</p>
<div id="attachment_29769" style="width: 978px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29769" class="wp-image-29769" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344.jpg" alt="Blick auf die stilisierten Gleise des früheren Aspangbahnhofs in Wien. Das Mahnmal erinnert an 47.035 Deportierte. " width="968" height="288" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344-300x89.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1526-e1635270401344-768x228.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 968px) 100vw, 968px" /></a><p id="caption-attachment-29769" class="wp-caption-text">Ein Mahnmal erinnert seit 2017 in Wien an die Deportationen vom Aspangbahnhof.</p></div>
<p>Am Bahnhof stieß die Gruppe zufällig auf eine Amerikanerin und ein Filmteam. Sie erzählte dort von ihrer privaten Spurensuche und von der Deportation ihrer Großeltern nach Riga. Sie berichtete auch, dass sie über den Verbleib ihres anderen Großelternpaares bedauerlicherweise nichts wisse. Die Studienreisenden konnten die Frage mit trauriger Gewissheit beantworten: Die Namen der Großeltern standen auf der Liste der nach Minsk Deportierten.</p>
<p>Die Reisegruppe hatte die Listen bei sich – und weckte damit das Interesse des Filmteams, das gleich Interviews aufnahm.</p>

<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1179/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1179.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1179.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1179-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1179-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1139/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1139.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1139.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1139-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1139-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf1144/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1144.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1144.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1144-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1144-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<p>Wie die Menschen in Österreich mit ihrer Geschichte umgehen, erarbeitete die Gruppe am Beispiel von Gerichtsakten aus den 1970er Jahren: Am 9. Oktober 1970 hatte der Prozess gegen den gelernten Friseur und späteren Gaswagenfahrer Josef Wendl mit einem Freispruch geendet. <a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a> Damals waren die Ereignisse in Malyj Trostenez ein einziges Mal in Österreich Gegenstand eines Gerichtsverfahrens, das zu einem Urteil führte, berichtete Claudia Kuretsidis-Haider den jungen Erwachsenen. Und dieses Urteil war ein Freispruch.</p>
<div id="attachment_29738" style="width: 348px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29738" class="wp-image-29738" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657.jpg" alt="Unser Foto zeigt den Historiker Winfried Garscha, der über die Forschung zum Thema Malyj Trostenez berichtet." width="338" height="157" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657.jpg 888w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657-300x139.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF1177-e1635269961657-768x356.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /></a><p id="caption-attachment-29738" class="wp-caption-text">Historiker Winfried Garscha schilderte den Gästen, auf welche Vorbehalte und Hindernisse die Geschichtswissenschaften in der Nachkriegszeit gestoßen sind.</p></div>
<p>Zudem traf die Gruppe aus Studierenden und Berufsanfängern den Historiker Winfried Garscha, der zu den wenigen gehört, die sich in Westeuropa intensiv mit der Geschichte des Vernichtungsortes Malyj Trostenez beschäftigt haben. Er berichtete, wie die sowjetische Kommission 1944 den Vernichtungsort entdeckt hatte und zunächst von 206.500 Opfern ausging &#8211; was nach aktuellem Stand der Forschung als zu hoch gegriffen gilt. Bei einer weiteren Begegnung lernte die Gruppe Waltraud Barton kennen, die in den 2010er Jahren in Wien gemeinsam eine Initiative zur Erinnerung an Malyj Trostenez ergriffen hatte und zusammen mit anderen Hinterbliebenen durch gelbe Schilder im Wald von Blagowschtschina an die Ermordeten erinnert. Sie schilderte auch, welche Hindernisse sie überwinden musste, bis 2019 das österreichische Mahnmal „Massiv der Namen“ in Belarus der Öffentlichkeit übergeben werden konnte. In Arbeitsgruppen hatten die Jugendlichen zudem Gelegenheit, selbst an Biografien zu arbeiten. Inspiriert durch die Gespräche mit Akteuren der Erinnerungskultur diskutierten die Studienreisenden in Arbeitsgruppen auch über unterschiedliche Blickwinkel auf die Geschichte und wie verhindert werden kann, dass sich Zerrbilder über Täter und Opfer in die Erinnerungskultur einschleichen können.</p>
<p>Per Zug reiste die Gruppe am 22. September 2021 dann weiter nach Bonn, der nächsten Station ihrer Vor-Ort-Recherchen.</p>
<div id="attachment_29825" style="width: 611px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29825" class="wp-image-29825" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074.jpg" alt="Blick auf Stolpersteine" width="601" height="339" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2074-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px" /></a><p id="caption-attachment-29825" class="wp-caption-text">In Wien waren es eher Gedenktafeln an den Hauseingängen. In Bonn und Köln erinnern meist Stolpersteine an frühere Bewohnerinnen und Bewohner.</p></div>
<p>Bei einer Stadtführung in der Partnerstadt der Stadt Minsk ging es unter anderem zum Platz der Bücherverbrennung und zum Platz der früheren Synagoge. In Gesprächen schilderten Lioba Niederhoff und Klaus Schlotterose von der Gedenkstätte und NS- Dokumentationszentrum Bonn, wie sie Erinnerungen und Lernorte sichern und Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich machen.</p>
<div id="attachment_29662" style="width: 609px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29662" class="wp-image-29662" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w.jpg" alt="" width="599" height="338" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Ein-Kloster-wird-Lager-Yana-Bondar-DSCF1968w-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /></a><p id="caption-attachment-29662" class="wp-caption-text">Ein weiteres Beispiel für die Weiterentwicklung der Erinnerungskultur: Das Kloster Bonn-Endenich.</p></div>
<p>Näher beschäftigte sich die Gruppe mit der Geschichte des Ortes, der heute das Priesterseminar Bonn-Endenich beherbergt. Während der NS-Zeit diente das Kloster aus dem 15. Jahrhundert als Sammellager für Juden. Sie durften dort zwar besucht werden. Doch die Aufseher beobachteten genau, wer die Ausgegrenzten besuchte und sorgten für Sanktionen. Bislang weist nur eine Gedenktafel auf die frühere Nutzung hin. Das dunkle Kapitel der Geschichte dieses Ortes wird erst heute für die Erinnerungskultur erschlossen und erforscht, erfuhren die Gäste.<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a> Erst 2019 stimmte das Erzbistum Köln der Einrichtung eines Gedenkortes im Wirtschaftsgebäude des Klosters zu.</p>
<p>In Workshops beschäftigte sich die Gruppe auch genauer mit den Biografien von vier Bonner Familien, die nach Minsk und Trostenez deportiert worden waren. In einem Zoom-Gespräch lernte die Gruppe Susan Heimann und Julia Trencher kennen, Angehörige der Familie Mamlock, die heute in den USA leben. Die Enkelin und Urenkelin schilderten in beeindruckender Weise, was sie aus der Verfolgung ihrer Vorfahren gelernt haben. Heute engagiert sich insbesondere die Urenkelin gegen Ausgrenzung und unterstützt Zuwandernde aus Südamerika.</p>

<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2142/'><img loading="lazy" decoding="async" width="689" height="394" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2142-e1635271789142.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2220/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2220-e1635271225486.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2220-e1635271225486.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2220-e1635271225486-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2220-e1635271225486-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2137/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2137.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2137.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2137-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2137-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<p>Bei einem Besuch in Köln schließlich besuchte die Gruppe den Lernort Jawne und das heutige NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus, wo die Gruppe in einer exklusiven Führung auch die ehemaligen Zellen im Kellergewölbe besichtigen durfte. Das frühere Gestapo-Gefängnis war erst Ende des vorigen Jahrhunderts als Erinnerungsort erschlossen worden, ebenfalls aufgrund einer privaten Initiative. Noch in den 1970er Jahren hatten junge Leute dort, wo in der NS-Zeit heute unvorstellbares Unrecht verübt worden war, Ehen geschlossen. Ein weiteres Ziel auf der Besichtigungsroute war das frühere Deportationslager Köln-Müngersdorf – ebenfalls ein Ort, an dem erst spät, nämlich im vergangenen Jahr, ein Denkmal errichtet wurde.</p>
<div id="attachment_29815" style="width: 410px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29815" class="wp-image-29815" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121.jpg" alt="Unser Foto zeigt den Holocaust-Überlebenden Kurt Marx, der per Online-Konferenz mit den Jugendlichen diskutierte." width="400" height="205" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121-300x154.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2121-768x394.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><p id="caption-attachment-29815" class="wp-caption-text">Kurt Marx war per Zoom-Konferenz aus London zugeschaltet.</p></div>
<p>Ein Höhepunkt der Studienreise waren schließlich die <a href="https://soundcloud.com/ibb-dortmund/interview-kurt-marx-komplett" target="_blank" rel="noopener">Zeitzeugengespräche mit Kurt Marx</a>, der heute in England lebt, und Felix Lipski aus Belarus, dessen Mutter im Widerstand aktiv war, und der zurzeit in Deutschland lebt. Kurt Marx berichtete, wie er vom Schulleiter des jüdischen Jawne-Gymnasiums, Erich Klibansky, mit weiteren Schülerinnen und Schülern nach London verbracht und vor dem sicheren Tod gerettet worden war. Seine Eltern wurden hingegen ebenso wie der Schulleiter, viele Lehrkräfte und Klassenkameraden in Malyj Trostenez ermordet. Felix Lipski schilderte seine Erinnerungen an das menschenunwürdige Leben im Minsker Ghetto. „Interessant für die Teilnehmenden war besonders auch die Haltung der Zeitzeugen zu Deutschland heute“, schilderte Darija Fabijanic. „Beide lobten die lebendige Erinnerungskultur und die Lehren, die die Deutschen aus ihrer Geschichte gezogen haben. Beide wiesen aber auch darauf hin, dass es noch Lücken in den Erinnerungskulturen in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern gibt.“</p>
<div id="attachment_29861" style="width: 610px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29861" class="wp-image-29861" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w.jpg" alt="Die Teilnehmenden am Lernprojekt Trostenez beim Empfang im Rathaus der Stadt Köln." width="600" height="369" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w-300x185.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_Empfang-im-Rathaus-Koeln-Yana-Bondar-DSCF2310w-768x473.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-29861" class="wp-caption-text">Andreas Wolter, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Köln, hatte die Gruppe im Rathaus empfangen zu einem Gespräch über den Wandel der Erinnerungskultur.</p></div>
<p>Bei einem Gespräch mit Rafi Rothenberg, dem Vorsitzenden der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln, ging es zum Abschluss auch um das jüdische Leben in Deutschland heute. Die jüdische Kultur sei heute leider noch immer kein eigenständiges Thema der öffentlichen Wahrnehmung, beklagte Rothenberg, sondern werde von den Medien lediglich im Kontext mit Antisemitismus erwähnt. Andreas Wolter, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Köln, begrüßte die Studienreisenden zum Abschluss im Rathaus. Er hatte 2018 als Vertreter der Stadt Köln an der Eröffnung des Gedenkstättenabschnitts im Wald von Blagowschtschina teilgenommen und engagiert sich für eine lebendige Erinnerungskultur. Er berichtete, wie die Stadt Köln Gedenktage mitgestaltet und Initiativen unterstützt.</p>
<p>Die Reisegruppe arbeitete bereits in den gemeinsamen Workshops an Podcast-Skripten und an der Planung der öffentlichen Veranstaltungen. Die Ergebnisse werden in den kommenden Wochen präsentiert.</p>

<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2012/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2012.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2012.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2012-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2012-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2008/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2008.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2008.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2008-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2008-768x433.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/transnat-lernprojekt-trostenez_dscf2270/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2270-e1635271093296.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2270-e1635271093296.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2270-e1635271093296-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Transnat-Lernprojekt-Trostenez_DSCF2270-e1635271093296-768x432.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<p>Das transnationale Geschichtsprojekt des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ wird vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB gGmbH) und der <a href="https://ibb-d.de/erinnern/geschichtswerkstatt-minsk-2/" target="_blank" rel="noopener">Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk</a> koordiniert. Projektpartner sind das <a href="https://www.doew.at/" target="_blank" rel="noopener">Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands</a>, <a href="https://www.jewishmuseum.cz/en/info/visit/" target="_blank" rel="noopener">das Jüdische Museum Prag</a>, die <a href="https://gedenkstaette.bonn.de/" target="_blank" rel="noopener">Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn</a> und <a href="https://www.jawne.de/" target="_blank" rel="noopener">der Lern- und Gedenkort Jawne</a> in Köln.</p>
<p>Das 14 Monate dauernde Geschichtsprojekt wird gefördert von der <a href="https://www.stiftung-evz.de/start.html" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft</a> aus Mitteln des Auswärtigen Amts.</p>
<p>Fotos: Yana Bondar &#8211; IBB gGmbH Dortmund</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://www.doew.at/cms/download/32caa/jb2019_kuretsidis.pdf">https://www.doew.at/cms/download/32caa/jb2019_kuretsidis.pdf</a></p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> <a href="https://bonnerleerstellen.net/kloster-endenich-2/">https://bonnerleerstellen.net/kloster-endenich-2/</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/erinnern/gedenkstaette-trostenez/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über unsere Initiative für den Lernort Trostenez finden Sie hier.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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