Der Weg zu einer europäischen Gedenkstätte Trostenez

Weiterbau im Wald von Blagowschtschina beginnt

9. August 2017: Wenige Kilometer vor den Toren der belarussischen Hauptstadt Minsk hat am Mittwoch, 9. August 2017, der Bau des neuen Gedenkstätte Trostenez im Wald von Blagowschtschina begonnen. Das Mahnmal ist ein deutsch-belarussisches Gemeinschaftsprojekt, das in beiden Ländern einen langgehegten Wunsch von Politik und Zivilgesellschaft erfüllt. Das neue Mahnmal symbolisiert den Weg des Todes, den Juden aus Westeuropa, belarussische Zivilisten, Widerstandskämpfer und Partisanen sowie sowjetische  Kriegsgefangene in den 1940er Jahren gehen mussten, die von der deutschen Besatzung im Wald von Blagowschtschina ermordet wurden. Weiterlesen…

Wanderausstellung zum ersten Mal in Minsk

13. März 2017: Auf den Tag genau 25 Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Belarus und Deutschland bewegte das Ergebnis eines grenzüberschreitenden Gemeinschaftspro-jekts mehr als 100 Museumsbesucher in Minsk: Zum ersten Mal ist die Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ seit Montag, 13. März 2017, in Minsk zu sehen. „Diese Ausstellung wurde in grenzüberschreitender Zusammenarbeit realisiert“, betonte Minister Michael Roth. Selbst 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei dies keine Selbstverständlichkeit. Weiterlesen…

Neue Gedenkstätte wird 2017 gebaut

12. Dezember 2016: Der zweite Bauabschnitt der Gedenkstätte Trostenez wenige Kilometer südöstlich von Minsk soll im kommenden Jahr gebaut werden. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des IBB Dortmund, und Igor Karpenko, stellvertretender Vorsitzender des Exekutiven Stadtkomitees Minsk, am Samstag, 10. Dezember 2016, in Dortmund. „Wir werden die Gedenkstätte Trostenez 2017 realisieren“, versicherten Igor Karpenko und Peter Junge-Wentrup in Dortmund. Weiterlesen…

Ausstellung wird erstmals in Hamburg gezeigt

8. November 2016: Am 8. November 2016 erinnert Hamburg an die Deportation von rund 1.000 Mitbürgern jüdischen Glaubens nach Minsk vor 75 Jahren. Und an diesem Jahrestag wurde die deutsch-belarussische Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ um 12 Uhr in der Hauptkirche St. Katharinen eröffnet. Sie legt den Grundstein für die Bildungsarbeit zum Vernichtungsort Trostenez.  Weiterlesen…

Gedenkstätte ''Pforte der Erinnerung'' übergeben

22. Juni 2015: Vor einer Kulisse von mehreren tausend Menschen wurde am 22. Juni 2015, dem Tag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion, die  mehrere Meter hohe Gedenkstätte „Pforte der Erinnerung“ in Minsk feierlich eröffnet. Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des IBB Dortmund, gehörte zum Kreis internationaler Gäste unter anderem aus Deutschland, Russland und Israel, die den mehrstündigen Feierlichkeiten neben belarussischen Zeitzeugen, Regierungs- und Kirchenvertretern und vielen Interessierten beiwohnten. Weiterlesen…

Bitte um Vergebung für Verbrechen in Belarus

Mai 2015: Gernot Erler, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft, bat in Minsk offiziell um Vergebung für die von Deutschen im Zweiten Weltkrieg begangenen Verbrechen. Erler sprach im Rahmen einer Gedenkreise, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund (IBB Dortmund) vom 1. bis 5. Mai 2015 in Minsk und Trostenez durchgeführt hatte. Weiterlesen…

Internationales Team erarbeitet Ausstellung

22. und 23. September 2014: Hochrangige Historiker und Experten der historisch-pädagogischen Arbeit trafen sich am 22. und 23. September 2014 in Minsk, um gemeinsam ein ambitioniertes Projekt anzugehen. Die rund zehn Fachleute werden sich künftig mit der Erarbeitung der Konzeption für eine Wanderausstellung zum Thema Trostenez beschäftigen und die Ausstellungmacher beraten. Weiterlesen…

Absichtserklärung für den Bau unterzeichnet

8. Juni 2014: In Belarus entsteht eine neue große Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus. 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll in Maly Trostenez nahe der Hauptstadt Minsk an die massenhafte Ermordung europäischer Juden und Zwangsarbeiter erinnert werden. Vertreter aus acht deutschen Städten sowie Wien und Theresienstadt übergaben Listen mit tausenden von Opfernamen an die Stadt Minsk. Eine entsprechende Absichtserklärung zwischen der Stadt Minsk und dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund (IBB Dortmund) wurde am Pfingstsonntag, 8. Juni 2014,  feierlich unterzeichnet. Weiterlesen…

Spendenaktion des IBB Dortmund: Ziel erreicht

27. Januar 2014: „Wir haben nicht nur Geld erhalten, wir haben einen Prozess der Verständigung und Versöhnung angestoßen.“ Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks in Dortmund (IBB Dortmund) und Mit-Initiator der neuen Holocaust-Gedenkstätte Trostenez in Belarus, zog erfreut Bilanz. Die Summe von 150.000 Euro hatte das IBB Dortmund am 27. Januar 2014 erreicht. Mehr…

Delegation wirbt für europäisches Mahnmal

4. November 2013: Das Düsseldorfer Kultusministerium in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt war das erste Ziel der deutsch-belarussischen Delegation, angeführt von Matthias C. Tümpel und Erzbischof Kondrusiewicz. Im November 2013 war sie in Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Bremen, Hamburg und Berlin um Spenden für das erste gesamteuropäische Mahnmal in Belarus. Kommunen, Kirchen und viele Privatleute sagten ihre Unterstützung zu. Weiterlesen…

Dokumentation gibt Impuls zur Erinnerung

7. Mai 2013: Die internationale Konferenz vom 21. bis 24. März 2013 in Minsk hatte sich bereits intensiver dem in Westeuropa wenig bekannten Vernichtungsort Trostenez gewidmet. Im Mai 2013 gibt das IBB Dortmund Materialien zur Konferenz als Broschüre heraus: Die Dokumentation „Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung“ kann beim IBB Dortmund bestellt werden. Weiterlesen…

IBB Dortmund startet Initiative für Mahnmal

21. bis 24. März 2013: Auf der Konferenz „Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung“ vom 21. bis 24. März 2013 in Minsk – organisiert vom IBB Dortmund und der IBB „Johannes Rau“ in Minsk – wurde die Initiative für eine neue Gedenkstätte in Belarus aus der Taufe gehoben. Rund 200 Menschen – darunter Zeitzeugen und Historiker aus Deutschland, Belarus, Tschechien und Österreich – nahmen an der Konferenz teil. Weiterlesen…

Partner unterstützen die Initiative

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hat die Spendenaktion des IBB Dortmund für eine würdige Gedenkstätte Trostenez unterstützt und fördert die deutsch-belarussische Wanderausstellung.

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Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas ist zusammen mit dem IBB Dortmund und der IBB „Johannes Rau“ Minsk Träger der deutsch-belarussischen Wanderausstellung.

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Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft

Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft hat den Druck des Ausstellungskatalogs mit einer finanziellen Förderung unterstützt.

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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. hat die Spendenaktion des IBB Dortmund unterstützt und fördert die deutsch-belarussische Wanderausstellung.

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Der Katalog zur Ausstellung

Der Katalog zur deutsch-belarussischen Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ gibt die zentralen Inhalte der deutsch-belarussischen Ausstellung in zwei Sprachen wieder. Beispielhaft werden die Lebensgeschichten erzählt von Fjodor Schuwajew (Rotarmist), Hanuš Münz (Jude aus Prag), Zyra Goldina (Jüdin aus Minsk), Lili Grün (Jüdin aus Wien), Erich Klibansky (Jude aus Köln), Jewgenij Klumow (Zivilist aus Minsk) und Nikolaj Walachanowitsch (Mitglied des Widerstandes aus Minsk). Der Katalog wurde gefördert durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft, die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und das Auswärtige Amt. (Oktober 2016; 10 Euro) Titel bestellen

„Europäische Perspektiven“ vermitteln Hintergrund

Die Zeitschrift „Europäische Perspektiven“, herausgegeben vom IBB Dortmund zu besonderen Anlässen, fasst in ihrer Ausgabe 1 alle Redebeiträge und aktuelle Hintergrund-Informationen zur Gedenkreise nach Minsk vom 1. bis 5. Mai 2015 zusammen. Anlass der Reise war der 70. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs in Belarus.

Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung

Sie wurden zu Tausenden deportiert, erschossen oder vergast, verscharrt, später exhumiert und verbrannt. Mindestens 50 000, wenn nicht sogar mehr als 200 000 Juden aus West- und Osteuropa fanden einen grausamen Tod in Trostenez. Etwa zehn Kilometer südöstlich von Minsk lag in den Jahren 1941 bis 1944 jener Tatort des Holocaust, der heute nur wenigen bekannt ist.“Das Maß an Brutalität und Grausamkeit, wie es in Belarus seinen Ausdruck fand, ist sicher von nicht zu überbietender Dimension“, resümiert Wolfram Maas, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Belarus, in der jüngsten Dokumentation „Der Vernichtungsort Trostenez in der europäischen Erinnerung“, die das IBB Dortmund jetzt veröffentlicht hat.Die Dokumentation fasst auf 62 Seiten die Ergebnisse der internationalen Konferenz im März 2013 zusammen und zeigt auch die Entwürfe für die geplante Gedenkstätte.

(April 2013; kostenlos)  Titel bestellen