Publikationen

Wege der Erinnerung

Die Zentralstelle zur Förderung von Gedenkstättenfahrten außerschulischer Jugendgruppen bei der IBB gGmbH in Dortmund hat zum 27. Januar 2025 die neue Broschüre „Wege der Erinnerung“ veröffentlicht. Auf 70 Seiten enthält das Heft einen Rückblick auf die Förderung von Gedenkstättenfahrten in den Jahren 2016 bis 2023. Außerdem lenkt die Broschüre den Blick auf die Weiterentwicklung der Erinnerungsarbeit. Sie  schildert Gedenkstättenfahrten aus den verschiedenen Perspektiven eines Mitarbeiters einer Gedenkstätte, einer Teamerin und der Zentralstelle. Zoe Stupp und Susanne Becker, Referentinnen der Zentralstelle, zeichnen insbesondere die langsame Öffnung der deutschen Erinnerungskultur seit den 1950er Jahren nach und skizzieren die aktuellen Herausforderungen einer inhaltlichen Weiterentwicklung.

(Januar 2025 — Titel bestellenDownload — 6MB).

Skizzen vom Ort des Geschehens

In seinem Buch beschreibt der Design-Professor Oleg Veklenko den Einsatz der mehreren 100.000 so genannten Liquidatoren 1986 und 1987 in Tschernobyl aus seiner sehr persönlichen Sicht. Viele bisher unveröffentlichte Fotografien, Bleistift-Skizzen und Erinnerungen vermitteln einen Eindruck von der zeitweise sorgenvoll bedrückten Atmosphäre. Oleg Veklenko, selbst als junger Mann zum Einsatz am havarierten vierten Block des Kraftwerks verpflichtet, hat im Lauf seines Lebens immer wieder Eindrücke aus dem Einsatz künstlerisch verarbeitet.

Die ukrainische und russische Fassung hatte das IBB Dortmund finanziell gefördert. Die Übersetzung ins Deutsche wurde erst durch eine Förderung der deutschen Botschaft in Kiew im Rahmen des deutsch-ukrainischen Sprachenjahres 2017/2018 möglich.

(April 2018; 10 Euro) Titel bestellen

Dokumentation von Schülerarbeiten

„Auschwitz ist kein Ort, den man so verlässt wie man ihn betreten hat», hat ein Schüler gesagt. Doch was lernen Schülerinnen und Schüler aus einer Studienfahrt nach Auschwitz? Diese Frage beantwortet die 32 Seiten umfassende „Dokumentation von Schülerarbeiten zu Studienfahrten nach Auschwitz“, die das IBB Dortmund im April 2017 veröffentlicht hat. Die Dokumentation macht Schulen Mut, Studienfahrten zu Lernorten der Geschichte zu unternehmen und zeigt auch Wege zu einer Förderung auf.
(April 2017; kostenlos) Titel bestellen

''Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung''

Der Katalog zur deutsch-belarussischen Wanderausstellung «Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung» gibt die zentralen Inhalte der deutsch-belarussischen Ausstellung in zwei Sprachen wieder. Beispielhaft werden die Lebensgeschichten erzählt von Fjodor Schuwajew (Rotarmist), Hanuš Münz (Jude aus Prag), Zyra Goldina (Jüdin aus Minsk), Lili Grün (Jüdin aus Wien), Erich Klibansky (Jude aus Köln), Jewgenij Klumow (Zivilist aus Minsk) und Nikolaj Walachanowitsch (Mitglied des Widerstandes aus Minsk). Der Katalog wurde gefördert durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft.

(Oktober 2016; 10 Euro) Titel bestellen

Wenn Worte schreien und weinen

Herausgegeben im Auftrag des Verbandes Belarussischer jüdischer Vereine und Gemeinden sowie des Belarussischen Landesfonds Holocaust in russischer Sprache, in deutscher Übersetzung herausgegeben vom IBB Dortmund 2008

Die Tagebücher von Ljalja Bruk und ihrer Mutter Berta schildern anschaulich  den Alltag im Ghetto Minsk, einem der größten Vernichtungslager der Nationalsozialisten in Osteuropa. Das IBB veröffentlichte die Tagebücher, die von mörderischer Feindschaft und vom Überlebenskampf berichten, 2008 aus Anlass des 65. Jahrestages der Befreiung des Ghettos in Minsk in deutscher Übersetzung. Zum Zeitpunkt der Befreiung arbeiteten Ljalja und Berta Bruk bereits in der Partisanenbewegung an der Befreiung ihrer Heimat.

Die Tagebücher schildern auch die Bedingungen, die Menschen motivierten, sich der Partisanenbewegung anzuschließen.  (5 €) Titel bestellen 

Die Leere in Slonim

von Ljuba Israeljewna Abramowitsch und Hans-Heinrich Nolte, herausgegeben vom IBB.
Nüchtern und anschaulich berichtet die Zeitzeugin Ljuba Abramowitsch vom Überfall der Deutschen auf ihre Heimatstadt Slonim und besonders auf die jüdische Bevölkerung im Jahr 1941, bei dem die junge Frau ihren Ehemann und ihr Baby verliert. Sie schildert ihren Weg in den Untergrund und Vorbehalte der Widerstandskämpfer. Hans-Heinrich Nolte ergänzt die eindrucksvolle Erinnerung um historische Hintergrundinformationen zur Judenvernichtung und zum Widerstand in Slonim.
(Mai 2005; 5,- €) zur Zeit vergriffen

Das Vernichtungslager Trostenez

Augenzeugenberichte und Dokumente zusammengetragen von Paul Kohl.

(2003: 8 €) Titel bestellen

Erlebtes erleben

Der Bildband, mit Unterstütztung der deutschen Botschaft in Minsk herausgegeben vom IBB Dortmund und der IBB „Johannes Rau“ Minsk, zeigt das Schaffen des Architekten Leonid Lewin. Der Träger des  Leninpreises und des deutschen Bundesverdienstkreuzes hat Mahnmale von einer einzigartigen Bildsprache geschaffen, ohne „schablonenhaften Heroismus“, ohne aufgesetztes Pathos. „Er widmet seine Denkmäler ausschließlich den Opfern“, schreibt Dr. Christof Weil, Botschafter des Bundesrepublik Deutschland in der Republik Belarus in der Einführung. Auf 65 Seiten gibt der Bildband in deutscher und russischer Sprache einen Überblick über das Schaffen des 2014 verstorbenen Künstlers. – Titel bestellen