
Im Juni 1941 wurde innerhalb kürzester Zeit im armen Vorort Rakauskaye das Ghetto errichtet. Ab November war das Gebiet mit Stacheldraht umgehen und die Menschen durfen es nur in Arbeitskommandos verlassen.
Lesen und hören Sie hier die Beschreibung zum historischen Ort 1: Eingang zum Ghetto.
In der Karol-Straße befindet sich eines der wenigen ursprünglichen Gebäude des ehemaligen Minsker Ghettos: Heute ist es eine Musikschule für Kinder. In der Zeit des Minsker Ghettos diente dieses Gebäude auch als Stützpunkt der Untergrundbewegung gegen die deutsche Besatzung. Eine Gedenktafel weist auf die Bedeutung des Ortes hin.
Das im Herzen von Minsk gelegene Gruben-Denkmal „Yama“ dient als Hauptgedenkstätte für die belarussischen Opfer des Holocaust. Die Gedenkstätte befindet sich an genau dem Ort, an dem am 2. und 3. März 1942 mehrere tausend jüdische Bewohner des Minsker Ghettos erschossen wurden. Bereits 1946 wurde ein Obelisk aufgestellt. Im Jahr 2000 wurde die Bronzefigur „Der letzte Weg“ ergänzt.
Lesen und hören Sie hier die Beschreibung zum historischen Ort 7: Das Gruben-Denkmal/“Yama“.
Heute ist der Jubiläumsplatz ein Ort der Unterhaltung, an dem sich z. B. ein Kino befindet. Während der deutschen Besatzung war er der zentrale Ort des Minsker Ghettos und damit Ort zahlreicher Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung.
Lesen und hören Sie hier die Beschreibung zum historischen Ort 2: Jubiläumsplatz.
Der jüdische Friedhof von Minsk wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet, als Minsk größer wurde, und 1950 offiziell geschlossen. Im Jahr 2008, 65 Jahre nach der Auflösung des Minsker Ghettos, wurde auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof an der Suchaya-Straße das Denkmal „Stuhl und Tisch“ errichtet. Geschaffen wurde es vom Architekten Leonid Lewin und dem Bildhauer Maxim Petrul.
Lesen und hören Sie hier die Beschreibung zum historischen Ort 5: Jüdischer Friedhof/Gedenkplatz.
Tuchynka war ein Dorf in der Nähe von Minsk, in dem Jüdinnen und Juden während der deutschen Besatzung von den Einsatzgruppen der deutschen Wehrmacht und durch lokale Kollaborateure ermordet wurden. Die Massenerschießungen fanden auf dem Kalvaryyskiya-Friedhof und in Steinbrüchen statt. Dieser Ort liegt heute im Bereich der Alsheuski-Straße und der Puschkin-Allee.
Lesen und hören Sie hier die Beschreibung zum historischen Ort 8: Tuchynka.
In der Ramanauskaya-Slabada-Straße erinnert eine Gedenktafel an die aus Bremen deportierten Jüdinnen und Juden. Hier wurden zwei sogenannte Sonderghettos eingerichtet: das erste im Bereich der Respublikanskaya-, Sukhaya- und Abutkovaya-Straßen, das zweite im Bereich der Zamkavaya- und Dzimitrau-Straßen.
Lesen und hören Sie hier die Beschreibung zum historischen Ort 3: Sonderghetto.
Das Gebäude in der Suchaya-Straße 25 beherbergt heute die im März 2003 eröffnete Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ – in einem der letzten erhaltenen Gebäude des Minsker Ghettos. Erbaut wurde das Haus am Rande des jüdischen Friedhof in den frühen 1900er Jahren. In der Nachkriegszeit befanden sich hier ein Standesamt, eine Näherei und ein Baulager.
Maly Trastianets gehört zu den im Westen weniger bekannten Tötungsstätten, die während des Zweiten Weltkriegs genutzt wurden. Es gab nur wenige Überlebende. Malyj Trostenez bestand aus drei Teilen: Dem Zwangsarbeitslager auf dem Gelände einer ehemaligen Kolchose, der Mordstätte in Blahauschyna und die Verbrennungsstätten im Wald von Shashkouka.
Trailer zu unserer Reihe von Podcasts über das Vernichtungslager Malyj Trostenez in der Nähe von Minsk in Belarus.
Hören Sie hier den Trailer zum Podcast „Malyj Trostenez: Gemeinsam erinnern“.
Episode 3: Paula Laufer
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Episode 6: Familie Kurzman
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Episode 1: Leonore Brecher
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Episode 4: Nein zum Krieg in der Ukraine
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Episode 7: Emil Deutsch, Wilhelm Meurin, Viktor Borschewski
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Episode 2: Anna Krasnoperko
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Episode 5: Georg Heuser
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Episode 8: Gibt es eine europäische Erinnerungskultur?
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