Ein Zentrum für Bildung und Forschung zu NS-Verbrechen in Belarus
Die Geschichtswerkstatt „Leonid Lewin“ Minsk wurde 22 Jahre nach ihrer Gründung mit finanzieller Förderung aus Deutschland ab Herbst 2024 rekonstruiert und erweitert. Die Geschichtswerkstatt wird damit als modernes Bildungs- und Forschungszentrum zur Geschichte des Holocausts und anderer NS-Verbrechen in Belarus gesichert. Im Sommer 2026 wird sie wiedereröffnet.
Im März 2003 gelang es, in diesem historischen Gebäude die Geschichtswerkstatt als Ort der gemeinsamen Erinnerung einzurichten. Die Geschichtswerkstatt wurde in den folgenden Jahren zu einem zentralen Treffpunkt für Überlebende des Holocaust und ihre Nachkommen. Auch ehemalige Zwangsarbeiter, Partisanen und andere NS-Opfer unterstützten die Arbeit der Geschichtswerkstatt als Zeitzeugen. Im Dialog zwischen Überlebenden und Studierenden, Forschenden und Freiwilligen gelang es, verloren geglaubte Fotos und Dokumente zu sichern. Viele Zeitzeugenberichte und Informationen zu den Orten der NS-Verbrechen sind heute virtuell öffentlich zugänglich.