Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

Methoden für Gedenkstättenseminare mit Jugendlichen. Eine Online-Learning-Fortbildung für Teamer*innen

Methoden für Gedenkstättenseminare mit Jugendlichen. Eine Online-Learning-Fortbildung für Teamer*innen
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Spezialwissen für Fachkräfte
Datum/Zeit
Date(s) - 19/02/2021 - 27/03/2021
10:00 - 12:00

Veranstaltungsort
IBB Dortmund
Veranstaltungsnummer
21551

Veranstalter
IBB e.V.
Bereich EB

Kategorien


Gedenkstättenseminare bilden eine besondere Form der außerschulischen historisch-politischen Bildung. Sie bieten den Teilnehmenden einen direkten Bezug zu einem schwierigen und komplexen Thema, und knüpfen an die Bedürfnisse, Interessen und Fragen der Teilnehmenden an. Die Relevanz des Themas für die Teilnehmenden und ihre Lebenswirklichkeit steht dabei idealerweise im Zentrum. Ziel eines Gedenkstättenseminars ist es, Bildungsräume zu öffnen um zukunftsorientierte Lernprozesse in Gang zu setzen. Dazu bedarf es eines vielfältigen Methodenkoffers, der im Rahmen einer Fortbildung vermittelt wird.

Diese Online Fortbildung führt in geeignete Methoden ein und ermöglicht einen Austausch mit anderen Teamer*innen. Der Kurs ist nach dem Prinzip des Inverted Classrooms organisiert, die Teilnehmenden bereiten sich im Moodlekurs vor und diskutieren das Gelernte in der Onlinekonferenz.

Orientiert an einem idealtypischen Ablauf eines Gedenkstättenseminars mit Vorbereitung, Arbeit am Ort der Gedenkstätte(n) und Nachbereitung beschäftigen sich die Teilnehmenden mit verschiedenen angepassten Methoden für non-formale Bildungsveranstaltungen aus den Bereichen Jugendarbeit, Erwachsenenbildung und politische Bildung.

Zum Themenkomplex Vorbereitung werden Methoden zur Gruppenbildung, zur Erwartungsabfrage, zur Partizipation (um den thematischen Schwerpunkt zu finden) und zur inhaltlichen Vorbereitung und die Anbindung an die eigene Lebenswelt vorgestellt. Zur Anbindung an die eigene Lebenswelt werden die Teilnehmenden die Möglichkeiten der Gedenkstätten vor Ort erkunden und der Lerngruppe in der Fortbildung präsentieren.

Die Methoden zur Arbeit am Ort der Gedenkstätte konzentrieren sich vor allem auf die Produktorientierung, selbst organisierte Lernprozesse und die Zusammenführung in der Gesamtgruppe.

Evaluationsmethoden und Ideen für eine produktorientierte Nachbereitung sowie die Schaffung von Aktualitätsbezügen runden die Methodenfortbildung ab.

Die theoretischen Grundlagen von Gedenkstättenseminaren als Spezialfall der politischen Bildung sowie die eigene Leitungsrolle bilden den Rahmen für den Methodenkoffer.

Am Ende der Fortbildung erhalten die Teilnehmenden die vorgestellten Methoden als Handout sowie ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme.

 

Zeitumfang:

Dauer von 6 Wochen, die ersten 5 Wochen je 2 Unterrichtsstunden Onlinekonferenz, sowie zwischen 2 und 4 Unterrichtsstunden Selbstlernen im Moodlekurs.

Am 27.3.2021 Abschluss mit 3 Onlinekonferenzeinheiten (10-12, 14:00-16:00, 16:30-17:30)

 

Kursbeginn:

19.02.2021 – Onlinekonferenz immer Freitags ab 10:00

Programm

Kennenlernen – Einstieg (Onlinekonferenz)

  • Steckbrief erstellen
  • Erwartungen /Probleme formulieren
  • Vorstellung Programmablauf
  • Absprachen Präsenztag

Modul 1

Was ist (politische) Bildung?

  • Grundlagen der historisch-politischen Bildung
  • Klärung der eigenen Haltung
  • Beutelsbacher Konsens/ Weimarer Erklärung etc.

Wozu Gedenkstättenfahrten?

  • Welche (Lern-) Ziele werden verfolgt?
  • Was unterscheidet Lernen am anderen Ort vom Lernen zu Hause/ in der Schule)

Meine Rolle als Leitung

  • Leitungstypen
  • Rolle je nach Gruppenkonstellation (schulische, nicht schulische Gruppen, Zielgruppen etc.)

Modul 2      Vorbereitung auf eine Gedenkstättenfahrt

  • Kennenlernen/ Erwartungen – Methoden
  • Inhaltliche Vorbereitung – Anknüpfungen an die Lebenswelt der TN (lokale Gedenkstätten, Biographiearbeit, Stolpersteine u.a.)
  • Partizipation ermöglichen, eigene Schwerpunkt mit der Gruppe finden
  • Tools zur lokalen Recherche vorstellen

Erstellen eines Rundganges/ einer Vorbereitung mit lokalen Gedenkstätten – > Präsentation am Präsenztag

Modul 3      Arbeit am Ort der Gedenkstätte

  • Kleingruppenarbeit – verschiedene zielgruppenorientierte Methoden (Quellenarbeit, archäologische Arbeit, kreative Auseinandersetzung, Biographiearbeit u.a.)
  • Gespräche mit Zeitzeugen/ Zweitzeugen
  • Reflexionsmethoden / Tagesrückblicke
  • Abschied vom historischen Ort
  • Evaluationsmethoden vor Ort

  Modul 4      Nach der Gedenkstättenfahrt

  • Produktorientierte Ergebnissicherung (Methoden/ Ideen)
  • Anknüpfung an die Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden (Aktualitätsbezug)

Weiterarbeit mit lokalen Gedenkstätten/ Gedenktagen

Modul 5 – Abschluss 

  • Präsentation der Möglichkeiten vor Ort für Vorbereitung und Nachbereitung
  • Vorstellen der Möglichkeiten der lokalen/ regionalen Gedenkstätten für Gedenkstättenarbeit
  • Abschlussdiskussion

Teilnahmebeiträge werden nach Selbsteinschätzung erhoben in Höhe von

• 12 € (Menschen in Ausbildung o.ä., Nachweis beifügen)
• 25 € (Menschen mit Einkommen)
• 60 € (Berufstätige und Menschen mit gutem Auskommen)
Berufstätige und Menschen mit gutem Auskommen werden um großzügige, solidarische Unterstützung der Gesamtkosten für Seminarinfrastruktur und Verpflegung am Seminartag gebeten. Ein Erlass der Teilnahmebeiträge ist möglich – sprechen Sie uns an!

Diese Fortbildung in Kooperation mit der Zentralstelle zu Förderung von Gedenkstättenfahrten wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte dieses Formular. Ihre Anmeldung wird erst verbindlich durch die Bestätigung, die Sie von uns erhalten.