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	<title>netcoops &#8211; IBB</title>
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		<title>Netcoops-Projekt erfolgreich beendet: Kooperationstreffen zur Asylpolitik in den Niederlanden</title>
		<link>https://ibb-d.de/netcoops-projekt-erfolgreich-beendet-mit-treffen-zur-asylpolitik-in-den-niederlanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 18:22:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte: Soziale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Abschluss des IBB-Projektes „netcoops“ führte eine 16-köpfige Delegation vom 27.-30.3.2023 noch einmal ins europäische Ausland. Auf einem Kooperationstreffen in Amsterdam, Utrecht und Rotterdam erhielten Mitarbeitende aus Ausländer- und Sozialbehörden sowie aus Beratungsstellen umfassende Informationen zum niederländischen Asylsystem. Die viertägige Exkursion war ein Modul des durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds geförderten zweijährigen Projektes, in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Abschluss des IBB-Projektes „netcoops“ führte eine 16-köpfige Delegation vom 27.-30.3.2023 noch einmal ins europäische Ausland. Auf einem Kooperationstreffen in Amsterdam, Utrecht und Rotterdam erhielten Mitarbeitende aus Ausländer- und Sozialbehörden sowie aus Beratungsstellen umfassende Informationen zum niederländischen Asylsystem. Die viertägige Exkursion war ein Modul des durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds geförderten zweijährigen Projektes, in dem in verschiedenen Veranstaltungsformaten online und in Präsenz zum Themenkomplex Asyl und Flucht geschult wurde. Neben interkultureller Kommunikation und psychosozialen Fragestellungen ging es auch um rechtliche Themen und den gesamten Integrationsprozess unterschiedlicher Gruppen Geflüchteter. Ziel war stets die Sensibilisierung und Fachfortbildung am Asylverfahren Beteiligter. Beim Blick über den deutschen Tellerrand stand auch in den Niederlanden zur Diskussion, ob das dortige System Best-Practice-Beispiele für die Arbeit in Deutschland bereithält.</p>
<div id="attachment_32507" style="width: 352px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32507" class="wp-image-32507 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614-300x280.jpg" alt="Eine hölzerne Tür am Hafen erinnert an die jahrhundertealte Migrationsgeschichte der Niederlande. Doch wie steht es heute um die Aufnahmebereitschaft? Foto: Ilias Papapostolou" width="342" height="319" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614-300x280.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614-1024x955.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614-768x716.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614.jpg 1079w" sizes="(max-width: 342px) 100vw, 342px" /></a><p id="caption-attachment-32507" class="wp-caption-text">Eine hölzerne Tür am Hafen erinnert an die jahrhundertealte Migrationsgeschichte der Niederlande. Doch wie steht es heute um die Aufnahmebereitschaft? Foto: Ilias Papapostolou</p></div>
<p>Die Niederlande sind vor Jahren angetreten mit dem Ziel, die schnellsten und effektivsten Verfahren in Europa durchzuführen, anfangs mit dem Wunsch, binnen einer Woche Asylanträge zu bescheiden und entsprechende Verwaltungsakte folgen zu lassen.</p>
<p>Aktuell gibt es viele Parallelen zum Handling und zu den Herausforderungen in Deutschland, jedoch auch einige Unterschiede, die beim Besuch von staatlichen, halbstaatlichen und kommunalen Einrichtungen und beim Besuch einer NGO erläutert wurden.</p>
<p>Ähnliche Probleme bestehen danach bei der Unterbringung Geflüchteter und der neu hinzu gekommenen Gruppe von Ukrainer:innen auf Grund knappen Wohnraumes, wenngleich die Zahl Geflüchteter in den Niederlanden deutlich geringer als in Deutschland ist, auch proportional zur Landesgröße gesehen.</p>
<p>Die größten Unterschiede bestehen indes bei der kostenfreien und von Beginn an zur Verfügung gestellten rechtlichen Beratung Geflüchteter und bei der Gleichstellung mit niederländischen Staatsbürger:innen im Gesundheitssystem, ebenfalls ab Tag 1 des Aufenthalts in den Niederlanden.</p>
<p>Unser Foto oben zeigt die Gruppe auf einem der so genannten Opvangships: Fünf solcher umgebauten Passagierschiffe dienen jeweils rund 100 Zugewanderten als Unterkunft, denn Wohnraum ist auch in den Niederlanden sehr knapp.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Bericht_Kooperationstreffen_netcoops_Niederlande-1.pdf" target="_blank" rel="noopener">Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.</a></p>
<p>Das Projekt netcoops ist kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU (AMIF).</p>

<a href='https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/netcoops/europaeische-union_/'><img decoding="async" width="300" height="237" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg-300x237.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg.jpg 516w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/netcoops/europa-foerdert/'><img decoding="async" width="300" height="130" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>IBB-Fachtagung zum EU-Asyl- und Migrationspakt: Abschottung und bürokratische Fallstricke</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-fachtagung-zum-eu-asyl-und-migrationspakt-abschottung-und-buerokratische-fallstricke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2023 09:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr Fallbeispiele europäischer Abschottung statt zufriedenstellender Asylpolitik hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der IBB-Fachtagung „Der EU-Asyl- und Migrationspakt – Status Quo, Folgen und Bilanz“ am Mittwoch, 22. Februar 2023, im Reinoldinum in Dortmund: Von Ortskräften, die auf ihrer Flucht aus Afghanistan ihren Säugling erst einmal zurücklassen mussten, Kindern, die bei illegalen Pushbacks in die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span id="page3R_mcid24" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Mehr Fallbeispiele europäischer Abschottung statt zufrieden</span><span dir="ltr" role="presentation">stellender Asylpolitik hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der IBB-</span><span dir="ltr" role="presentation">Fachtagung „Der EU</span><span dir="ltr" role="presentation">-Asyl- und Migrationspakt</span> <span dir="ltr" role="presentation">–</span> <span dir="ltr" role="presentation">Status Quo, Folgen und Bi</span><span dir="ltr" role="presentation">lanz“ am </span><span dir="ltr" role="presentation">Mittwoch, 22. Februar 2023, im Reinoldinum in Dortmund: Von Ortskräften, die auf </span><span dir="ltr" role="presentation">ihrer Flucht aus Afghanistan ihren Säugling erst einmal zurücklassen mussten, Kin</span><span dir="ltr" role="presentation">dern, die bei illegalen Pushbacks in die Türkei von ihren Eltern getrennt werden und </span><span dir="ltr" role="presentation">ehrenamtlichen Hilfskräften auf Lesbos, die offenbar zur Einschüchterung mehrfach </span><span dir="ltr" role="presentation">verhaftet wurden, berichteten die Referentinnen und Referenten.</span></span><span id="page3R_mcid25" class="markedContent"></span><span id="page3R_mcid26" class="markedContent"><br role="presentation" /></span></p>
<div id="attachment_32477" style="width: 609px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32477" class="wp-image-32477 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-1024x683.jpg" alt="Unser Foto zeigt einen Blick ins Reinoldinum in Dortmund und im Vordergrund Hildegard Azimi-Boedekcer (2.v.l.) und Kirsten Ben Haddou (r.) vom IBB e.V., die die beiden Vortragenden Professorin Marei Pelzer (2.v.r.) und Paul Pettersson begrüßen. " width="599" height="399" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-1024x683.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-768x512.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-1536x1024.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /></a><p id="caption-attachment-32477" class="wp-caption-text">Hildegard Azimi-Boedekcer (2.v.l.) und Kirsten Ben Haddou (r.) vom IBB e.V. begrüßten als Vortragende Professorin Marei Pelzer (2.v.r.) und Paul Pettersson. Foto: Stephan Schütze &#8211; IBB e.V.</p></div>
<p><span id="page3R_mcid26" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Zu einem intensiven Erfahrungsaustausch über den EU-Asyl- und Migrationspakt </span><span dir="ltr" role="presentation">hatte das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks e.V. in Dortmund im Rah</span><span dir="ltr" role="presentation">men des Projekts netcoops eingeladen. Mehr als 60 Haupt- und Ehrenamtliche aus </span><span dir="ltr" role="presentation">der Arbeit mit Geflüchteten informierten sich über aktuelle Tendenzen im europäi</span><span dir="ltr" role="presentation">schen Asylrecht, typische Fallstricke in Asylverfahren und über die dramatische Situ</span><span dir="ltr" role="presentation">ation der Ortskräfte in Afghanistan. „Wir haben als</span> <span dir="ltr" role="presentation">Übersetzer oder Sicherheitskräfte </span><span dir="ltr" role="presentation">für deutsche Organisationen gearbeitet und uns damit aktiv am Aufbau eines friedli</span><span dir="ltr" role="presentation">chen und demokratischen Afghanistan beteiligt“, schilderte Qais Nezkai vom </span><span dir="ltr" role="presentation">Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte. Gerade diese Tätigkeit bringt sie heu</span><span dir="ltr" role="presentation">te in Gefahr. Eine legale Ausreise werde durch die Taliban verhindert. Das </span><span dir="ltr" role="presentation">Patenschaftsnetzwerk wie auch der afghanische Frauenverein ZAN e.V. unterstützen </span><span dir="ltr" role="presentation">Flüchtende und neu Zugewanderte.</span></span></p>
<p><span id="page3R_mcid27" class="markedContent"></span><span id="page3R_mcid28" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Annika Hesselmann vom Flüchtlingsrat Niedersachsen und Claire Deery, Fachanwäl</span><span dir="ltr" role="presentation">tin für Asyl- und Migrationsrecht in Göttingen, gaben wertvolle Erfahrungen aus ihrer </span><span dir="ltr" role="presentation">Beratungspraxis weiter. Denn wie und wie schnell Asylverfahren entschieden wer</span><span dir="ltr" role="presentation">den, so lernten die Zuhörenden, hängt nicht nur von der Asylpolitik innerhalb eines </span><span dir="ltr" role="presentation">EU-Landes ab, sondern variiert sogar von Stadt zu Stadt. </span></span></p>
<p><span id="page3R_mcid30" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Prof. Marei Pelzer von der Universität Frankfurt hatte zuvor über aktuelle Tendenzen </span></span><span id="page3R_mcid30" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">im europäischen Asylrecht berichtet. Eine Einigung in Brüssel zu einem fairen Asyl</span><span dir="ltr" role="presentation">verfahren ist demnach nicht in Sicht, vielmehr sind Rückführung und Abschottung </span><span dir="ltr" role="presentation">auch weiterhin an der Tagesordnung. Online zugeschaltet war Alice Kleinschmidt, </span></span><span id="page17R_mcid1" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">die sich auf der griechischen Insel Lesbos in verschiedenen Projekten für Kinder und </span><span dir="ltr" role="presentation">Frauen in Not einsetzt. Sie berichtete von dramatischen illegalen Pushbacks zurück </span><span dir="ltr" role="presentation">auf das nahe türkische Festland, die teilweise in der Nacht erfolgen ohne Rücksicht, </span><span dir="ltr" role="presentation">ob Kinder von ihren Eltern getrennt werden.</span></span></p>
<p><span id="page17R_mcid2" class="markedContent"></span><span id="page17R_mcid3" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Das Projekt netcoops wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrati</span><span dir="ltr" role="presentation">ons- und Integrationsfonds der EU.<br />
</span></span><br />
<a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Dokumentation-netcoops-StatusQuo.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die Dokumentation der Tagung finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/netcoops/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über das Projekt netcoops finden Sie hier. </a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg" alt="" width="200" height="158" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a> <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31358" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg" alt="" width="365" height="158" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Netcoops: Jetzt anmelden zum europäischen Kooperationstreffen in den Niederlanden</title>
		<link>https://ibb-d.de/netcoops-jetzt-anmelden-zum-europaeischen-kooperationstreffen-in-den-niederlanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jocelyne Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2023 10:45:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie funktioniert das Asylsystem in den Niederlanden? Wie ist die Neuaufnahme organisiert, wie erfolgt die gesundheitliche Betreuung und wie werden neu Zugewanderte in den Arbeitsmarkt integriert? Diese Fragen beantwortet das letzte europäische Kooperationstreffen im Rahmen des IBB-Projekts netcoops vom 27. bis 30. März 2023 in Amsterdam und Rotterdam. Die Fachexkursion ist in Nordrhein-Westfalen als Bildungsurlaub [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_32022" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/02/Exodus-M-Londono-2015.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32022" class="wp-image-32022 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/02/Exodus-M-Londono-2015-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/02/Exodus-M-Londono-2015-300x204.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/02/Exodus-M-Londono-2015-768x523.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/02/Exodus-M-Londono-2015.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-32022" class="wp-caption-text">Miriam Londono, EXODUS, Colombia 2015</p></div>
<p>Wie funktioniert das Asylsystem in den Niederlanden? Wie ist die Neuaufnahme organisiert, wie erfolgt die gesundheitliche Betreuung und wie werden neu Zugewanderte in den Arbeitsmarkt integriert? Diese Fragen beantwortet das letzte europäische Kooperationstreffen im Rahmen des IBB-Projekts <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/netcoops/">netcoops</a> vom 27. bis 30. März 2023 in Amsterdam und Rotterdam. Die Fachexkursion ist in Nordrhein-Westfalen als Bildungsurlaub anerkannt. Teilnahmeberechtigt sind Mitarbeitende im Asyl- bzw. Flüchtlingsbereich.<br />
Ähnlich wie Deutschland sind die Niederlande ein Zielland Geflüchteter. Die Asylpolitik ist in den Niederlanden anders strukturiert und teilweise härter. Der Dutch Council for Refugees (DCR), viele NGO und Kommunen setzen sich jedoch für eine humane Gestaltung der Aufnahme ein. Das Motto lautet: „Vom Schutz zur Unabhängigkeit“.<br />
<a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/02/Dutch-council-for-refugees.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32009 alignright" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/02/Dutch-council-for-refugees.png" alt="" width="150" height="118" /></a>Die Fachexkursion des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e. V. in Dortmund führt zuerst nach Amsterdam. Dort steht ein intensiver Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern des Dutch Council for Refugees und seinen Freiwilligen auf dem Programm. Das Asylverfahren und neue Rechtsprechung in den Niederlanden werden mit der Situation in Deutschland abgeglichen. Weitere Fragen sind: Was verbirgt sich hinter dem Trainings- und Präventionsprogramm MindFit, das sich auf die psychische Gesundheit der Zugewanderten konzentriert und wie schätzen Ärztinnen und Ärzte die gesundheitliche Versorgung insgesamt ein? In Rotterdam ist ein runder Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern der NGO Niew thuis geplant, die eine Einrichtung zur beruflichen und sozialen Integration von Geflüchteten betreibt. Beim Besuch eines „Opvangschip“, einem umgewandelten Schiff zur Unterbringung Geflüchteter, geht es zudem um das Kommunale Integrationsmanagement der Stadt Rotterdam.</p>
<p>Beim letzten europäischen Kooperationstreffen im Rahmen des Projekts netcoops – Fortbildungen für Asylverfahrensbeteiligte &#8211; werden zudem insbesondere in Rotterdam die lange Ein- und Auswanderungstradition der Niederlande und die unterschiedliche Stimmungslage in Bevölkerung und Politik thematisiert.</p>
<p>Die Teilnahme an dieser Fortbildung kostet dank einer Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU 185 Euro. Teilnehmende aus Nordrhein-Westfalen können für die Studienfahrt drei Tage Bildungsurlaub in Anspruch nehmen. Anmeldungen sind bis zum 13. März 2023 möglich per E-Mail an &#x6e;&#101;&#x74;&#x63;&#111;&#x6f;&#x70;&#115;&#x40;&#x69;&#98;&#x62;&#x2d;d&#x2e;&#x64;e.<br />
Das Projekt netcoops wird kofinanziert vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU (AMIF).<br />
<a href="https://ibb-d.de/events/amif-projekt-netcoops-europaeische-kooperationstreffen-asyl-fortbildung/">Das ausführliche Programm der Fachkräfteexkursion finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg" alt="" width="200" height="158" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a> <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31358" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg" alt="" width="365" height="158" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IBB e.V. lädt ein zur Fachtagung zum EU-Asyl- und Migrationspakt</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-fachtagung-zum-eu-asyl-und-migrationspakt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2022 18:38:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie wird der EU-Asyl- und Migrationspakt in den Mitgliedsstaaten umgesetzt? Wie ist die Situation an den Grenzen? Diesen Fragen geht die netcoops-Fachtagung &#8222;Der EU-Asyl- und Migrationspakt &#8211; Status Quo, Folgen und Bilanz“ am Mittwoch, 22. Februar 2023, im Reinoldinum, Schwanenwall 34, in Dortmund auf den Grund. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund lädt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wird der EU-Asyl- und Migrationspakt in den Mitgliedsstaaten umgesetzt? Wie ist die Situation an den Grenzen? Diesen Fragen geht die netcoops-Fachtagung &#8222;Der EU-Asyl- und Migrationspakt &#8211; Status Quo, Folgen und Bilanz“ am Mittwoch, 22. Februar 2023, im Reinoldinum, Schwanenwall 34, in Dortmund auf den Grund. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund lädt Interessierte aus der Arbeit mit Schutzsuchenden ein.</p>
<p>Der EU- Asyl und Migrationspakt will laut Selbstverpflichtung mit allen europäischen Partnern ein verantwortungsvolles und faires Migrationsmanagementsystem in der EU erreichen. So sollen die EU-Außengrenzen wirksam geschützt, Hilfen für Menschen in Not gewährt und eine Zuwanderung von Fachkräften ermöglicht werden. Im Falle der Ukraine, so die Kommission, sei mit konkreter Solidarität und wirksamer Koordinierung reagiert worden.</p>
<p>Doch wie sieht es innerstaatlich und an den EU-Außengrenzen im Jahre 2023 tatsächlich aus? Europäische Länder wie Italien oder Dänemark setzen zunehmend auf Abschottung und Abschreckung Geflüchteter. Viele Fälle illegaler Pushbacks und massiver Grundrechts- und Menschenrechtsverletzungen werden insbesondere von den östlichen EU-Außengrenzen bekannt. In Deutschland bewegt sich durch den „Chancen-Aufenthalt“ und den Gesetzentwurf zur Beschleunigung der Asylgerichtsverfahren und Asylverfahren durchaus etwas auch in die positive Richtung. Andererseits gibt es scheinbar auch vergessene Gruppen: Was wurde zum Beispiel aus dem hochgelobten „Aufnahmeprogramm Afghanistan“, durch das u.a. eine größere Zahl gefährdeter Ortskräfte schnell und sicher nach Deutschland evakuiert werden sollte?</p>
<p>Auf dieser Tagung <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/netcoops/" target="_blank" rel="noopener">im Projekt netcoops</a> geht es um die Bilanz zum Status Quo 2023. Prof. Dr. Marei Pelzer von der Frankfurt University for Applied Science und Annika Hesselmann vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. bringen ihre Expertise zum Europäischen Asylrecht und zum Stand des Aufnahmeprogramms Afghanistan ein. Die Lage an den EU-Außengrenzen und die Situation der auf Ausreise wartenden Afghaninnen und Afghanen vor Ort stellen weitere Fachreferentinnen und -referenten vor. Zudem geht es um die Frage, ob es eine Ungleichbehandlung Geflüchteter der ersten, zweiten oder dritten Klasse gibt. Inputs und Workshops legen Schwerpunkte auf spezifische Aspekte wie die Folgen der EU-Gesetzgebung auf die nationalen Gesetze und deren Auswirkungen auf die Arbeit der Behörden und Helfernetzwerke sowie die Konsequenzen für die Geflüchteten aus Drittstaaten. Die Tagung soll umfassend für den Arbeitsalltag im Themenfeld Asyl informieren und dient zugleich der Netzwerkbildung.</p>
<p>Das vollständige Tagungsprogramm ist in Kürze erhältlich. Formlose Anmeldungen zu dieser Präsenztagung sind bereits jetzt per E-Mail an <a href="&#109;&#x61;i&#108;&#x74;o&#58;&#x6e;e&#116;&#x63;o&#111;&#x70;&#115;&#x40;&#x69;&#98;&#x62;&#x2d;&#100;&#x2e;d&#101;">&#x6e;e&#x74;&#99;&#x6f;&#111;&#x70;&#x73;&#64;&#x69;&#98;&#x62;&#45;&#x64;&#46;d&#x65;</a> möglich.</p>
<p>Das Projekt netcoops wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31252" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg.jpg 516w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>IBB-Tagung am Tag der Unabhängigkeit der Ukraine: Welle der Hilfsbereitschaft – und viele Lücken in der gesundheitlichen Versorgung</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-tagung-am-tag-der-unabhaengigkeit-der-ukraine-welle-der-hilfsbereitschaft-und-viele-luecken-in-der-gesundheitlichen-versorgung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2022 07:54:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte: Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine, am Mittwoch, den 24. August 2022, endete die zweitägige Online-Konferenz „Six month after – der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa“ mit einem dringenden Appell: „Das Engagement kann nicht nur „von unten“ kommen, sondern es braucht dringend strukturelle Unterstützung und Professionalisierung.“ Denn die Teilnehmenden stellten fest, dass die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine, am Mittwoch, den 24. August 2022, endete die zweitägige Online-Konferenz „Six month after – der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa“ mit einem dringenden Appell: „Das Engagement kann nicht nur „von unten“ kommen, sondern es braucht dringend strukturelle Unterstützung und Professionalisierung.“ Denn die Teilnehmenden stellten fest, dass die Hilfen für Geflüchtete zu einem großen Teil durch Privatinitiativen getragen werden. Viele Unterstützerinnen und Unterstützer seien, so das Resümee, am Rande der Belastbarkeit. Viele Geflüchtete brauchen aber auch weiterhin medizinische und psychosoziale Unterstützung, denn besonders für den nahenden Winter müssten Vorkehrungen getroffen werden.</p>
<p>Schätzungen zufolge wurde ein Drittel der ukrainischen Bevölkerung vertrieben. Bis 6. Juli 2022 wurden nach Informationen des Europäischen Parlaments mehr als 5,6 Mio. Geflüchtete in ganz Europa registriert. Rund 90 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder. „Die Geflüchteten befinden sich teilweise in einer äußerst prekären Situation“, verdeutlichte Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund. Es sei nur wenig darüber bekannt, wie es Menschen mit Behinderungen, Verletzungen und psychischen Erkrankungen gehe, weil die meisten Aufnahmeländer auf eine explizite Registrierung von Vulnerabilität verzichtet haben. „Wir wollen mit unserer Tagung einen Blick über die Grenzen werfen und einen Beitrag leisten, dass schlechte Praxis nicht wiederholt wird und gute Praxis Nachahmung findet.“</p>
<p>Berichte aus sieben Ländern</p>
<p>Das IBB e.V. hatte Referentinnen und Referenten aus der Ukraine, der Slowakei, Tschechien, Rumänien, Moldau, Italien und Deutschland im Rahmen des Projekts netcoops  zu einem Kooperationstreffen an den virtuellen Konferenztisch eingeladen. Unter den 40 Zuhörenden waren neben Haupt- und Ehrenamtlichen der sozialen Dienste auch viele Asylverfahrensbeteiligte aus Behörden, die sich auch über grenzüberschreitende Hilfebedarfe informieren wollten.</p>
<p>Die Online-Konferenz im Rahmen des Projekts netcoops wurde finanziell gefördert durch den europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF).</p>

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<a href='https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/europa-foerdert-2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="561" height="243" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 561px) 100vw, 561px" /></a>

<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/Doku_Ukraine-Tagung-netcoops_de.pdf" target="_blank" rel="noopener">Den gesamten Bericht zum Download finden Sie hier.</a></p>
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		<item>
		<title>IBB e.V. lädt ein zur Online-Tagung: Der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2022 08:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Sechs Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine und am Tag der ukrainischen Unabhängigkeit (am 24. August) lädt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund ein zu einer zweitägigen Online-Tagung „Six month after: Der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa“. Die Tagung im Rahmen des Projekts „netcoops – Fortbildungen für Asylverfahrensbeteiligte“ widmet sich am [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sechs Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine und am Tag der ukrainischen Unabhängigkeit (am 24. August) lädt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund ein zu einer zweitägigen Online-Tagung „Six month after: Der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa“.</p>
<p>Die Tagung im Rahmen des Projekts „netcoops – Fortbildungen für Asylverfahrensbeteiligte“ widmet sich am Dienstag, 23. August 2022, und Mittwoch 24. August 2022, jeweils von 9 bis 16 Uhr der Situation der Geflüchteten in der Ukraine und angrenzenden Aufnahmeländern. Die Referentinnen und Referenten aus der Ukraine, Tschechien, der Republik Moldau, Deutschland und Italien berichten über die Lage in den Ländern und gehen besonders auf die psychosoziale Betreuung von Geflüchteten und Binnenflüchtenden, Arbeitsausbeutung und Menschenhandel sowie die Situation der ukrainischen Roma in den Anrainerstaaten ein. Zentrale Fragen sind, welche Bedarfe die Helfernetzwerke haben und wie sich NGO, Freiwillige und zuständige Behörden auch überregional und länderübergreifend vernetzen können.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-31358 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="302" height="131" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px" /></a>Die Veranstaltung richtet sich an Behördenmitarbeitende und Auszubildende mit hoheitlichen Aufgaben im Bereich Flucht und Asyl, Polizei, Justiz sowie Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten in Deutschland und Nachbarländern. Dank einer Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU ist die Teilnahme kostenlos.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/events/six-months-after-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa-rueckblick-und-ausblick/" target="_blank" rel="noopener">Das Programm finden Sie hier.</a></p>
<p>Anmeldungen sind ab sofort möglich per E-Mail an <a href="&#109;a&#x69;l&#x74;o&#x3a;&#110;&#x65;&#116;&#x63;&#111;o&#x70;s&#x40;i&#x62;&#98;&#x2d;&#100;&#x2e;&#100;&#x65;">&#x6e;&#101;&#116;&#x63;&#x6f;&#111;&#112;&#x73;&#x40;&#105;&#98;&#x62;&#x2d;&#100;&#46;&#x64;&#x65;</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zweites Seminar in der Reihe netcoops widmet sich in Dortmund praktischen Übungen zur kultursensiblen Kommunikation</title>
		<link>https://ibb-d.de/zweites-seminar-in-der-reihe-netcoops-widmet-sich-in-dortmund-praktischen-uebungen-zur-kultursensiblen-kommunikation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 11:38:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bescheid der Behörde ziemlich unverständlich. Der Inhalt: Ein Schock! Wie nimmt eine erst vor kurzem Zugewanderte ein Schreiben auf, das aus Sicht der Behörde reine Formsache, für die Betroffene aber eine mittlere Katastrophe ist? Praktische Übungen zur interkulturellen Kommunikation standen beim zweiten Seminarmodul im Projekt netcoops – europäische Fortbildung Asyl am Donnerstag, 19. Mai [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bescheid der Behörde ziemlich unverständlich. Der Inhalt: Ein Schock! Wie nimmt eine erst vor kurzem Zugewanderte ein Schreiben auf, das aus Sicht der Behörde reine Formsache, für die Betroffene aber eine mittlere Katastrophe ist?</p>
<p>Praktische Übungen zur interkulturellen Kommunikation standen beim zweiten Seminarmodul im Projekt netcoops – europäische Fortbildung Asyl am Donnerstag, 19. Mai 2022, und Freitag, 20. Mai 2022, in Dortmund auf dem Programm.</p>
<p>Und in den Gruppenarbeiten wurde schnell deutlich, was zum Beispiel ein Schreiben einer Behörde beim Adressanten auslösen kann. Im fiktiven, aber realitätsnahen Übungsfall hatte eine schwangere Schutzsuchende aus nachvollziehbarem Grund beantragt, in eine andere Unterkunft wechseln zu dürfen. Die Ablehnung war für die Behörde reine Routine – für die Betroffene ein Schock. Vor dem Hintergrund der zuvor vermittelten Kenntnisse über unterschiedliche Kommunikationsstile entwickelten die Teilnehmenden unterstützt von Referent Fahim Sobat, interkultureller Trainer aus Rosenheim, in Gruppenarbeit Lösungsvorschläge: Wie kann der Inhalt des Briefes kultursensibel vermittelt werden? Wie können andere Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt werden? Häufig fehle es vor allem an Zeit und Hintergrundwissen, um amtliche Entscheidungen ausführlich und verständlich zu erklären, schilderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie arbeiten unter anderem in Oldenburg, Düsseldorf, Dortmund, Hagen und im Märkischen Kreis mit (Neu-) Zugewanderten.</p>
<p>Um die nonverbale Kommunikation ging es am zweiten Tag der Fortbildung. Wie wird die Körpersprache „gelesen“ und gedeutet? Und was kann zu Missverständnissen führen in der interkulturellen Kommunikation? Überdeutliches Beispiel: Ein Kopfnicken bedeutet nicht überall auf der Welt Zustimmung. Aber auch starkes Gestikulieren oder vor der Brust verschränkte Arme können unterschiedlich gedeutet werden und gerade im Behördenkontakt zu folgenschweren Missverständnissen und Frustrationen, manchmal auch Aggressionen führen.</p>
<p>Referent Fahim Sobat beschrieb typische Verhaltensweisen und ihre „Lesarten“ in orientalischen, asiatischen, afrikanischen und europäischen Kulturen und sensibilisierte die Teilnehmenden so auch für die „Fettnäpfchen“, in die Sprechende und Zuhörende gleichermaßen tappen können. In einem weiteren Input beschrieb er zudem, dass sich auch die Herangehensweise an Problemlösungen sehr stark unterscheiden können – was häufig durch den Einfluss der jeweiligen Religionszugehörigkeit geprägt ist.</p>

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<a href='https://ibb-d.de/netcoops_seminar_2_img_2638-1/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1561" height="1162" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2638-1.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2638-1.jpg 1561w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2638-1-300x223.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2638-1-1024x762.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2638-1-768x572.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2638-1-1536x1143.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 1561px) 100vw, 1561px" /></a>

<p>Die Teilnehmenden, die alle in Behörden oder Beratungsstellen mit (Neu-) Zugewanderten in Kontakt kommen, überlegten in praktischen Übungen und Rollenspielen, wie Beratungsgespräche vor dem Hintergrund des neu erworbenen Wissens kultursensibel und klientenfreundlicher gestaltet werden können. Auch hier wurden wieder realitätsnahe Fallbeispiele genutzt, wie das eines Irakers, der trotz Unterstützung durch einen Dolmetscher durch seinen Bruder stark bevormundet wird.</p>
<p>Die Fortbildung wird gefördert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-21823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-150x150.jpg 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-210x210.jpg 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Seminarreihe im Projekt netcoops beginnt mit Online-Meeting zum Thema „Interkulturelle Kompetenz im Behördenkontext“</title>
		<link>https://ibb-d.de/neue-seminarreihe-im-projekt-netcoops-beginnt-mit-online-meeting-zum-thema-interkulturelle-kompetenz-im-behoerdenkontext/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 May 2022 12:29:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit interaktiven Übungen und Arbeit in Kleingruppen begann am Mittwoch, 11. Mai 2022, die neue Seminarreihe im Langzeit-Projekt netcoops – europäische Fortbildung Asyl im Online-Format. Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund (IBB e.V.), und Referentin Kirsten Ben Haddou begrüßten 14 Teilnehmende, die in staatlichen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit interaktiven Übungen und Arbeit in Kleingruppen begann am Mittwoch, 11. Mai 2022, die neue Seminarreihe im Langzeit-Projekt netcoops – europäische Fortbildung Asyl im Online-Format. Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund (IBB e.V.), und Referentin Kirsten Ben Haddou begrüßten 14 Teilnehmende, die in staatlichen Institutionen und Nichtregierungsorganisationen (NRO) mit Geflüchteten und Zugewanderten arbeiten. Sie hatte gleich eine gute Nachricht: Das Projekt netcoops wird verlängert, so dass nun ein weiteres Online-Kooperationstreffen zum Schwerpunktthema Ukraine für August 2022 vorbereitet werden kann und für 2023 ein weiteres Kooperationstreffen voraussichtlich in einem Beneluxland.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/netcoops_2575-scaled-e1652441842124.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-30702" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/netcoops_2575-scaled-e1652441842124-300x169.jpg" alt="" width="500" height="281" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/netcoops_2575-scaled-e1652441842124-300x169.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/netcoops_2575-scaled-e1652441842124-1024x575.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/netcoops_2575-scaled-e1652441842124-768x431.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/netcoops_2575-scaled-e1652441842124-1536x863.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/netcoops_2575-scaled-e1652441842124-2048x1150.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a>Zur Einführung ins Thema richtete Referent Fahim Sobat, interkultureller Trainer aus Rosenheim, den Blick der Teilnehmenden zunächst einmal auf die Grundbegriffe und Konzepte. Was ist Kultur? Was sind Stereotype und Vorurteile? Denn für eine gelingende interkulturelle Kommunikation müssten zunächst einmal die eigenen Grundhaltungen bewusst gemacht werden.</p>
<p>Die jeweilige Kultur werde meist von Generation zu Generation überliefert und unterliege doch vielen, unter anderem auch staatlichen Einflüssen. Wie Mahlzeiten eingenommen werden, wie eine Hochzeit gefeiert wird und wie eine Beerdigung begangen wird – all dies sei eng mit der jeweiligen Kultur verbunden. Gleichzeitig spiele auch die jeweilige Stadt oder Region eine Rolle, in der eine Person aufwächst,  verdeutlichte Sobat gut nachvollziehbar am Beispiel der Art und Weise, wie unterschiedlich zum Beispiel Karneval gefeiert wird in Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Bayern. Aber auch das politische System spiele eine nicht zu unterschätzende Rolle &#8211; wie sich nach der Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan gezeigt habe, aber auch in Deutschland am Beispiel der Wiedervereinigung: Die Deutschen diesseits und jenseits der Grenze hätten bis 1990 unterschiedliche Kulturpraktiken eingeübt, die selbst mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer den Alltag und Stereotype prägen. Kultur, so zitierte Sobat den niederländischen Sozialpsychologen Geert Hofstede, sei eine „‚mentale Software‘, die in einem Sozialisationsprozess kulturell ‚programmiert‘ wird.“ Hofstedes Modell der Kulturdimensionen zugrunde legend, können unterschiedliche Grundhaltungen unterschieden werden, die sich zum Beispiel eher auf eine kollektivistische Wir-Gruppen-Identität beziehen, was in arabischen und asiatischen Communities verbreitet ist, oder eher auf die Interessen eines Individuums wie in Westeuropa oder den USA. Dies habe weitreichende Folgen für die Art und Weise, wie kommuniziert wird und besonders auch darauf, was nicht ausgesprochen wird.</p>
<p>Bei der Interpretation von zwei Fotos, die in Gruppenarbeit erarbeitet wurde, zeigte sich schnell, dass nicht nur der Inhalt des Fotos eine Aussage transportiert – sondern auch die Haltung des Betrachtenden. Wird ein mutmaßlich zugewanderter Mann nur gleichgültig oder aufmerksam durch die jeweilige „professionelle Brille“ betrachtet? Sieht der Betrachtende in erster Linie eine potentielle Gefahr in der Person – oder – zum Beispiel als Mitarbeitender einer sozialen Hilfsorganisation &#8211; zuerst die dringende Notwendigkeit einer Hilfeleistung? Entsprechend dem Eisberg-Modell sei bei Begegnungen immer nur wie bei der Spitze eines Eisbergs die Oberfläche von Fakten sichtbar, verdeutlichte Sobat. Aktuelle Stimmungen, kulturelle Prägungen, Wertvorstellungen und Motivationen blieben dagegen unter der Oberfläche verborgen.</p>
<p>An solchen Beispielen erarbeitete die Gruppe, welche Rolle Stereotype spielen und wie sie zu Vorurteilen führen, die einen Austausch erschweren oder sogar unmöglich machen. Wer sein Gegenüber vorschnell beurteile, laufe Gefahr, Fehlurteile zu fällen, die gerade im beruflichen und behördlichen Kontext folgenreich sein können.</p>
<p>Fundiertes Hintergrundwissen könne helfen, vorschnelle Fehlurteile zu vermeiden, riet Sobat. Er empfahl, ständig im Austausch zu bleiben. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Wenn man aufhört zu rudern, treibt man zurück.“</p>
<p>Beim ersten Präsenz-Treffen am 19. und 20. Mai 2022 in Dortmund geht es um Folgen dieser grundlegenden Erkenntnisse für eine gelingende interkulturelle Kommunikation.</p>
<p>Das Projekt wird gefördert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
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		<title>Kommunikationstraining im IBB-Projekt „netcoops“ mit Fahim Sobat schafft Aha-Momente über Umgang mit Gesprächssituationen im Kulturvergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 08:34:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
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					<description><![CDATA[Die meisten Deutschen reden in offiziellen Gesprächen eher leise. Nur wenige Gesten untermalen dann ihre Worte. Die Emotionen sind unter Kontrolle. Der Tonfall eher monoton. In Nigeria würde diese leise Sprechweise höchstwahrscheinlich anders gedeutet: Leise wird vielerorts nur Unheimliches verhandelt, Lügen vermutlich, Flüche vielleicht. Wer leise spricht, führt oft nichts Gutes im Schilde. Die in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-Presse_5184_1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30107 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-Presse_5184_1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-Presse_5184_1-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-Presse_5184_1-768x512.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-Presse_5184_1.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Die meisten Deutschen reden in offiziellen Gesprächen eher leise. Nur wenige Gesten untermalen dann ihre Worte. Die Emotionen sind unter Kontrolle. Der Tonfall eher monoton. In Nigeria würde diese leise Sprechweise höchstwahrscheinlich anders gedeutet: Leise wird vielerorts nur Unheimliches verhandelt, Lügen vermutlich, Flüche vielleicht. Wer leise spricht, führt oft nichts Gutes im Schilde. Die in Deutschlands Amtsstuben übliche Ausdrucksweise kann mithin von einem Zuhörenden aus Nigeria ziemlich irritiert aufgenommen werden – erst recht, wenn er oder sie die Sprache noch gar nicht versteht. Doch was für Nigeria gilt, kann deshalb noch längst nicht für alle afrikanischen Länder verallgemeinert werden. Mit eindrucksvollen Beispielen zeigte Referent Fahim Sobat seinen Zuhörenden im EU-geförderten IBB-Projekt netcoops im Winterspecial 2021, wo die höchsten Klippen stehen in der interkulturellen Kommunikation und auch wie sie elegant umschifft werden können. Eine besondere Rolle nehmen danach kultursensibel gestaltete Gespräche bei psychischer oder somatischer Erkrankung im Migrationsprozess ein.</p>
<p>Den ganzen Bericht finden Sie <a href="https://ibb-d.de/kommunikationstraining-im-ibb-projekt-netcoops-mit-fahim-sobat-schafft-aha-momente-ueber-umgang-mit-gespraechssituationen-im-kulturvergleich/">hier</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/11/Guetesiegelverbund-Weiterbildung_2411-010_Siegel_GV_web.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-29980" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/11/Guetesiegelverbund-Weiterbildung_2411-010_Siegel_GV_web-300x265.jpg" alt="Gütesiegel Weiterbildung" width="182" height="161" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/11/Guetesiegelverbund-Weiterbildung_2411-010_Siegel_GV_web-300x265.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/11/Guetesiegelverbund-Weiterbildung_2411-010_Siegel_GV_web.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px" /></a> <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-21823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg" alt="" width="182" height="182" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-150x150.jpg 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-210x210.jpg 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px" /></a></p>
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		<title>Kommunikationstraining im IBB-Projekt „netcoops“ mit Fahim Sobat schafft Aha-Momente über Umgang mit Gesprächssituationen im Kulturvergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2021 08:32:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte: Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die meisten Deutschen reden in offiziellen Gesprächen eher leise. Nur wenige Gesten untermalen dann ihre Worte. Die Emotionen sind unter Kontrolle. Der Tonfall eher monoton. In Nigeria würde diese leise Sprechweise höchstwahrscheinlich anders gedeutet: Leise wird vielerorts nur Unheimliches verhandelt, Lügen vermutlich, Flüche vielleicht. Wer leise spricht, führt oft nichts Gutes im Schilde. Die in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Deutschen reden in offiziellen Gesprächen eher leise. Nur wenige Gesten untermalen dann ihre Worte. Die Emotionen sind unter Kontrolle. Der Tonfall eher monoton. In Nigeria würde diese leise Sprechweise höchstwahrscheinlich anders gedeutet: Leise wird vielerorts nur Unheimliches verhandelt, Lügen vermutlich, Flüche vielleicht. Wer leise spricht, führt oft nichts Gutes im Schilde. Die in Deutschlands Amtsstuben übliche Ausdrucksweise kann mithin von einem Zuhörenden aus Nigeria ziemlich irritiert aufgenommen werden – erst recht, wenn er oder sie die Sprache noch gar nicht versteht. Doch was für Nigeria gilt, kann deshalb noch längst nicht für alle afrikanischen Länder verallgemeinert werden. Mit eindrucksvollen Beispielen zeigte Referent Fahim Sobat seinen Zuhörenden im EU-geförderten IBB-Projekt netcoops im Winterspecial 2021, wo die höchsten Klippen stehen in der interkulturellen Kommunikation und auch wie sie elegant umschifft werden können. Eine besondere Rolle nehmen danach kultursensibel gestaltete Gespräche bei psychischer oder somatischer Erkrankung im Migrationsprozess ein.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Referent_F_Sobat_51381.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30092 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Referent_F_Sobat_51381-300x217.jpg" alt="" width="300" height="217" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Referent_F_Sobat_51381-300x217.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Referent_F_Sobat_51381-768x555.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Referent_F_Sobat_51381.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Seine Zuhörerinnen und Zuhörer sind an unterschiedlichen Stellen und in unterschiedlichen Bundesländern dienstlich mit Asylverfahren befasst: In Jugendämtern, Ausländerbehörden, Ordnungsämtern oder in Polizei und Justiz. Manche begegnen neu Zugewanderten kurz nach ihrer Ankunft, manche bei der Arbeits- und Wohnungssuche, manche erst kurz vor der Abschiebung oder freiwilligen Ausreise. Die Klippen in der Kommunikation kennen sie alle mehr oder weniger – und ärgern sich immer mal wieder über scheinbar respektlose Unpünktlichkeit, ausweichende Antworten oder nicht erfüllte Arbeitsaufträge. Die in Deutschland wichtige Tugend der präzisen Pünktlichkeit gelte aber zum Beispiel im arabischen Raum  nicht unbedingt. Pünktlich ist dort, wer ein paar Minuten später eintrifft. Wer in Deutschland exakte Pünktlichkeit erwartet, sollte die Erwartung klar aussprechen. Apropos Respekt: Dass Mitarbeitende staatlicher oder städtischer Behörden heute vielfach Jeans und Sneaker tragen, werde von Neu- Zugewanderten manchmal als Zeichen von mangelnder Entscheidungskompetenz missverstanden. Zu Irritationen führen manchmal auch schlechte Erfahrungen in den Heimatländern. „Einige politisch Verfolgte haben in ihrem Heimatland sehr berechtigte Ängste vor einer Verfolgung durch Geheimdienste und staatliche Stellen entwickelt“, berichtete Sobat. Ausweichende Antworten auf dem Amt erscheinen vor diesem Hintergrund plötzlich in einem anderen Licht.</p>
<p><strong>„Fähigkeit zur Kommunikation ist wie eine mentale Software“</strong></p>
<p>„Unsere Fähigkeit zur Kommunikation ist wie eine mentale Software, die durch unser Denken, Fühlen und Handeln geprägt ist“, sagte der interkulturelle Trainer aus Rosenheim. Ganz augenfällig sei dies am Beispiel des Kopfschüttelns, das in Indien „Ja“ bedeutet – was wiederum zu Missverständnissen führen kann, wenn das Gegenüber die Geste als das genaue Gegenteil versteht. Damit interkulturelle Kommunikation gelingt, sei ein Entgegenkommen von beiden Seiten nötig, warb Sobat. Wichtig sei auch ein Verständnis für die Situation, in der sich die am Gespräch Teilnehmenden befinden.<a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/Kulturschock.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30073 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/Kulturschock-300x225.png" alt="" width="300" height="225" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/Kulturschock-300x225.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/Kulturschock.png 578w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Anhand des „Kulturschock“-Modells verdeutlichte Sobat die typischen Phasen der Migration: Nach der „Flitterwochen-Phase“ großer Euphorie, die Migration endlich geschafft zu haben folgt im Zielland zumeist die Desillusionierung, das Zurückfallen in die Realität, nicht selten in eine Krise. Verständigungsprobleme, Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Berufsabschlüssen und diverse bürokratische Hemmnisse bei der Suche nach einer Arbeit und Wohnung führen zu einer Entmutigung, die in eine vorübergehende Lethargie oder sogar in eine Depression münden kann. Erst in der nachfolgenden Erholungsphase erfolge ein Lernen am Unterschied und eine formale Anpassung an die Zielgesellschaft.„Der Begriff Integration ist aus meiner Sicht zu schwammig“, berichtete Sobat aus seiner Erfahrung. Ziel sei für die meisten Zuwandernden eine Anpassung an die Zielgesellschaft bei gleichzeitiger Erhaltung der kulturellen Identität. „Eine vollständige Assimilation funktioniert meistens nicht.“</p>
<p><strong>Migrationsverlauf hat Folgen für die Gesundheit </strong></p>
<p>Was nicht unterschätzt werden dürfe: Der Migrationsverlauf habe auch Folgen für die Gesundheit der Zuwandernden, schilderte Sobat. Angefangen von Schlafstörungen und anhaltender Müdigkeit über Konzentrationsprobleme und Essstörungen bis hin zu Magenschmerzen und Herzproblemen wird eine lange Liste psychosomatischer Symptome beobachtet. Der Verlust der gewohnten Umgebung, des beruflichen Status und manchmal auch sogar der Tod von Familienangehörigen kann zudem einen Leidensdruck verursachen, der behandelt werden müsste – wenn er denn erkannt würde. Denn die Flucht in Spiel-, Drogen-, Alkohol oder Tablettensucht bis hin zu einer erhöhten Selbstmordneigung kann die Folge sein. Die persönlichen Nöte werden in kollektivistisch geprägten Kulturen jedoch so gut wie niemals offen angesprochen, sondern eher  in der engsten Familie abgehandelt. Fahim Sobat berichtete beispielhaft von einem Gespräch mit einem Unternehmer, der sich wunderte, dass ein zugewanderter Mitarbeiter sich mit Kopfschmerzen krank meldete. Bei Kopfschmerzen greife man doch üblicherweise einfach zu einer Tablette – und komme dann zur Arbeit. „Kopfschmerzen oder mehr noch die Äußerung, dass „der Kopf platzt“, sind bei Zugewanderten sehr häufig die Chiffre für eine massive psychische Überlastung“, verdeutlichte Sobat.</p>
<p>In einer Workshop-Phase erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der sechsten netcoops-<a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Ergebnisse_52681.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30082 alignright" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Ergebnisse_52681-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Ergebnisse_52681-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Ergebnisse_52681-768x513.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops_Ergebnisse_52681.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Fortbildung „Do’s“ und „Don’ts“ für die verschiedenen Phasen und brachten Erfahrungen aus ihren jeweiligen Arbeitsgebieten ein. Die Euphorie-Phase nutzen, um wichtige Hürden zu nehmen, in der Krise Wege aufzeigen, wie es positiv weitergehen kann und am besten ein abweisendes: „Dafür bin ich nicht zuständig!“ vermeiden, lautete die Essenz und Empfehlung für die im Asylverfahren Tätigen.</p>
<p><strong>Über ein Kopfschütteln, das „Ja!“ bedeutet, und ein „Nein“, das man schon aus zehn Metern Entfernung sieht</strong></p>
<p>Die Augen öffnete Fahim Sobat seinen Zuhörerinnen und Zuhörer mit einem weiteren kurzen Input-Vortrag über unterschiedliche Kommunikationsstile. Die direkte Art, wie man in Deutschland Konflikte geradeaus und konfrontativ angeht, sei für neu Zuwandernde aus eher kollektivistisch geprägten Kulturen irritierend: In vielen Kulturen gelte das offene Aussprechen der leisesten Anzeichen von Kritik als eklatanter Mangel an guter Erziehung. Die Äußerung „Der kann die Luft nicht lesen“ fasst ein vernichtendes Urteil in Worte: Das Gegenüber ist offensichtlich nicht in der Lage, die Botschaft „zwischen den Zeilen“ zu verstehen. Kritik oder mit Tabus Behaftetes wird daher rücksichtsvoll verschlüsselt oder umschrieben. Es gilt, das Gesicht zu wahren. Neu Zugewanderte dagegen „lesen“ auch die Körpersprache. Wenn sie sagen: „Ich konnte ihm das ‚Nein‘ schon aus zehn Metern Entfernung ansehen“, trifft das den Nagel dann meist auf den Kopf.</p>
<p>Der kollektivistische Kommunikationsstil zum Beispiel arabischer oder asiatischer Communities betone stärker die Beziehungs- und Familienorientierung. Konflikte oder Kritik, aber auch das Ansprechen von Leiden oder erst recht psychischen Krankheiten, seien schambesetzt.</p>
<p>Schlafstörungen und Phantomschmerzen bzw. undefinierbare Schmerzen seien bei vielen Geflüchteten eine verbreitete Reaktion auf die ungewohnte Umgebung und den Statusverlust. Für viele Leiden gibt es Bezeichnungen, die wiederum hierzulande kaum verstanden werden. „Mir tut alles weh“ oder „Mein Kopf ist kaputt“ seien Ausdruck einer Überforderung. Mit der „dünnen Krankheit“ sei manchmal Tuberkulose gemeint. „Viele Leiden werden von Mediziner*innen daher nicht erkannt oder falsch interpretiert, oft greifen Betroffene dann zu einer Selbstmedikation“, sagte Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e.V.. Dies könne schlimmstenfalls sogar zu einer Medikamentensucht führen. Fahim Sobat warb daher für mehr Sensibilität gegenüber dem eigenen und fremden Kommunikationsstil. „Jeder Mensch möchte in einer individuellen Situation gesehen werden.“</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-workshop_51801.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-30127 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-workshop_51801-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-workshop_51801-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-workshop_51801-768x512.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/12/netcoops-workshop_51801.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Das neu erworbene Wissen testeten Fahim Sobat und ein Teilnehmer in einem Rollenspiel: Das fiktive Gespräch im Jobcenter mündete nach üblicher Vorgehensweise schnell in Verärgerung. Die Anwendung des neu erlernten Wissens dagegen ebnete aber den Weg zu einer kooperativen und lösungsorientierten Gesprächssituation.</p>
<p>Am Ende zogen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine überaus positive Bilanz: „Mir ist deutlich geworden, dass wir die eigenen und fremden Deutungsmuster hinterfragen müssen“, sagte eine Teilnehmerin. In einer Zeit, da immer mehr Abläufe standardisiert werden, müsse doch noch Zeit freigehalten werden für eine echte Kommunikation. „Mir ist heute auch klar geworden, dass ich mich nicht auf Gespräche mit Zuwandernden aus mehr als 160 Ländern jedes Mal individuell einstellen kann. Aber ich kann mich auf einen vermuteten kollektivistischen Kommunikationsstil meines Gegenübers einstellen und im Zweifelsfall auch einfach einmal empathisch nachfragen.“</p>
<p>Die Reihe „netcoops: Europäische Fortbildung Asyl“ wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert. Weitere Fortbildungen folgen noch bis Mitte Februar. Außerdem sind für 2022 mehrere europäische Kooperationstreffen und eine Fachtagung geplant.</p>
<p>Weitere Informationen über das Projekt netcoops: Europäische Fortbildung Asyl – finden Sie hier.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-21823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg" alt="" width="200" height="200" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-150x150.jpg 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-210x210.jpg 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a> <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/11/Guetesiegelverbund-Weiterbildung_2411-010_Siegel_GV_web.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-29980" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/11/Guetesiegelverbund-Weiterbildung_2411-010_Siegel_GV_web-300x265.jpg" alt="Gütesiegel Weiterbildung" width="200" height="177" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/11/Guetesiegelverbund-Weiterbildung_2411-010_Siegel_GV_web-300x265.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/11/Guetesiegelverbund-Weiterbildung_2411-010_Siegel_GV_web.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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