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	<title>Migration &#8211; IBB</title>
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	<description>Bildungs- und Begegnungswerk</description>
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		<title>Auftakt zum neuen Projekt IntegraDuN – Bürgermeisterin Brunsing begrüßt engagierte Teilnehmende im Dortmunder Rathaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2025 11:40:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Freiwilligenprojekte an Schulen, Aufräumaktionen für den Naturschutz und Unterstützung beim Anbau von Bio-Gemüse: Bei der Auftaktveranstaltung zur neuen Reihe „Integration durch Nachhaltigkeit &#8211; IntegraDuN“ am Freitag, 26. September 2025, im Dortmunder Rathaus präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich konkrete Ideen für ihr nachhaltiges Engagement. Barbara Brunsing, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, hatte die Gruppe im Rathaus [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Freiwilligenprojekte an Schulen, Aufräumaktionen für den Naturschutz und Unterstützung beim Anbau von Bio-Gemüse: Bei der Auftaktveranstaltung zur neuen Reihe „Integration durch Nachhaltigkeit &#8211; IntegraDuN“ am Freitag, 26. September 2025, im Dortmunder Rathaus präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich konkrete Ideen für ihr nachhaltiges Engagement.</p>
<div id="attachment_38104" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-38104" class="wp-image-38104 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_0974b-300x211.jpg" alt="Barbara Brunsing, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, sitzt hinter einem Mikrofon an einem Seminartisch neben Christoph Struß, Hanna Perfetti und Aliaksandra Kurylovich und richtet ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts Integration durch Nachhaltigkeit, kurz IntegraDuN. " width="300" height="211" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_0974b-300x211.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_0974b-1024x719.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_0974b-768x539.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_0974b-1536x1079.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_0974b-2048x1439.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-38104" class="wp-caption-text">Barbara Brunsing, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, richtete ein Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.</p></div>
<p>Barbara Brunsing, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, hatte die Gruppe im Rathaus begrüßt und ermutigt: „Ihr Engagement ist in Dortmund hoch willkommen!“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Zugewanderte aus der Ukraine, der Östlichen Partnerschaft und weiteren postsowjetischen Ländern &#8211; werden bei insgesamt fünf Treffen erfahren, wie die 17 Nachhaltigkeitsziele in Dortmund und Umgebung verfolgt werden. Die globale Agenda 2030 wird in der neuen Veranstaltungsreihe der IBB gGmbH besonders als Chance für berufliche Perspektiven und Integration betrachtet.</p>
<p><strong>„Nachhaltigkeit verstehen“</strong></p>
<p>Zur Auftaktveranstaltung richteten Aliaksandra Kurylovich und Hanna Perfetti, Referentinnen für Nachhaltige Bildung in der IBB gGmbH, den Blick auf den Begriff der Nachhaltigkeit. „Deutschland ist in vielen Punkten weiter als wir es aus der Ukraine kennen“, schilderte einer der Teilnehmenden, der in der Ukraine als Umweltingenieur tätig war und an eigenen Erfindungen arbeitet. Er wartet gerade – wie andere im Kreis der Teilnehmenden auch – auf die Entscheidung, ob seine berufliche Qualifikation anerkannt werden kann und ob er in seinem erlernten Beruf arbeiten können wird. Anerkennungen sind nicht die Regel. Daher ist jede Anregung willkommen, wie die im Herkunftsland erworbenen Fachkenntnisse in eine sinnstiftende Tätigkeit einfließen können.</p>
<p><strong>Wie aus der globalen Agenda 2023 lokale Aktivitäten werden</strong></p>
<div id="attachment_38099" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-38099" class="wp-image-38099 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/INtegraDuN_1056-300x200.jpg" alt="Moritz Schmidt von der LAG21 NRW e.V. sitzt am Seminartisch neben Hanna Perfetti von der IBB gGmbH Dortmund und führt ins Thema ein. " width="300" height="200" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/INtegraDuN_1056-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/INtegraDuN_1056-768x512.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/INtegraDuN_1056.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-38099" class="wp-caption-text">Moritz Schmidt von der LAG21 NRW e.V. schilderte, wie aus der globalen Agenda 2030 Aktivitäten auf lokaler Ebene werden.</p></div>
<p>Einen kurzen Input zur Geschichte des Begriffs Nachhaltigkeit gab Moritz Schmidt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der <a href="https://www.lag21.de/" target="_blank" rel="noopener">Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V.</a>. Der Verein berät Kommunen bereits seit 24 Jahren bei der Umsetzung nachhaltiger Strategien. Moritz Schmidt führte kenntnisreich ins Thema ein: Er begann mit der Frage, was Nachhaltigkeit eigentlich ist und woher der Begriff kommt. Er erläuterte besonders die Idee der „Lokalisierung“ – also wie globale Ziele bis auf kommunaler und individueller Ebene wirksam werden können. An zahlreichen Dortmunder Praxisbeispielen gab er den Teilnehmenden damit zu ihrem Einstieg ins Thema Beispiele, wie sich diese Konzepte konkret umsetzen lassen. Ein Beispiel für konkrete Nachhaltigkeitsprojekte in Dortmund und für die Entwicklung einer eigenen Job-Perspektive stellte Claudia Strzelecki vor. Die Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung hat sich erst vor wenigen Jahren selbstständig gemacht und organisiert Workshops für Schulen und Unternehmen. „Wir zerstören gerade unsere eigene Lebensgrundlage, da musste ich einfach etwas tun“, berichtete sie. Ihre Erkenntnis:</p>
<blockquote><p>„Die Erde braucht uns nicht, aber wir brauchen die Erde.“</p></blockquote>
<p>In Dortmund zeigt sie Interessierten einmal im Monat die <a href="https://www.dortmund.de/dortmund-erleben/wege-zur-nachhaltigkeit/" target="_blank" rel="noopener">„Wege zur Nachhaltigkeit“</a>. Bei diesen geführten Stadtrundfahrten steuern die Teilnehmenden Nachhaltigkeitsprojekte wie das Welthaus, das Kindermuseum mondo mio oder den Bio-Bauernhof Schultenhof an. Manchmal münde der Besuch sogar in ehrenamtliches Engagement wie zuletzt bei einem Besuch der ökumenischen <a href="https://www.gast-haus.org/" target="_blank" rel="noopener">Wohnungslosen-Initiative „Gasthaus statt Bank“</a> in Dortmund. Dort erhalten Wohnungslose Kleiderspenden, Lebensmittel, eine Gelegenheit zu duschen und medizinische Versorgung. Zwei Teilnehmerinnen erklärten sich spontan bereit, das Projekt regelmäßig zu unterstützen.</p>
<div id="attachment_38128" style="width: 130px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-38128" class="wp-image-38128" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/Anatolij-Gubarev_b0028-229x300.jpg" alt="" width="120" height="157" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/Anatolij-Gubarev_b0028-229x300.jpg 229w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/Anatolij-Gubarev_b0028.jpg 698w" sizes="(max-width: 120px) 100vw, 120px" /><p id="caption-attachment-38128" class="wp-caption-text">Anatolij Gubarev.</p></div>
<p><strong>Viele Antworten auf die Frage „Was könnte ich tun?“<br />
</strong><br />
Bei einer abschließenden Gruppenarbeit ging es schließlich um die Frage: „Haben wir in unserem Alltag ein Beispiel für ein Nachhaltigkeitsziel? Was mache ich schon? Was könnte ich tun?“</p>
<p>Nach wenigen Minuten präsentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ideen: Sie wünschen sich   Informationsangebote für den Eigenanbau von Obst und Gemüse, freiwillige Einsätze zur Säuberung von Wäldern und Wanderwegen sowie politische Bildung für das Nachhaltigkeitsziel Frieden und Gerechtigkeit. Anatolij Gubarev(Foto links), der 1986 als Liquidator nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Einsatz war, berichtete über sein Engagement für eine nachhaltige Energienutzung.</p>

<a href='https://ibb-d.de/integradun_img_99668/'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="740" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_99668-e1760356334977.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_99668-e1760356334977.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_99668-e1760356334977-300x217.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_99668-e1760356334977-768x555.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
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<a href='https://ibb-d.de/integradun_img_00363b/'><img loading="lazy" decoding="async" width="816" height="589" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_00363b-e1760359946414.jpg" class="attachment-full size-full" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_00363b-e1760359946414.jpg 816w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_00363b-e1760359946414-300x217.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/10/IntegraDuN_IMG_00363b-e1760359946414-768x554.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 816px) 100vw, 816px" /></a>

<p>Eine Teilnehmerin wünschte sich Freiwilligenprojekte an Schulen für eine bessere Integration von zugewanderten Kindern und Jugendlichen. „Unsere Kinder brauchen Kontakte, Räume und Kommunikation für ihre Integration.“</p>
<p>In den kommenden Wochen setzt IntegraDuN die Veranstaltungsreihe fort: am 24. Oktober steht die Exkursion zum REMONDIS Lippewerk mit Blick auf Recyclingprozesse und grüne Arbeitsfelder an, am 31. Oktober folgt ein Praxis-Workshop im Welthaus e.V., am 14. November geht es um Chancen für nachhaltige Unternehmensgründungen und Unterstützungsmöglichkeiten und am 28. November schließt die Reihe mit einer gemeinsamen Reflexion und der Entwicklung von Folgeaktivitäten ab.</p>
<p>Wenige Plätze sind noch frei. Interessierte werden gebeten, sich <a href="https://forms.office.com/e/PNbUYBvQ7G" target="_blank" rel="noopener">über das hier verlinkte Formular</a> anzumelden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-37996 alignleft" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/09/SUE_Logo_2025-e1757330221102-300x121.png" alt="" width="250" height="101" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/09/SUE_Logo_2025-e1757330221102-300x121.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2025/09/SUE_Logo_2025-e1757330221102.png 442w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /></p>
<p>Die Veranstaltungsreihe wird von der <a href="https://www.sue-nrw.de/" target="_blank" rel="noopener">Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen</a> gefördert und vom Büro für Internationale Beziehungen der <a href="https://www.dortmund.de/" target="_blank" rel="noopener">Stadt Dortmund</a> sowie der <a href="https://www.lag21.de" target="_blank" rel="noopener">LAG 21 e. V.</a> unterstützt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/jetzt-anmelden-zur-neuen-veranstaltungsreihe-integration-durch-nachhaltigkeit/" target="_blank" rel="noopener">Mehr Informationen über die Reihe IntegraDuN finden Sie hier.</a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Online-Tagung Inklud:Mi plus: Frauen in der Migration- Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen</title>
		<link>https://ibb-d.de/online-tagung-inkludmi-plus-frauen-in-der-migration-warum-wir-eine-feministische-gesundheitsversorgung-brauchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2024 13:06:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[„Frauen in der Migration:  Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen“ heißt das Thema beim diesjährigen Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi plus. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund lädt interessierte Haupt- und Ehrenamtliche aus der Arbeit mit Migrantinnen/FLINTA* für Donnerstag, 12. Dezember 2024, von 09:00 bis 15:00 Uhr zur Online-Fachtagung ein. Der jährliche Fach- [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/inkludMi-PLUS_2024_w.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-36354" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus.jpg" alt="Titelbild des Veranstaltungsflyers für die Fachtagung - online am 12.12.2024: Frauen in der Migration: Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen" width="180" height="380" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus.jpg 397w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/Deckblatt_InkludMi-plus-142x300.jpg 142w" sizes="auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px" /></a>„Frauen in der Migration:  Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen“ heißt das Thema beim diesjährigen Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi plus. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund lädt interessierte Haupt- und Ehrenamtliche aus der Arbeit mit Migrantinnen/FLINTA* für Donnerstag, 12. Dezember 2024, von 09:00 bis 15:00 Uhr zur Online-Fachtagung ein.</p>
<p>Der jährliche Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi befasst sich seit 2016 mit speziellen Fragestellungen und Themen, die die bessere Teilhabe von Zugewanderten und ihren Angehörigen in Inklusionsprozessen unterstützen sollen.</p>
<p>Mit der zunehmenden Pluralisierung der Gesellschaft und den daraus entstehenden neuen Aufgaben, Hürden und Chancen, erweitert sich auch das Themenspektrum von <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/inkludmi/" target="_blank" rel="noopener">Inklud:Mi</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup></a> mit Fortbildungen zu Migration, Integration und Diversität von zugewanderten Drittstaatler*innen eröffnet das IBB e.V. mit Inklud:MI plus eine erweiterte Perspektive für den Themenbereich. Das „plus“ steht für die Intersektionalität von Diskriminierungsformen, die neben der Schnittstelle von Migration, Herkunft und Behinderung ebenso sexuelle Orientierung, Geschlecht, Glaube, Alter sowie die Weltanschauung als gesellschaftliche Hindernisse gleichberechtigter Teilhabe einschließen.</p>
<p>In diesem Jahr setzen wir mit dem „plus“ einen feministischen und globalen Blick auf Migrantinnen im Themenfeld der Gesundheit. Machtverhältnisse in der Medizin, die zu einer schlechteren Versorgung von Frauen/FLINTA* führen, werden verknüpft mit Migration intersektional betrachtet. Durch fachliche Inputs und vertiefende Workshops wird auf diskriminierende Verhältnisse und Barrieren hingewiesen und die Dringlichkeit einer feministischen, medizinischen Versorgung hervorgehoben. Ziel ist die Verbesserung von Teilhabeprozessen sowie die kritische Reflexion ausgrenzender und diskriminierender Strukturen im Gesundheitssystem.</p>
<p>Neun Referentinnen berichten über den Stand der Forschung und Erfahrungen in ihrer Beratungspraxis. Vera Hanewinkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im <a href="https://www.imis.uni-osnabrueck.de/startpage.html" target="_blank" rel="noopener">IMIS-Projekt focus Migration der Universität Osnabrück</a>, und Dr. Angelika Voss vom <a href="https://fmgz-hannover.de/" target="_blank" rel="noopener">Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover e.V.</a> geben mit zwei Fachinputs Anstöße zur Diskussion, die in vier Workshops unter anderem zur Istanbul-Konvention und zur psychosozialen Gesundheit von Migrantinnen vertieft werden kann.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/11/inkludMi-PLUS_2024_w.pdf" target="_blank" rel="noopener">Das detaillierte Programm und den Anmeldecoupon finden Sie hier.</a> Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Anmeldeschluss ist am 28. November 2024.</p>
<p>Die Teilnahme ist dank Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU kostenfrei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus</sup>“:</strong></p>
<p>Mit dem Projekt „fokus<sup>plus</sup>“ knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus</sup>“ bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus</sup>“ fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://www.fokus-ibb.de/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Projektseite. </a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tagung in Dortmund:  „Antisemitismus kann man nicht mit Rassismus bekämpfen“</title>
		<link>https://ibb-d.de/tagung-in-dortmund-antisemitismus-kann-man-nicht-mit-rassismus-bekaempfen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Jul 2024 12:57:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie tief der Nahostkonflikt in die deutsche Gesellschaft wirkt, zeigte sich auf der Tagung „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund. 70 Akteure aus der Migrations-, Beratungs- und Bildungsarbeit interessierten sich für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie tief der Nahostkonflikt in die deutsche Gesellschaft wirkt, zeigte sich auf der Tagung „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks e.V. am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund. 70 Akteure aus der Migrations-, Beratungs- und Bildungsarbeit interessierten sich für Antworten.</p>
<p>Auf den Schulhöfen, im Alltag und in der politischen Bildungsarbeit trennt die Frage „Auf welcher Seite stehst du?“ Menschen in zwei Lager: Jüd*innen und Muslim*innen aller Altersgruppen sehen sich unter Generalverdacht, mit einer Konfliktpartei zu sympathisieren. Die Zahl der Straftaten gegen Muslim*innen und Jüd*innen ist nach dem 7. Oktober 2023 sprunghaft angestiegen und reicht von Beschimpfungen und Beleidigungen bis hin zu gewaltsamen Übergriffen. So hatten der Verein <a href="https://www.claim-allianz.de/aktuelles/news/pressemitteilung-antimuslimische-uebergriffe-und-diskriminierung-in-deutschland-2023-mehr-als-fuenf-antimuslimische-vorfaelle-pro-tag/" target="_blank" rel="noopener">Claim- Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit</a> und <a href="https://www.report-antisemitism.de/annuals/" target="_blank" rel="noopener">die Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS e.V.)</a> im Juni 2024 über eine massive Zunahme antimuslimischer und antisemitischer Übergriffe berichtet. Einen ersten, 400 Seiten starken ausführlichen <a href="https://www.deutsche-islam-konferenz.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Studien/uem-abschlussbericht.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=11" target="_blank" rel="noopener">Bericht zur Muslim- und Islamfeindlichkeit</a> hatte der Unabhängige Expertenkreis Muslimfeindlichkeit erstmals im Juli 2023 vorgestellt. Beauftragt wurde dieser vom BMI nach den rassistisch motivierten Morden in Hanau Anfang 2020. Die Ergebnisse der Berichte sowohl zu Antisemitismus als auch zu Muslimfeindlichkeit zeigen deutlich, dass lange vor der jüngsten Eskalation in Nahost Übergriffe bereits an der Tagesordnung waren und entsprechende Präventions- und Bildungsarbeit weit früher hätte ansetzen und ausgebaut werden müssen.</p>
<h3>„In den Schulen herrscht eine pro-palästinensische Sichtweise“</h3>
<p>„In den Schulen herrscht eine pro-palästinensische Sichtweise, die nicht mehr zulässt, dass der 7. Oktober passiert ist, mit den schlimmsten Taten“, schilderte Shai Hoffmann, deutsch-jüdischer Sozialunternehmer und Host des Podcasts „Über Israel und Palästina reden“. Gemeinsam mit Jouanna Hassoun, die palästinensische Wurzeln hat, geht er, Enkelkind von Holocaust-Überlebenden, in Schulen, tritt mit Schülerinnen und Schülern in einen Trialog über den Nahostkonflikt.</p>
<blockquote><p>&#8222;Unsere gemeinsame Basis ist, dass wir das Leid des anderen anerkennen.“</p></blockquote>
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<p>Die Jugendlichen, denen sie begegnen, seien hoch emotionalisiert. Dazu trägt auch die Berichterstattung bei auf von Jugendlichen genutzten Social Media -Kanälen. „Es gibt viel Unwissen und Gleichsetzungen“, berichtete Hoffmann. Daher hätten die Jugendlichen viele Fragen: Was genau meint „Staatsräson“? Warum werden trotz Meinungsfreiheit manche israelkritische Aussagen verboten? Warum ist das Wort „Genozid“ ein schwerer Vorwurf?</p>
<div id="attachment_35409" style="width: 608px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35409" class="wp-image-35409 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317.jpg" alt="Referent Shai Hoffmann steht in einer offenen und einfühlsamen Haltung vor den Workshopteilnehmerinnen und - teilnehmern und bespricht Handlungsstrategien gegen Rassismus und Antisemitismus. " width="598" height="328" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317-300x165.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9317-768x422.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px" /><p id="caption-attachment-35409" class="wp-caption-text">Shai Hoffmann berichtete über seine Erfahrungen aus Gesprächen mit Jugendlichen in  den Trialogen und diskutierte im Workshop mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern über Handlungs- und Argumentationsstrategien.</p></div>
<p>Wissen und Aufklärung ist nicht nur zu den komplexen Hintergründen des Nahostkonflikts dringend nötig, sondern auch zu gesellschaftlich tief verwurzelten antisemitischen und rassistischen Haltungen. „Man kann aber nicht Antisemitismus mit Rassismus bekämpfen“, so auch Hoffmann. Diese Problematik zieht sich jedoch quer durch alle gesellschaftlichen Institutionen. Es fehlt beispielsweise an flächendeckenden Fortbildungen zur Sensibilisierung von Lehrkräften, wodurch die Moderation der aktuellen Konfliktsituation in der Schülerschaft zusätzlich erschwert wird.</p>
<div id="attachment_35414" style="width: 593px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35414" class="wp-image-35414 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242.jpg" alt="Polina Khubebeeva, rechts im Bild, und Iskandar Abdalla vom Projekt „Build Bridges, Not Barriers“ des Berliner Vereins Transaidency sitzen hinter aufgeklappten Laptops und berichten über ihre Arbeit mit Jugendlichen. " width="583" height="375" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242-300x193.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9242-768x494.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 583px) 100vw, 583px" /><p id="caption-attachment-35414" class="wp-caption-text">Begriffe erklären Iskandar Abdalla und Polina Khubbeeva.</p></div>
<p>Mit Jugendlichen arbeiten auch Polina Khubebeeva und Iskandar Abdalla vom Projekt „Build Bridges, Not Barriers“ des Berliner Vereins Transaidency. Sie setzen in ihrem Projekt überwiegend biografische Elemente ein, um für die Wirkung von diskriminierenden Äußerungen zu sensibilisieren. „Die Herkunft und die aktuelle Lebensweise von Betroffenen sind bei rassistischen Beleidigungen ganz egal“, schilderte der gebürtige Ägypter und Islamwissenschaftler Iskandar Abdalla. Das immergleiche Muster der Diskriminierung, die in eine Gewaltspirale führen kann, sei das Othering:  Eine angeblich homogene Gruppenidentität wird gegen „die Anderen“ abgegrenzt. So entstehe auch ein Machtgefälle zwischen angeblich Überlegenen und Unterlegenen. Wir gegen die Anderen. Rassismus habe aber nicht nur eine individuelle, sondern immer auch eine strukturelle Dimension.</p>
<p>Ergänzend zu den Fachinputs wurden in Workshops Handlungs- und Argumentationsstrategien für die alltägliche Arbeit der Teilnehmenden entwickelt. Jakob Nikfarjam, Referent für internationales Recht beim DRK-Generalsekretariat in Berlin, beleuchtete zudem die völkerrechtliche Situation des Konflikts. Der Vorwurf des Völkermordes beschäftige aktuell den internationalen Gerichtshof in Den Haag. Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover e.V. berichtete über bewährte Strategien der Friedens- und Versöhnungsarbeit.</p>
<p>Dr. Peter Waldmann und Mustafa Cimşit vom jüdisch-muslimischem Bildungswerk Maimonides sensibilisierten in ihrem Workshop für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Judentum und Islam, um über falsche Darstellungen aufzuklären.</p>
<p>Bei der abschließenden Podiumsdiskussion machten die Referentinnen und Referenten auch deutlich, wie sich ihre Arbeit in der politischen Bildung seit dem 7. Oktober verändert hat: „Wir bieten immer noch Führungen durch unsere Synagoge an für Schulklassen. Aber neuerdings ist auffällig häufig zufällig die halbe Klasse an diesem Tag krankgemeldet“, berichtete Micha Neumann von der Servicestelle für Antidiskriminierungsberatung und Intervention bei Antisemitismus und Rassismus (ADIRA). Die Guides wurden außerdem schon mehrfach mit dem Vorwurf konfrontiert, Geld und Waffen nach Israel zu senden.</p>
<blockquote><p>„Wir beobachten eine Enthemmung, wie wir sie noch nicht erlebt haben.“</p></blockquote>
<p>Die Haltung zum Nahostkonflikt oder auch persönliche Betroffenheit des Gegenübers werde nicht hinterfragt, obwohl die so Beschuldigten oft selbst mit widersprüchlichen Gefühlen zu kämpfen haben, wenn sie zum Beispiel um Personen auf israelischer oder auch palästinensischer Seite bangen oder trauern.</p>
<blockquote><p>&#8222;Auf welcher Seite stehst du?&#8220;</p></blockquote>
<p>Auch in der interkulturellen Zusammenarbeit in der Erwachsenenbildung reiße die Frage „Wo stehst du?“ Gräben auf. „Menschen, die nicht gelernt haben, diese schwierigen Widersprüche und ihre Gefühle zu reflektieren, übersetzen dies dann häufig in Aggressionen“, schilderte May Zeidani Yufanyi, freiberufliche Erwachsenenbildnerin mit jüdischer Mutter und palästinensischem Vater.</p>
<p>Engagiert diskutiert wurde auch die Frage, wie Polizei, Politik und Medien die aufgeladenen Diskussionen und Demonstrationen darstellen und bewerten. Die palästinensische Perspektive finde fast nie Niederschlag, sagten Gesprächsteilnehmende. Und dass bestimmte Parolen und Begriffe verboten werden, sei eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Man müsse doch Empörung äußern dürfen, wenn Kinder durch die Kriegshandlungen ums Leben kommen.</p>
<p>Gerade die Anspielung auf die christliche Ritualmordlegende sei jedoch ein jahrhundertealtes und wirkmächtiges antisemitisches Stereotyp. Ein Code, der darauf abziele, Israel zu dämonisieren, hieß das Gegenargument. Seltsamerweise werde der Vorwurf, dass Kinder sterben, fast nie in anderen Kriegen erhoben. Dies sei ein weiteres Beispiel dafür, dass Bildungs- und Aufklärungsarbeit verstärkt werden müssten, um solche Narrative bewusst zu machen.</p>
<p>„Antisemitismus bleibt ein Querschnittsthema“, analysierte Simon Hölscher vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA- NRW). Der aktuelle Nahostkonflikt zeige, wie Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit zu einer gruppenbezogenen Menschenverachtung verquickt werden, um rechtsextreme und demokratiefeindliche Positionen zu stärken. Minderheiten würden gegeneinander ausgespielt, Feindbilder befeuert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>„Mehr Sensibilisierung, mehr Bildung, mehr Zusammenarbeit&#8220;</h3>
<div id="attachment_35434" style="width: 1034px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-35434" class="wp-image-35434 size-full" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129.jpg" alt="Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.), wendet sich vom Stehpult aus an die Zuhörenden und wirbt für einen offenen, sensiblen Austausch. " width="1024" height="492" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129-300x144.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/07/Tagung_Kein-Platz-fuer-AS-u.AR_IMG_9129-768x369.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><p id="caption-attachment-35434" class="wp-caption-text">Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.), warb für einen offenen, sensiblen Austausch.</p></div>
<p>„Wir brauchen gerade jetzt mehr Sensibilisierung, mehr Bildung und mehr Zusammenarbeit – auch wenn das im Moment sehr schwierig erscheint“, schloss Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e. V. in Dortmund (IBB e.V.). „Dabei lernen wir auch aus dieser Veranstaltung, dass ein offener Austausch sehr wohl möglich und für alle Seiten aufschlussreich und weiterführend ist.“</p>
<p>Die Fachtagung im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup> wurde aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert.</p>
<p>Weitergehende Informationen und eine ausführliche Dokumentation finden Sie (in Kürze) auf unserer Projekt-Website <a href="http://www.fokus-ibb.de">www.fokus-ibb.de</a>.</p>
<h3><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></h3>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
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<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IBB e.V. lädt ein zur Tagung in Dortmund: „Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! – Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-tagung-in-dortmund-kein-raum-fuer-antisemitismus-und-muslimfeindlichkeit-wie-der-nahostkonflikt-rassismus-verschaerft-und-was-wir-dagegen-tun-koennen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 May 2024 14:14:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräfte]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts im Oktober 2023 polarisiert der daraus folgende Diskurs zunehmend auch in Deutschland. Immer häufiger werden Fälle von offenem Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus bekannt. Betroffene Gruppen beklagen vermehrt Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu offener Gewalt. Diese Entwicklung ist Thema einer Tagung am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der jüngsten Eskalation des israelisch-palästinensischen Konflikts im Oktober 2023 polarisiert der daraus folgende Diskurs zunehmend auch in Deutschland. Immer häufiger werden Fälle von offenem Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus bekannt. Betroffene Gruppen beklagen vermehrt Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu offener Gewalt. Diese Entwicklung ist Thema einer Tagung am Mittwoch, 17. Juli 2024, in Dortmund, zu der das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund einlädt.</p>
<p>&#8222;Kein Raum für Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit! – Wie der Nahostkonflikt Rassismus verschärft und was wir dagegen tun können“ heißt der Titel der Veranstaltung im Jugendgästehaus Adolph-Kolping, Silberstraße 24-26 in Dortmund von 9 bis 16 Uhr. Die Tagung beginnt mit zwei Fachvorträgen. Shai Hoffmann, Sozialunternehmer und Moderator des Podcasts „Über Israel und Palästina sprechen“ informiert über verschiedene Narrative der Konfliktparteien und die Rolle von Machtverhältnissen historisch und aktuell. Im zweiten Vortrag berichten Polina Khubbeeva und Iskandar Abdalla von Transaidcency e.V. Berlin über Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus in verschiedenen kulturellen Kontexten. Am Nachmittag wird das Thema in drei Workshops vertieft. Zum Abschluss ist eine Podiumsdiskussion geplant.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/fokus_Plus_Nahost_Flyer-3.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-35174" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit-142x300.jpg" alt="" width="131" height="277" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit-142x300.jpg 142w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/Tagung_Kein-Raum-fuer-Antisemitismus_u_Muslimfeindlichkeit.jpg 349w" sizes="auto, (max-width: 131px) 100vw, 131px" /></a>„Ziel unserer Tagung ist es, durch offene und demokratische Dialoge Unsicherheiten abzubauen, Handlungs- und Argumentationsstrategien zu stärken und Wissen sowie Orientierung zu vermitteln“, sagt Kirsten Ben Haddou, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e.V. Die Referentinnen und Referenten vermitteln Hintergrundwissen über die unterschiedlichen Begrifflichkeiten und entwickeln mit den Teilnehmenden praxisorientiert Handlungsstrategien.</p>
<p>Die Veranstaltung ist offen für Haupt- und Ehrenamtliche aus der Bildungs- und Beratungsarbeit. Ausgeschlossen von der Teilnahme an der Tagung sind Personen, die extremistischen Organisationen angehören oder rassistische, antisemitische bzw. muslimfeindliche Menschenbilder befürworten.</p>
<p>Die Fachtagung im Rahmen des Projekts fokus<sup>plus</sup> wird aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich per E-Mail an <a href="&#109;&#97;&#x69;&#x6c;&#116;&#111;&#x3a;&#x66;&#111;&#107;&#x75;&#x73;&#64;&#105;&#x62;&#x62;&#45;&#100;&#x2e;&#x64;&#101;">&#102;&#x6f;&#107;&#x75;s&#64;&#x69;&#98;&#x62;-&#x64;&#46;&#100;&#x65;</a>.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/05/fokus_Plus_Nahost_Flyer-3.pdf" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen und einen Anmeldecoupon finden Sie im Veranstaltungsflyer.</a></p>
<h3><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></h3>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf" rel="noopener">Hier finden Sie unseren Projekt-Flyer zum Download.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a></p>
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<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Leitung im Fachbereich „Beruf international und Migration“ und Verstärkung im Team fokusplus</title>
		<link>https://ibb-d.de/neue-leitung-im-fachbereich-beruf-international-und-migration-und-verstaerkung-im-team-fokusplus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2024 11:28:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsenenbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Kirsten Ben Haddou, seit 2018 beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund, hat zum 1. April 2024 die Leitung des Fachbereichs Beruf international und Migration übernommen. Sie tritt die Nachfolge von Hildegard Azimi-Boedecker an, die zum 31. März 2024 in den Ruhestand gegangen ist. Hildegard Azimi-Boedecker hatte den Fachbereich Beruf international und Migration seit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kirsten Ben Haddou, seit 2018 beim Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund, hat zum 1. April 2024 die Leitung des Fachbereichs Beruf international und Migration übernommen. Sie tritt die Nachfolge von Hildegard Azimi-Boedecker an, die zum 31. März 2024 in den Ruhestand gegangen ist.</p>
<p>Hildegard Azimi-Boedecker hatte den Fachbereich Beruf international und Migration seit 2002 aufgebaut. Schulungen zur kultursensiblen Arbeit, Fachkräfteexkursionen ins In- und Ausland sowie nationale und europäische Projekte gehören seither zum Angebot. Zudem hatte Hildegard Azimi-Boedecker 2014 das Netzwerk „Inklud:Mi“ ins Leben gerufen – heute ein jährlich tagendes Austauschforum zum Themengebiet Migration, Behinderung, Inklusion.</p>
<p>Fortbildungen und Tagungen in Präsenz und zunehmend auch online rund um das Themengebiet Migration reagieren seither jeweils schnell und bedarfsorientiert auf Fragen von Haupt- und Ehrenamtlichen in der sozialen Arbeit, im Gesundheitswesen und im Bildungswesen. Im aktuellen Projekt fokus<sup>plus</sup> ist die Zielgruppe nun sogar erweitert auf Akteure der freien Wirtschaft, die ebenfalls Schulungen buchen können und zur Teilnahme an Tagungen eingeladen sind.</p>
<p>Kirsten Ben Haddou, interkulturelle Pädagogin, hat das neue Projekt fokus<sup>plus</sup> mit aufgebaut, Schulungen durchgeführt und Tagungen mit geleitet. Als neue Mitarbeiterin im Team begrüßte sie in diesen Tagen Angelina Rieser. Die Erziehungswissenschaftlerin hat im Raum Wuppertal Erfahrungen gesammelt in verschiedenen Präventionsprojekten, vor allem in Bezug auf Frauen, Kinder und Jugendliche.</p>
<p>Zusammen mit der Politikwissenschaftlerin Gamze Kelleci organisiert das Team aktuell bereits eine Reihe von Inhouse-Schulungen zur kultursensiblen Arbeit, die im Rahmen des Projektes fokus<sup>plus</sup> bis Mai 2026 unentgeltlich angeboten werden können.</p>
<blockquote><p>„Wir freuen uns über die sehr lebhafte Nachfrage nach unseren Inhouse-Schulungen“,</p></blockquote>
<p>sagt Kirsten Ben Haddou.</p>
<blockquote><p>„Besonders wecken unsere Angebote im Bereich der Fachkräftezuwanderung Interesse, da diese für Betriebe viele Fragen aufwirft, die wir in unseren Fortbildungen behandeln und beantworten können.“</p></blockquote>
<p>Die ein- bis dreitägigen Inhouse-Schulungen zur kultursensiblen Arbeit können individuell auf die jeweiligen Fragen und Bedarfe von Interessierten abgestimmt werden. Ziel ist es, Einrichtungen und Unternehmen auf die Anforderungen zunehmender Vielfalt in der Gesellschaft vorzubereiten. Dabei können Fragen zu religiösen Minderheiten ebenso behandelt werden wie Einstellungen zu Gesundheit und Krankheit oder psychosoziale Flucht- und Migrationsfolgen.</p>
<p>In Planung sind für dieses Jahr zudem noch zwei Tagungen: Am 17. Juli 2024 wird es in Dortmund um den Anstieg von Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt gehen. Die zweite Tagung wird am 28. November 2024 online im Rahmen von <a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/inkludmi/" target="_blank" rel="noopener">„Inklud:Mi“</a> stattfinden. Nähere Informationen finden Sie in Kürze hier.</p>
<p>Interessierte, die eine Inhouse-Schulung buchen möchten, senden am besten eine kurze Kontaktanfrage per E-Mail an <a href="&#x6d;&#97;&#x69;&#x6c;&#116;&#x6f;&#58;f&#x6f;&#107;u&#x73;&#64;i&#x62;&#98;-&#x64;&#46;&#x64;&#x65;">&#102;&#x6f;&#107;&#x75;s&#x40;i&#98;&#x62;&#45;&#x64;&#46;&#x64;e</a>.</p>
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<div id="attachment_34512" style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34512" class="wp-image-34512" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png" alt="Titelbild des Projekt-Flyers. " width="250" height="250" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-1024x1024.png 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-150x150.png 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-768x768.png 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-210x210.png 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><p id="caption-attachment-34512" class="wp-caption-text">Ausführliche Informationen zur Buchung von Schulungen enthält der Projekt-Flyer.</p></div>
<p><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></p>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet Inhouse-Schulungen, Tagungen, Seminare, Vorträgen und aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf" rel="noopener">Hier finden Sie unseren Projekt-Flyer zum Download.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen finden Sie hier.</a></p>
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<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
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<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neues EU-Projekt „fokusplus“ ermöglicht kultursensible Fortbildungen jetzt auch für Unternehmen und Betriebe</title>
		<link>https://ibb-d.de/neues-eu-projekt-fokusplus-ermoeglicht-kultursensible-fortbildungen-jetzt-auch-fuer-unternehmen-und-betriebe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2024 07:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Nun ist offiziell! Mit dem neuen Projekt „fokusplus“ ermöglicht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit EU-Mitteln eine neue Reihe von Fortbildungen zur kultursensiblen Arbeit. Zum 1. Februar 2024 wurde das Projekt nun auch offiziell bewilligt, das mit dem vorläufigen Maßnahmenbeschluss bereits seit Juni vergangenen Jahres vorbereitet werden konnte. Bis Mai 2026 können Inhouse-Schulungen, Fachtagungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist offiziell! Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus“ </sup>ermöglicht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit EU-Mitteln eine neue Reihe von Fortbildungen zur kultursensiblen Arbeit. Zum 1. Februar 2024 wurde das Projekt nun auch offiziell bewilligt, das mit dem vorläufigen Maßnahmenbeschluss bereits seit Juni vergangenen Jahres vorbereitet werden konnte.</p>
<p>Bis Mai 2026 können Inhouse-Schulungen, Fachtagungen und Vorträge zum Thema Migration, Integration und Flucht konzipiert werden. Das besondere Plus: Erstmals können neben Nichtregierungsorganisationen der Migrationsarbeit, kommunalen Beratungsstellen und Behörden nun auch Betriebe und Unternehmen die Schulungen beauftragen. Dank der Förderung durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU sind die Angebote in der Regel kostenlos.</p>
<div id="attachment_34512" style="width: 311px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-34512" class="wp-image-34512" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png" alt="Das Titelbild des Flyers für das Projekt fokusplus zeigt die Logos des IBB, des Projekts, und der EU und ein Symbolbild, auf dem zwei Finger einer Hand zwei Holzklötze mit Buchstaben gerade so bewegen, dass zwei Wörter lesbar sind Integration und Migration. " width="301" height="301" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-300x300.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-1024x1024.png 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-150x150.png 150w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-768x768.png 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q-210x210.png 210w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/02/deckblatt-flyer_fokusplus_q.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 301px) 100vw, 301px" /></a><p id="caption-attachment-34512" class="wp-caption-text">Der Projektflyer enthält Beispiele für mögliche Lerninhalte, die das Team des IBB e.V. im neuen Projekt fokusplus bis März 2026 vermitteln kann.</p></div>
<p>Das Projekt „fokus<sup>plus“ </sup>baut inhaltlich auf mehrere Vorgängerprojekte fokus auf, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. seit vielen Jahren angeboten hat. Daher können auch kurzfristig Schulungen organisiert werden zum Beispiel zu Rechtsfragen, psychosozialen Flucht- und Migrationsfolgen, Rollen- und Wertesystemen oder zum Umgang mit Behinderung, Erkrankung und Sucht bei Zugewanderten aus verschiedenen Herkunftsländern. Neu hinzu kommen Lerninhalte zu nachhaltigem Umwelt-, Konsum- und Energieverhalten im Kontext Zuwanderung.</p>
<p>„Unser Ziel ist es, interaktiv und abwechslungsreich Fachwissen und praxisorientierte Handlungssicherheit für verschiedene Berufsgruppen zu vermitteln“, sagt Kirsten Ben Haddou, Projektreferentin des IBB e.V. „Gleichzeitig entsteht ein Netzwerk, das häufig auch nach dem Ende der jeweiligen Schulungseinheit einen schnellen fachlichen Austausch ermöglicht.“</p>
<p>Schulungen oder Workshops können wahlweise ein- bis dreitägig im gesamten Bundesgebiet in Präsenz oder online angeboten werden. Zudem bietet das IBB e.V. Einrichtungen und Unternehmen eine Beratung zur kultursensiblen Öffnung an.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/04/fokusPLUS_Fortbildungen-Flyer.pdf" target="_blank" rel="noopener">Der „fokus<sup>plus “-</sup>Flyer steht hier zum Download bereit.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Nähere Informationen finden Sie hier.</a></p>
<p><strong>Über das Projekt „fokus<sup>plus“</sup>:</strong></p>
<p>Mit dem neuen Projekt „fokus<sup>plus “ </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. „fokus<sup>plus“ </sup>bietet mit Tagungen, Seminaren, Vorträgen und Inhouse-Schulungen aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. „fokus<sup>plus“</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
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<tbody>
<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“  </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
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<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
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			</item>
		<item>
		<title>Tagung „Sehnsuchtsziel Deutschland – Erwartungen und Erfahrungen bei Neuzuwanderung“: „Etwas weniger Aufgeregtheit würde den Diskursen guttun“</title>
		<link>https://ibb-d.de/online-tagung-sehnsuchtsziel-deutschland-erwartungen-und-erfahrungen-bei-neuzuwanderung-etwas-weniger-aufgeregtheit-wuerde-den-diskursen-guttun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 13:09:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geflüchtete]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ibb-d.de/?p=33853</guid>

					<description><![CDATA[Deutschland ist nicht das Sehnsuchtsziel Nummer 1 für hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Besonders die Bürokratie sei „ein dramatisches Problem.“ Dr. Pau Palop-Garcia, Migrationsforscher beim DeZIM-Institut Berlin, räumte gleich zu Beginn der IBB-Tagung „Sehnsuchtsziel Deutschland – Erwartungen und Erfahrungen bei Neuzuwanderung“ am Donnerstag, 30. November 2023, mit Fehleinschätzungen auf. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland ist nicht das Sehnsuchtsziel Nummer 1 für hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Besonders die Bürokratie sei „ein dramatisches Problem.“ Dr. Pau Palop-Garcia, Migrationsforscher beim <a href="https://www.dezim-institut.de/" target="_blank" rel="noopener">DeZIM-Institut Berlin</a>, räumte gleich zu Beginn der IBB-Tagung „Sehnsuchtsziel Deutschland – Erwartungen und Erfahrungen bei Neuzuwanderung“ am Donnerstag, 30. November 2023, mit Fehleinschätzungen auf.</p>
<p>Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks e.V. in Dortmund (IBB e.V.) hatte mehr als 70 Teilnehmende zur Online-Tagung begrüßt, die einen Überblick über den Stand der Forschung gab und auch beispielhaft den Erfahrungen von drei nach Deutschland Zugewanderten mit unterschiedlicher Migrationsgeschichte Raum gab.</p>
<p>„Mit unserer Auftaktveranstaltung im Projekt fokus<sup>plus </sup>möchten wir im Dialog mit Forschenden und Zugewanderten aktuelles Wissen zu Migration vermitteln und dazu beitragen, die Kommunikation von Migrant*innen mit Institutionen der Aufnahmegesellschaft und der Arbeitswelt zu verbessern“,  sagte Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e.V..</p>
<p>Die neuen Fortbildungsangebote des Projektes fokus<sup>plus</sup> von 2023-2026 greifen Erfahrungen aus den Vorgängerprojekten auf und bieten auch im Bereich der Fachkräftezuwanderung Schulungen für Interessierte an.</p>
<div id="attachment_33823" style="width: 612px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-33823" class="wp-image-33823" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164-300x171.png" alt="Dieser Screenshot zeigt eine Grafik und den Referenten Dr. Pau Palop-Garcia klein eingeklingt: Deutschland liegt demnach als mögliches Zielland für Auswanderer lediglich im Mittelfeld. " width="602" height="343" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164-300x171.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164-768x438.png 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Pau_Palop-Garcia_5880-e1701782090164.png 827w" sizes="auto, (max-width: 602px) 100vw, 602px" /></a><p id="caption-attachment-33823" class="wp-caption-text">Deutschland ist bei weitem nicht die Nummer 1 für Fachkräfte aus Drittstaaten, die sich ernsthaft mit einer möglichen Auswanderung aus ihrem Herkunftsland beschäftigen. Dr. Pau Palop-Garcia (kleines Foto) verdeutlichte dies anhand einer OECD-Studie. Screenshot: IBB e.V. &#8211; Mechthild vom Büchel</p></div>
<p>Dr. Pau Palop-Garcia zitierte in seinem Vortrag die jüngste OECD-Studie: Demnach steht Deutschland als mögliches Zielland für ausgebildete Fachkräfte im Mittelfeld. Bei Studierenden dagegen belegt Deutschland Platz 2 hinter den USA. Dies sei „ein Zeichen, dass Deutschland etwas falsch macht“. Denn Studierende ziehen meist weiter. Wer Fachkräfte werben will, müsse sich aktiv bemühen.</p>
<p>Über ihre Erfahrungen mit der Einwanderung nach Deutschland berichteten eine Sozialarbeiterin aus Aserbaidschan, ein Veranstaltungskaufmann aus Syrien und ein Maschinenbauer aus Brasilien, der Deutschland als Student kennengelernt und einige Jahre nach Abschluss seines Studiums nach Deutschland zurückgekehrt war. Schwierig sei die Anerkennung von Berufsabschlüssen, berichtete die Sozialarbeiterin, die bereits vor 22 Jahren eingewandert war und zuvor in Aserbaidschan als Kunstlehrerin gearbeitet hatte. Auch der 2015 nach Deutschland geflüchtete Syrer hatte Probleme mit der Anerkennung seines Hochschulabschlusses in Betriebswirtschaft. Er nutzte die Wartezeit kurzentschlossen für eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann. „Heute zählt bei Bewerbungen nur meine Ausbildung in Deutschland“, berichtete er. Der Maschinenbauer aus Brasilien musste sein erstes Flugticket nach Deutschland verfallen lassen. Das Visum lag nicht vor. „Es stellte sich heraus, dass der Sachbearbeiter schlicht vergessen hatte, es zu schicken“, erzählte er lächelnd.</p>
<p>Die Bürokratie sei eine besonders hohe Hürde bei allen Bemühungen um Fachkräftezuwanderung, berichteten Betroffene wie Referierende. So müssten Interessierte bis zu 15 Monate auf einen Termin zur Visums-Beantragung warten. Die Behörden seien schlicht überlastet. Belastend seien auch die oft befristeten Aufenthaltsgenehmigungen für die praktische Organisation des Alltags, erzählte der Kaufmann aus Syrien. „Ich hatte gedacht, ich könnte in Deutschland sofort arbeiten.“</p>
<div id="attachment_33828" style="width: 609px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Roger_Fornoff_5973.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-33828" class="wp-image-33828" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Roger_Fornoff_5973-300x139.png" alt="Dieses Foto zeigt Dr. Roger Fornoff, Leiter des Lehrbereichs Deutsch als Fremdsprache an der Uni Köln, vor einem virtuellen Hintergrund der Universität, beim Vortrag im Projekt fokus plus: &quot;Welche Werte dürfen wir erwarten?&quot;" width="599" height="278" /></a><p id="caption-attachment-33828" class="wp-caption-text">Dr. Roger Fornoff, Leiter des Lehrbereichs Deutsch als Fremdsprache an der Uni Köln, sensibilisierte in seinem Vortrag für die unterschiedlichen &#8211; offen ausgesprochenen und unausgesprochenen &#8211; Erwartungen an Zugewanderte. Screenshot: IBB e.V. &#8211; Mechthild vom Büchel</p></div>
<p>Dr. Roger Fornoff, Leiter des <a href="https://portal.uni-koeln.de/international/studium-in-koeln/lehrbereich-deutsch-als-fremdsprache" target="_blank" rel="noopener">Lehrbereichs Deutsch als Fremdsprache an der Universität Köln</a>, plädierte für eine Offenheit im Umgang mit Zugewanderten: „Es ist wichtig, dass wir wissen, es sind Stereotype, in denen wir denken.“ Jede Lehrkraft und jeder Mitarbeitende in einer Behörde repräsentiere ebenso ein „Mikromodell von Deutschland“, das Stereotype beim Gegenüber bestätigt oder irritiert. Mit Blick auf die aktuellen politischen Diskussionen im Kontext des Krieges in Nahost warnte er vor der Gefahr, „dass wir uns in Positionen eingraben und das Gegenüber nicht mehr wahrnehmen.“</p>
<div id="attachment_33848" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Timo-Tonassi_6085-e1701783163328.png"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-33848" class="wp-image-33848 size-medium" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Timo-Tonassi_6085-e1701783163328-300x284.png" alt="Dr. Timo Tonassi, Lehrbeauftragter an der Georgetown Universität in Washington, bei seinem Vortrag im Projekt fokus plus: Er war aus den USA zugeschaltet und berichtete über die Ergebnisse seiner Forschung zu Einstellungen von Zugewanderten. " width="300" height="284" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Timo-Tonassi_6085-e1701783163328-300x284.png 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/12/Timo-Tonassi_6085-e1701783163328.png 455w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-33848" class="wp-caption-text">Dr. Timo Tonassi, Lehrbeauftragter an der Georgetown Universität in Washington, war aus den USA zugeschaltet und berichtete über die Ergebnisse seiner Forschung zu Einstellungen von Zugewanderten. Screenshot: IBB e.V. &#8211; Mechthild vom Büchel</p></div>
<p>Dr. Timo Tonassi, Lehrbeauftragter an der <a href="https://www.georgetown.edu/" target="_blank" rel="noopener">Georgetown Universität in Washington/DC</a>, berichtete, dass es noch immer wenig empirische Forschung zu Einstellungen von Zugewanderten gibt. Er hatte für eine Studie im Jahr 2018 Zugewanderte aus Syrien, Afghanistan und Irak befragt. Ergebnis: Zugewanderte seien bereit, sich auf kulturelle Unterschiede einzustellen. Diskurse in Politik und Medien hätten allerdings einen großen Einfluss auf Integrationsprozesse. Sein Fazit: „Etwas weniger Aufgeregtheit würde den Diskursen guttun.“</p>
<p><strong>Über das Projekt fokus<sup>plus</sup>:</strong></p>
<p>Mit dem neuen Projekt fokus<sup>plus  </sup>knüpft das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund an die Vorgängerprojekte fokus – Fortbildungen kultursensibel – an und erweitert die Zielgruppe auf Akteure der freien Wirtschaft. fokus<sup>plus </sup>bietet mit Tagungen, Seminaren, Vorträgen und Inhouse-Schulungen aktuelles Wissen zur kultursensiblen Arbeit mit Zugewanderten aus Drittstaaten. Die Veranstaltungen richten sich an interessierte Haupt- und Ehrenamtliche in der Arbeit mit Zugewanderten im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen, in staatlichen Einrichtungen und in Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet. fokus<sup>plus</sup> fördert zudem die Netzwerkbildung und den Erfahrungsaustausch.</p>
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<tbody>
<tr>
<td width="182"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg" alt="" width="300" height="237" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
<td width="254">Das Projekt „fokus<sup>plus“   </sup>wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU.</p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="282"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-31247" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" alt="" width="300" height="130" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2024/03/Dokumentation_fokus-plus_2023_Sehnsuchtsziel_Deutschland.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die ausführliche Dokumentation der Online-Tagung finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/fokus/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über das Projekt fokus<sup>plus  </sup>finden Sie hier. </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Netcoops-Projekt erfolgreich beendet: Kooperationstreffen zur Asylpolitik in den Niederlanden</title>
		<link>https://ibb-d.de/netcoops-projekt-erfolgreich-beendet-mit-treffen-zur-asylpolitik-in-den-niederlanden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 18:22:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte: Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Abschluss des IBB-Projektes „netcoops“ führte eine 16-köpfige Delegation vom 27.-30.3.2023 noch einmal ins europäische Ausland. Auf einem Kooperationstreffen in Amsterdam, Utrecht und Rotterdam erhielten Mitarbeitende aus Ausländer- und Sozialbehörden sowie aus Beratungsstellen umfassende Informationen zum niederländischen Asylsystem. Die viertägige Exkursion war ein Modul des durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds geförderten zweijährigen Projektes, in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Abschluss des IBB-Projektes „netcoops“ führte eine 16-köpfige Delegation vom 27.-30.3.2023 noch einmal ins europäische Ausland. Auf einem Kooperationstreffen in Amsterdam, Utrecht und Rotterdam erhielten Mitarbeitende aus Ausländer- und Sozialbehörden sowie aus Beratungsstellen umfassende Informationen zum niederländischen Asylsystem. Die viertägige Exkursion war ein Modul des durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds geförderten zweijährigen Projektes, in dem in verschiedenen Veranstaltungsformaten online und in Präsenz zum Themenkomplex Asyl und Flucht geschult wurde. Neben interkultureller Kommunikation und psychosozialen Fragestellungen ging es auch um rechtliche Themen und den gesamten Integrationsprozess unterschiedlicher Gruppen Geflüchteter. Ziel war stets die Sensibilisierung und Fachfortbildung am Asylverfahren Beteiligter. Beim Blick über den deutschen Tellerrand stand auch in den Niederlanden zur Diskussion, ob das dortige System Best-Practice-Beispiele für die Arbeit in Deutschland bereithält.</p>
<div id="attachment_32507" style="width: 352px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32507" class="wp-image-32507 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614-300x280.jpg" alt="Eine hölzerne Tür am Hafen erinnert an die jahrhundertealte Migrationsgeschichte der Niederlande. Doch wie steht es heute um die Aufnahmebereitschaft? Foto: Ilias Papapostolou" width="342" height="319" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614-300x280.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614-1024x955.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614-768x716.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Tuer-zur-Freiheit-I-papapostolou-e1681756457614.jpg 1079w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /></a><p id="caption-attachment-32507" class="wp-caption-text">Eine hölzerne Tür am Hafen erinnert an die jahrhundertealte Migrationsgeschichte der Niederlande. Doch wie steht es heute um die Aufnahmebereitschaft? Foto: Ilias Papapostolou</p></div>
<p>Die Niederlande sind vor Jahren angetreten mit dem Ziel, die schnellsten und effektivsten Verfahren in Europa durchzuführen, anfangs mit dem Wunsch, binnen einer Woche Asylanträge zu bescheiden und entsprechende Verwaltungsakte folgen zu lassen.</p>
<p>Aktuell gibt es viele Parallelen zum Handling und zu den Herausforderungen in Deutschland, jedoch auch einige Unterschiede, die beim Besuch von staatlichen, halbstaatlichen und kommunalen Einrichtungen und beim Besuch einer NGO erläutert wurden.</p>
<p>Ähnliche Probleme bestehen danach bei der Unterbringung Geflüchteter und der neu hinzu gekommenen Gruppe von Ukrainer:innen auf Grund knappen Wohnraumes, wenngleich die Zahl Geflüchteter in den Niederlanden deutlich geringer als in Deutschland ist, auch proportional zur Landesgröße gesehen.</p>
<p>Die größten Unterschiede bestehen indes bei der kostenfreien und von Beginn an zur Verfügung gestellten rechtlichen Beratung Geflüchteter und bei der Gleichstellung mit niederländischen Staatsbürger:innen im Gesundheitssystem, ebenfalls ab Tag 1 des Aufenthalts in den Niederlanden.</p>
<p>Unser Foto oben zeigt die Gruppe auf einem der so genannten Opvangships: Fünf solcher umgebauten Passagierschiffe dienen jeweils rund 100 Zugewanderten als Unterkunft, denn Wohnraum ist auch in den Niederlanden sehr knapp.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Bericht_Kooperationstreffen_netcoops_Niederlande-1.pdf" target="_blank" rel="noopener">Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.</a></p>
<p>Das Projekt netcoops ist kofinanziert durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU (AMIF).</p>

<a href='https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/netcoops/europaeische-union_/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="237" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg-300x237.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg-300x237.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-farbig-jpg.jpg 516w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/netcoops/europa-foerdert/'><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="130" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/08/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>IBB-Fachtagung zum EU-Asyl- und Migrationspakt: Abschottung und bürokratische Fallstricke</title>
		<link>https://ibb-d.de/ibb-fachtagung-zum-eu-asyl-und-migrationspakt-abschottung-und-buerokratische-fallstricke/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Feb 2023 09:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[netcoops]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr Fallbeispiele europäischer Abschottung statt zufriedenstellender Asylpolitik hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der IBB-Fachtagung „Der EU-Asyl- und Migrationspakt – Status Quo, Folgen und Bilanz“ am Mittwoch, 22. Februar 2023, im Reinoldinum in Dortmund: Von Ortskräften, die auf ihrer Flucht aus Afghanistan ihren Säugling erst einmal zurücklassen mussten, Kindern, die bei illegalen Pushbacks in die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span id="page3R_mcid24" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Mehr Fallbeispiele europäischer Abschottung statt zufrieden</span><span dir="ltr" role="presentation">stellender Asylpolitik hörten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der IBB-</span><span dir="ltr" role="presentation">Fachtagung „Der EU</span><span dir="ltr" role="presentation">-Asyl- und Migrationspakt</span> <span dir="ltr" role="presentation">–</span> <span dir="ltr" role="presentation">Status Quo, Folgen und Bi</span><span dir="ltr" role="presentation">lanz“ am </span><span dir="ltr" role="presentation">Mittwoch, 22. Februar 2023, im Reinoldinum in Dortmund: Von Ortskräften, die auf </span><span dir="ltr" role="presentation">ihrer Flucht aus Afghanistan ihren Säugling erst einmal zurücklassen mussten, Kin</span><span dir="ltr" role="presentation">dern, die bei illegalen Pushbacks in die Türkei von ihren Eltern getrennt werden und </span><span dir="ltr" role="presentation">ehrenamtlichen Hilfskräften auf Lesbos, die offenbar zur Einschüchterung mehrfach </span><span dir="ltr" role="presentation">verhaftet wurden, berichteten die Referentinnen und Referenten.</span></span><span id="page3R_mcid25" class="markedContent"></span><span id="page3R_mcid26" class="markedContent"><br role="presentation" /></span></p>
<div id="attachment_32477" style="width: 609px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-32477" class="wp-image-32477 " src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-1024x683.jpg" alt="Unser Foto zeigt einen Blick ins Reinoldinum in Dortmund und im Vordergrund Hildegard Azimi-Boedekcer (2.v.l.) und Kirsten Ben Haddou (r.) vom IBB e.V., die die beiden Vortragenden Professorin Marei Pelzer (2.v.r.) und Paul Pettersson begrüßen. " width="599" height="399" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-1024x683.jpg 1024w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-300x200.jpg 300w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-768x512.jpg 768w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-1536x1024.jpg 1536w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/0222-IBB-Tagung-Schuetze_002-2048x1366.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 599px) 100vw, 599px" /></a><p id="caption-attachment-32477" class="wp-caption-text">Hildegard Azimi-Boedekcer (2.v.l.) und Kirsten Ben Haddou (r.) vom IBB e.V. begrüßten als Vortragende Professorin Marei Pelzer (2.v.r.) und Paul Pettersson. Foto: Stephan Schütze &#8211; IBB e.V.</p></div>
<p><span id="page3R_mcid26" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Zu einem intensiven Erfahrungsaustausch über den EU-Asyl- und Migrationspakt </span><span dir="ltr" role="presentation">hatte das Internationale Bildungs- und Begegnungswerks e.V. in Dortmund im Rah</span><span dir="ltr" role="presentation">men des Projekts netcoops eingeladen. Mehr als 60 Haupt- und Ehrenamtliche aus </span><span dir="ltr" role="presentation">der Arbeit mit Geflüchteten informierten sich über aktuelle Tendenzen im europäi</span><span dir="ltr" role="presentation">schen Asylrecht, typische Fallstricke in Asylverfahren und über die dramatische Situ</span><span dir="ltr" role="presentation">ation der Ortskräfte in Afghanistan. „Wir haben als</span> <span dir="ltr" role="presentation">Übersetzer oder Sicherheitskräfte </span><span dir="ltr" role="presentation">für deutsche Organisationen gearbeitet und uns damit aktiv am Aufbau eines friedli</span><span dir="ltr" role="presentation">chen und demokratischen Afghanistan beteiligt“, schilderte Qais Nezkai vom </span><span dir="ltr" role="presentation">Patenschaftsnetzwerk Afghanische Ortskräfte. Gerade diese Tätigkeit bringt sie heu</span><span dir="ltr" role="presentation">te in Gefahr. Eine legale Ausreise werde durch die Taliban verhindert. Das </span><span dir="ltr" role="presentation">Patenschaftsnetzwerk wie auch der afghanische Frauenverein ZAN e.V. unterstützen </span><span dir="ltr" role="presentation">Flüchtende und neu Zugewanderte.</span></span></p>
<p><span id="page3R_mcid27" class="markedContent"></span><span id="page3R_mcid28" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Annika Hesselmann vom Flüchtlingsrat Niedersachsen und Claire Deery, Fachanwäl</span><span dir="ltr" role="presentation">tin für Asyl- und Migrationsrecht in Göttingen, gaben wertvolle Erfahrungen aus ihrer </span><span dir="ltr" role="presentation">Beratungspraxis weiter. Denn wie und wie schnell Asylverfahren entschieden wer</span><span dir="ltr" role="presentation">den, so lernten die Zuhörenden, hängt nicht nur von der Asylpolitik innerhalb eines </span><span dir="ltr" role="presentation">EU-Landes ab, sondern variiert sogar von Stadt zu Stadt. </span></span></p>
<p><span id="page3R_mcid30" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Prof. Marei Pelzer von der Universität Frankfurt hatte zuvor über aktuelle Tendenzen </span></span><span id="page3R_mcid30" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">im europäischen Asylrecht berichtet. Eine Einigung in Brüssel zu einem fairen Asyl</span><span dir="ltr" role="presentation">verfahren ist demnach nicht in Sicht, vielmehr sind Rückführung und Abschottung </span><span dir="ltr" role="presentation">auch weiterhin an der Tagesordnung. Online zugeschaltet war Alice Kleinschmidt, </span></span><span id="page17R_mcid1" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">die sich auf der griechischen Insel Lesbos in verschiedenen Projekten für Kinder und </span><span dir="ltr" role="presentation">Frauen in Not einsetzt. Sie berichtete von dramatischen illegalen Pushbacks zurück </span><span dir="ltr" role="presentation">auf das nahe türkische Festland, die teilweise in der Nacht erfolgen ohne Rücksicht, </span><span dir="ltr" role="presentation">ob Kinder von ihren Eltern getrennt werden.</span></span></p>
<p><span id="page17R_mcid2" class="markedContent"></span><span id="page17R_mcid3" class="markedContent"><span dir="ltr" role="presentation">Das Projekt netcoops wird kofinanziert durch den Asyl-, Migrati</span><span dir="ltr" role="presentation">ons- und Integrationsfonds der EU.<br />
</span></span><br />
<a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Dokumentation-netcoops-StatusQuo.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die Dokumentation der Tagung finden Sie hier.</a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/soziale-gesellschaft/netcoops/" target="_blank" rel="noopener">Weitere Informationen über das Projekt netcoops finden Sie hier. </a></p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31363" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg" alt="" width="200" height="158" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629.jpg 400w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-farbig-e1662451589629-300x237.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a> <a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-31358" src="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg" alt="" width="365" height="158" srcset="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg.jpg 561w, https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2022/09/logo-eu-foerdert-farbig-jpg-300x130.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Netzwerktag Inklud: Mi ist erfolgreicher Abschluss des Projektes fokus4</title>
		<link>https://ibb-d.de/netzwerktag-inklud-mi-ist-erfolgreicher-abschluss-des-projektes-fokus4/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mechthild vom Büchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2023 11:58:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
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					<description><![CDATA[Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und dem Verdacht auf eine Behinderung oder Beeinträchtigung brauchen eine gründliche kultursensible Differenzialdiagnostik und die mit ihnen befassten Fachkräfte benötigen dafür ausreichend Zeit. Denn bis zu 50 Prozent der jungen Geflüchteten haben in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht belastende Erfahrungen gemacht, die zu vorübergehenden oder bleibenden psychischen Beeinträchtigungen führen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung und dem Verdacht auf eine Behinderung oder Beeinträchtigung brauchen eine gründliche kultursensible Differenzialdiagnostik und die mit ihnen befassten Fachkräfte benötigen dafür ausreichend Zeit. Denn bis zu 50 Prozent der jungen Geflüchteten haben in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht belastende Erfahrungen gemacht, die zu vorübergehenden oder bleibenden psychischen Beeinträchtigungen führen können, bei bis zu 30 % erwächst daraus eine Traumafolgestörung. Dieser Erfahrungswert wurde auf der Online-Tagung „Zugewanderte Familien mit Kindern: Teilhabe in Schule, Freizeit und Beruf bei Behinderung/Beeinträchtigung“ am Dienstag, 7. Februar 2023 – organisiert vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund – genannt.</p>
<blockquote><p>„Wir prägen Lebenswege“</p></blockquote>
<p>Die Zuweisung zu Regel- oder Förderschulen, in eine reguläre Ausbildung oder eine Werkstatt für Behinderte könne ebenso wie die Fehldiagnose einer physischen oder psychischen Einschränkung sehr weitreichende Folgen für die Betroffenen und ihre Familien haben. „Wir prägen Lebenswege“, riefen die Referentinnen den mehr als 50 Teilnehmenden in Erinnerung. Häufig werde in Ämtern und Beratungsstellen nach bewährten Handlungsmustern schnell und effizient nach einer Lösung gesucht, um möglichst schnell Therapien oder andere Fördermöglichkeiten zu erschließen. Dies sei aber nicht immer zielführend im Sinne der jungen Betroffenen und ihrer Familien.</p>
<blockquote><p>„Bei Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung kann es allein schon aufgrund von Sprachproblemen dazu kommen, dass eine Behinderung oder Beeinträchtigung entweder falsch diagnostiziert wird oder auch nicht erkannt wird, obwohl therapeutische Hilfe nötig wäre“,</p></blockquote>
<p>sagte Hildegard Azimi-Boedecker, Leiterin des Fachbereichs Beruf international und Migration im IBB e.V. Sowohl Beobachtungen als auch Gespräche können zu folgenschweren Fehlinterpretationen führen, da die Benennung von Symptomen in vielen Kulturen weniger direkt und umschreibend erfolgt und dadurch die Zuhörenden manchmal auf eine falsche Fährte führt. Zudem sehen sich Zugewanderte häufig konfrontiert mit einem aus ihrer Sicht verwirrenden System von Diagnosen, für die unterschiedliche Therapien und Fördermaßnahmen organisiert werden müssen. Kultursensible Kommunikation müsse daher auch das Vorwissen der Familien und die herkunftsgeprägte Haltung gegenüber Beeinträchtigungen und Behinderungen berücksichtigen. Sobald die Kinder schulpflichtig sind, stellt sich die Frage nach der geeigneten Schulform und ob die Kinder in den Regelunterricht aufgenommen werden können oder ob eine Inklusionsklasse oder Förderschule angeraten ist. Dies  gilt gerade auch aktuell durch die vielen neu zugewanderten Geflüchteten aus der Ukraine , Afghanistan und Syrien, die meist kaum Kenntnisse zum Hilfesystem hier haben. Daher ist es wichtig, das Thema wiederholt auf die Agenda von Fachtagungen und Fortbildungen zu setzen, was durch den Fachtag „Inklud:Mi“ seit nunmehr neun Jahren geschieht.</p>
<p>Wie die Weichenstellung in der Praxis erfolgt, erläuterten Laura Brathwaite und Britta Vohns von der Stadt Dortmund zu Beginn des Fach- und Vernetzungstages Inklud:Mi. Sie stellten zu Beginn die Arbeit des <a href="https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/bildungwissenschaft/dienstleistungszentrum_bildung/start_dlzb/index.html" target="_blank" rel="noopener">Dienstleistungszentrums Bildung</a> vor, zu dessen Aufgaben die Vermittlung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in Schulen und Berufsschulen gehört. Das DLZ Bildung halte auch mehrsprachige Informationen zu einer so genannten sonderpädagogischen Förderung bereit, ein Begriff, der Eltern aus Drittstaaten häufig nicht bekannt ist. Das erforderliche AO-SF –Verfahren werde meist von den Eltern, manchmal auch von den Schulen eingeleitet. Die Einschätzung einer Teilnehmerin, Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund würden teilweise zur Einleitung eines AO-SF-Verfahren gedrängt, um die Regelschulen zu entlasten, konnten aus dem Kreis der Teilnehmenden, die unter anderem auch in Kommunalen Integrationszentren, Schulen und Beratungsstellen arbeiten, allerdings nur vereinzelt bestätigt werden. Gerade bei Kindern mit Fluchterfahrung werde beim Verdacht auf einen sonderpädagogischen Förderbedarf die besondere Situation eines Kindes mit Fluchterfahrung wie auch der gesamten Familie mit einbezogen. Denn sowohl die aktuelle Wohnsituation zum Beispiel auf beengtem Raum in einer Sammelunterkunft als auch belastende Erlebnisse vor oder während der Flucht können die Konzentrations- und Lernfähigkeit zeitweise oder auch dauerhaft beeinträchtigen.</p>
<p><strong>„Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung, wie Vorbeugung und Versorgung definiert ist“</strong></p>
<p>Im anschließenden Input über die Diagnostik, Früherkennung und Lenkung gab die Diplom-Pädagogin und Therapeutin Cornelia Kaiser-Kauczor aus Düsseldorf Impulse zu einem kultursensiblen und gleichzeitig gelassenen Blick auf das gesamte Umfeld des Kindes. Dabei müsse auch immer wieder das für die Kinder wie auch die Familien zumutbare Tempo berücksichtigt werden. „Manche Kulturen durchlaufen eine längere Phase des Leidens<strong>.“</strong> In Deutschland dagegen werde vergleichsweise schnell und effizient nach Lösungen gesucht, was den Betroffenen nicht immer gerecht werde.</p>
<p>„Wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung, wie Vorbeugung und Versorgung definiert ist. Aber dies deckt sich nicht unbedingt mit den Vorstellungen bei meinem Gegenüber.“ Sie schilderte das Beispiel eines geflüchteten Jungen auf Afghanistan, der nach seiner Ankunft in Deutschland fälschlich als geistig behindert eingestuft worden war und einen langen Leidensweg hatte, bis er sich von dieser Fehldiagnose lösen konnte. Ihr Tipp lautete daher, nicht unbedingt auf eine schnelle Diagnose zu setzen. Eine vorsichtige Verdachts-Diagnose könne den Weg zu Fördermöglichkeiten und Therapien öffnen, ohne Betroffene zu stigmatisieren. So könnten Eltern zum Beispiel in der Schule einen Nachteilsausgleich beantragen, wenn eine Lernschwäche als Folge belastender Erlebnisse nur vorübergehend ist. Dies verschaffe dem Kind Zeit, ohne dass sofort ein Wechsel auf eine Förderschule erwogen werden müsse.</p>
<blockquote><p>&#8222;Es gibt ganz viel Hoffnung&#8220;</p></blockquote>
<p>Bestätigt wurden ihre Ausführungen aus der Zuhörerschaft. So berichtete die Referentin und Traumapädagogin Jacqueline Gehrke vom Fall eines komplex traumatisierten Mädchens, welches  als geistig behindert eingestuft werden sollte, das wenig später aber nach traumatherapeutischer Behandlung den gesamten Unterrichtsstoff der Grundschule in nur eineinhalb Jahren nachholte. „Es gibt ganz viel Hoffnung!“, riet sie daher. „Nur nicht aufgeben. Und richtig behandeln!“</p>
<p>Über ihre Arbeit in der Beratungs- und Kontaktstelle für Menschen mit Migrationshintergrund und Behinderung in Dortmund berichteten anschließend Nigar Aliyeva und llona Prilla. Das Team des <a href="https://lebenshilfe-dortmund.de/de/" target="_blank" rel="noopener">Vereins Lebenshilfe e.V.</a> vermittelt Informationen über Fördermöglichkeiten für (neu) Zugewanderte und organisiert aktuell rund 180 Schulbegleitungen für Kinder und Jugendliche mit Unterstützungsbedarf im Auftrag der Stadt Dortmund. In der anschließenden Diskussion rankten sich Fragen um die Qualifikation der Schulbegleitungen, die meist aus „geeigneten“, also angeleiteten Erwachsenen oder Mitarbeitenden im Freiwilligen Sozialen Jahr rekrutiert werden. Einige Kommunen ermöglichen offenbar auch eine Schulbegleitung durch fachlich höher qualifizierte Integrationsassistenten oder –assistentinnen, wie eine Teilnehmerin aus dem Rhein-Sieg-Kreis berichtete. Dies könne auch davon abhängen, ob das Sozialamt oder Jugendamt zuständig ist. Seltener nachgefragt werde eine Schulbegleitung für ältere Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen oder Berufskollegs, bestätigte Britta Vohns für Dortmund. Bei Bedarf könne jedoch auch hier Unterstützung gestellt werden. Kritisiert wurde die Haltung einiger Schulen, Schülerinnen und Schüler eine Teilnahme am Unterricht zu verweigern, wenn kurz- oder längerfristig keine Schulbegleitung zur Verfügung steht. Dies verstoße gegen geltendes Recht, sagte eine Teilnehmerin. „Die Schulpflicht gilt auch für den Staat!“</p>
<p><strong>Selbsthilfe wird beim &#8222;Frühstück&#8220; organisiert</strong></p>
<p>In den anschließenden Workshops zur Stärkung der sozialen Teilhabe stellte der <a href="http://mina-berlin.eu/" target="_blank" rel="noopener">Verein MINA e.V. aus Berlin</a> sein breitgefächertes Angebot für Zugewanderte mit Behinderungen vor. Statt von „Selbsthilfegruppen“ oder Angeboten für Angehörige von Menschen mit Behinderungen zu sprechen, habe es sich bewährt, von Angeboten für Väter, Mädchengruppen oder einfach „Frühstück“ zu sprechen. Tatsächlich werde bei solchen Frühstücks-Treffen jedoch überwiegend Selbsthilfe organisiert und niederschwellig Beratungsarbeit geleistet. Zudem werden einige Angebote nur in bestimmten Sprachen unterbreitet. „Wenn es um sehr persönliche Belange geht wie Krankheit oder Behinderung, dann spielt die Erstsprache doch eine wichtige Rolle“, so die Erfahrung von Ulrike Schwarz. Bisher gebe es daher Gruppen in türkischer und in arabischer Sprache. Weitere Gruppen für Zugewanderte, die russisch bzw. ukrainisch sprechen, seien aktuell in Vorbereitung. In der Theatergruppe, in den Sportgruppen oder beim Singen im Chor dagegen treffen sich Zugewanderte verschiedener Herkunftsländer. Sprachbarrieren spielen dort keine Rolle.</p>
<p>Hinsichtlich der Finanzierung der Angebote geht der Verein MINA e.V. kreative Wege: Eine Mitarbeiterin im Vorstand konzentriere sich auf die Gewinnung von Fördergeldern, die unter anderem aus kommunalen Mitteln zur Sportförderung, von der Aktion Mensch oder als Entlastungsleistungen aus der Pflegekasse kommen. Der Verein sei eng vernetzt mit den Sportvereinen vor Ort und den Behindertenbeauftragten. Und weil der Verein häufig gefragt werde, gebe es inzwischen eine Handreichung zur Nachahmung: „Es kann in jedem Bundesland so funktionieren wie bei uns, wobei es hier in Nordrhein-Westfalen ja zum Beispiel viele kleine Kommunen mit kleinen Behörden gibt“, sagte Ulrike Schwarz. Möglicherweise müssten Angebote vor diesem Hintergrund gebündelt werden.</p>
<p>Im Workshop interkulturelle Zugänge berichtete Traumapädagogin Jacqueline Gehrke von ihrer Arbeit im <a href="https://innosozial.de/" target="_blank" rel="noopener">Psychosozialen Traumazentrum Hamm</a>. Dort und auch vor Ort in der der zentralen Unterbringungseinrichtung für neu Zugewanderte in Hamm werde versucht in multiprofessioneller Zusammenarbeit möglichst frühzeitig vulnerable Gruppen zu erkennen. Psychische Beeinträchtigungen blieben den Fachkräften aber häufig verborgen, weil sie weniger offensichtlich sind als körperliche Beeinträchtigungen. Daher seien alle Mitarbeitenden für Problemlagen sensibilisiert worden, so dass bei Fragen Fachkräfte aus dem Psychosozialen Zentrum auf kurzem Wege schnell zu Rate gezogen werden können. Für eine psychische Stabilisierung der Betroffenen stehe Sicherheit fast immer an oberster Stelle. Da ein unsicherer Aufenthaltsstatus belastend wirkt, organisiert das Team in Hamm auch juristische Unterstützung. Diese Unterstützung schaffe Vertrauen und ermögliche dann im zweiten Schritt eine meist langsam wachsende Offenheit.</p>
<p><strong>Stabilisierendes Umfeld ist von zentraler Bedeutung</strong></p>
<p>Nach bisherigen Erfahrungen sei etwa jedes zweite zugewanderte Kind mit Fluchterfahrung traumatisiert. Für diese Kinder und Jugendlichen sei ein stabilisierendes Umfeld von zentraler Bedeutung. Das Problem potenziere sich noch, wenn Kinder in ihrer geistigen Entwicklung eingeschränkt und ihre Eltern, möglicherweise selbst durch Fluchterfahrungen und einen unsicheren Aufenthaltsstatus psychisch belastet sind. Die Traumapädagogin beschrieb das Fallbeispiel eines 14jährigen unbegleiteten Jungen aus Afghanistan, der durch Aggressionen gegen seine Betreuer und Mitbewohner aufgefallen war. Nach längerer Betreuung durch das psychosoziale Zentrum Hamm stellte sich heraus, dass der Junge in seinem Herkunftsland einen Überfall der Taliban und in der Folge den gewaltsamen Tod seines Bruders und eine schwere Verletzung seiner Schwester erlebt hatte. Danach hatte er sich allein in Richtung Europa aufgemacht und tragische Szenen auf einem Flüchtlingsboot miterlebt. Der Junge sei von seiner Angst und seinen Erinnerungen blockiert gewesen. Dennoch habe die Geschichte besprochen werden müssen, was zu einer Re-Traumatisierung führte. Dies sei jedoch für das Asylverfahren unvermeidlich. Die Teilnehmenden schilderten aus ihren Erfahrungen, dass vielfach Fachkräfte für Therapien fehlen oder weite Wege zurückgelegt werden müssen. Einzelne Teilnehmende berichteten aus ihrer Erfahrung, dass dies mit der Unterstützung von Ehrenamtlichen gelingt.</p>
<p>Im Workshop „Hinter dem Horizont“ konzentrierten sich Andreas Huckschlag, von <a href="https://www.mittendrin-koeln.de/beratung/eutb" target="_blank" rel="noopener">EUTB mittendrin e.V. Köln</a> und Eva-Maria Thoms vom Verein mittendrin e.V., auf Beschäftigungsperspektiven für junge Zugewanderte mit Behinderung oder Beeinträchtigung. Vielfach werde zuerst und allein an Werkstätten für Behinderte gedacht. Doch dort können junge Menschen keinen Berufsabschluss erlangen. Einmal im System sei es schwer, noch einmal zu wechseln. Deshalb stellten Eva-Maria Thoms und Andreas Huckschlag alternative Maßnahmen zur Eingliederung und beruflichen Teilhabe vor, die auch für diesen Personenkreis in Erwägung gezogen werden sollten. So könne zum Beispiel das Budget für Ausbildung nach §61a SGB IX genutzt werden.</p>
<blockquote><p>„Wir können heute recht schnell einschätzen, was überhaupt realistisch ist.“</p></blockquote>
<p>In einem weiteren Workshop „steps into work“ beschrieb Agnes Haß von der <a href="https://www.ausblick-hamburg.de/" target="_blank" rel="noopener">„ausblick hamburg“ gGmbH</a> Wege in die Berufs- und Arbeitswelt für junge Geflüchtete mit Behinderung und unklarem Aufenthaltsstatus auch vor dem Hintergrund des neuen Chancen-Aufenthaltsrechts. Im Herkunftsland erworbene berufliche Qualifikationen müssen teilweise durch Nachschulungen ergänzt werden, Sprachkenntnisse meist verbessert. Für Beratende sei es häufig schwierig, notwendige Fördermittel für Zugewanderte zu erschließen, besonders wenn ihre Leistungsfähigkeit nicht nur vorübergehend beeinträchtigt ist. „Wir können heute recht schnell einschätzen, was überhaupt realistisch ist“, sagte die Referentin. Sie schilderte das Beispiel eines ledigen Kurden aus dem Irak, der nach eigener Aussage jede Arbeit antreten wollte, nur um nicht abgeschoben zu werden. Die Beratung und Begleitung durch „ausblick hamburg“ dauerte zwei Jahre und reichte von der Unterstützung mit Nachhilfe bei der weiteren beruflichen Qualifikation bis zu einer Vermittlung in Therapie und Gesprächsangebote in Krisensituationen. Heute sei er auf einem guten Weg, eine Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten abzuschließen. „Ausblick hamburg“ setzt sich nicht nur für die Hilfesuchenden ein, sondern betreibt auch Lobbyarbeit. Denn auch Geflüchtete mit Behinderungen und gesundheitlichen Belastungen, die einen ungesicherten Aufenthaltsstatus haben, müssten mit ihren Anliegen und Bedarfen sichtbar werden. Auch für sie gelte das Recht auf Teilhabe und die Anwendung der UN-Behindertenkonvention.</p>
<p>Die erfolgreich verlaufene Tagung mit Impulsen und praktischen Tipps wurde von den Tagungsteilnehmenden sehr positiv aufgenommen. Sie vermittelte handlungsorientiertes Know-How für die Arbeit und interkulturelle Sensibilisierung zugleich.</p>
<p>Die Online-Tagung war zugleich Abschluss des zweijährigen Projektes fokus<sup>4</sup> und wurde durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU gefördert. Auf Grund der hohen Nachfrage ist bereits ein Folgeprojekt ab Herbst 2023 beantragt.</p>
<p><a href="https://ibb-d.de/wp/wp-content/uploads/2023/04/Doku_InkludMi_2023_Schule_Beruf.pdf" target="_blank" rel="noopener">Die vollständige Dokumentation dieser Online-Tagung finden Sie hier.</a></p>

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