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Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

Neues Projekt erweitert Geschichts-Netzwerk für innovative Ideen zur europäischen Erinnerungskultur

Neues Projekt erweitert Geschichts-Netzwerk für innovative Ideen zur europäischen Erinnerungskultur

#UPDATE
Mit Rücksicht auf die steigenden Covid-19-Infektionszahlen und die politische Situation in Belarus werden die Termine und Programme für den geplanten Hackathon #hack4history und für die Bildungsreise nach Danzig aktuell überarbeitet. Wenn Sie grundsätzlich an einer Teilnahme interessiert sind, nehmen Sie bitte gern unverbindlich mit uns Kontakt auf per E-Mail an Darija Fabijanic oder schauen Sie in Kürze wieder vorbei.

Das internationale Geschichts-Netzwerk „Digital History Network“ kann nach seinem Start im Mai 2020 weiter wachsen. Zum zweiten Mal fördert das Auswärtige Amt internationale Begegnungen von jungen Geschichtsinteressierten verschiedener Professionen aus Deutschland, Polen, Belarus, der Ukraine und Russland. Ziel ist die Umsetzung innovativer, multimedialer Ideen zur Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg und zum Lernen aus der Geschichte. Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund plant im Rahmen dieses Projekts für den Spätherbst einen Hackathon #hack4history in Minsk (Belarus) und für den 18. bis 23. Oktober 2020 eine Studienreise nach Danzig/Gdańsk (Polen). Interessierte können sich ab sofort anmelden.

Im Rahmen eines ersten, vom Auswärtigen Amt geförderten Projekts 2019 und 2020 ist bereits die Internet-Plattform Digital History Network entstanden. Sie dient Geschichtsinteressierten aus der Forschung, Bildungs- und Medienarbeit sowie ehrenamtlich Engagierten als Plattform zum Austausch und zur Präsentation von Arbeitsergebnissen.

Beim Hackathon im Spätherbst in Minsk sollen nun weitere Ideen und Projekte entwickelt werden, um jungen Menschen die unterschiedlichen Sichtweisen und nationalen Narrative auf geschichtliche Ereignisse näherzubringen. Bewerben können sich Studierende, Forschende und Lehrende aus den Geschichtswissenschaften, der IT-Branche, sowie der Medien- und Bildungsarbeit aus Deutschland, Polen, Belarus, der Ukraine und Russland. Aus allen Bewerberinnen und Bewerbern wählen Länderkoordinierende 22 Teilnehmende aus.

Die Bildungsreise nach Danzig/Gdańsk vom 18. bis 23. Oktober 2020 führt zu Erinnerungsorten in Polen wie unter anderem zum erst 2017 eröffneten Museum des Zweiten Weltkriegs. In Gruppenarbeit werden sich die Teilnehmenden mit nationalen Narrativen beschäftigen und auch neue Methoden und digitale Tools zur Vermittlung von Geschichte kennenlernen und ausprobieren. Interessierte aus Deutschland, Polen, Belarus, der Ukraine und Russland  im Alter bis 45 Jahre können sich ab sofort auf die 20 zur Verfügung stehenden Plätze bewerben.

Bei der Auswahl der insgesamt 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden die Länderkoordinatorinnen und -koordinatoren Erfahrungen in der Informations- und Bildungsarbeit zu Themen der Erinnerungskultur besonders würdigen.

Organisiert und koordiniert wird die internationale Zusammenarbeit im Projekt „Multiple Perspektiven auf Geschichte“ bei der IBB gGmbH von Darija Fabijanic, seit 1. Juni 2020 neu im Team der IBB gGmbH. „Ich freue mich, auf die Zusammenarbeit mit Partnern aus fünf Ländern, um gemeinsam ein internationales Netzwerk in der historischen Bildungsarbeit aufzubauen, welches digitale Geschichts-Projekte mit einem multiperspektivischen Ansatz umsetzt.“ Darija Fabijanic, Absolventin des Elitestudiengangs Osteuropastudien an der Ludwig-Maximilian-Universität München, hatte zuletzt fast fünf Jahre für die Konrad-Adenauer-Stiftung Projekte in Bulgarien und Südosteuropa koordiniert und sich besonders mit Fragen der Medienfreiheit und der politischen Kommunikation in Ländern Osteuropas beschäftigt.

Nähere Informationen zum Hackathon wie zur Bildungsreise nach Danzig/Gdańsk erhalten Interessierte bei Darija Fabijanic unter der Rufnummer 0231-952096-20 oder unter fabijanic@ibb-d.de.

Das Anmeldeformular für den Hackathon #hack4history finden Sie hier.

Das Anmeldeformular für die Bildungsreise nach Danzig finden Sie hier.  

Covid-19-Information:

Aufgrund der aktuellen Lage ist es schwierig, langfristig internationale Veranstaltungen zu planen. Deshalb können wir im Moment nicht ausschließen, das Format beider Veranstaltungen zu ändern und sie online durchzuführen. Wir werden Sie über jegliche Änderungen informieren und versprechen Ihnen alles Mögliche für Ihre Sicherheit und Gesundheit zu tun.

Organisatoren:
Das Projekt „Multiple Perspektiven auf Geschichte“ wird realisiert vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund) und der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk (IBB „Johannes Rau“ Minsk) und vom Auswärtigen Amt gefördert.

Partner:
Stiftung zur Entwicklung der Brester Festung (Belarus)
Internationales Memorial (Russland)
NGO Institute of Social Strategies and Initiatives (Ukraine)
Stiftung Karta (Polen)