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	<title>fokus &#8211; IBB</title>
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	<description>Bildungs- und Begegnungswerk</description>
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		<title>Online-Tagung Inklud:Mi plus: Frauen in der Migration- Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 13:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[„Frauen in der Migration:  Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen“ heißt das Thema beim diesjährigen Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi plus. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund lädt interessierte Haupt- und Ehrenamtliche aus der Arbeit mit Migrantinnen/FLINTA* für Donnerstag, 12. Dezember 2024, von 09:00 bis 15:00 Uhr zur Online-Fachtagung ein. Der jährliche Fach- [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/inkludMi-PLUS_2024_w.pdf"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-36354" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus.jpg" alt="Titelbild des Veranstaltungsflyers für die Fachtagung - online am 12.12.2024: Frauen in der Migration: Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen" width="180" height="380" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus.jpg 397w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus-142x300.jpg 142w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" /></a>„Frauen in der Migration:  Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen“ heißt das Thema beim diesjährigen Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi plus. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund lädt interessierte Haupt- und Ehrenamtliche aus der Arbeit mit Migrantinnen/FLINTA* für Donnerstag, 12. Dezember 2024, von 09:00 bis 15:00 Uhr zur Online-Fachtagung ein.</p>
<p>Der jährliche Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi befasst sich seit 2016 mit speziellen Fragestellungen und Themen, die die bessere Teilhabe von Zugewanderten und ihren Angehörigen in Inklusionsprozessen unterstützen sollen.</p>
<p>Mit der zunehmenden Pluralisierung der Gesellschaft und den daraus entstehenden neuen Aufgaben, Hürden und Chancen, erweitert sich auch das Themenspektrum von <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/inkludmi/" target="_blank" rel="noopener">Inklud:Mi</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup></a> mit Fortbildungen zu Migration, Integration und Diversität von zugewanderten Drittstaatler*innen eröffnet das IBB e.V. mit Inklud:MI plus eine erweiterte Perspektive für den Themenbereich. Das „plus“ steht für die Intersektionalität von Diskriminierungsformen, die neben der Schnittstelle von Migration, Herkunft und Behinderung ebenso sexuelle Orientierung, Geschlecht, Glaube, Alter sowie die Weltanschauung als gesellschaftliche Hindernisse gleichberechtigter Teilhabe einschließen.</p>
<p>In diesem Jahr setzen wir mit dem „plus“ einen feministischen und globalen Blick auf Migrantinnen im Themenfeld der Gesundheit. Machtverhältnisse in der Medizin, die zu einer schlechteren Versorgung von Frauen/FLINTA* führen, werden verknüpft mit Migration intersektional betrachtet. Durch fachliche Inputs und vertiefende Workshops wird auf diskriminierende Verhältnisse und Barrieren hingewiesen und die Dringlichkeit einer feministischen, medizinischen Versorgung hervorgehoben. Ziel ist die Verbesserung von Teilhabeprozessen sowie die kritische Reflexion ausgrenzender und diskriminierender Strukturen im Gesundheitssystem.</p>
<p>Neun Referentinnen berichten über den Stand der Forschung und Erfahrungen in ihrer Beratungspraxis. Vera Hanewinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im <a href="https://www.imis.uni-osnabrueck.de/startpage.html" target="_blank" rel="noopener">IMIS-Projekt focus Migration der Universität Osnabrück</a>, und Dr. Angelika Voss vom <a href="https://fmgz-hannover.de/" target="_blank" rel="noopener">Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover e.V.</a> geben mit zwei Fachinputs Anstöße zur Diskussion, die in vier Workshops unter anderem zur Istanbul-Konvention und zur psychosozialen Gesundheit von Migrantinnen vertieft werden kann.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/inkludMi-PLUS_2024_w.pdf" target="_blank" rel="noopener">Das detaillierte Programm und den Anmeldecoupon finden Sie hier.</a> Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Anmeldeschluss ist am 28. November 2024.</p>
<p>Die Teilnahme ist dank Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kostenfrei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus</sup>“:</strong></p>
<p>Mit dem Projekt „fokus<sup>plus</sup>“ knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus</sup>“ bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus</sup>“ fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://www.fokus-ibb.de/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Projektseite. </a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tagung in Dortmund:  „Antisemitismus kann man nicht mit Rassismus bekämpfen“</title>
		<link>https://ibb-d.de/tagung-in-dortmund-antisemitismus-kann-man-nicht-mit-rassismus-bekaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2024 12:57:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie tief der Nahostkonflikt in die deutsche Gesellschaft wirkt, zeigte sich auf der Tagung „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund. 70 Akteure aus der Migrations-, Beratungs- und Bildungsarbeit interessierten sich für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie tief der Nahostkonflikt in die deutsche Gesellschaft wirkt, zeigte sich auf der Tagung „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund. 70 Akteure aus der Migrations-, Beratungs- und Bildungsarbeit interessierten sich für Antworten.</p>
<p>Auf den Schulhöfen, im Alltag und in der politischen Bildungsarbeit trennt die Frage „Auf welcher Seite stehst du?“ Menschen in zwei Lager: Jüd*innen und Muslim*innen aller Altersgruppen sehen sich unter Generalverdacht, mit einer Konfliktpartei zu sympathisieren. Die Zahl der Straftaten gegen Muslim*innen und Jüd*innen ist nach dem 7. Oktober 2023 sprunghaft angestiegen und reicht von Beschimpfungen und Beleidigungen bis hin zu gewaltsamen Übergriffen. So hatten der Verein <a href="https://www.claim-allianz.de/aktuelles/news/pressemitteilung-antimuslimische-uebergriffe-und-diskriminierung-in-deutschland-2023-mehr-als-fuenf-antimuslimische-vorfaelle-pro-tag/" target="_blank" rel="noopener">Claim- Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit</a> und <a href="https://www.report-antisemitism.de/annuals/" target="_blank" rel="noopener">die Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS e.V.)</a> im Juni 2024 über eine massive Zunahme antimuslimischer und antisemitischer Übergriffe berichtet. Einen ersten, 400 Seiten starken ausführlichen <a href="https://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Studien/uem-abschlussbericht.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=11" target="_blank" rel="noopener">Bericht zur Muslim- und Islamfeindlichkeit</a> hatte der Unabhängige Expertenkreis Muslimfeindlichkeit erstmals im Juli 2023 vorgestellt. Beauftragt wurde dieser vom BMI nach den rassistisch motivierten Morden in Hanau Anfang 2020. Die Ergebnisse der Berichte sowohl zu Antisemitismus als auch zu Muslimfeindlichkeit zeigen deutlich, dass lange vor der jüngsten Eskalation in Nahost Übergriffe bereits an der Tagesordnung waren und entsprechende Präventions- und Bildungsarbeit weit früher hätte ansetzen und ausgebaut werden müssen.</p>
<h3>„In den Schulen herrscht eine pro-palästinensische Sichtweise“</h3>
<p>„In den Schulen herrscht eine pro-palästinensische Sichtweise, die nicht mehr zulässt, dass der 7. Oktober passiert ist, mit den schlimmsten Taten“, schilderte Shai Hoffmann, deutsch-jüdischer Sozialunternehmer und Host des Podcasts „Über Israel und Palästina reden“. Gemeinsam mit Jouanna Hassoun, die palästinensische Wurzeln hat, geht er, Enkelkind von Holocaust-Überlebenden, in Schulen, tritt mit Schülerinnen und Schülern in einen Trialog über den Nahostkonflikt.</p>
<blockquote><p>&#8222;Unsere gemeinsame Basis ist, dass wir das Leid des anderen anerkennen.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Jugendlichen, denen sie begegnen, seien hoch emotionalisiert. Dazu trägt auch die Berichterstattung bei auf von Jugendlichen genutzten Social Media -Kanälen. „Es gibt viel Unwissen und Gleichsetzungen“, berichtete Hoffmann. Daher hätten die Jugendlichen viele Fragen: Was genau meint „Staatsräson“? Warum werden trotz Meinungsfreiheit manche israelkritische Aussagen verboten? Warum ist das Wort „Genozid“ ein schwerer Vorwurf?</p>
<div id="attachment_35409" style="width: 608px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35409" class="wp-image-35409 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317.jpg" alt="Referent Shai Hoffmann steht in einer offenen und einfühlsamen Haltung vor den Workshopteilnehmerinnen und - teilnehmern und bespricht Handlungsstrategien gegen Rassismus und Antisemitismus. " width="598" height="328" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317-300x165.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317-768x422.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px" /><p id="caption-attachment-35409" class="wp-caption-text">Shai Hoffmann berichtete über seine Erfahrungen aus Gesprächen mit Jugendlichen in  den Trialogen und diskutierte im Workshop mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Handlungs- und Argumentationsstrategien.</p></div>
<p>Wissen und Aufklärung ist nicht nur zu den komplexen Hintergründen des Nahostkonflikts dringend nötig, sondern auch zu gesellschaftlich tief verwurzelten antisemitischen und rassistischen Haltungen. „Man kann aber nicht Antisemitismus mit Rassismus bekämpfen“, so auch Hoffmann. Diese Problematik zieht sich jedoch quer durch alle gesellschaftlichen Institutionen. Es fehlt beispielsweise an flächendeckenden Fortbildungen zur Sensibilisierung von Lehrkräften, wodurch die Moderation der aktuellen Konfliktsituation in der Schülerschaft zusätzlich erschwert wird.</p>
<div id="attachment_35414" style="width: 593px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35414" class="wp-image-35414 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242.jpg" alt="Polina Khubebeeva, rechts im Bild, und Iskandar Abdalla vom Projekt „Build Bridges, Not Barriers“ des Berliner Vereins Transaidency sitzen hinter aufgeklappten Laptops und berichten über ihre Arbeit mit Jugendlichen. " width="583" height="375" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242-300x193.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242-768x494.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px" /><p id="caption-attachment-35414" class="wp-caption-text">Begriffe erklären Iskandar Abdalla und Polina Khubbeeva.</p></div>
<p>Mit Jugendlichen arbeiten auch Polina Khubebeeva und Iskandar Abdalla vom Projekt „Build Bridges, Not Barriers“ des Berliner Vereins Transaidency. Sie setzen in ihrem Projekt überwiegend biografische Elemente ein, um für die Wirkung von diskriminierenden Äußerungen zu sensibilisieren. „Die Herkunft und die aktuelle Lebensweise von Betroffenen sind bei rassistischen Beleidigungen ganz egal“, schilderte der gebürtige Ägypter und Islamwissenschaftler Iskandar Abdalla. Das immergleiche Muster der Diskriminierung, die in eine Gewaltspirale führen kann, sei das Othering:  Eine angeblich homogene Gruppenidentität wird gegen „die Anderen“ abgegrenzt. So entstehe auch ein Machtgefälle zwischen angeblich Überlegenen und Unterlegenen. Wir gegen die Anderen. Rassismus habe aber nicht nur eine individuelle, sondern immer auch eine strukturelle Dimension.</p>
<p>Ergänzend zu den Fachinputs wurden in Workshops Handlungs- und Argumentationsstrategien für die alltägliche Arbeit der Teilnehmenden entwickelt. Jakob Nikfarjam, Referent für internationales Recht beim DRK-Generalsekretariat in Berlin, beleuchtete zudem die völkerrechtliche Situation des Konflikts. Der Vorwurf des Völkermordes beschäftige aktuell den internationalen Gerichtshof in Den Haag. Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover e.V. berichtete über bewährte Strategien der Friedens- und Versöhnungsarbeit.</p>
<p>Dr. Peter Waldmann und Mustafa Cimşit vom jüdisch-muslimischem Bildungswerk Maimonides sensibilisierten in ihrem Workshop für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Judentum und Islam, um über falsche Darstellungen aufzuklären.</p>
<p>Bei der abschließenden Podiumsdiskussion machten die Referentinnen und Referenten auch deutlich, wie sich ihre Arbeit in der politischen Bildung seit dem 7. Oktober verändert hat: „Wir bieten immer noch Führungen durch unsere Synagoge an für Schulklassen. Aber neuerdings ist auffällig häufig zufällig die halbe Klasse an diesem Tag krankgemeldet“, berichtete Micha Neumann von der Servicestelle für Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus (ADIRA). Die Guides wurden außerdem schon mehrfach mit dem Vorwurf konfrontiert, Geld und Waffen nach Israel zu senden.</p>
<blockquote><p>„Wir beobachten eine Enthemmung, wie wir sie noch nicht erlebt haben.“</p></blockquote>
<p>Die Haltung zum Nahostkonflikt oder auch persönliche Betroffenheit des Gegenübers werde nicht hinterfragt, obwohl die so Beschuldigten oft selbst mit widersprüchlichen Gefühlen zu kämpfen haben, wenn sie zum Beispiel um Personen auf israelischer oder auch palästinensischer Seite bangen oder trauern.</p>
<blockquote><p>&#8222;Auf welcher Seite stehst du?&#8220;</p></blockquote>
<p>Auch in der interkulturellen Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung reiße die Frage „Wo stehst du?“ Gräben auf. „Menschen, die nicht gelernt haben, diese schwierigen Widersprüche und ihre Gefühle zu reflektieren, übersetzen dies dann häufig in Aggressionen“, schilderte May Zeidani Yufanyi, freiberufliche Erwachsenenbildnerin mit jüdischer Mutter und palästinensischem Vater.</p>
<p>Engagiert diskutiert wurde auch die Frage, wie Polizei, Politik und Medien die aufgeladenen Diskussionen und Demonstrationen darstellen und bewerten. Die palästinensische Perspektive finde fast nie Niederschlag, sagten Gesprächsteilnehmende. Und dass bestimmte Parolen und Begriffe verboten werden, sei eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Man müsse doch Empörung äußern dürfen, wenn Kinder durch die Kriegshandlungen ums Leben kommen.</p>
<p>Gerade die Anspielung auf die christliche Ritualmordlegende sei jedoch ein jahrhundertealtes und wirkmächtiges antisemitisches Stereotyp. Ein Code, der darauf abziele, Israel zu dämonisieren, hieß das Gegenargument. Seltsamerweise werde der Vorwurf, dass Kinder sterben, fast nie in anderen Kriegen erhoben. Dies sei ein weiteres Beispiel dafür, dass Bildungs- und Aufklärungsarbeit verstärkt werden müssten, um solche Narrative bewusst zu machen.</p>
<p>„Antisemitismus bleibt ein Querschnittsthema“, analysierte Simon Hölscher vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA- NRW). Der aktuelle Nahostkonflikt zeige, wie Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit zu einer gruppenbezogenen Menschenverachtung verquickt werden, um rechtsextreme und demokratiefeindliche Positionen zu stärken. Minderheiten würden gegeneinander ausgespielt, Feindbilder befeuert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>„Mehr Sensibilisierung, mehr Bildung, mehr Zusammenarbeit&#8220;</h3>
<div id="attachment_35434" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35434" class="wp-image-35434 size-full" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129.jpg" alt="Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.), wendet sich vom Stehpult aus an die Zuhörenden und wirbt für einen offenen, sensiblen Austausch. " width="1024" height="492" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129-300x144.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129-768x369.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-35434" class="wp-caption-text">Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.), warb für einen offenen, sensiblen Austausch.</p></div>
<p>„Wir brauchen gerade jetzt mehr Sensibilisierung, mehr Bildung und mehr Zusammenarbeit – auch wenn das im Moment sehr schwierig erscheint“, schloss Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.). „Dabei lernen wir auch aus dieser Veranstaltung, dass ein offener Austausch sehr wohl möglich und für alle Seiten aufschlussreich und weiterführend ist.“</p>
<p>Die Fachtagung im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup> wurde aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert.</p>
<p>Weitergehende Informationen und eine ausführliche Dokumentation finden Sie (in Kürze) auf unserer Projekt-Website <a href="http://www.fokus-ibb.de">www.fokus-ibb.de</a>.</p>
<h3><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></h3>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>IBB e.V. lädt ein zur Tagung in Dortmund: „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! – Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-tagung-in-dortmund-kein-raum-fuer-antisemitismus-und-muslimfeindlichkeit-wie-der-nahostkonflikt-rassismus-verschaerft-und-was-wir-dagegen-tun-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 14:14:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts im Oktober 2023 polarisiert der daraus folgende Diskurs zunehmend auch in Deutschland. Immer häufiger werden Fälle von offenem Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus bekannt. Betroffene Gruppen beklagen vermehrt Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu offener Gewalt. Diese Entwicklung ist Thema einer Tagung am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts im Oktober 2023 polarisiert der daraus folgende Diskurs zunehmend auch in Deutschland. Immer häufiger werden Fälle von offenem Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus bekannt. Betroffene Gruppen beklagen vermehrt Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu offener Gewalt. Diese Entwicklung ist Thema einer Tagung am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund, zu der das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund einlädt.</p>
<p>&#8222;Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! – Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ heißt der Titel der Veranstaltung im Jugendgästehaus Adolph-Kolping, Silberstraße 24-26 in Dortmund von 9 bis 16 Uhr. Die Tagung beginnt mit zwei Fachvorträgen. Shai Hoffmann, Sozialunternehmer und Moderator des Podcasts „Über Israel und Palästina sprechen“ informiert über verschiedene Narrative der Konfliktparteien und die Rolle von Machtverhältnissen historisch und aktuell. Im zweiten Vortrag berichten Polina Khubbeeva und Iskandar Abdalla von Transaidcency e.V. Berlin über Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus in verschiedenen kulturellen Kontexten. Am Nachmittag wird das Thema in drei Workshops vertieft. Zum Abschluss ist eine Podiumsdiskussion geplant.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/fokus_Plus_Nahost_Flyer-3.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-35174" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit-142x300.jpg" alt="" width="131" height="277" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit-142x300.jpg 142w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit.jpg 349w" sizes="auto, (max-width: 131px) 100vw, 131px" /></a>„Ziel unserer Tagung ist es, durch offene und demokratische Dialoge Unsicherheiten abzubauen, Handlungs- und Argumentationsstrategien zu stärken und Wissen sowie Orientierung zu vermitteln“, sagt Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e.V. Die Referentinnen und Referenten vermitteln Hintergrundwissen über die unterschiedlichen Begrifflichkeiten und entwickeln mit den Teilnehmenden praxisorientiert Handlungsstrategien.</p>
<p>Die Veranstaltung ist offen für Haupt- und Ehrenamtliche aus der Bildungs- und Beratungsarbeit. Ausgeschlossen von der Teilnahme an der Tagung sind Personen, die extremistischen Organisationen angehören oder rassistische, antisemitische bzw. muslimfeindliche Menschenbilder befürworten.</p>
<p>Die Fachtagung im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup> wird aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an <a href="m&#97;&#x69;&#x6c;&#x74;o&#58;&#102;&#x6f;&#x6b;u&#115;&#64;&#x69;&#x62;b-&#100;&#x2e;&#x64;&#x65;">&#x66;o&#x6b;&#117;s&#x40;&#105;&#x62;&#98;-&#x64;&#46;&#x64;&#101;</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/fokus_Plus_Nahost_Flyer-3.pdf" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen und einen Anmeldecoupon finden Sie im Veranstaltungsflyer.</a></p>
<h3><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></h3>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf" rel="noopener">Hier finden Sie unseren Projekt-Flyer zum Download.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a></p>
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<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
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<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
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			</item>
		<item>
		<title>Neue Leitung im Fachbereich „Beruf international und Migration“ und Verstärkung im Team fokusplus</title>
		<link>https://ibb-d.de/neue-leitung-im-fachbereich-beruf-international-und-migration-und-verstaerkung-im-team-fokusplus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2024 11:28:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsenenbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Kirsten Ben Haddou, seit 2018 beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund, hat zum 1. April 2024 die Leitung des Fachbereichs Beruf international und Migration übernommen. Sie tritt die Nachfolge von Hildegard Azimi-Boedecker an, die zum 31. März 2024 in den Ruhestand gegangen ist. Hildegard Azimi-Boedecker hatte den Fachbereich Beruf international und Migration seit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kirsten Ben Haddou, seit 2018 beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund, hat zum 1. April 2024 die Leitung des Fachbereichs Beruf international und Migration übernommen. Sie tritt die Nachfolge von Hildegard Azimi-Boedecker an, die zum 31. März 2024 in den Ruhestand gegangen ist.</p>
<p>Hildegard Azimi-Boedecker hatte den Fachbereich Beruf international und Migration seit 2002 aufgebaut. Schulungen zur kultursensiblen Arbeit, Fachkräfteexkursionen ins In- und Ausland sowie nationale und europäische Projekte gehören seither zum Angebot. Zudem hatte Hildegard Azimi-Boedecker 2014 das Netzwerk „Inklud:Mi“ ins Leben gerufen – heute ein jährlich tagendes Austauschforum zum Themengebiet Migration, Behinderung, Inklusion.</p>
<p>Fortbildungen und Tagungen in Präsenz und zunehmend auch online rund um das Themengebiet Migration reagieren seither jeweils schnell und bedarfsorientiert auf Fragen von Haupt- und Ehrenamtlichen in der sozialen Arbeit, im Gesundheitswesen und im Bildungswesen. Im aktuellen Projekt fokus<sup>plus</sup> ist die Zielgruppe nun sogar erweitert auf Akteure der freien Wirtschaft, die ebenfalls Schulungen buchen können und zur Teilnahme an Tagungen eingeladen sind.</p>
<p>Kirsten Ben Haddou, interkulturelle Pädagogin, hat das neue Projekt fokus<sup>plus</sup> mit aufgebaut, Schulungen durchgeführt und Tagungen mit geleitet. Als neue Mitarbeiterin im Team begrüßte sie in diesen Tagen Angelina Rieser. Die Erziehungswissenschaftlerin hat im Raum Wuppertal Erfahrungen gesammelt in verschiedenen Präventionsprojekten, vor allem in Bezug auf Frauen, Kinder und Jugendliche.</p>
<p>Zusammen mit der Politikwissenschaftlerin Gamze Kelleci organisiert das Team aktuell bereits eine Reihe von Inhouse-Schulungen zur kultursensiblen Arbeit, die im Rahmen des Projektes fokus<sup>plus</sup> bis Mai 2026 unentgeltlich angeboten werden können.</p>
<blockquote><p>„Wir freuen uns über die sehr lebhafte Nachfrage nach unseren Inhouse-Schulungen“,</p></blockquote>
<p>sagt Kirsten Ben Haddou.</p>
<blockquote><p>„Besonders wecken unsere Angebote im Bereich der Fachkräftezuwanderung Interesse, da diese für Betriebe viele Fragen aufwirft, die wir in unseren Fortbildungen behandeln und beantworten können.“</p></blockquote>
<p>Die ein- bis dreitägigen Inhouse-Schulungen zur kultursensiblen Arbeit können individuell auf die jeweiligen Fragen und Bedarfe von Interessierten abgestimmt werden. Ziel ist es, Einrichtungen und Unternehmen auf die Anforderungen zunehmender Vielfalt in der Gesellschaft vorzubereiten. Dabei können Fragen zu religiösen Minderheiten ebenso behandelt werden wie Einstellungen zu Gesundheit und Krankheit oder psychosoziale Flucht- und Migrationsfolgen.</p>
<p>In Planung sind für dieses Jahr zudem noch zwei Tagungen: Am 17. Juli 2024 wird es in Dortmund um den Anstieg von Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt gehen. Die zweite Tagung wird am 28. November 2024 online im Rahmen von <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/inkludmi/" target="_blank" rel="noopener">„Inklud:Mi“</a> stattfinden. Nähere Informationen finden Sie in Kürze hier.</p>
<p>Interessierte, die eine Inhouse-Schulung buchen möchten, senden am besten eine kurze Kontaktanfrage per E-Mail an <a href="&#109;&#x61;i&#x6c;t&#111;&#x3a;&#102;&#x6f;k&#117;&#x73;&#64;&#x69;b&#x62;&#x2d;&#100;&#x2e;d&#x65;">&#x66;&#x6f;&#x6b;&#x75;&#x73;&#x40;&#x69;&#x62;&#x62;&#x2d;&#x64;&#x2e;&#x64;&#x65;</a>.</p>
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<div id="attachment_34512" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34512" class="wp-image-34512" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png" alt="Titelbild des Projekt-Flyers. " width="250" height="250" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-1024x1024.png 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-150x150.png 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-768x768.png 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-210x210.png 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><p id="caption-attachment-34512" class="wp-caption-text">Ausführliche Informationen zur Buchung von Schulungen enthält der Projekt-Flyer.</p></div>
<p><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></p>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf" rel="noopener">Hier finden Sie unseren Projekt-Flyer zum Download.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a></p>
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<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
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<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
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			</item>
		<item>
		<title>fokusplus: Schulungsreihe in Essen für mehr als 100 Mitarbeitende aus Willkommens-Teams der Ausländerbehörden</title>
		<link>https://ibb-d.de/fokusplus-schulungsreihe-in-essen-fuer-mehr-als-100-mitarbeitende-aus-willkommens-teams-der-auslaenderbehoerden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Mar 2024 07:30:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
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					<description><![CDATA[IT-Spezialistinnen und Krankenpfleger, Friseure und Mechatronikerinnen – mehrere 100.000 Fachkräfte fehlen in vielen Betrieben. Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll Zugewanderten aus Drittstaaten den Zutritt zum Arbeitsmarkt erleichtern. Doch wie die vielen neuen Vorschriften anzuwenden sind, ist im Einzelfall gar nicht so einfach. In der Schulungsreihe im Rahmen des neuen Projekts „fokusplus“ organisiert das Internationale Bildungs- und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>IT-Spezialistinnen und Krankenpfleger, Friseure und Mechatronikerinnen – mehrere 100.000 Fachkräfte fehlen in vielen Betrieben. Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll Zugewanderten aus Drittstaaten den Zutritt zum Arbeitsmarkt erleichtern. Doch wie die vielen neuen Vorschriften anzuwenden sind, ist im Einzelfall gar nicht so einfach. In der Schulungsreihe im Rahmen des neuen Projekts „fokus<sup>plus“ </sup>organisiert das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund seit Dezember 2023 eine sechs Module umfassende Schulungsreihe für Mitarbeitende der Stadt Essen sowie aus weiteren kommunalen Ausländerbehörden.</p>
<div id="attachment_34537" style="width: 461px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8940b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34537" class="wp-image-34537 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8940b.jpg" alt="Unser Foto zeigt einen Blick über die Köpfe der Zuhörenden hinweg auf den Referenten, Verwaltungsrichter Dr. Niclas Stock, der sich in Hannover in der Refugee Law Clinic engagiert. " width="451" height="248" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8940b.jpg 841w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8940b-300x165.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8940b-768x422.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 451px) 100vw, 451px" /></a><p id="caption-attachment-34537" class="wp-caption-text">Dr. Niclas Stock stellte die wesentlichen Änderungen der Gesetzesnovelle zur Fachkräfteeinwanderung vor.</p></div>
<p>„Unsere Veranstaltungsreihe trifft offenbar einen Nerv“, sagt Kirsten Ben Haddou vom IBB e.V., die die eintägigen Schulungen koordiniert. „Das Interesse und vor allem der Bedarf sind riesig.“ Teilnehmende kommen nicht nur aus Essen, sondern auch aus Moers, dem Kreis Wesel, dem Kreis Recklinghausen, Hagen und Münster und sogar aus Bremen und Hannover.</p>
<p>Bis zu 140 Interessierte können an den insgesamt sechs Schulungsterminen dieser ersten Reihe teilnehmen. Die Gruppen sollen nicht zu groß werden, denn neben Input-Vorträgen ist immer auch eine Bearbeitung von Beispielfällen in Gruppenarbeit vorgesehen sowie kollegialer Austausch und Vernetzung.</p>
<p>Inhaltlich geht es insbesondere um das Gesetz zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung, das zum 23.12.2023 in Kraft trat, und die Verordnung zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung, die zum 18.11.2023 und zum 1.03.2024 zahlreiche Änderungen mit sich bringt. Erwerbstätigkeit ist demzufolge Zugewanderten aus Drittstaaten mit jedem Aufenthaltstitel erlaubt – es sei denn, es liegt ein Verbot oder eine Beschränkung vor.</p>
<div id="attachment_34532" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34532" class="wp-image-34532 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8896-300x262.jpg" alt="Unser Foto zeigt zwei Männer und eine Frau in ein Gespräch vertieft. " width="300" height="262" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8896-300x262.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8896-768x671.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/fokusplus_Essen_IMG_8896.jpg 879w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-34532" class="wp-caption-text">Bei Gruppenarbeiten und beim kollegialen Austausch werden Erfahrungen ausgetauscht und Netzwerke geknüpft. Fotos: Mechthild vom Büchel &#8211; IBB e.V.</p></div>
<p>Doch für welche Berufe und Tätigkeiten liegen Beschränkungen vor und welche ausländischen Qualifikationen können von welcher Institution anerkannt werden? In den Seminaren geht es daher auch immer wieder um Fallbeispiele: Welche Regel greift, wenn die Ausbildung des Bäckers aus Kolumbien in Deutschland nicht anerkannt werden kann oder der gelernte Mediengestalter aus Indien seinen Aufenthaltstitel im Rahmen des Familiennachzugs erhalten hat, sich aber nun von seiner Frau trennt?</p>
<p>Wer ist überhaupt eine „Fachkraft“ im Sinne des Gesetzes und warum gibt es eine Mindest-Verdienstgrenze für ältere Zugewanderte, die doch eine Festanstellung in Aussicht haben? Chancenkarte und Anerkennungs-Partnerschaft, „Spurwechsel“ und „Ausbildungsduldung“ sind Stichworte, die bei den Diskussionen über die verschiedenen Fallbeispiele eine Rolle spielen.</p>
<p>Die sechs Schulungen setzen jeweils einen inhaltlichen Schwerpunkt: Mal geht es um den Aufenthalt zum Zweck der Ausbildung und Erwerbstätigkeit, mal um den Aufenthalt aus familiären Gründen – immer um die Verbesserung der interkulturellen Kommunikation.</p>
<p>„Wir haben diese Reihe in enger Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde Essen gestaltet und erreichen dort insbesondere Mitarbeitende aus dem Welcome- und Service-Team im Erstkontakt mit Hilfesuchenden, aber auch Mitarbeitende der Leitungsebene aus weiteren Abteilungen“, schildert Kirsten Ben Haddou.</p>
<p>Als fachkundige Referierende hat das IBB e.V. Katrin von Horn, Dr. Niclas Stock und Dr. Mirko Widdascheck gewonnen. Die Rechtsreferendarin und die beiden Richter am Verwaltungsgericht in Hannover gründeten als Team die dortige Refugee Law Clinic (RLC) und kennen die Fälle sowie die rechtlichen Fallstricke bestens. Die RLC Hannover unterstützt insbesondere Zugewanderte mit Fluchthintergrund in Rechtsfragen.</p>
<p>Haben wir Ihr Interesse geweckt? Interessieren Sie sich für eine Fortbildung im Kontext Fachkräfteeinwanderung oder interkulturelle Kommunikation? Senden Sie uns einfach eine E-Mail an <a href="&#x6d;&#x61;&#x69;&#108;&#116;&#111;:f&#x6f;&#x6b;&#x75;&#x73;&#64;&#105;bb&#x2d;&#x64;&#x2e;&#x64;&#101;" target="_blank" rel="noopener">&#x66;&#111;k&#x75;&#x73;&#64;i&#x62;&#x62;&#45;d&#x2e;&#100;e</a>.</p>
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<div id="attachment_34512" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34512" class="wp-image-34512" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png" alt="Titelbild des Projekt-Flyers. " width="250" height="250" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-1024x1024.png 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-150x150.png 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-768x768.png 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-210x210.png 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><p id="caption-attachment-34512" class="wp-caption-text">Ausführliche Informationen zur Buchung von Schulungen enthält der Projekt-Flyer.</p></div>
<p><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></p>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf" rel="noopener">Hier finden Sie unseren Projekt-Flyer zum Download.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a></p>
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<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
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			</item>
		<item>
		<title>Neues EU-Projekt „fokusplus“ ermöglicht kultursensible Fortbildungen jetzt auch für Unternehmen und Betriebe</title>
		<link>https://ibb-d.de/neues-eu-projekt-fokusplus-ermoeglicht-kultursensible-fortbildungen-jetzt-auch-fuer-unternehmen-und-betriebe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 07:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun ist offiziell! Mit dem neuen Projekt „fokusplus“ ermöglicht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit EU-Mitteln eine neue Reihe von Fortbildungen zur kultursensiblen Arbeit. Zum 1. Februar 2024 wurde das Projekt nun auch offiziell bewilligt, das mit dem vorläufigen Maßnahmenbeschluss bereits seit Juni vergangenen Jahres vorbereitet werden konnte. Bis Mai 2026 können Inhouse-Schulungen, Fachtagungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist offiziell! Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus“ </sup>ermöglicht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit EU-Mitteln eine neue Reihe von Fortbildungen zur kultursensiblen Arbeit. Zum 1. Februar 2024 wurde das Projekt nun auch offiziell bewilligt, das mit dem vorläufigen Maßnahmenbeschluss bereits seit Juni vergangenen Jahres vorbereitet werden konnte.</p>
<p>Bis Mai 2026 können Inhouse-Schulungen, Fachtagungen und Vorträge zum Thema Migration, Integration und Flucht konzipiert werden. Das besondere Plus: Erstmals können neben Nichtregierungsorganisationen der Migrationsarbeit, kommunalen Beratungsstellen und Behörden nun auch Betriebe und Unternehmen die Schulungen beauftragen. Dank der Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU sind die Angebote in der Regel kostenlos.</p>
<div id="attachment_34512" style="width: 311px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34512" class="wp-image-34512" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png" alt="Das Titelbild des Flyers für das Projekt fokusplus zeigt die Logos des IBB, des Projekts, und der EU und ein Symbolbild, auf dem zwei Finger einer Hand zwei Holzklötze mit Buchstaben gerade so bewegen, dass zwei Wörter lesbar sind Integration und Migration. " width="301" height="301" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-1024x1024.png 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-150x150.png 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-768x768.png 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-210x210.png 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px" /></a><p id="caption-attachment-34512" class="wp-caption-text">Der Projektflyer enthält Beispiele für mögliche Lerninhalte, die das Team des IBB e.V. im neuen Projekt fokusplus bis März 2026 vermitteln kann.</p></div>
<p>Das Projekt „fokus<sup>plus“ </sup>baut inhaltlich auf mehrere Vorgängerprojekte fokus auf, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. seit vielen Jahren angeboten hat. Daher können auch kurzfristig Schulungen organisiert werden zum Beispiel zu Rechtsfragen, psychosozialen Flucht- und Migrationsfolgen, Rollen- und Wertesystemen oder zum Umgang mit Behinderung, Erkrankung und Sucht bei Zugewanderten aus verschiedenen Herkunftsländern. Neu hinzu kommen Lerninhalte zu nachhaltigem Umwelt-, Konsum- und Energieverhalten im Kontext Zuwanderung.</p>
<p>„Unser Ziel ist es, interaktiv und abwechslungsreich Fachwissen und praxisorientierte Handlungssicherheit für verschiedene Berufsgruppen zu vermitteln“, sagt Kirsten Ben Haddou, Projektreferentin des IBB e.V. „Gleichzeitig entsteht ein Netzwerk, das häufig auch nach dem Ende der jeweiligen Schulungseinheit einen schnellen fachlichen Austausch ermöglicht.“</p>
<p>Schulungen oder Workshops können wahlweise ein- bis dreitägig im gesamten Bundesgebiet in Präsenz oder online angeboten werden. Zudem bietet das IBB e.V. Einrichtungen und Unternehmen eine Beratung zur kultursensiblen Öffnung an.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf" target="_blank" rel="noopener">Der „fokus<sup>plus “-</sup>Flyer steht hier zum Download bereit.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Nähere Informationen finden Sie hier.</a></p>
<p><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></p>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet mit Tagungen, Seminaren, Vorträgen und Inhouse-Schulungen aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
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<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“  </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tagung „Sehnsuchtsziel Deutschland – Erwartungen und Erfahrungen bei Neuzuwanderung“: „Etwas weniger Aufgeregtheit würde den Diskursen guttun“</title>
		<link>https://ibb-d.de/online-tagung-sehnsuchtsziel-deutschland-erwartungen-und-erfahrungen-bei-neuzuwanderung-etwas-weniger-aufgeregtheit-wuerde-den-diskursen-guttun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 13:09:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutschland ist nicht das Sehnsuchtsziel Nummer 1 für hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Besonders die Bürokratie sei „ein dramatisches Problem.“ Dr. Pau Palop-Garcia, Migrationsforscher beim DeZIM-Institut Berlin, räumte gleich zu Beginn der IBB-Tagung „Sehnsuchtsziel Deutschland – Erwartungen und Erfahrungen bei Neuzuwanderung“ am Donnerstag, 30. November 2023, mit Fehleinschätzungen auf. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland ist nicht das Sehnsuchtsziel Nummer 1 für hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Besonders die Bürokratie sei „ein dramatisches Problem.“ Dr. Pau Palop-Garcia, Migrationsforscher beim <a href="https://www.dezim-institut.de/" target="_blank" rel="noopener">DeZIM-Institut Berlin</a>, räumte gleich zu Beginn der IBB-Tagung „Sehnsuchtsziel Deutschland – Erwartungen und Erfahrungen bei Neuzuwanderung“ am Donnerstag, 30. November 2023, mit Fehleinschätzungen auf.</p>
<p>Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks e.V. in Dortmund (IBB e.V.) hatte mehr als 70 Teilnehmende zur Online-Tagung begrüßt, die einen Überblick über den Stand der Forschung gab und auch beispielhaft den Erfahrungen von drei nach Deutschland Zugewanderten mit unterschiedlicher Migrationsgeschichte Raum gab.</p>
<p>„Mit unserer Auftaktveranstaltung im Projekt fokus<sup>plus </sup>möchten wir im Dialog mit Forschenden und Zugewanderten aktuelles Wissen zu Migration vermitteln und dazu beitragen, die Kommunikation von Migrant*innen mit Institutionen der Aufnahmegesellschaft und der Arbeitswelt zu verbessern“,  sagte Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e.V..</p>
<p>Die neuen Fortbildungsangebote des Projektes fokus<sup>plus</sup> von 2023-2026 greifen Erfahrungen aus den Vorgängerprojekten auf und bieten auch im Bereich der Fachkräftezuwanderung Schulungen für Interessierte an.</p>
<div id="attachment_33823" style="width: 612px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-33823" class="wp-image-33823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164-300x171.png" alt="Dieser Screenshot zeigt eine Grafik und den Referenten Dr. Pau Palop-Garcia klein eingeklingt: Deutschland liegt demnach als mögliches Zielland für Auswanderer lediglich im Mittelfeld. " width="602" height="343" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164-300x171.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164-768x438.png 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164.png 827w" sizes="auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px" /></a><p id="caption-attachment-33823" class="wp-caption-text">Deutschland ist bei weitem nicht die Nummer 1 für Fachkräfte aus Drittstaaten, die sich ernsthaft mit einer möglichen Auswanderung aus ihrem Herkunftsland beschäftigen. Dr. Pau Palop-Garcia (kleines Foto) verdeutlichte dies anhand einer OECD-Studie. Screenshot: IBB e.V. &#8211; Mechthild vom Büchel</p></div>
<p>Dr. Pau Palop-Garcia zitierte in seinem Vortrag die jüngste OECD-Studie: Demnach steht Deutschland als mögliches Zielland für ausgebildete Fachkräfte im Mittelfeld. Bei Studierenden dagegen belegt Deutschland Platz 2 hinter den USA. Dies sei „ein Zeichen, dass Deutschland etwas falsch macht“. Denn Studierende ziehen meist weiter. Wer Fachkräfte werben will, müsse sich aktiv bemühen.</p>
<p>Über ihre Erfahrungen mit der Einwanderung nach Deutschland berichteten eine Sozialarbeiterin aus Aserbaidschan, ein Veranstaltungskaufmann aus Syrien und ein Maschinenbauer aus Brasilien, der Deutschland als Student kennengelernt und einige Jahre nach Abschluss seines Studiums nach Deutschland zurückgekehrt war. Schwierig sei die Anerkennung von Berufsabschlüssen, berichtete die Sozialarbeiterin, die bereits vor 22 Jahren eingewandert war und zuvor in Aserbaidschan als Kunstlehrerin gearbeitet hatte. Auch der 2015 nach Deutschland geflüchtete Syrer hatte Probleme mit der Anerkennung seines Hochschulabschlusses in Betriebswirtschaft. Er nutzte die Wartezeit kurzentschlossen für eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. „Heute zählt bei Bewerbungen nur meine Ausbildung in Deutschland“, berichtete er. Der Maschinenbauer aus Brasilien musste sein erstes Flugticket nach Deutschland verfallen lassen. Das Visum lag nicht vor. „Es stellte sich heraus, dass der Sachbearbeiter schlicht vergessen hatte, es zu schicken“, erzählte er lächelnd.</p>
<p>Die Bürokratie sei eine besonders hohe Hürde bei allen Bemühungen um Fachkräftezuwanderung, berichteten Betroffene wie Referierende. So müssten Interessierte bis zu 15 Monate auf einen Termin zur Visums-Beantragung warten. Die Behörden seien schlicht überlastet. Belastend seien auch die oft befristeten Aufenthaltsgenehmigungen für die praktische Organisation des Alltags, erzählte der Kaufmann aus Syrien. „Ich hatte gedacht, ich könnte in Deutschland sofort arbeiten.“</p>
<div id="attachment_33828" style="width: 609px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Roger_Fornoff_5973.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-33828" class="wp-image-33828" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Roger_Fornoff_5973-300x139.png" alt="Dieses Foto zeigt Dr. Roger Fornoff, Leiter des Lehrbereichs Deutsch als Fremdsprache an der Uni Köln, vor einem virtuellen Hintergrund der Universität, beim Vortrag im Projekt fokus plus: &quot;Welche Werte dürfen wir erwarten?&quot;" width="599" height="278" /></a><p id="caption-attachment-33828" class="wp-caption-text">Dr. Roger Fornoff, Leiter des Lehrbereichs Deutsch als Fremdsprache an der Uni Köln, sensibilisierte in seinem Vortrag für die unterschiedlichen &#8211; offen ausgesprochenen und unausgesprochenen &#8211; Erwartungen an Zugewanderte. Screenshot: IBB e.V. &#8211; Mechthild vom Büchel</p></div>
<p>Dr. Roger Fornoff, Leiter des <a href="https://portal.uni-koeln.de/international/studium-in-koeln/lehrbereich-deutsch-als-fremdsprache" target="_blank" rel="noopener">Lehrbereichs Deutsch als Fremdsprache an der Universität Köln</a>, plädierte für eine Offenheit im Umgang mit Zugewanderten: „Es ist wichtig, dass wir wissen, es sind Stereotype, in denen wir denken.“ Jede Lehrkraft und jeder Mitarbeitende in einer Behörde repräsentiere ebenso ein „Mikromodell von Deutschland“, das Stereotype beim Gegenüber bestätigt oder irritiert. Mit Blick auf die aktuellen politischen Diskussionen im Kontext des Krieges in Nahost warnte er vor der Gefahr, „dass wir uns in Positionen eingraben und das Gegenüber nicht mehr wahrnehmen.“</p>
<div id="attachment_33848" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Timo-Tonassi_6085-e1701783163328.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-33848" class="wp-image-33848 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Timo-Tonassi_6085-e1701783163328-300x284.png" alt="Dr. Timo Tonassi, Lehrbeauftragter an der Georgetown Universität in Washington, bei seinem Vortrag im Projekt fokus plus: Er war aus den USA zugeschaltet und berichtete über die Ergebnisse seiner Forschung zu Einstellungen von Zugewanderten. " width="300" height="284" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Timo-Tonassi_6085-e1701783163328-300x284.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Timo-Tonassi_6085-e1701783163328.png 455w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-33848" class="wp-caption-text">Dr. Timo Tonassi, Lehrbeauftragter an der Georgetown Universität in Washington, war aus den USA zugeschaltet und berichtete über die Ergebnisse seiner Forschung zu Einstellungen von Zugewanderten. Screenshot: IBB e.V. &#8211; Mechthild vom Büchel</p></div>
<p>Dr. Timo Tonassi, Lehrbeauftragter an der <a href="https://www.georgetown.edu/" target="_blank" rel="noopener">Georgetown Universität in Washington/DC</a>, berichtete, dass es noch immer wenig empirische Forschung zu Einstellungen von Zugewanderten gibt. Er hatte für eine Studie im Jahr 2018 Zugewanderte aus Syrien, Afghanistan und Irak befragt. Ergebnis: Zugewanderte seien bereit, sich auf kulturelle Unterschiede einzustellen. Diskurse in Politik und Medien hätten allerdings einen großen Einfluss auf Integrationsprozesse. Sein Fazit: „Etwas weniger Aufgeregtheit würde den Diskursen guttun.“</p>
<p><strong>Über das Projekt fokus<sup>plus</sup>:</strong></p>
<p>Mit dem neuen Projekt fokus<sup>plus  </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. fokus<sup>plus </sup>bietet mit Tagungen, Seminaren, Vorträgen und Inhouse-Schulungen aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. fokus<sup>plus</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
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<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
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<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/Dokumentation_fokus-plus_2023_Sehnsuchtsziel_Deutschland.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die ausführliche Dokumentation der Online-Tagung finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über das Projekt fokus<sup>plus  </sup>finden Sie hier. </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sehnsuchtsziel Deutschland – Erwartungen und Erfahrungen bei Neuzuwanderung. IBB e.V. lädt ein zur Auftakt-Tagung im neuen EU-Projekt „fokusplus“</title>
		<link>https://ibb-d.de/sehnsuchtsziel-deutschland-erwartungen-und-erfahrungen-bei-neuzuwanderung-ibb-e-v-laedt-ein-zur-auftakt-tagung-im-neuen-eu-projekt-fokusplus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jocelyne Jakob]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Sep 2023 07:06:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ibb-d.de/?p=33347</guid>

					<description><![CDATA[Welches Bild haben Zuwandernde von Deutschland? Was erwarten sie? Und was erwartet sie? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Online-Tagung zum Auftakt des neuen EU-Projekts „fokusplus“. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks e.V. lädt für Donnerstag, 30. November 2023, von 9 bis 16 Uhr zur Teilnahme ein. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Im Jahr 2022 sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Welches Bild haben Zuwandernde von Deutschland? Was erwarten sie? Und was erwartet sie? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Online-Tagung zum Auftakt des neuen EU-Projekts „fokus<sup>plus“</sup>. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks e.V. lädt für Donnerstag, 30. November 2023, von 9 bis 16 Uhr zur Teilnahme ein. Anmeldungen sind ab sofort möglich.</p>
<p>Im Jahr 2022 sind so viele Menschen nach Deutschland zugewandert wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft sind im vergangenen Jahr 1,46 Millionen Menschen mehr nach Deutschland zugewandert als ausgewandert. Allein aus der Ukraine flohen rund 960.000 Menschen infolge des russischen Angriffskrieges. Deutschland gilt als sicherer Hafen und Sehnsuchtsziel. Und Deutschland wirbt aktiv Fachkräfte im Ausland an, um die Folgen des demografischen Wandels zu mildern.</p>
<p>Doch welche Vorstellung haben Zuwandernde aus Drittstaaten von Deutschland? Was betrachten sie als „typisch deutsch“? Und andersherum: Was weiß die Aufnahmegesellschaft über die Zuwandernden und welche Rolle spielt die mediale Berichterstattung im In- und Ausland? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung zum neuen Projekt fokus<sup>plus</sup>. Antworten geben drei Zugewanderte aus Aserbaidschan, Syrien und Brasilien, die über ihre Erfahrungen berichten. Für wissenschaftlich fundierten Input sorgen Dr. Pau Palop-Garcia, Migrationsforscher am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) in Berlin, Dr. Roger Fornoff, Leiter des Lehrbereichs Deutsch als Fremdsprache an der Universität zu Köln, und Dr. Timo Tonassi, Lehrbeauftragter der Georgetown Universität Washington am Institut für das Studium der internationalen Migration.</p>
<p>„Mit der Unterstützung unserer Referentinnen und Referenten wollen wir kulturell erlebte Unterschiede und den Umgang mit Werten in einer zunehmend diversen Gesellschaft aus fachlicher und persönlicher Perspektive betrachten und dabei unser Wissen und auch unser Einfühlungsvermögen vertiefen“, sagt Kirsten Ben Haddou, Projektreferentin beim IBB e.V..</p>
<p>Ziel der Tagung ist es, die Kommunikationsprozesse zwischen alteingesessener und neuer Bevölkerung in Deutschland zu optimieren und Missverständnisse auszuräumen.</p>
<p>Die Online-Veranstaltung „Sehnsuchtsziel Deutschland – Erwartungen und Erfahrungen bei Neuzuwanderung“ ist die Auftaktveranstaltung zur neuen Reihe von Tagungen und Fortbildungen „fokus<sup>plus“ </sup>zur kultursensiblen Arbeit. Die Teilnahme ist dank Förderung durch die Europäische Union kostenfrei.</p>
<p>Das detaillierte Programm und den Anmeldecoupon finden Sie <a href="https://ibb-d.de/events/sehnsuchtsziel-deutschland-erwartungen-und-erfahrungen-bei-neuzuwanderung-onlinetagung/">hier.</a></p>
<h4>Das Projekt „fokus<sup>plus</sup><sup>“</sup>:</h4>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet  mit Tagungen, Seminaren, Vorträgen und Inhouse-Schulungen aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p>fokus<sup>plus</sup> wird kofinanziert durch die Europäische Union</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31358" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg" alt="" width="383" height="166" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 383px) 100vw, 383px" /></a><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg" alt="" width="245" height="194" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Netzwerktag Inklud: Mi ist erfolgreicher Abschluss des Projektes fokus4</title>
		<link>https://ibb-d.de/netzwerktag-inklud-mi-ist-erfolgreicher-abschluss-des-projektes-fokus4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2023 11:58:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und dem Verdacht auf eine Behinderung oder Beeinträchtigung brauchen eine gründliche kultursensible Differenzialdiagnostik und die mit ihnen befassten Fachkräfte benötigen dafür ausreichend Zeit. Denn bis zu 50 Prozent der jungen Geflüchteten haben in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht belastende Erfahrungen gemacht, die zu vorübergehenden oder bleibenden psychischen Beeinträchtigungen führen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und dem Verdacht auf eine Behinderung oder Beeinträchtigung brauchen eine gründliche kultursensible Differenzialdiagnostik und die mit ihnen befassten Fachkräfte benötigen dafür ausreichend Zeit. Denn bis zu 50 Prozent der jungen Geflüchteten haben in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht belastende Erfahrungen gemacht, die zu vorübergehenden oder bleibenden psychischen Beeinträchtigungen führen können, bei bis zu 30 % erwächst daraus eine Traumafolgestörung. Dieser Erfahrungswert wurde auf der Online-Tagung „Zugewanderte Familien mit Kindern: Teilhabe in Schule, Freizeit und Beruf bei Behinderung/Beeinträchtigung“ am Dienstag, 7. Februar 2023 – organisiert vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund – genannt.</p>
<blockquote><p>„Wir prägen Lebenswege“</p></blockquote>
<p>Die Zuweisung zu Regel- oder Förderschulen, in eine reguläre Ausbildung oder eine Werkstatt für Behinderte könne ebenso wie die Fehldiagnose einer physischen oder psychischen Einschränkung sehr weitreichende Folgen für die Betroffenen und ihre Familien haben. „Wir prägen Lebenswege“, riefen die Referentinnen den mehr als 50 Teilnehmenden in Erinnerung. Häufig werde in Ämtern und Beratungsstellen nach bewährten Handlungsmustern schnell und effizient nach einer Lösung gesucht, um möglichst schnell Therapien oder andere Fördermöglichkeiten zu erschließen. Dies sei aber nicht immer zielführend im Sinne der jungen Betroffenen und ihrer Familien.</p>
<blockquote><p>„Bei Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung kann es allein schon aufgrund von Sprachproblemen dazu kommen, dass eine Behinderung oder Beeinträchtigung entweder falsch diagnostiziert wird oder auch nicht erkannt wird, obwohl therapeutische Hilfe nötig wäre“,</p></blockquote>
<p>sagte Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e.V. Sowohl Beobachtungen als auch Gespräche können zu folgenschweren Fehlinterpretationen führen, da die Benennung von Symptomen in vielen Kulturen weniger direkt und umschreibend erfolgt und dadurch die Zuhörenden manchmal auf eine falsche Fährte führt. Zudem sehen sich Zugewanderte häufig konfrontiert mit einem aus ihrer Sicht verwirrenden System von Diagnosen, für die unterschiedliche Therapien und Fördermaßnahmen organisiert werden müssen. Kultursensible Kommunikation müsse daher auch das Vorwissen der Familien und die herkunftsgeprägte Haltung gegenüber Beeinträchtigungen und Behinderungen berücksichtigen. Sobald die Kinder schulpflichtig sind, stellt sich die Frage nach der geeigneten Schulform und ob die Kinder in den Regelunterricht aufgenommen werden können oder ob eine Inklusionsklasse oder Förderschule angeraten ist. Dies  gilt gerade auch aktuell durch die vielen neu zugewanderten Geflüchteten aus der Ukraine , Afghanistan und Syrien, die meist kaum Kenntnisse zum Hilfesystem hier haben. Daher ist es wichtig, das Thema wiederholt auf die Agenda von Fachtagungen und Fortbildungen zu setzen, was durch den Fachtag „Inklud:Mi“ seit nunmehr neun Jahren geschieht.</p>
<p>Wie die Weichenstellung in der Praxis erfolgt, erläuterten Laura Brathwaite und Britta Vohns von der Stadt Dortmund zu Beginn des Fach- und Vernetzungstages Inklud:Mi. Sie stellten zu Beginn die Arbeit des <a href="https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/bildungwissenschaft/dienstleistungszentrum_bildung/start_dlzb/index.html" target="_blank" rel="noopener">Dienstleistungszentrums Bildung</a> vor, zu dessen Aufgaben die Vermittlung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in Schulen und Berufsschulen gehört. Das DLZ Bildung halte auch mehrsprachige Informationen zu einer so genannten sonderpädagogischen Förderung bereit, ein Begriff, der Eltern aus Drittstaaten häufig nicht bekannt ist. Das erforderliche AO-SF –Verfahren werde meist von den Eltern, manchmal auch von den Schulen eingeleitet. Die Einschätzung einer Teilnehmerin, Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund würden teilweise zur Einleitung eines AO-SF-Verfahren gedrängt, um die Regelschulen zu entlasten, konnten aus dem Kreis der Teilnehmenden, die unter anderem auch in Kommunalen Integrationszentren, Schulen und Beratungsstellen arbeiten, allerdings nur vereinzelt bestätigt werden. Gerade bei Kindern mit Fluchterfahrung werde beim Verdacht auf einen sonderpädagogischen Förderbedarf die besondere Situation eines Kindes mit Fluchterfahrung wie auch der gesamten Familie mit einbezogen. Denn sowohl die aktuelle Wohnsituation zum Beispiel auf beengtem Raum in einer Sammelunterkunft als auch belastende Erlebnisse vor oder während der Flucht können die Konzentrations- und Lernfähigkeit zeitweise oder auch dauerhaft beeinträchtigen.</p>
<p><strong>„Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung, wie Vorbeugung und Versorgung definiert ist“</strong></p>
<p>Im anschließenden Input über die Diagnostik, Früherkennung und Lenkung gab die Diplom-Pädagogin und Therapeutin Cornelia Kaiser-Kauczor aus Düsseldorf Impulse zu einem kultursensiblen und gleichzeitig gelassenen Blick auf das gesamte Umfeld des Kindes. Dabei müsse auch immer wieder das für die Kinder wie auch die Familien zumutbare Tempo berücksichtigt werden. „Manche Kulturen durchlaufen eine längere Phase des Leidens<strong>.“</strong> In Deutschland dagegen werde vergleichsweise schnell und effizient nach Lösungen gesucht, was den Betroffenen nicht immer gerecht werde.</p>
<p>„Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung, wie Vorbeugung und Versorgung definiert ist. Aber dies deckt sich nicht unbedingt mit den Vorstellungen bei meinem Gegenüber.“ Sie schilderte das Beispiel eines geflüchteten Jungen auf Afghanistan, der nach seiner Ankunft in Deutschland fälschlich als geistig behindert eingestuft worden war und einen langen Leidensweg hatte, bis er sich von dieser Fehldiagnose lösen konnte. Ihr Tipp lautete daher, nicht unbedingt auf eine schnelle Diagnose zu setzen. Eine vorsichtige Verdachts-Diagnose könne den Weg zu Fördermöglichkeiten und Therapien öffnen, ohne Betroffene zu stigmatisieren. So könnten Eltern zum Beispiel in der Schule einen Nachteilsausgleich beantragen, wenn eine Lernschwäche als Folge belastender Erlebnisse nur vorübergehend ist. Dies verschaffe dem Kind Zeit, ohne dass sofort ein Wechsel auf eine Förderschule erwogen werden müsse.</p>
<blockquote><p>&#8222;Es gibt ganz viel Hoffnung&#8220;</p></blockquote>
<p>Bestätigt wurden ihre Ausführungen aus der Zuhörerschaft. So berichtete die Referentin und Traumapädagogin Jacqueline Gehrke vom Fall eines komplex traumatisierten Mädchens, welches  als geistig behindert eingestuft werden sollte, das wenig später aber nach traumatherapeutischer Behandlung den gesamten Unterrichtsstoff der Grundschule in nur eineinhalb Jahren nachholte. „Es gibt ganz viel Hoffnung!“, riet sie daher. „Nur nicht aufgeben. Und richtig behandeln!“</p>
<p>Über ihre Arbeit in der Beratungs- und Kontaktstelle für Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung in Dortmund berichteten anschließend Nigar Aliyeva und llona Prilla. Das Team des <a href="https://lebenshilfe-dortmund.de/de/" target="_blank" rel="noopener">Vereins Lebenshilfe e.V.</a> vermittelt Informationen über Fördermöglichkeiten für (neu) Zugewanderte und organisiert aktuell rund 180 Schulbegleitungen für Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf im Auftrag der Stadt Dortmund. In der anschließenden Diskussion rankten sich Fragen um die Qualifikation der Schulbegleitungen, die meist aus „geeigneten“, also angeleiteten Erwachsenen oder Mitarbeitenden im Freiwilligen Sozialen Jahr rekrutiert werden. Einige Kommunen ermöglichen offenbar auch eine Schulbegleitung durch fachlich höher qualifizierte Integrationsassistenten oder –assistentinnen, wie eine Teilnehmerin aus dem Rhein-Sieg-Kreis berichtete. Dies könne auch davon abhängen, ob das Sozialamt oder Jugendamt zuständig ist. Seltener nachgefragt werde eine Schulbegleitung für ältere Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen oder Berufskollegs, bestätigte Britta Vohns für Dortmund. Bei Bedarf könne jedoch auch hier Unterstützung gestellt werden. Kritisiert wurde die Haltung einiger Schulen, Schülerinnen und Schüler eine Teilnahme am Unterricht zu verweigern, wenn kurz- oder längerfristig keine Schulbegleitung zur Verfügung steht. Dies verstoße gegen geltendes Recht, sagte eine Teilnehmerin. „Die Schulpflicht gilt auch für den Staat!“</p>
<p><strong>Selbsthilfe wird beim &#8222;Frühstück&#8220; organisiert</strong></p>
<p>In den anschließenden Workshops zur Stärkung der sozialen Teilhabe stellte der <a href="http://mina-berlin.eu/" target="_blank" rel="noopener">Verein MINA e.V. aus Berlin</a> sein breitgefächertes Angebot für Zugewanderte mit Behinderungen vor. Statt von „Selbsthilfegruppen“ oder Angeboten für Angehörige von Menschen mit Behinderungen zu sprechen, habe es sich bewährt, von Angeboten für Väter, Mädchengruppen oder einfach „Frühstück“ zu sprechen. Tatsächlich werde bei solchen Frühstücks-Treffen jedoch überwiegend Selbsthilfe organisiert und niederschwellig Beratungsarbeit geleistet. Zudem werden einige Angebote nur in bestimmten Sprachen unterbreitet. „Wenn es um sehr persönliche Belange geht wie Krankheit oder Behinderung, dann spielt die Erstsprache doch eine wichtige Rolle“, so die Erfahrung von Ulrike Schwarz. Bisher gebe es daher Gruppen in türkischer und in arabischer Sprache. Weitere Gruppen für Zugewanderte, die russisch bzw. ukrainisch sprechen, seien aktuell in Vorbereitung. In der Theatergruppe, in den Sportgruppen oder beim Singen im Chor dagegen treffen sich Zugewanderte verschiedener Herkunftsländer. Sprachbarrieren spielen dort keine Rolle.</p>
<p>Hinsichtlich der Finanzierung der Angebote geht der Verein MINA e.V. kreative Wege: Eine Mitarbeiterin im Vorstand konzentriere sich auf die Gewinnung von Fördergeldern, die unter anderem aus kommunalen Mitteln zur Sportförderung, von der Aktion Mensch oder als Entlastungsleistungen aus der Pflegekasse kommen. Der Verein sei eng vernetzt mit den Sportvereinen vor Ort und den Behindertenbeauftragten. Und weil der Verein häufig gefragt werde, gebe es inzwischen eine Handreichung zur Nachahmung: „Es kann in jedem Bundesland so funktionieren wie bei uns, wobei es hier in Nordrhein-Westfalen ja zum Beispiel viele kleine Kommunen mit kleinen Behörden gibt“, sagte Ulrike Schwarz. Möglicherweise müssten Angebote vor diesem Hintergrund gebündelt werden.</p>
<p>Im Workshop interkulturelle Zugänge berichtete Traumapädagogin Jacqueline Gehrke von ihrer Arbeit im <a href="https://innosozial.de/" target="_blank" rel="noopener">Psychosozialen Traumazentrum Hamm</a>. Dort und auch vor Ort in der der zentralen Unterbringungseinrichtung für neu Zugewanderte in Hamm werde versucht in multiprofessioneller Zusammenarbeit möglichst frühzeitig vulnerable Gruppen zu erkennen. Psychische Beeinträchtigungen blieben den Fachkräften aber häufig verborgen, weil sie weniger offensichtlich sind als körperliche Beeinträchtigungen. Daher seien alle Mitarbeitenden für Problemlagen sensibilisiert worden, so dass bei Fragen Fachkräfte aus dem Psychosozialen Zentrum auf kurzem Wege schnell zu Rate gezogen werden können. Für eine psychische Stabilisierung der Betroffenen stehe Sicherheit fast immer an oberster Stelle. Da ein unsicherer Aufenthaltsstatus belastend wirkt, organisiert das Team in Hamm auch juristische Unterstützung. Diese Unterstützung schaffe Vertrauen und ermögliche dann im zweiten Schritt eine meist langsam wachsende Offenheit.</p>
<p><strong>Stabilisierendes Umfeld ist von zentraler Bedeutung</strong></p>
<p>Nach bisherigen Erfahrungen sei etwa jedes zweite zugewanderte Kind mit Fluchterfahrung traumatisiert. Für diese Kinder und Jugendlichen sei ein stabilisierendes Umfeld von zentraler Bedeutung. Das Problem potenziere sich noch, wenn Kinder in ihrer geistigen Entwicklung eingeschränkt und ihre Eltern, möglicherweise selbst durch Fluchterfahrungen und einen unsicheren Aufenthaltsstatus psychisch belastet sind. Die Traumapädagogin beschrieb das Fallbeispiel eines 14jährigen unbegleiteten Jungen aus Afghanistan, der durch Aggressionen gegen seine Betreuer und Mitbewohner aufgefallen war. Nach längerer Betreuung durch das psychosoziale Zentrum Hamm stellte sich heraus, dass der Junge in seinem Herkunftsland einen Überfall der Taliban und in der Folge den gewaltsamen Tod seines Bruders und eine schwere Verletzung seiner Schwester erlebt hatte. Danach hatte er sich allein in Richtung Europa aufgemacht und tragische Szenen auf einem Flüchtlingsboot miterlebt. Der Junge sei von seiner Angst und seinen Erinnerungen blockiert gewesen. Dennoch habe die Geschichte besprochen werden müssen, was zu einer Re-Traumatisierung führte. Dies sei jedoch für das Asylverfahren unvermeidlich. Die Teilnehmenden schilderten aus ihren Erfahrungen, dass vielfach Fachkräfte für Therapien fehlen oder weite Wege zurückgelegt werden müssen. Einzelne Teilnehmende berichteten aus ihrer Erfahrung, dass dies mit der Unterstützung von Ehrenamtlichen gelingt.</p>
<p>Im Workshop „Hinter dem Horizont“ konzentrierten sich Andreas Huckschlag, von <a href="https://www.mittendrin-koeln.de/beratung/eutb" target="_blank" rel="noopener">EUTB mittendrin e.V. Köln</a> und Eva-Maria Thoms vom Verein mittendrin e.V., auf Beschäftigungsperspektiven für junge Zugewanderte mit Behinderung oder Beeinträchtigung. Vielfach werde zuerst und allein an Werkstätten für Behinderte gedacht. Doch dort können junge Menschen keinen Berufsabschluss erlangen. Einmal im System sei es schwer, noch einmal zu wechseln. Deshalb stellten Eva-Maria Thoms und Andreas Huckschlag alternative Maßnahmen zur Eingliederung und beruflichen Teilhabe vor, die auch für diesen Personenkreis in Erwägung gezogen werden sollten. So könne zum Beispiel das Budget für Ausbildung nach §61a SGB IX genutzt werden.</p>
<blockquote><p>„Wir können heute recht schnell einschätzen, was überhaupt realistisch ist.“</p></blockquote>
<p>In einem weiteren Workshop „steps into work“ beschrieb Agnes Haß von der <a href="https://www.ausblick-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener">„ausblick hamburg“ gGmbH</a> Wege in die Berufs- und Arbeitswelt für junge Geflüchtete mit Behinderung und unklarem Aufenthaltsstatus auch vor dem Hintergrund des neuen Chancen-Aufenthaltsrechts. Im Herkunftsland erworbene berufliche Qualifikationen müssen teilweise durch Nachschulungen ergänzt werden, Sprachkenntnisse meist verbessert. Für Beratende sei es häufig schwierig, notwendige Fördermittel für Zugewanderte zu erschließen, besonders wenn ihre Leistungsfähigkeit nicht nur vorübergehend beeinträchtigt ist. „Wir können heute recht schnell einschätzen, was überhaupt realistisch ist“, sagte die Referentin. Sie schilderte das Beispiel eines ledigen Kurden aus dem Irak, der nach eigener Aussage jede Arbeit antreten wollte, nur um nicht abgeschoben zu werden. Die Beratung und Begleitung durch „ausblick hamburg“ dauerte zwei Jahre und reichte von der Unterstützung mit Nachhilfe bei der weiteren beruflichen Qualifikation bis zu einer Vermittlung in Therapie und Gesprächsangebote in Krisensituationen. Heute sei er auf einem guten Weg, eine Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten abzuschließen. „Ausblick hamburg“ setzt sich nicht nur für die Hilfesuchenden ein, sondern betreibt auch Lobbyarbeit. Denn auch Geflüchtete mit Behinderungen und gesundheitlichen Belastungen, die einen ungesicherten Aufenthaltsstatus haben, müssten mit ihren Anliegen und Bedarfen sichtbar werden. Auch für sie gelte das Recht auf Teilhabe und die Anwendung der UN-Behindertenkonvention.</p>
<p>Die erfolgreich verlaufene Tagung mit Impulsen und praktischen Tipps wurde von den Tagungsteilnehmenden sehr positiv aufgenommen. Sie vermittelte handlungsorientiertes Know-How für die Arbeit und interkulturelle Sensibilisierung zugleich.</p>
<p>Die Online-Tagung war zugleich Abschluss des zweijährigen Projektes fokus<sup>4</sup> und wurde durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU gefördert. Auf Grund der hohen Nachfrage ist bereits ein Folgeprojekt ab Herbst 2023 beantragt.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Doku_InkludMi_2023_Schule_Beruf.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die vollständige Dokumentation dieser Online-Tagung finden Sie hier.</a></p>

<a href='https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/europa-foerdert-2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="561" height="243" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 561px) 100vw, 561px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/europaeische-union_-2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="316" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a>

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		<item>
		<title>Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi wieder online: Wie geht es Kindern aus Zuwandererfamilien in Schule und Beruf?</title>
		<link>https://ibb-d.de/fach-und-vernetzungstag-inkludmi-wieder-online-wie-geht-es-kindern-aus-zuwandererfamilien-in-schule-und-beruf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2023 09:45:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim diesjährigen Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi lenkt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund den Blick auf „Kinder aus Zuwandererfamilien und ihre Teilhabe in Schule, Freizeit und Beruf bei Behinderung/Beeinträchtigung“. Neuzugewanderte Familien insbesondere aus den Flucht- oder Kriegsländern Syrien, Afghanistan und der Ukraine benötigen intensive Begleitung und Beratung auf dem Weg ins deutsche Schul- [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beim diesjährigen Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi lenkt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund den Blick auf „Kinder aus Zuwandererfamilien und ihre Teilhabe in Schule, Freizeit und Beruf bei Behinderung/Beeinträchtigung“.</p>
<p>Neuzugewanderte Familien insbesondere aus den Flucht- oder Kriegsländern Syrien, Afghanistan und der Ukraine benötigen intensive Begleitung und Beratung auf dem Weg ins deutsche Schul- und Berufsbildungssystem.</p>
<p>Wie gelingt die Vermittlung in die Schullandschaft? Welche Schulform wird empfohlen? Regelschule oder Förderschule, Inklusionsklasse oder außerschulische Frühförderung bzw. Therapie? Referentinnen berichten über ihre Erfahrungen insbesondere aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Generell gilt: Neu Zugewanderten ist vieles fremd. Viele Eltern haben andere Vorkenntnisse im Umgang mit einer Behinderung und für die meisten Familien ist das System der Förderung neu: Missverständnisse zu den Begriffen der Förderschulen oder Inklusion sowie Unter- oder Überforderung der Kinder durch die Eltern und der Behördendschungel erschweren mitunter, dass Angebote und Kinder zueinander finden. Das gilt auch für den so wichtigen außerschulischen Bereich.</p>
<p>Gleichzeitig stehen Fachkräfte in Schulen und Beratungsstellen vor der Herausforderung, den Lernstand der Kinder und Jugendlichen, ihre Sprachkenntnisse und eventuell vorhandene temporäre Einschränkungen, Traumafolgen oder Behinderungen möglichst zutreffend einzuschätzen. Die Tagung widmet sich daher folgenden Fragen:</p>
<ul>
<li>Wo liegen die täglichen Herausforderungen für Lehrkräfte, Familien und Beratungsdienste?</li>
<li>Welche Rolle können Freizeitangebote, kulturelle Angebote und kultursensibel gestaltete Förderangebote für eine gelingende Integration spielen?</li>
<li>Wie können Eltern kultursensibel in die Erziehungsarbeit einbezogen werden?</li>
<li>Welche Best-Practice-Beispiele haben sich bewährt?</li>
</ul>
<p>Der Fach- und Vernetzungstag im Rahmen des Projektes fokus<sup>4</sup> am Dienstag, 7. Februar 2023, von 9 bis 15 Uhr wird im Online-Format angeboten. Expertinnen der Stadt Dortmund, des Sozialunternehmens „ausblick“ Hamburg und der Beratungsstelle für Inklusion mittendrin e.V. aus Köln berichten über den rechtlichen Rahmen sowie Erfahrungen in der Beratungs- und Aufklärungsarbeit.</p>
<p>Der Fach- und Vernetzungstag richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche in Schulen, Beratungsstellen, NGO und kommunalen Einrichtungen. Nach Input-Vorträgen geht es in Online-Workshops um praxisbezogene Fragen und um einen Erfahrungsaustausch.</p>
<p>Die Veranstaltung ist aktuell bereits ausgebucht. Formlose Anmeldungen per E-Mail an <a href="&#109;&#x61;&#x69;l&#116;&#x6f;:&#102;&#x6f;k&#117;&#x73;&#64;&#105;&#x62;&#x62;&#45;&#x64;&#x2e;d&#101;">&#102;&#x6f;k&#117;&#x73;&#64;&#105;&#x62;b&#45;&#x64;&#46;&#100;&#x65;</a> werden aber auf eine Warteliste gesetzt. Alle Teilnehmenden erhalten rechtzeitig vor der Tagung einen Zugangslink zur Zoom -Konferenz an die bei der Anmeldung angegebene E-Mail Adresse.</p>
<p>Das Projekt fokus<sup>4</sup> wird kofinanziert vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU. Die Teilnahme ist daher kostenlos.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/events/fach-und-vernetzungstag-inkludmi/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über das Projekt fokus<sup>4 </sup>finden Sie hier.</a></p>

<a href='https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/europaeische-union_-2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="237" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/europa-foerdert-2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="130" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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