Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

[Inklud:Mi]-plus – Frauen in der Migration: Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen

[Inklud:Mi]-plus – Frauen in der Migration: Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen


Datum/Zeit
Date(s) - 12/12/2024
9:00 - 15:00

Veranstaltungsnummer
24311-inklu

Veranstalter
IBB e.V.
Bereich EB

Kategorien


FACHTAGUNG ONLINE

Der jährliche Fach- und Vernetzungstag Inklud:Mi befasst sich seit 2016 mit speziellen Fragestellungen und Themen, die die bessere Teilhabe von Zugewanderten und Zuwandererfamilien in Inklusionsprozessen unterstützen sollen.

Mit der zunehmenden Pluralisierung der Gesellschaft und den daraus entstehenden neuen Aufgaben, Hürden und Chancen, erweitert sich auch [Inklud:Mi].

Deckblatt des Veranstaltungs-Flyers für die Online-Tagung "Frauen in der Migration: Warum wir eine feministische Gesundheitsversorgung brauchen". Im Projekt fokusplus des IBB e.V. in Dortmund mit Fortbildungen zu Migration, Integration und Diversität von zugewanderten Drittstaatler*innen wird mit [Inklud:Mi] plus eine erweiterte Perspektive für den Themenbereich eröffnet. Das „plus“ steht für die Intersektionalität von Diskriminierungsformen, die neben der Schnittstelle von Migration, Herkunft und Behinderung ebenso sexuelle Orientierung, Geschlecht, Glaube, Alter sowie die Weltanschauung als gesellschaftliche Hindernisse gleichberechtigter Teilhabe einschließen.

In diesem Jahr setzen wir mit dem „plus“ einen feministischen und globalen Blick auf Migrantinnen im Themenfeld der Gesundheit. Machtverhältnisse in der Medizin, die zu einer schlechteren Versorgung von Frauen/FLINTA* führen, werden verknüpft mit Migration intersektional betrachtet. Durch fachliche Inputs und vertiefende Workshops wird auf diskriminierende Verhältnisse und Barrieren hingewiesen und die Dringlichkeit einer feministischen, medizinischen Versorgung hervorgehoben. Ziel ist die Verbesserung von Teilhabeprozessen sowie die kritische Reflexion ausgrenzender und diskriminierender Strukturen im Gesundheitssystem.

Programm 09:00-15:00 Uhr

Ab 09:00 Begrüßung, Einführung in die Tagungsthematik, Organisatorisches

Kirsten Ben Haddou, FB-Leitung „Beruf international und Migration“ des IBB e.V., Dortmund

09:15- 10:00 Fachinput 1

„Migration – nur ein Männerphänomen?“ – Zahlen und Fakten der Frauenmigration

Referentin: Vera Hanewinkel, M.A., Wissenschaftliche Mitarbeiterin im IMIS-Projekt focus MIGRATION – Länderprofile und Kurzdossiers

10:00- 10:45 Fachinput 2

„Frauengesundheit und wieso wir über feministische Medizin sprechen müssen“

Referentin: Dr. Angelika Voss, Frauen- und MädchenGesundheitsZentrum Region Hannover (FMGZ)

10:45- 11:30 Fragerunde/Diskussion im Plenum

Pause

11:45- 13:15 Parallele Workshops (inklusive flexibler 30 Minuten Pause)

Workshop 1: „Istanbul Konvention und geschlechtsspezifische Gewalt als Asylgrund

Gesprächspartnerin: Dr. Delal Atmaca, Geschäftsführerin und Mitbegründerin des Dachverbandes der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.)

Workshop 2: „Psychosoziale Gesundheit von Migrantinnen – Depressionen, Trauma und Sucht“

Gesprächspartnerinnen: Eva Schade & Marie Bette, interkulturelle Behandlungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund, LVR- Klinikum Düsseldorf

Workshop 3: „Interkulturalität in der Frauenberatung – Strukturen, Angebote, Netzwerke“

Gesprächspartnerinnen: Raffaela Ferraro & Katharina Sinemus, Systemische Beratung, Frauenberatungsstelle Oberhausen

Workshop 4: „Diskriminierung in der Gynäkologie – Machtverhältnisse, Stigmatisierungen und Sexualisierung von Migrantinnen“

Gesprächspartnerin: Zilal Ghouzi, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Palliativmedizinerin, Dinslaken

13:15- 14:45 Uhr Abschluss-Input und Diskussion: „Gesundheitliche Bedeutung und Vorteile von Netzwerken und Allies“

Gesprächspartnerin: Maren Belinchón, Referentin im Projekt „Netzwerk geflüchtete Mädchen und junge Frauen“, BumF e.V.

14:45-15:00 Uhr Verabschiedung

 

Die Referentinnen

Vera Hanewinkel, M.A. Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „focus MIGRATION“ beim Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS), Universität Osnabrück.

Dr. Angelika Voss ist Dipl. Pädagogin und prom. Humanbiologin mit Schwerpunkt Geschlechterforschung in Gesundheitswissenschaften und Medizin. Neben ihrer Beratungstätigkeit im FMGZ engagiert sie sich für eine feministische, intersektionale Gesundheitsversorgung.

Dr. Delal Atmaca ist Geschäftsführerin und Mitbegründerin des Dachverbandes der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.) Sie studierte Rechtswissenschaften und Kooperationsökonomik und promovierte in der Volkswirtschaftslehre. Sie ist Expertin u.a. in Diversity, Migration, Gender und Frauenrechte.

Eva Schade arbeitet als Psychologin (M.Sc.) und Interkulturelle Koordinatorin im Bereich interkulturelle Behandlungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund, LVR- Klinikum der Heinrich- Heine- Universität Düsseldorf

Marie Bette ist Psychologin (M.Sc.) und Integrationsbeauftragte im Bereich interkulturelle Behandlungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund, LVR- Klinikum der Heinrich- Heine- Universität Düsseldorf

Raffaela Ferraro ist Dipl.-Sozialarbeiterin und arbeitet als systemische Beraterin u.a. zu häuslicher Gewalt und Trennung/ Scheidung bei der Frauenberatungsstelle Oberhausen.

Katharina Sinemus ist Erziehungswissenschaftlerin (M.A.) und arbeitet als systemische Beraterin u.a. zu häuslicher Gewalt und Trennung/ Scheidung bei der Frauenberatungsstelle Oberhausen.

Zilal Ghouzi ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und Palliativmedizinerin mit Praxis in Dinslaken und arbeitet auch als Gesundheitslotsin für die Stadt Essen.

Maren Belinchón ist Politikwissenschaftlerin. Sie arbeitet zu migrations- und asylpolitischen Themen und machtkritischen Perspektiven auf gesellschaftliche Ungleichheit. Das Projekt „Netzwerk geflüchtete Mädchen und junge Frauen“ qualifiziert Akteur*innen in der Lobbyarbeit für die Zielgruppen.

Moderation und Leitung:
Kirsten Ben Haddou, Gamze Kelleci und Angelina Rieser, FB Beruf International und Migration/ Projekt fokusplus des IBB e.V

Zielgruppe: Alle am Thema interessierten Menschen, Mitarbeitende aus Bildungs- und Sozialwesen, Mitarbeitende aus dem Gesundheitswesen, Erziehungsbereich, Ehrenamtliche, Behörden, Kommunen

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Zur Anmeldung senden Sie bitte den Anmelde-Coupon im hier verlinkten Veranstaltungs-Flyer per E-Mail an fokus@ibb-d.de.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.
Gütesiegel Weiterbildung

Im Verbund des Ev. Erwachsenen- und Familienbildung Westfalen und Lippe e.V. ist das IBB e.V. zertifiziert im Gütesiegel Weiterbildung. Informationen dazu und das Zertifikat finden Sie hier.