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	<title>Fachkräfte &#8211; IBB</title>
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	<description>Bildungs- und Begegnungswerk</description>
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		<title>Online-Tagung Inklud:Mi plus: Frauen in der Migration- Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 13:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[„Frauen in der Migration:  Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen“ heißt das Thema beim diesjährigen Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi plus. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund lädt interessierte Haupt- und Ehrenamtliche aus der Arbeit mit Migrantinnen/FLINTA* für Donnerstag, 12. Dezember 2024, von 09:00 bis 15:00 Uhr zur Online-Fachtagung ein. Der jährliche Fach- [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/inkludMi-PLUS_2024_w.pdf"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-36354" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus.jpg" alt="Titelbild des Veranstaltungsflyers für die Fachtagung - online am 12.12.2024: Frauen in der Migration: Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen" width="180" height="380" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus.jpg 397w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus-142x300.jpg 142w" sizes="(max-width: 180px) 100vw, 180px" /></a>„Frauen in der Migration:  Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen“ heißt das Thema beim diesjährigen Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi plus. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund lädt interessierte Haupt- und Ehrenamtliche aus der Arbeit mit Migrantinnen/FLINTA* für Donnerstag, 12. Dezember 2024, von 09:00 bis 15:00 Uhr zur Online-Fachtagung ein.</p>
<p>Der jährliche Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi befasst sich seit 2016 mit speziellen Fragestellungen und Themen, die die bessere Teilhabe von Zugewanderten und ihren Angehörigen in Inklusionsprozessen unterstützen sollen.</p>
<p>Mit der zunehmenden Pluralisierung der Gesellschaft und den daraus entstehenden neuen Aufgaben, Hürden und Chancen, erweitert sich auch das Themenspektrum von <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/inkludmi/" target="_blank" rel="noopener">Inklud:Mi</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup></a> mit Fortbildungen zu Migration, Integration und Diversität von zugewanderten Drittstaatler*innen eröffnet das IBB e.V. mit Inklud:MI plus eine erweiterte Perspektive für den Themenbereich. Das „plus“ steht für die Intersektionalität von Diskriminierungsformen, die neben der Schnittstelle von Migration, Herkunft und Behinderung ebenso sexuelle Orientierung, Geschlecht, Glaube, Alter sowie die Weltanschauung als gesellschaftliche Hindernisse gleichberechtigter Teilhabe einschließen.</p>
<p>In diesem Jahr setzen wir mit dem „plus“ einen feministischen und globalen Blick auf Migrantinnen im Themenfeld der Gesundheit. Machtverhältnisse in der Medizin, die zu einer schlechteren Versorgung von Frauen/FLINTA* führen, werden verknüpft mit Migration intersektional betrachtet. Durch fachliche Inputs und vertiefende Workshops wird auf diskriminierende Verhältnisse und Barrieren hingewiesen und die Dringlichkeit einer feministischen, medizinischen Versorgung hervorgehoben. Ziel ist die Verbesserung von Teilhabeprozessen sowie die kritische Reflexion ausgrenzender und diskriminierender Strukturen im Gesundheitssystem.</p>
<p>Neun Referentinnen berichten über den Stand der Forschung und Erfahrungen in ihrer Beratungspraxis. Vera Hanewinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im <a href="https://www.imis.uni-osnabrueck.de/startpage.html" target="_blank" rel="noopener">IMIS-Projekt focus Migration der Universität Osnabrück</a>, und Dr. Angelika Voss vom <a href="https://fmgz-hannover.de/" target="_blank" rel="noopener">Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover e.V.</a> geben mit zwei Fachinputs Anstöße zur Diskussion, die in vier Workshops unter anderem zur Istanbul-Konvention und zur psychosozialen Gesundheit von Migrantinnen vertieft werden kann.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/inkludMi-PLUS_2024_w.pdf" target="_blank" rel="noopener">Das detaillierte Programm und den Anmeldecoupon finden Sie hier.</a> Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Anmeldeschluss ist am 28. November 2024.</p>
<p>Die Teilnahme ist dank Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kostenfrei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus</sup>“:</strong></p>
<p>Mit dem Projekt „fokus<sup>plus</sup>“ knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus</sup>“ bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus</sup>“ fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://www.fokus-ibb.de/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Projektseite. </a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tagung in Dortmund:  „Antisemitismus kann man nicht mit Rassismus bekämpfen“</title>
		<link>https://ibb-d.de/tagung-in-dortmund-antisemitismus-kann-man-nicht-mit-rassismus-bekaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2024 12:57:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie tief der Nahostkonflikt in die deutsche Gesellschaft wirkt, zeigte sich auf der Tagung „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund. 70 Akteure aus der Migrations-, Beratungs- und Bildungsarbeit interessierten sich für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie tief der Nahostkonflikt in die deutsche Gesellschaft wirkt, zeigte sich auf der Tagung „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund. 70 Akteure aus der Migrations-, Beratungs- und Bildungsarbeit interessierten sich für Antworten.</p>
<p>Auf den Schulhöfen, im Alltag und in der politischen Bildungsarbeit trennt die Frage „Auf welcher Seite stehst du?“ Menschen in zwei Lager: Jüd*innen und Muslim*innen aller Altersgruppen sehen sich unter Generalverdacht, mit einer Konfliktpartei zu sympathisieren. Die Zahl der Straftaten gegen Muslim*innen und Jüd*innen ist nach dem 7. Oktober 2023 sprunghaft angestiegen und reicht von Beschimpfungen und Beleidigungen bis hin zu gewaltsamen Übergriffen. So hatten der Verein <a href="https://www.claim-allianz.de/aktuelles/news/pressemitteilung-antimuslimische-uebergriffe-und-diskriminierung-in-deutschland-2023-mehr-als-fuenf-antimuslimische-vorfaelle-pro-tag/" target="_blank" rel="noopener">Claim- Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit</a> und <a href="https://www.report-antisemitism.de/annuals/" target="_blank" rel="noopener">die Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS e.V.)</a> im Juni 2024 über eine massive Zunahme antimuslimischer und antisemitischer Übergriffe berichtet. Einen ersten, 400 Seiten starken ausführlichen <a href="https://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Studien/uem-abschlussbericht.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=11" target="_blank" rel="noopener">Bericht zur Muslim- und Islamfeindlichkeit</a> hatte der Unabhängige Expertenkreis Muslimfeindlichkeit erstmals im Juli 2023 vorgestellt. Beauftragt wurde dieser vom BMI nach den rassistisch motivierten Morden in Hanau Anfang 2020. Die Ergebnisse der Berichte sowohl zu Antisemitismus als auch zu Muslimfeindlichkeit zeigen deutlich, dass lange vor der jüngsten Eskalation in Nahost Übergriffe bereits an der Tagesordnung waren und entsprechende Präventions- und Bildungsarbeit weit früher hätte ansetzen und ausgebaut werden müssen.</p>
<h3>„In den Schulen herrscht eine pro-palästinensische Sichtweise“</h3>
<p>„In den Schulen herrscht eine pro-palästinensische Sichtweise, die nicht mehr zulässt, dass der 7. Oktober passiert ist, mit den schlimmsten Taten“, schilderte Shai Hoffmann, deutsch-jüdischer Sozialunternehmer und Host des Podcasts „Über Israel und Palästina reden“. Gemeinsam mit Jouanna Hassoun, die palästinensische Wurzeln hat, geht er, Enkelkind von Holocaust-Überlebenden, in Schulen, tritt mit Schülerinnen und Schülern in einen Trialog über den Nahostkonflikt.</p>
<blockquote><p>&#8222;Unsere gemeinsame Basis ist, dass wir das Leid des anderen anerkennen.“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Jugendlichen, denen sie begegnen, seien hoch emotionalisiert. Dazu trägt auch die Berichterstattung bei auf von Jugendlichen genutzten Social Media -Kanälen. „Es gibt viel Unwissen und Gleichsetzungen“, berichtete Hoffmann. Daher hätten die Jugendlichen viele Fragen: Was genau meint „Staatsräson“? Warum werden trotz Meinungsfreiheit manche israelkritische Aussagen verboten? Warum ist das Wort „Genozid“ ein schwerer Vorwurf?</p>
<div id="attachment_35409" style="width: 608px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35409" class="wp-image-35409 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317.jpg" alt="Referent Shai Hoffmann steht in einer offenen und einfühlsamen Haltung vor den Workshopteilnehmerinnen und - teilnehmern und bespricht Handlungsstrategien gegen Rassismus und Antisemitismus. " width="598" height="328" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317-300x165.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317-768x422.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px" /><p id="caption-attachment-35409" class="wp-caption-text">Shai Hoffmann berichtete über seine Erfahrungen aus Gesprächen mit Jugendlichen in  den Trialogen und diskutierte im Workshop mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Handlungs- und Argumentationsstrategien.</p></div>
<p>Wissen und Aufklärung ist nicht nur zu den komplexen Hintergründen des Nahostkonflikts dringend nötig, sondern auch zu gesellschaftlich tief verwurzelten antisemitischen und rassistischen Haltungen. „Man kann aber nicht Antisemitismus mit Rassismus bekämpfen“, so auch Hoffmann. Diese Problematik zieht sich jedoch quer durch alle gesellschaftlichen Institutionen. Es fehlt beispielsweise an flächendeckenden Fortbildungen zur Sensibilisierung von Lehrkräften, wodurch die Moderation der aktuellen Konfliktsituation in der Schülerschaft zusätzlich erschwert wird.</p>
<div id="attachment_35414" style="width: 593px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35414" class="wp-image-35414 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242.jpg" alt="Polina Khubebeeva, rechts im Bild, und Iskandar Abdalla vom Projekt „Build Bridges, Not Barriers“ des Berliner Vereins Transaidency sitzen hinter aufgeklappten Laptops und berichten über ihre Arbeit mit Jugendlichen. " width="583" height="375" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242-300x193.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242-768x494.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px" /><p id="caption-attachment-35414" class="wp-caption-text">Begriffe erklären Iskandar Abdalla und Polina Khubbeeva.</p></div>
<p>Mit Jugendlichen arbeiten auch Polina Khubebeeva und Iskandar Abdalla vom Projekt „Build Bridges, Not Barriers“ des Berliner Vereins Transaidency. Sie setzen in ihrem Projekt überwiegend biografische Elemente ein, um für die Wirkung von diskriminierenden Äußerungen zu sensibilisieren. „Die Herkunft und die aktuelle Lebensweise von Betroffenen sind bei rassistischen Beleidigungen ganz egal“, schilderte der gebürtige Ägypter und Islamwissenschaftler Iskandar Abdalla. Das immergleiche Muster der Diskriminierung, die in eine Gewaltspirale führen kann, sei das Othering:  Eine angeblich homogene Gruppenidentität wird gegen „die Anderen“ abgegrenzt. So entstehe auch ein Machtgefälle zwischen angeblich Überlegenen und Unterlegenen. Wir gegen die Anderen. Rassismus habe aber nicht nur eine individuelle, sondern immer auch eine strukturelle Dimension.</p>
<p>Ergänzend zu den Fachinputs wurden in Workshops Handlungs- und Argumentationsstrategien für die alltägliche Arbeit der Teilnehmenden entwickelt. Jakob Nikfarjam, Referent für internationales Recht beim DRK-Generalsekretariat in Berlin, beleuchtete zudem die völkerrechtliche Situation des Konflikts. Der Vorwurf des Völkermordes beschäftige aktuell den internationalen Gerichtshof in Den Haag. Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover e.V. berichtete über bewährte Strategien der Friedens- und Versöhnungsarbeit.</p>
<p>Dr. Peter Waldmann und Mustafa Cimşit vom jüdisch-muslimischem Bildungswerk Maimonides sensibilisierten in ihrem Workshop für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Judentum und Islam, um über falsche Darstellungen aufzuklären.</p>
<p>Bei der abschließenden Podiumsdiskussion machten die Referentinnen und Referenten auch deutlich, wie sich ihre Arbeit in der politischen Bildung seit dem 7. Oktober verändert hat: „Wir bieten immer noch Führungen durch unsere Synagoge an für Schulklassen. Aber neuerdings ist auffällig häufig zufällig die halbe Klasse an diesem Tag krankgemeldet“, berichtete Micha Neumann von der Servicestelle für Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus (ADIRA). Die Guides wurden außerdem schon mehrfach mit dem Vorwurf konfrontiert, Geld und Waffen nach Israel zu senden.</p>
<blockquote><p>„Wir beobachten eine Enthemmung, wie wir sie noch nicht erlebt haben.“</p></blockquote>
<p>Die Haltung zum Nahostkonflikt oder auch persönliche Betroffenheit des Gegenübers werde nicht hinterfragt, obwohl die so Beschuldigten oft selbst mit widersprüchlichen Gefühlen zu kämpfen haben, wenn sie zum Beispiel um Personen auf israelischer oder auch palästinensischer Seite bangen oder trauern.</p>
<blockquote><p>&#8222;Auf welcher Seite stehst du?&#8220;</p></blockquote>
<p>Auch in der interkulturellen Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung reiße die Frage „Wo stehst du?“ Gräben auf. „Menschen, die nicht gelernt haben, diese schwierigen Widersprüche und ihre Gefühle zu reflektieren, übersetzen dies dann häufig in Aggressionen“, schilderte May Zeidani Yufanyi, freiberufliche Erwachsenenbildnerin mit jüdischer Mutter und palästinensischem Vater.</p>
<p>Engagiert diskutiert wurde auch die Frage, wie Polizei, Politik und Medien die aufgeladenen Diskussionen und Demonstrationen darstellen und bewerten. Die palästinensische Perspektive finde fast nie Niederschlag, sagten Gesprächsteilnehmende. Und dass bestimmte Parolen und Begriffe verboten werden, sei eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Man müsse doch Empörung äußern dürfen, wenn Kinder durch die Kriegshandlungen ums Leben kommen.</p>
<p>Gerade die Anspielung auf die christliche Ritualmordlegende sei jedoch ein jahrhundertealtes und wirkmächtiges antisemitisches Stereotyp. Ein Code, der darauf abziele, Israel zu dämonisieren, hieß das Gegenargument. Seltsamerweise werde der Vorwurf, dass Kinder sterben, fast nie in anderen Kriegen erhoben. Dies sei ein weiteres Beispiel dafür, dass Bildungs- und Aufklärungsarbeit verstärkt werden müssten, um solche Narrative bewusst zu machen.</p>
<p>„Antisemitismus bleibt ein Querschnittsthema“, analysierte Simon Hölscher vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA- NRW). Der aktuelle Nahostkonflikt zeige, wie Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit zu einer gruppenbezogenen Menschenverachtung verquickt werden, um rechtsextreme und demokratiefeindliche Positionen zu stärken. Minderheiten würden gegeneinander ausgespielt, Feindbilder befeuert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>„Mehr Sensibilisierung, mehr Bildung, mehr Zusammenarbeit&#8220;</h3>
<div id="attachment_35434" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35434" class="wp-image-35434 size-full" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129.jpg" alt="Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.), wendet sich vom Stehpult aus an die Zuhörenden und wirbt für einen offenen, sensiblen Austausch. " width="1024" height="492" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129-300x144.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129-768x369.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-35434" class="wp-caption-text">Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.), warb für einen offenen, sensiblen Austausch.</p></div>
<p>„Wir brauchen gerade jetzt mehr Sensibilisierung, mehr Bildung und mehr Zusammenarbeit – auch wenn das im Moment sehr schwierig erscheint“, schloss Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.). „Dabei lernen wir auch aus dieser Veranstaltung, dass ein offener Austausch sehr wohl möglich und für alle Seiten aufschlussreich und weiterführend ist.“</p>
<p>Die Fachtagung im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup> wurde aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert.</p>
<p>Weitergehende Informationen und eine ausführliche Dokumentation finden Sie (in Kürze) auf unserer Projekt-Website <a href="http://www.fokus-ibb.de">www.fokus-ibb.de</a>.</p>
<h3><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></h3>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>IBB e.V. lädt ein zur Tagung in Dortmund: „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! – Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-tagung-in-dortmund-kein-raum-fuer-antisemitismus-und-muslimfeindlichkeit-wie-der-nahostkonflikt-rassismus-verschaerft-und-was-wir-dagegen-tun-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 14:14:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts im Oktober 2023 polarisiert der daraus folgende Diskurs zunehmend auch in Deutschland. Immer häufiger werden Fälle von offenem Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus bekannt. Betroffene Gruppen beklagen vermehrt Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu offener Gewalt. Diese Entwicklung ist Thema einer Tagung am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts im Oktober 2023 polarisiert der daraus folgende Diskurs zunehmend auch in Deutschland. Immer häufiger werden Fälle von offenem Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus bekannt. Betroffene Gruppen beklagen vermehrt Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu offener Gewalt. Diese Entwicklung ist Thema einer Tagung am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund, zu der das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund einlädt.</p>
<p>&#8222;Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! – Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ heißt der Titel der Veranstaltung im Jugendgästehaus Adolph-Kolping, Silberstraße 24-26 in Dortmund von 9 bis 16 Uhr. Die Tagung beginnt mit zwei Fachvorträgen. Shai Hoffmann, Sozialunternehmer und Moderator des Podcasts „Über Israel und Palästina sprechen“ informiert über verschiedene Narrative der Konfliktparteien und die Rolle von Machtverhältnissen historisch und aktuell. Im zweiten Vortrag berichten Polina Khubbeeva und Iskandar Abdalla von Transaidcency e.V. Berlin über Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus in verschiedenen kulturellen Kontexten. Am Nachmittag wird das Thema in drei Workshops vertieft. Zum Abschluss ist eine Podiumsdiskussion geplant.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/fokus_Plus_Nahost_Flyer-3.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-35174" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit-142x300.jpg" alt="" width="131" height="277" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit-142x300.jpg 142w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit.jpg 349w" sizes="auto, (max-width: 131px) 100vw, 131px" /></a>„Ziel unserer Tagung ist es, durch offene und demokratische Dialoge Unsicherheiten abzubauen, Handlungs- und Argumentationsstrategien zu stärken und Wissen sowie Orientierung zu vermitteln“, sagt Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e.V. Die Referentinnen und Referenten vermitteln Hintergrundwissen über die unterschiedlichen Begrifflichkeiten und entwickeln mit den Teilnehmenden praxisorientiert Handlungsstrategien.</p>
<p>Die Veranstaltung ist offen für Haupt- und Ehrenamtliche aus der Bildungs- und Beratungsarbeit. Ausgeschlossen von der Teilnahme an der Tagung sind Personen, die extremistischen Organisationen angehören oder rassistische, antisemitische bzw. muslimfeindliche Menschenbilder befürworten.</p>
<p>Die Fachtagung im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup> wird aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an <a href="m&#97;&#105;&#x6c;&#x74;&#x6f;&#x3a;f&#111;&#107;&#117;&#x73;&#x40;&#x69;bb&#45;&#100;&#x2e;&#x64;&#x65;">f&#111;&#107;&#x75;&#x73;&#x40;i&#98;&#98;&#x2d;&#x64;&#x2e;de</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/fokus_Plus_Nahost_Flyer-3.pdf" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen und einen Anmeldecoupon finden Sie im Veranstaltungsflyer.</a></p>
<h3><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></h3>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf" rel="noopener">Hier finden Sie unseren Projekt-Flyer zum Download.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IBB-Tagung am Tag der Unabhängigkeit der Ukraine: Welle der Hilfsbereitschaft – und viele Lücken in der gesundheitlichen Versorgung</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-tagung-am-tag-der-unabhaengigkeit-der-ukraine-welle-der-hilfsbereitschaft-und-viele-luecken-in-der-gesundheitlichen-versorgung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Sep 2022 07:54:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte: Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine, am Mittwoch, den 24. August 2022, endete die zweitägige Online-Konferenz „Six month after – der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa“ mit einem dringenden Appell: „Das Engagement kann nicht nur „von unten“ kommen, sondern es braucht dringend strukturelle Unterstützung und Professionalisierung.“ Denn die Teilnehmenden stellten fest, dass die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine, am Mittwoch, den 24. August 2022, endete die zweitägige Online-Konferenz „Six month after – der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa“ mit einem dringenden Appell: „Das Engagement kann nicht nur „von unten“ kommen, sondern es braucht dringend strukturelle Unterstützung und Professionalisierung.“ Denn die Teilnehmenden stellten fest, dass die Hilfen für Geflüchtete zu einem großen Teil durch Privatinitiativen getragen werden. Viele Unterstützerinnen und Unterstützer seien, so das Resümee, am Rande der Belastbarkeit. Viele Geflüchtete brauchen aber auch weiterhin medizinische und psychosoziale Unterstützung, denn besonders für den nahenden Winter müssten Vorkehrungen getroffen werden.</p>
<p>Schätzungen zufolge wurde ein Drittel der ukrainischen Bevölkerung vertrieben. Bis 6. Juli 2022 wurden nach Informationen des Europäischen Parlaments mehr als 5,6 Mio. Geflüchtete in ganz Europa registriert. Rund 90 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder. „Die Geflüchteten befinden sich teilweise in einer äußerst prekären Situation“, verdeutlichte Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund. Es sei nur wenig darüber bekannt, wie es Menschen mit Behinderungen, Verletzungen und psychischen Erkrankungen gehe, weil die meisten Aufnahmeländer auf eine explizite Registrierung von Vulnerabilität verzichtet haben. „Wir wollen mit unserer Tagung einen Blick über die Grenzen werfen und einen Beitrag leisten, dass schlechte Praxis nicht wiederholt wird und gute Praxis Nachahmung findet.“</p>
<p>Berichte aus sieben Ländern</p>
<p>Das IBB e.V. hatte Referentinnen und Referenten aus der Ukraine, der Slowakei, Tschechien, Rumänien, Moldau, Italien und Deutschland im Rahmen des Projekts netcoops  zu einem Kooperationstreffen an den virtuellen Konferenztisch eingeladen. Unter den 40 Zuhörenden waren neben Haupt- und Ehrenamtlichen der sozialen Dienste auch viele Asylverfahrensbeteiligte aus Behörden, die sich auch über grenzüberschreitende Hilfebedarfe informieren wollten.</p>
<p>Die Online-Konferenz im Rahmen des Projekts netcoops wurde finanziell gefördert durch den europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF).</p>

<a href='https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/europaeische-union_-2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="316" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/europa-foerdert-2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="561" height="243" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 561px) 100vw, 561px" /></a>

<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/Doku_Ukraine-Tagung-netcoops_de.pdf" target="_blank" rel="noopener">Den gesamten Bericht zum Download finden Sie hier.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IBB e.V. lädt ein zur Online-Tagung: Der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-e-v-laedt-ein-zur-online-tagung-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2022 08:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Sechs Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine und am Tag der ukrainischen Unabhängigkeit (am 24. August) lädt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund ein zu einer zweitägigen Online-Tagung „Six month after: Der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa“. Die Tagung im Rahmen des Projekts „netcoops – Fortbildungen für Asylverfahrensbeteiligte“ widmet sich am [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sechs Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine und am Tag der ukrainischen Unabhängigkeit (am 24. August) lädt das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund ein zu einer zweitägigen Online-Tagung „Six month after: Der Ukraine-Krieg und die Situation Geflüchteter in Europa“.</p>
<p>Die Tagung im Rahmen des Projekts „netcoops – Fortbildungen für Asylverfahrensbeteiligte“ widmet sich am Dienstag, 23. August 2022, und Mittwoch 24. August 2022, jeweils von 9 bis 16 Uhr der Situation der Geflüchteten in der Ukraine und angrenzenden Aufnahmeländern. Die Referentinnen und Referenten aus der Ukraine, Tschechien, der Republik Moldau, Deutschland und Italien berichten über die Lage in den Ländern und gehen besonders auf die psychosoziale Betreuung von Geflüchteten und Binnenflüchtenden, Arbeitsausbeutung und Menschenhandel sowie die Situation der ukrainischen Roma in den Anrainerstaaten ein. Zentrale Fragen sind, welche Bedarfe die Helfernetzwerke haben und wie sich NGO, Freiwillige und zuständige Behörden auch überregional und länderübergreifend vernetzen können.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-31358 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="302" height="131" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px" /></a>Die Veranstaltung richtet sich an Behördenmitarbeitende und Auszubildende mit hoheitlichen Aufgaben im Bereich Flucht und Asyl, Polizei, Justiz sowie Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten in Deutschland und Nachbarländern. Dank einer Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU ist die Teilnahme kostenlos.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/events/six-months-after-der-ukraine-krieg-und-die-situation-gefluechteter-in-europa-rueckblick-und-ausblick/" target="_blank" rel="noopener">Das Programm finden Sie hier.</a></p>
<p>Anmeldungen sind ab sofort möglich per E-Mail an <a href="&#109;&#x61;i&#x6c;&#x74;&#111;&#x3a;n&#x65;&#x74;&#99;&#x6f;o&#x70;&#x73;&#64;&#x69;b&#x62;&#x2d;&#100;&#x2e;d&#x65;">n&#101;&#x74;&#x63;&#x6f;o&#112;&#x73;&#x40;&#x69;b&#98;&#x2d;&#x64;&#x2e;d&#101;</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fortbildung „Krieg, Flucht und die Folgen“: Kommunikationsstrategien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Bildungsarbeit</title>
		<link>https://ibb-d.de/fortbildung-krieg-flucht-und-die-folgen-kommunikationsstrategien-fuer-die-arbeit-mit-kindern-und-jugendlichen-in-der-bildungsarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jun 2022 10:46:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Krieg in der Ukraine, Fluchterfahrungen und die vielfältigen Folgen für den Alltag wirken auf Kinder und Jugendliche häufig bedrückend und furchteinflößend. Wie können Schulen, KiTas und weitere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe kultursensibel auf die psychischen Belastungen reagieren und die Heranwachsenden stabilisieren? Und wie gehen Helfende selbst mit den eigenen Belastungen und Herausforderungen für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Krieg in der Ukraine, Fluchterfahrungen und die vielfältigen Folgen für den Alltag wirken auf Kinder und Jugendliche häufig bedrückend und furchteinflößend. Wie können Schulen, KiTas und weitere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe kultursensibel auf die psychischen Belastungen reagieren und die Heranwachsenden stabilisieren? Und wie gehen Helfende selbst mit den eigenen Belastungen und Herausforderungen für diese Aufgaben um? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Fortbildung für Haupt- und Ehrenamtliche in der schulischen und außerschulischen Bildung und Erziehung, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund am Donnerstag, 18. August 2022, von 14 bis 17.30 Uhr als Online-Seminar anbietet.</p>
<p>Sarah Saf, Trainerin für interkulturelle Kompetenzen, Diversity und traumazentrierte Fachberatung, erläutert, wie sich belastende Erfahrungen bei Kindern und Jugendlichen äußern, wie psychische  Probleme in der Bildungsarbeit aufgefangen werden können und auch wo Erziehende weitergehende Hilfen finden.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-21823 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-150x150.jpg 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-210x210.jpg 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Die Fortbildung ist dank einer Förderung durch den europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) für alle Interessierten kostenfrei. Nähere Informationen erhalten Interessierte beim IBB e.V. unter der Rufnummer 0179-4094816.</p>
<p>Anmeldungen sind ab sofort möglich per E-Mail an <a href="&#109;&#x61;&#105;&#x6c;t&#111;&#x3a;&#102;&#x6f;k&#x75;s&#64;&#x69;&#98;&#x62;-&#x64;&#x2e;&#100;&#x65;">&#102;&#x6f;&#107;&#x75;s&#x40;i&#98;&#x62;&#45;&#x64;&#46;&#x64;e</a>. Anmeldeschluss ist am Montag, 8. August 2022.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zweites Seminar in der Reihe netcoops widmet sich in Dortmund praktischen Übungen zur kultursensiblen Kommunikation</title>
		<link>https://ibb-d.de/zweites-seminar-in-der-reihe-netcoops-widmet-sich-in-dortmund-praktischen-uebungen-zur-kultursensiblen-kommunikation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 May 2022 11:38:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Bescheid der Behörde ziemlich unverständlich. Der Inhalt: Ein Schock! Wie nimmt eine erst vor kurzem Zugewanderte ein Schreiben auf, das aus Sicht der Behörde reine Formsache, für die Betroffene aber eine mittlere Katastrophe ist? Praktische Übungen zur interkulturellen Kommunikation standen beim zweiten Seminarmodul im Projekt netcoops – europäische Fortbildung Asyl am Donnerstag, 19. Mai [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bescheid der Behörde ziemlich unverständlich. Der Inhalt: Ein Schock! Wie nimmt eine erst vor kurzem Zugewanderte ein Schreiben auf, das aus Sicht der Behörde reine Formsache, für die Betroffene aber eine mittlere Katastrophe ist?</p>
<p>Praktische Übungen zur interkulturellen Kommunikation standen beim zweiten Seminarmodul im Projekt netcoops – europäische Fortbildung Asyl am Donnerstag, 19. Mai 2022, und Freitag, 20. Mai 2022, in Dortmund auf dem Programm.</p>
<p>Und in den Gruppenarbeiten wurde schnell deutlich, was zum Beispiel ein Schreiben einer Behörde beim Adressanten auslösen kann. Im fiktiven, aber realitätsnahen Übungsfall hatte eine schwangere Schutzsuchende aus nachvollziehbarem Grund beantragt, in eine andere Unterkunft wechseln zu dürfen. Die Ablehnung war für die Behörde reine Routine – für die Betroffene ein Schock. Vor dem Hintergrund der zuvor vermittelten Kenntnisse über unterschiedliche Kommunikationsstile entwickelten die Teilnehmenden unterstützt von Referent Fahim Sobat, interkultureller Trainer aus Rosenheim, in Gruppenarbeit Lösungsvorschläge: Wie kann der Inhalt des Briefes kultursensibel vermittelt werden? Wie können andere Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt werden? Häufig fehle es vor allem an Zeit und Hintergrundwissen, um amtliche Entscheidungen ausführlich und verständlich zu erklären, schilderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie arbeiten unter anderem in Oldenburg, Düsseldorf, Dortmund, Hagen und im Märkischen Kreis mit (Neu-) Zugewanderten.</p>
<p>Um die nonverbale Kommunikation ging es am zweiten Tag der Fortbildung. Wie wird die Körpersprache „gelesen“ und gedeutet? Und was kann zu Missverständnissen führen in der interkulturellen Kommunikation? Überdeutliches Beispiel: Ein Kopfnicken bedeutet nicht überall auf der Welt Zustimmung. Aber auch starkes Gestikulieren oder vor der Brust verschränkte Arme können unterschiedlich gedeutet werden und gerade im Behördenkontakt zu folgenschweren Missverständnissen und Frustrationen, manchmal auch Aggressionen führen.</p>
<p>Referent Fahim Sobat beschrieb typische Verhaltensweisen und ihre „Lesarten“ in orientalischen, asiatischen, afrikanischen und europäischen Kulturen und sensibilisierte die Teilnehmenden so auch für die „Fettnäpfchen“, in die Sprechende und Zuhörende gleichermaßen tappen können. In einem weiteren Input beschrieb er zudem, dass sich auch die Herangehensweise an Problemlösungen sehr stark unterscheiden können – was häufig durch den Einfluss der jeweiligen Religionszugehörigkeit geprägt ist.</p>

<a href='https://ibb-d.de/netcoops_seminar_img_2613/'><img loading="lazy" decoding="async" width="895" height="677" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_IMG_2613-e1653133329403.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_IMG_2613-e1653133329403.jpg 895w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_IMG_2613-e1653133329403-300x227.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_IMG_2613-e1653133329403-768x581.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 895px) 100vw, 895px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/netcoops_seminar_2_img_2635-2/'><img loading="lazy" decoding="async" width="2016" height="1512" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2635-1.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2635-1.jpg 2016w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2635-1-300x225.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2635-1-1024x768.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2635-1-768x576.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/05/Netcoops_Seminar_2_IMG_2635-1-1536x1152.jpg 1536w" sizes="auto, (max-width: 2016px) 100vw, 2016px" /></a>
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<p>Die Teilnehmenden, die alle in Behörden oder Beratungsstellen mit (Neu-) Zugewanderten in Kontakt kommen, überlegten in praktischen Übungen und Rollenspielen, wie Beratungsgespräche vor dem Hintergrund des neu erworbenen Wissens kultursensibel und klientenfreundlicher gestaltet werden können. Auch hier wurden wieder realitätsnahe Fallbeispiele genutzt, wie das eines Irakers, der trotz Unterstützung durch einen Dolmetscher durch seinen Bruder stark bevormundet wird.</p>
<p>Die Fortbildung wird gefördert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-21823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-150x150.jpg 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-210x210.jpg 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jetzt anmelden für den 27. Januar 2022: Online-Fachtag [Inklud:Mi] sensibilisiert zur Gesundheitsbildung von Zugewanderten</title>
		<link>https://ibb-d.de/jetzt-anmelden-fuer-den-27-januar-2022-online-fachtag-inkludmi-sensibilisiert-zur-gesundheitsbildung-von-zugewanderten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jan 2022 08:22:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
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					<description><![CDATA[Welche Rolle spielen Ernährungsgewohnheiten, Konflikte in den Herkunftsländern oder Unsicherheiten z.B. bei Schwangerschaft und Vorsorge für die Gesundheit von Zugewanderten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Online-Fachtag [Inklud:Mi] „Facetten der Gesundheitsbildung von Zugewanderten“ am Donnerstag, 27. Januar 2022, von 09.30 bis 15 Uhr. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund (IBB e.V.) organisiert [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2015/03/inkludMi_Button_061.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-3664 size-full" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2015/03/inkludMi_Button_061.jpg" alt="" width="267" height="283" /></a>Welche Rolle spielen Ernährungsgewohnheiten, Konflikte in den Herkunftsländern oder Unsicherheiten z.B. bei Schwangerschaft und Vorsorge für die Gesundheit von Zugewanderten? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der <a href="https://ibb-d.de/events/inkludmi-facetten-der-gesundheitsbildung-von-zugewanderten-ernaehrung-vorsorge-mentale-gesundheit/">Online-Fachtag [Inklud:Mi] „Facetten der Gesundheitsbildung von Zugewanderten“</a> am Donnerstag, 27. Januar 2022, von 09.30 bis 15 Uhr. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund (IBB e.V.) organisiert den Fachtag im Rahmen des EU-geförderten <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/">Projektes fokus <sup>4</sup>.</a></p>
<p>„Die neuere Forschung bestätigt, dass Zugewanderte von Angeboten zur Gesundheitsbildung häufig nicht erreicht werden“, sagt Hildegard-Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e. V.. Dies hat sichtbare Folgen: So ist zum Beispiel bekannt, dass Adipositas und Diabetes bei Zugewanderten in einigen Altersgruppen im Vergleich zu Herkunftsdeutschen häufiger beobachtet werden.</p>
<p>Nicht nur der oft körperlich und seelisch belastende Prozess der Migration, sondern auch die Lebensumstände im Ankunftsland haben Einfluss auf die Gesundheit von Zugewanderten. Oft wirken sich auch gesellschaftliche und familiäre Konflikte im Herkunftsland auf die sozioökonomische Situation aus. Dr. Sanne Kruse-Becher, Juniorprofessorin an der Ruhr-Universität Bochum, stellt in ihrem Impuls-Vortrag „Die alte Heimat im Kopf“ Erkenntnisse aktueller Forschung vor.</p>
<p>Als zweiten Referenten konnte das IBB e.V. Haress Ghafari gewinnen: Der Diätassistent lenkt den Blick in seinem Vortrag „Ein süßes Problem“ auf Adipositas und Diabetes in der kultursensiblen Ernährungsbildung. In zwei Workshops – unter anderem mit Karin Schmidt vom Ernährungsrat Essen e.V.,– besteht anschließend Gelegenheit zu einer Vertiefung der Themen mit Best-Practice- Beispielen u.a. aus dem Schulbereich. Parallel sensibilisieren Sabine Klinkhammer vom Caritasverband Eifel und Bianca Schröder von der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn-Hagen zu Fragen rund um frühe Hilfen, Vorsorge bei Behinderung, Familienproblemen oder Schwangerschaft von Migrantinnen.</p>
<p>Die Reihe<a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/inkludmi/"> [Inklud:Mi]</a> des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. befasst sich schon seit 2014 mit der Inklusion von Zugewanderten mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen. Das Spektrum der Themen wird ständig erweitert und greift aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Alter und Gesundheitsbildung auf.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-21823 size-medium alignright" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-150x150.jpg 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-210x210.jpg 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Dank der Förderung durch den Asyl,- Migrations-und Integrationsfonds der EU ist die Teilnahme an der Veranstaltung kostenlos. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Interessierte können sich bis zum 24. Januar 2022 anmelden per E-Mail an <a href="&#x6d;&#97;&#105;l&#x74;&#x6f;&#58;f&#x6f;&#x6b;&#117;s&#x40;&#x69;&#98;b&#x2e;&#x64;&#46;d&#x65;.%20">f&#111;&#107;&#x75;&#x73;&#x40;i&#98;&#98;&#x2e;&#x64;&#x2e;de.</a><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2020/12/fokus4__Logo_2020.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-27418" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2020/12/fokus4__Logo_2020.png" alt="" width="145" height="149" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zweiter Fachtag „Schwarz, weiß, bunt – so what?“: Rassismus kommt auf leisen Sohlen ins Kinderzimmer</title>
		<link>https://ibb-d.de/zweiter-fachtag-schwarz-weiss-bunt-so-what-rassismus-kommt-auf-leisen-sohlen-ins-kinderzimmer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2021 14:29:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Rassismus kommt auf leisen Sohlen ins Kinderzimmer: Er beginnt schon mit Kinderliedern und Kinderbüchern, die auf den ersten Blick unverdächtig erscheinen, und verfestigt in früher Kindheit Stereotype, die im späteren Leben in handfeste Gewalt münden können. „Wenn wir Kindern das Gefühl vermitteln, dass sie kein Teil der Bevölkerung sind, stoßen wir einer wachsenden Zahl von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_29463" style="width: 467px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4999w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29463" class=" wp-image-29463" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4999w-300x178.jpg" alt="Unser Foto zeigt Teilnehmende am zweiten Anti-Rassismus -Fachtag &quot;Schwarz, weiß, bunt - so what?&quot; im Haus der Vielfalt in Dortmund." width="457" height="271" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4999w-300x178.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4999w-768x455.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4999w.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 457px) 100vw, 457px" /></a><p id="caption-attachment-29463" class="wp-caption-text">Unser Foto zeigt Teilnehmende am zweiten Anti-Rassismus -Fachtag &#8222;Schwarz, weiß, bunt &#8211; so what?&#8220; im Haus der Vielfalt in Dortmund.</p></div>
<p>Rassismus kommt auf leisen Sohlen ins Kinderzimmer: Er beginnt schon mit Kinderliedern und Kinderbüchern, die auf den ersten Blick unverdächtig erscheinen, und verfestigt in früher Kindheit Stereotype, die im späteren Leben in handfeste Gewalt münden können. „Wenn wir Kindern das Gefühl vermitteln, dass sie kein Teil der Bevölkerung sind, stoßen wir einer wachsenden Zahl von Menschen vor den Kopf und verlieren sie für ein gesamtgesellschaftliches Vorankommen“, mahnte Serge Palasie, Referent vom Eine-Welt-Netz NRW e.V., beim zweiten Fachtag „Schwarz, weiß, bunt – so what?“ im Rahmen des EU-geförderten Projekts fokus⁴ am Mittwoch, 6. Oktober 2021, im Haus der Vielfalt in Dortmund.</p>
<p>Unseren ausführlichen Bericht finden Sie <a href="https://ibb-d.de/zweiter-fachtag-schwarz-weiss-bunt-so-what-nimmt-erziehung-in-den-blick/">hier</a>.</p>
<p>Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-Migrations- und Integrationsfonds gefördert.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-21823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg" alt="" width="226" height="226" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-150x150.jpg 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-210x210.jpg 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 226px) 100vw, 226px" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Zweiter Fachtag „Schwarz, weiß, bunt – so what?“ nimmt Erziehung in den Blick</title>
		<link>https://ibb-d.de/zweiter-fachtag-schwarz-weiss-bunt-so-what-nimmt-erziehung-in-den-blick/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2021 14:25:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Berichte: Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Deutschland ist gleich durch mehrere internationale Menschenrechtsabkommen verpflichtet, rassistische Diskriminierung im Bildungsbereich zu bekämpfen[1]. Doch zum einen gibt es immer wieder persönliche Berichte von Betroffenen über Diskrimierungserfahrungen. Zum anderen hat der Pisa-Schock zur Jahrtausendwende den Blick auf die Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gelenkt. So belegt auch die PISA-Studie aus 2018, dass die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland ist gleich durch mehrere internationale Menschenrechtsabkommen verpflichtet, rassistische Diskriminierung im Bildungsbereich zu bekämpfen<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a>. Doch zum einen gibt es immer wieder persönliche Berichte von Betroffenen über Diskrimierungserfahrungen. Zum anderen hat der Pisa-Schock zur Jahrtausendwende den Blick auf die Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund gelenkt. So belegt auch die PISA-Studie aus 2018, dass die soziale Herkunft von Schülerinnen und Schülern in Deutschland stärker als im OECD-Durchschnitt über den Bildungserfolg entscheidet<a href="#_ftn2" name="_ftnref2">[2]</a>.</p>
<p>Die Erforschung ethnischer Bildungsungleichheiten stellt die Forschung gleichwohl vor Herausforderungen, wie die Soziologen Cornelia Kristen und Jörg Dollmann in einem Interview mit der Bundeszentrale für politische Bildung deutlich gemacht haben.<a href="#_ftn3" name="_ftnref3">[3]</a> Mit zwei Fachtagen „Schwarz, weiß, bunt – so what?“ am 21. Mai 2021 und am 6. Oktober 2021 hat das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. im Rahmen des EU-geförderten Projekts fokus⁴ zunächst die geschichtlichen Ursachen von Alltagsrassismus beleuchtet und danach zu einem pädagogisch-didaktischen Workshop eingeladen zur Frage: Wie kann eine diskrimierungsfreie, diversitätsfreundliche Erziehung in Kindertageseinrichtungen und Schulen gelingen?</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_5031.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-29499" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_5031-300x175.jpg" alt="Szene beim Anti-Rassismus-Fachtag &quot;Schwarz, weiß, bunt - so what?&quot; in Dortmund." width="470" height="274" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_5031-300x175.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_5031-768x448.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_5031.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 470px) 100vw, 470px" /></a></p>
<p>Die Arbeitsergebnisse aus den Workshops werden in großer Runde vorgestellt und diskutiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Rassismus kommt auf leisen Sohlen ins Kinderzimmer</strong></p>
<p>Rassismus kommt auf leisen Sohlen ins Kinderzimmer: Es beginnt schon mit Kinderliedern und Kinderbüchern, die auf den ersten Blick unverdächtig erscheinen, und verfestigt in früher Kindheit Stereotype, die im späteren Leben in handfeste Gewalt münden können. „Wenn wir Kindern das Gefühl vermitteln, dass sie kein Teil der Bevölkerung sind, stoßen wir einer wachsenden Zahl von Menschen vor den Kopf und verlieren sie für ein gesamtgesellschaftliches Vorankommen“, mahnte Serge Palasie, Referent vom Eine-Welt-Netz NRW e.V., beim zweiten Fachtag „Schwarz, weiß, bunt – so what?“ am 6. Oktober 2021 im Haus der Vielfalt in Dortmund.</p>
<p>Gamze Alkan, Projektreferentin im IBB e.V., hatte den Workshop-Tag mit einem Video über eine rassistisch motivierte Auseinandersetzung in einem Supermarkt eröffnet. „Wir haben das so gelernt“, hatte der 71 Jahre Mann gesagt, der einen 32-jährigen aus nichtigem Anlass mit dem „N*Wort“ beim Kauf von Schokoküssen beschimpft und attackiert hatte. „Dies führt uns einmal mehr vor Augen, dass es eine große Rolle spielt, was bereits Kinder lernen“, sagte die IBB-Referentin.</p>
<p>Mitarbeitende aus Kindertageseinrichtungen, Schulen, Bibliotheken, Beratungsstellen und Familienbildungsstätten aus Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Euskirchen, Köln, Leverkusen und Münster arbeiteten in vier Workshops an der Frage, wie  die Erziehung  von  Kindern und  Jugendlichen diversitätsfreundlich gestaltet werden kann. Sie untersuchten in Workshops Schulbücher, Kinderbücher und Kinderlieder, Alltagssprache und Fallbeispiele.</p>
<p><strong>Unterschiedliche Lebenserfahrungen und Kulturen werden nicht berücksichtigt</strong></p>
<p>Schon die scheinbar unverfängliche Frage in einem Kinderbuch: „Wie feiert man Weihnachten bei uns und anderswo?“ grenze ein „Wir“ ab von „den Anderen“. Unterschiedliche Lebenserfahrungen und Kulturen von Menschen in Deutschland würden in vielen Medien schlicht nicht berücksichtigt. In Liedern und Schulbüchern für Ältere fanden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Beispiele für eine eurozentrische Sicht, die Europäer (zumeist männlich und Weiß aus „Mutterländern“ genannten ehemaligen Kolonialmächten) als Nachfahren von Entdeckern darstellen. Menschen besonders von Kontinenten der südlichen Hemisphäre hingegen werden als hilfsbedürftig und unterentwickelt abgebildet.</p>
<p>Bei der Auswahl von Medien sei es daher wichtig, sie auch aus der Perspektive von Angehörigen der BIPoC-Communities zu betrachten. Kinderbücher und Kinderlieder sollten den Horizont erweitern und die Empathie fördern, forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie kritisierten, dass Diversität in der Ausbildung von Erziehenden und Lehrkräften bisher kaum eine Rolle spielt. Mehr noch: „Einige Medien muss man erst kaufen, um die Inhalte beurteilen zu können“, bemängelte Nastassja Ott, Referentin vom Eine-Welt-Netz NRW e.V.. Diese Mühe sollten Eltern und Erziehende nicht scheuen, so ihr Tipp, gerade weil Kinder sich häufig zum Lesen, Anschauen oder Hören zurückziehen und einen kritischen Umgang mit Medien erst erlernen müssen.</p>
<div id="attachment_29478" style="width: 455px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4926w.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29478" class=" wp-image-29478" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4926w-300x200.jpg" alt="Das Foto zeigt einen Blick auf beschriftete Karteikarten in einem Workshop am Fachtag &quot;Schwarz, weiß, bunt - so what?&quot; in Dortmund" width="445" height="296" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4926w-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4926w-768x512.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Fachtag_schwarz_weiss_bunt_so_what_4926w.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px" /></a><p id="caption-attachment-29478" class="wp-caption-text">Ein Blick auf die Zwischenergebnisse der Workshops. Foto: Mechthild vom Büchel &#8211; IBB e.V.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Über „Plastikworte“ und sprachliche „Farbgefängnisse“</strong></p>
<p>Einen breiten Raum nahmen daneben auch die Diskussionen über eine diversitätfreundliche Sprache und angemessene Reaktionen in Konfliktsituationen ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beklagten „Plastikworte“, wie Inklusion, die im Erziehungsalltag kaum auf ihre Inhalte überprüft werden, und sprachliche „Farbgefängnisse“, in die Menschen mit nicht-weißer Haut eingesperrt werden. „Wir sollten bei aller Kritik an ‚falschen Begriffen‘ aber auch nicht Menschen abwerten, die es vielleicht einfach nicht besser wissen“, mahnte eine Teilnehmerin.</p>
<p>„Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine diversitätsfreundliche und genderneutrale Sprache Kinder mutiger macht“, sagte Referentin Nastassja Ott. „Vielleicht finden wir in Zukunft neue Begriffe, mit denen wir alle gut leben können.“</p>
<p>Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lobten am Ende den intensiven Austausch und wünschten sich eine Fortsetzung unter anderem über strukturellen Rassismus.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gamze-Schwarz-weiss-bunt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-29585" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gamze-Schwarz-weiss-bunt-300x201.jpg" alt="" width="384" height="257" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gamze-Schwarz-weiss-bunt-300x201.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2021/10/Gamze-Schwarz-weiss-bunt.jpg 343w" sizes="auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px" /></a></p>
<p>Die Ergebnisse aus den Workshops werden auf Stellwänden gesichert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zentrale Erkenntnisse des zweiten Fachtags: </strong></p>
<ul>
<li>Der Kanon der Kinderlieder und Kinderbücher sollte diversitätsfreundlich ausgewählt werden. Bei der Auswahl könne es helfen, die Medien aus der Perspektive eines nicht-weißen Kindes zu betrachten. Bei der Beurteilung könne der Merksatz helfen: Ich habe viel Energie. Die Initialen stehen für Identifizierung, Horizonterweiterung, Vielfalt und Empowerment / Empathieförderung. Als Positivbeispiel wurde das multiperspektivische Kinderbuch „Zeitreise durch die Weltgeschichte“ von Jane Chishom aus dem Usborne-Verlag genannt, das Entwicklungen in allen Kontinenten wertungsfrei parallel aufzeigt.</li>
<li>Der Workshop Fallbeispiele empfahl die Erarbeitung eines „Sicherheitskonzepts“, das prophylaktisch Handlungskonzepte gegen Gewalt und Rassismus in der jeweiligen Bildungseinrichtung bzw. Schule erarbeitet, um rassistische Tendenzen frühzeitig erkennen und bearbeiten zu können. Zugleich sollte einen Anlaufstelle/ Person in der jeweiligen Einrichtung für Schüler*innen, Lehrer*innen oder sogar auch „whistleblower“ vorhanden sein.</li>
<li>Die Arbeitsgruppe „Politische Korrektheit“ empfahl einen kultursensiblen Umgang mit Zuschreibungen über Hautfarben, Religion und Herkunft. Wichtig sei die Frage, ob die Zuschreibung überhaupt erforderlich sei. Helfen könnten z.B. vorhandene Checklisten oder aber auch der Dialog mit den betreffenden Communities bzw. einzelnen Menschen, wenn Unsicherheiten bestehen, ob vermutete oder tatsächlich „diverse“ Wurzeln angesprochen werden dürfen. Eine Teilnehmende beispielsweise bestätigte, dass sie sogar eher erfreut sei, wenn Interesse an ihrer Familiengeschichte bestehe. Allerdings komme es auf den Kontext und die Form des Dialoges an. Auch wolle sie nicht einfach automatisch als „Schwarze Deutsche“ tituliert werden, nur weil ihre Hauptfarbe eben nicht ganz hell sei. Akteure der Erziehungsarbeit sollten sich kritisch fragen, welche Assoziationen mit einer Zuschreibung ausgelöst werden, empfahl Referentin Karina Lange vom Eine-Welt-Netz NRW e.V..</li>
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<p>Möchten Sie eine Fortbildung zur kultursensiblen Öffnung in Ihrer Einrichtung oder bei Ihrem Träger buchen? Im Rahmen des EU-geförderten Projektes fokus⁴ können wir bedarfsgerechte Fortbildungen kostenlos anbieten. Stellen Sie am besten noch heute eine unverbindliche Anfrage per E-Mail an <a href="m&#97;&#105;&#x6c;&#x74;&#x6f;&#x3a;f&#111;&#107;&#117;&#x73;&#x40;&#x69;bb&#45;&#100;&#x2e;&#x64;&#x65;">f&#111;&#x6b;&#x75;&#x73;&#64;&#105;&#x62;&#x62;&#x2d;d&#46;&#x64;&#x65;</a>.</p>
<p>Weitere Informationen über das Projekt fokus⁴ finden Sie <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/">hier</a>.</p>
<p>Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-Migrations- und Integrationsfonds gefördert.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/11/GütesiegelverbundWeiterbildung_2111-010_Siegel_GV.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-13823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/11/GütesiegelverbundWeiterbildung_2111-010_Siegel_GV-300x265.jpg" alt="" width="161" height="142" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/11/GütesiegelverbundWeiterbildung_2111-010_Siegel_GV-300x265.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/11/GütesiegelverbundWeiterbildung_2111-010_Siegel_GV.jpg 482w" sizes="auto, (max-width: 161px) 100vw, 161px" /></a> <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-21823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg" alt="" width="161" height="161" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-300x300.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-150x150.jpg 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos-210x210.jpg 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus_-förderlogos.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 161px) 100vw, 161px" /></a><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus__Logo_2018.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-21758" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus__Logo_2018-300x300.png" alt="Logo von fokus3" width="147" height="147" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus__Logo_2018-300x300.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus__Logo_2018-150x150.png 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus__Logo_2018-210x210.png 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2018/12/fokus__Logo_2018.png 546w" sizes="auto, (max-width: 147px) 100vw, 147px" /></a></p>
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<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> <a href="https://rassismusbericht.de/wp-content/uploads/Hintergrundpapier-Daniel-Gyamerah.pdf">https://rassismusbericht.de/wp-content/uploads/Hintergrundpapier-Daniel-Gyamerah.pdf</a></p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> <a href="https://www.oecd.org/berlin/presse/pisa-studie-2018-leistungen-in-deutschland-insgesamt-ueberdurchschnittlich-aber-leicht-ruecklaeufig-und-mit-grossem-abstand-zu-den-spitzenreitern-03122019.htm">https://www.oecd.org/berlin/presse/pisa-studie-2018-leistungen-in-deutschland-insgesamt-ueberdurchschnittlich-aber-leicht-ruecklaeufig-und-mit-grossem-abstand-zu-den-spitzenreitern-03122019.htm</a></p>
<p><a href="#_ftnref3" name="_ftn3">[3]</a> <a href="https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/zukunft-bildung/211879/ethnische-ungleichheiten">https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/zukunft-bildung/211879/ethnische-ungleichheiten</a></p>
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