Förderung Gedenkstättenfahrten

Unsere Arbeit als Zentralstelle und das Programm "Jugend erinnert"

Das Programm «Jugend erinnert»

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat die IBB gGmbH im Dezember 2015 als Zentralstelle für Gedenkstättenfahrten anerkannt. Seit 2019 werden die Gedenkstättenfahrten im Rahmen des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ aus Mitteln des BMFSFJ und des Auswärtigen Amts finanziert.

Die IBB gGmbH vergibt als Zentralstelle Mittel zur Förderung von Gedenkstättenfahrten außerschulischer Bildungsträger. Bitte beachten Sie die Förderrichtlinien für nicht-schulische Gedenkstättenfahrten und das Antragsformular. Sofern eine Kooperation zwischen einem nicht-schulischen Träger und einer Schule besteht und die Leitung beim nicht-schulischen Träger liegt, kann auch diese Fahrt gefördert werden.

Die IBB gGmbH hat gemeinsam mit vielen Trägern der außerschulischen Bildungsarbeit Vorschläge für die Gestaltung des Programms „Jugend erinnert“ entwickelt. Vorgesehen sind Fortbildungen, eine bundesweite Vernetzung und ein Austausch über Aktivitäten von Jugendlichen, die durch Gedenkstättenfahrten inspiriert wurden. Ausführliche Informationen über die Gestaltungsvorschläge für das Programm „Jugend erinnert“ finden Sie hier (2 MB).

birkenau

Fortbildungen und eine Tagung in Schwerte

75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 lädt das IBB Dortmund (gGmbH) zusammen mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft für den 24. und 25. Januar 2020 zur Tagung „75 Jahre nach Auschwitz — Potentiale historisch-politischer Bildung an Gedenkstätten und Erinnerungsorten“ ein. In Schwerte geht es um die Frage, inwieweit Gedenkstättenfahrten einen Beitrag zur Demokratieförderung leisten können.

Zudem unterstützt das IBB als deutscher Partner die friedenspolitische Radtour „Zurück nach Westerbork“ vom 22. April bis 1. Mai 2020.

Für das zweite Halbjahr 2020 sind zwei Fortbildungen für Lehrkräfte und Jugendbildner in der Ukraine (Babyn Jar) und in Österreich (KZ Mauthausen) in Vorbereitung. Interessierte können sich schon jetzt vormerken lassen. 2019 hatte das IBB Fortbildungen angeboten zum früheren NS-Durchgangslager Westerbork und Vernichtungslager Majdanek sowie nach RigaAuschwitz/Birkenau und Theresienstadt.

Für Interessierte steht übrigens eine Handreichung zur Vor- und Nachbereitung von Gedenkstättenfahrten nach Majdanek, Bełżec und Sobibór zur Verfügung.

Friedenspolitische Radtour "Zurück nach Westerbork"

Die historische Bildungs-Radtour „Zurück nach Westerbork“ erinnert an das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Sie beginnt am 22. April 2020 in Auschwitz und vollzieht den Weg der deportierten Juden zum früheren NS-Durchgangslager Westerbork in den Niederlanden in umgekehrter Richtung nach.

Das IBB Dortmund (gGmbH) unterstützt die Radtour als deutscher Partner.

Kontakt

Bei Fragen zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten, zur Antragsstellung und allgemein zur Organisation einer Gedenkstättenfahrt wenden Sie sich bitte an uns.

Olga Rensch-Wetzel
Tel: 0231-952096-11
rensch@ibb-d.de
Emilia Simon
Tel: 0231-952096-34
simon@ibb-d.de
kontakt-gsf@ibb-d.de

„Jugend erinnert“ - Auftakt in Berlin

Zur Vorstellung der internationalen Schwerpunkte des Programms „Jugend erinnert“ trafen Familienministerin Giffey und Außenminister Maas am Dienstag, 29. Januar 2019, 50 Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dieser Film, der im Auftrag des Bundesfamilienministeriums produziert wurde, fasst die engagierte Diskussion der Jugendlichen mit den beiden Ministern und das Programm „Jugend erinnert“ kompakt zusammen.

Erfahrene Partner helfen bei der Planung und Durchführung von Gedenkstättenfahrten

Bremen

Erinnern für eine gemeinsame Zukunft e.V.
c/o Barbara Johr
Horner Str. 12
28203 Bremen
E-Mail: bjohr@nord-com.net

Nordrhein-Westfalen

Stätte der Begegnung e.V.
Oeynhausenerstr. 5
32602 Vlotho
Monika Olewnik und Jan Rakelmann
Tel: 05733 – 91290
E-Mail: monika.olewnik@staette.de
jan.rakelmann@staette.de
www.staette.de/portfolio/gedenkstaettenfahrten/

 

Bildungswerk der Humanistischen Union NRW e.V.
Kronprinzenstraße 15
45128 Essen
Dr. Anke Hoffstadt
Tel: 0201 – 227982
E-Mail: anke.hoffstadt@hu-bildungswerk.de
www.hu-bildungswerk.de

 

Konrad Adenauer Stiftung e.V.
Rathausallee 12
53757 Sankt Augustin
Teresa Blatt
Tel: 02241- 246-4410
E-Mail: teresa.blatt@kas.de
http://www.kas.de/

 

Internationales Bildungs- und Begegnungswerk e.V.
Bornstr. 66
44145 Dortmund
Agata Grzenia
Tel: 0231-952096-27
E-Mail: grzenia@ibb-d.de
Bartholomäus Fujak
Tel: 0231-952096- 39
E-Mail: fujak@ibb-d.de
Jocelyne Jakob
Tel: 0231-952096-13
E-Mail: jakob@ibb-d.de
www.ibb-d.de/erinnern/spurensuche-nationalsozialismus

Mecklenburg-Vorpommern

Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Eldenholz 23
17192 Waren / Müritz
Ewa Wilk
Tel:  03991 — 1537-11
E-Mail: e.wilk@ea-mv.com
www.europaeische-akademie-mv.de

Sachsen

Ev.- Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens
Caspar-David-Friedrich-Str. 5
01219 Dresden
Jürgen Scheinert
Tel: 0351-4692-429
E-Mail: juergen.scheinert@evlks.de
www.evjusa.de

Brücke / Most-Stiftung 
Reinhold-Becker-Str. 5
01277 Dresden
Tobias Kley
Tel: 0351-433 14 224
E-Mail: t.kley@bmst.eu

Sachsen-Anhalt

Geschichtswerkstatt Merseburg — Saalekreis e.V.
im Mehrgenerationenhaus Merseburg
Roßmarkt 2
06217 Merseburg
Tel.:    03461 — 20 12 80 oder 03461 — 82 30 43
E-Mail: geschichtswerkstatt-saalekreis@gmx.de
www.geschichtswerkstatt-merseburg.de

Saarland

Ev. Jugendreferat im Kirchenkreis Saar-Ost
Goethestr. 29+31
66538 Neunkirchen
Ulrike Zuda-Tietjen
Tel: 06821 — 86929 20
E-Mail: zuda-tietjen@aej-saar.de
http://www.aej-saar.de

Schleswig-Holstein

Bildungswerk anderes lernen e.V.
Heiligendammer Str. 15
24106 Kiel
Martin Kastranek
Tel.: 0172 — 4102039
0431-9066130
E-Mail: m.kastranek@ifd-kiel.de

Voraussetzungen für eine Förderung von Gruppen

  • Unilaterale Fahrten zu Gedenkstätten am Ort der ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager
  • Jugendliche ab 14 bis einschließlich 26 Jahren
  • Max. Gruppengröße von 30 Jugendlichen
  • Begleitpersonen werden in einem angemessenen Verhältnis gefördert
  • mindestens 4, höchstens 8 Programmtage
  • 80% des Programms am Ort einer Gedenkstätte
  • Thematisierung des Holocausts und Schaffung der Bezüge zur Gegenwart der jungen Menschen
  • gedenkstättenpädagogische Begleitung durch einen anerkannten Träger der außerschulischen Bildung
  • intensive Vor- und Nachbereitung aller Teilnehmenden
  • Kooperationen von außerschulischen Bildungsträgern mit Schulen möglich

Dokumentation von Schülerarbeiten zu Gedenkstättenfahrten

„Auschwitz ist kein Ort, den man so verlässt wie man ihn betreten hat», hat ein Schüler gesagt. Doch was lernen Schülerinnen und Schüler aus einer Studienfahrt nach Auschwitz? Diese Frage beantwortet die 32 Seiten umfassende „Dokumentation von Schülerarbeiten zu Studienfahrten nach Auschwitz“, die das IBB Dortmund im April 2017 veröffentlicht hat. Die Dokumentation macht Schulen Mut, Studienfahrten zu Lernorten der Geschichte zu unternehmen und zeigt auch Wege zu einer Förderung auf. Die Publikation kann bestellt werden per E-Mail an das IBB Dortmund unter info@ibb-d.de.

Tipps für die Organisation von Gedenkstättenfahrten

Diese Broschüre soll Lehrkräften und Leitern von Jugendgruppen Möglichkeiten von Gedenkstättenfahrten zu den Vernichtungslagern und Ghettos im heutigen Polen aufzeigen. Sie enthält Informationen über die heutigen Gedenkstätten und bietet viele Tipps für eine vertiefende Beschäftigung mit einem  Wahlthema.

Sie kann in gedruckter Form bestellt werden per E-Mail an info@ibb-d.de.

Vorschläge zu einem Programm „Jugend erinnert“

Kein Lehrbuch kann einen Besuch an einem Lernort des Holocaust ersetzen. Das neu gegründete Netzwerk „Jugend erinnert“ möchte deshalb die Zahl der Gedenkstättenfahrten erhöhen und neue Akteure der Erinnerungsarbeit gewinnen, die Fahrten zu Gedenkstätten anbieten. Ziel ist es, mehr Gedenkstättenfahrten für Jugendliche und junge Erwachsene anbieten zu können.

Die Vorschläge zum Programm „Jugend erinnert“ sind in dieser Broschüre festgehalten. Das bundesweite Netzwerk ist auf Initiative der IBB gGmbH entstanden und offen für weitere Unterstützer. Interessierte können sich in eine Mailingliste einschreiben.

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