Förderprogramm Belarus

Projekte in deutsch-belarussischer Partnerschaft entwickeln und umsetzen

Förderprogramm geht in die neunte Phase

Gute Neuigkeiten für Partnerorganisationen aus Belarus und Deutschland: Zum neunten Mal hat die deutsche Bundesregierung das Förderprogramm Belarus aufgelegt und das IBB Dortmund mit der Durchführung beauftragt. Das Förderprogramm unterstützt den nachhaltigen Umbau von Belarus bereits seit 17 Jahren durch deutsch-belarussische Partnerschaftsprojekte. Projektskizzen können bis Sonntag, 1. Dezember 2019, um 23.59 Uhr eingereicht werden. Einzelheiten enthält die Ausschreibung

Konferenz zum Ende der achten Phase

Mit einer großen, nachhaltig ausgelegten Abschlusskonferenz „Grenzen überwinden: Partnerschaft für die Zukunft“ endete am 20. und 21. März 2019 die achte Phase des Förderprogramms Belarus in der IBB „Johannes Rau“ in Minsk. Zwei Tage lang warfen Vertreter der 22 deutsch-belarussischen Partnerschaftsprojekte gemeinsam mit hochrangigen Gästen aus Regierung, internationalen Experten und Vertretern der Zivilgesellschaft einen Blick zurück auf Erreichtes und nach vorn in die Zukunft. Mehr erfahren…

Förderung für fast 250 Projekte

IBB Dortmund und IBB Minsk wurden 2002 erstmals mit der Durchführung des Förderprogramms Belarus betraut. Auftraggeber sind das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und die GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit).

Seitdem konnten fast 250 deutsch-belarussische Kooperationsvorhaben von gemeinnützigen Vereinen, Initiativen sowie Bildungs- und Sozialeinrichtungen erfolgreich realisiert werden.

Hier finden Sie einen Überblick über die Projekte der siebten Phase im Förderprogramm Belarus (2014-2016).

Orientiert an den Fragen der Zeit

Zur Stärke des Förderprogramms gehört seine Offenheit und Flexibilität, mit der es auf die Bedürfnisse von Projektpartnern, engagierten Organisationen und lokalen Gemeinschaften reagiert.

Mit seinem erfahrenen Team von Regionalkoordinatoren und in- und ausländischen Experten erbringt das Förderprogramm vor Ort vielfältige Beratungsleistungen, hilft bei der Organisationsentwicklung, vermittelt praxisnahe Lernerfahrung und Kontakte, organisiert Fachtagungen und Hospitationen.

Hand in Hand gemeinsame Ziele verfolgen

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In der Verzahnung von einzelner Projektarbeit und übergeordneten regionalen oder sektoralen Arbeitsgruppen des Begleitprogramms ergeben sich ungeahnte Synergieeffekte. So entstanden in der Vergangenheit neue Netzwerke, Interessensvertretungen und Stiftungen. Beispiele hierfür sind die „Internationale Gesellschaft für Immobilienverwaltung“, die lokale Stiftung für nachhaltige Entwicklung „Innovation für die Regionen“ oder der Verband der Erwachsenenbildung.

Breitangelegte Schwerpunktveranstaltungen wie die „Woche der nachhaltigen Bildung“, das landesweite „Festival der nichtformalen Bildung“ oder das landesweite „Soziale Forum“ führen die wichtigsten und aktivsten Akteure des jeweiligen Sektors in regelmäßigen Abständen zusammen.

Unsere Publikation zur Sechsten Phase des Förderprogramms Belarus (1 MB) beschreibt ausführlich Ziele und Projekte.

Schwerpunkte des Förderprogramms Belarus

Inklusive und gleichberechtigte Gesellschaft

In diesem Förderschwerpunkt werden Projektvorhaben unterstützt, die einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten können durch: · die Etablierung unternehmerischer Ansätze zur Lösung sozialer und ökologischer Probleme; · die Lösung von Problemen, die durch demographische Veränderungen verursacht werden; · die Anwendung neuer Methoden, Instrumente und Modelle zur Lösung sozialer Probleme.

So sind zum Beispiel Projektvorhaben förderfähig, die neue Wirtschaftsmodelle sozialer Unternehmen unterstützen, eine geeignete Förderinfrastruktur durch Gründerzentren, Akzeleratoren, Beratungsstellen und ähnliches anstoßen oder Bildungsangebote erweitern. Zudem können Vorhaben entwickelt werden, die innovative Ansätze in der Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen etablieren möchten.

Die Lokalisierung der SDGs

Obwohl die Grundprinzipien und Ziele der Agenda 2030 global gelten, hängt ihre Verwirklichung in erster Linie von konkreten Aktivitäten auf subnationaler Ebene ab. Die Lokalisierung der SDGs transformiert die Agenda 2030 aus einem umfassenden und abstrakten Dokument in ein konkretes und effektives Programm, denn gerade dieser Prozess macht verständlich, wie lokales Handeln zur Erreichung der globalen Ziele beitragen kann. Gleichzeitig müssen Prioritäten und Ziele berücksichtigt werden, die in den Strategiedokumenten auf nationaler Ebene definiert sind.

Zu den möglichen Formaten der sektorenübergreifenden Kooperation gehören die Gründung von gesellschaftlichen Beiräten, ständigen Arbeits- und Koordinierungsgruppen sowie der Auf- und Ausbau von Netzwerken für den Austausch von Informationen und Erfahrungen aus den Prozessen der Lokalisierung der SDGs. Zur Ermöglichung von Partizipation, d. h. der Beteiligung eines breiten Spektrums verschiedener gesellschaftlicher Akteure, sind neue Formen und Methoden wie Zukunftswerkstätten, Barcamps usw. erforderlich.

Grüne Transition und digitale Transformation

Im Rahmen dieses thematischen Schwerpunkts werden vorrangig Projektvorhaben gefördert, deren Aktivitäten einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 leisten können durch: · die Entwicklung konzeptueller Ansätze im Bereich der grünen Transition und der digitalen Transformation sowie Verbesserung der Rahmenbedingungen für deren Anwendung; · die Erarbeitung und Pilotumsetzung von Modellen und Instrumenten zur Förderung konkreter Entwicklungstreiber / Potenziale im Bereich der grünen Transition und der digitalen Transformation; · Schaffung und Förderung von Formaten und Plattformen für sektorenübergreifende Kooperationen und Partnerschaften sowie Entwicklung und Erprobung von Partizipationsinstrumenten (Instrumenten der Bürgerbeteiligung). Bei der grünen Transition geht es vor allem um die Entwicklung hin zu einer grünen Wirtschaft.

Entwicklung von Monitoring- Systemen

Die zielgerichtete Durchführung von Monitoring und Evaluation ist eine unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der Agenda 2030 insgesamt sowie die Feststellung von Veränderungen und Fortschritten in Bezug auf einzelne Indikatoren. Die Entwicklung von Monitoring- und Evaluationssystemen hängt unmittelbar davon ab, ob angemessene quantitative und qualitative Daten vorhanden und zugänglich sind.

Besonders wichtig ist im Kontext der Verwirklichung des Grundprinzips „Niemanden zurücklassen“ der Prozess des Monitorings und der Erfassung von Daten auf subnationaler Ebene, die nach verschiedenen Merkmalen wie Geschlecht, Alter, Einkommenssituation, Migrationsstatus, Behinderung, Wohnort u. a. disaggregiert sind. Mit der qualitativ hochwertigen Datenerfassung und Disaggregation können spezielle Probleme erkannt und angemessene Lösungen einfacher gefunden werden, wenn es um soziale Randgruppen auf regionaler und lokaler Ebene geht, die sonst allzu oft „zurückgelassen werden“. So kann eine maximale Inklusivität bei der Umsetzung der Agenda 2030 gewährleistet werden.

Alle Informationen für Antragsteller

Wer kann einen Antrag stellen?

Als Antragsteller und Hauptpartner können belarussische und deutsche Nichtregierungsorganisationen (NRO) auftreten, die sich aktiv zu den Grundsätzen der gleichberechtigten Partnerschaft und der sektorenübergreifenden Kooperation bekennen und berechtigt sind, Projektvorhaben selbstständig umzusetzen. Neben NRO können unter bestimmten Bedingungen auch sonstige zivilgesellschaftliche Organisationen (Non-Profit-Organisationen), staatliche Einrichtungen sowie kommerzielle Organisationen (z. B. soziale Unternehmen, Zentren für Wirtschaftsförderung, Gründerzentren u. a.) als Antragsteller und Hauptpartner auftreten.

Die Förderung für ein Projektvorhaben kann wahlweise vom belarussischen oder vom deutschen Partner beantragt werden. Wenn ein belarussischer Partner den Antrag stellt, muss die deutsche Organisation die Rolle des Hauptpartners übernehmen. Wird ein Projektvorhaben in der zweiten Auswahlstufe als förderungswürdig anerkannt, so ist in der Regel die deutsche Organisation Vertragsunterzeichner mit dem IBB Dortmund.

Bitte beachten Sie die Hinweise in der Ausschreibung.

Was kann gefördert werden?

Projektvorhaben sollen die Umsetzung der Agenda 2030 voranbringen, zur Stärkung der Kapazitäten zivilgesellschaftlicher Organisationen beitragen und sektorenübergreifende Partnerschaften fördern. Im Rahmen dieser Phase sind drei Projektformate möglich, die sich nach der Anzahl der Partner und dem räumlichen Umsetzungsbereich richten:

  • Subnationale Projekte auf Bezirksebene (Fördersumme bis 25.000 Euro)
  • Subnationale Projekte auf Gebietsebene (Fördersumme bis 50.000 Euro)
  • Gebietsübergreifende und nationale Projekte (Fördersumme bis 75.000 Euro)

Im Rahmen der ersten Auswahlstufe ist nur der Gesamtbetrag der Förderung anzugeben. Gleichzeitig bitten wir Folgendes zu berücksichtigen: bei der ausführlichen Darstellung des Projektbudgets in der zweiten Auswahlstufe müssen die Antragsteller und Partner gemeinsam einen Eigenanteil in Höhe von mindestens 20 % von der Gesamtfinanzierung des Projektvorhabens ausweisen.

Bitte beachten Sie die Hinweise in der Ausschreibung.

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