Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

Fortbildung für Lehrkräfte und Mitarbeitende der Jugendarbeit: Studienfahrt zum Gedenkort Riga

Fortbildung für Lehrkräfte und Mitarbeitende der Jugendarbeit: Studienfahrt zum Gedenkort Riga
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Datum/Zeit
Date(s) - 20/10/2019 - 27/10/2019
Ganztägig

Veranstaltungsort
Riga
Veranstaltungsnummer

Veranstalter
IBB gGmbH und Partner

Bereich Erinnern
Kategorien


Riga – Tatort und Gedenkort der Shoah Deutsche, lettische und europäische Dimensionen des Vernichtungsgeschehen und der Erinnerungskulturen

Freitag, 20. September 2019
15.00 – 18.00 h Vorbereitungstreffen der Teilnehmer*innen: Vorstellung des Programms u. Erwartungen der Teilnehmer*innen Geschichtsort Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, 48145 Münster

Sonntag, 20. Oktober 2019
Anreise u. Ankunft Riga (Flughafen) Transfer ins Hotel Vorstellungsrunde u. Besprechung des aktualisierten Programms Abendessen

Montag, 21. Oktober 2019 800 Jahre Stadtgeschichte – eine europäische Erinnerungslandschaft Rundgang durch die Altstadt: Daugava – Rathausplatz mit Schwarzhäupterhaus, Roland u. Denkmal der (Roten) Lettischen Schützen – Petrikirche mit Turmaufstieg (Blick auf Altstadt, Speicherstadt u. Moskauer Vorstadt) Mittagspause Fortsetzung Rundgang: Dom – Schloss – Schwedentor – Saeima (Parlament) mit Denkmal an den zivilen Widerstand gegen die Sowjetherrschaft (1991) – Livenplatz – Basteiberg mit Denkmäler für die Opfer des sowjetischen OMON-Einsatzes gegen

Rigaer Bürger*innen (1991) – lettisches Freiheitsdenkmal (1935) – Besuch des „Lettischen Okkupationsmuseums“ (der lettische Blick auf die Jahre 1941-1991) Tagesresümee u. Abendessen

Dienstag, 22. Oktober 2019
Jüdisches Leben in Riga Besichtigung der Peitav Shul (Synagoge) – Rundgang durch die Neustadt: Jugendstilviertel – Besichtigung des „Eckhauses“ (ehem. KGB-Zentrale) – Besuch des Museums „Juden in Lettland“ – Treffen mit dem Zeitzeugen Margers Vestermanis, Historiker, Begründer des Museums u. Shoah-Überlebender (angefragt), sowie Ilya Lensky, Leiter des Museums (angefragt) Mittagspause Shoah-Denkmal an der Ruine der Großen Choralsynagoge – Denkmal für die lettischen „Judenretter“ (Spannungsverhältnis von Widerstand u. Kollaboration) – Akademie der Wissenschaften, Aussichtsplattform (Blick auf Moskauer Vorstadt) Tagesresümee u. Abendessen

Mittwoch, 23. Oktober 2019
Tatorte der Shoah in der Stadt Rundgang durch die Moskauer Vorstadt: ehem. Ghetto für die einheimischen lettischen u. deportierten deutschen Juden, Alter jüdischer Friedhof Mittagspause Besuch des „Riga Ghetto and Latvian Holocaust Museum“ in der Speicherstadt (open air) u. Gang durch den Zentralmarkt Riga später Nachmittag zur freien Verfügung Tagesresümee u. Abendessen

Donnerstag, 24. Oktober 2019
Tatorte und Gedenkorte der Shoah um Riga Fahrt in den Wald von Bikernieki (Erschießungsstätte) – Bahnhof Skirotava (Ausgangsort der sowjetischen u. Ankunftsort der nationalsozialistischen Deportationen) – Ruine des Lagers Jungfernhof an der Daugava Mittagsimbiss u. Weiterfahrt Wald von Rumbula (Erschießungsstätte) – ehem. Lager Salaspils Tagesresümee u. Abendessen

Freitag, 25. Oktober 2019
Das Vernichtungsgeschehen der Shoah und die Erinnerungskulturen in Riga in deutscher und lettischer, jüdischer und europäischer Sicht Besuch des Janis-Lipke-Memorials („Judenretter“) auf der Flussinsel Kipsala

Gesprächsrunde – Prof. Dr. Deniss Hanovs, Stradins Universität Riga (angefragt) – Ojars J. Rozitis, ehem. Korrespondent der „Diena“ u. EU-Beamter in Brüssel (angefragt) – N.N., Geschichtsdidaktiker*in / Lehrer*in in Riga – N.N., Vertreter*in der russischen Bevölkerung in Riga zwischendurch: Mittagspause Fahrt an die Ostsee: Lettische Nationalbibliothek am Ufer der Daugava – sowjetisches Siegesmal in Agenskalns – Ostseebad Jurmala mit Abstecher an den Strand Tagesresümee u. Abendessen

Samstag, 26. Oktober 2019
tagsüber Recherche-Exkursionen vor Ort in Kleingruppen u. Eigenregie (zu Fuss bzw. per Trambahn), u.a.: – Museum der Barrikaden des Jahres 1991: u.a. Filme zu Straßenkämpfen u. Demonstrationen in Riga sowie der 650 km langen Menschenkette von Tallin über Riga nach Vilnius am 23. August 1989 – Neuer jüdischer Friedhof in Smerlis: u.a. mit den ersten deutschen Gedenkzeichen in Riga für die Opfer der Shoah (ca. 1995) – Villenviertel in Mezaparks: u.a. mit Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers Kaiserwald – Brüderfriedhof zwischen Ciekurkalns u. Mezaparks: lettischer Nationalfriedhof u.a. für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs u. des lettischen Unabhängigkeitskampfes (1918-1920) – Kriegsgräberstätte Beberbeki des Volksbundes Dt. Kriegsgräberfürsorge in Babite: Sammelfriedhof für deutsche Soldaten des Zweiten Weltkriegs in Riga und Umgebung (2007) später Nachmittag im Plenum: Auswertung der Tageserkundungen u. Abschlussrunde Abendessen

Sonntag, 27. Oktober 2019
Transfer zum Flughafen u. Rückflug

Kosten: 

Vorbehaltlich der Förderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung: 200 Euro

Im Preis enthalten sind:

– Unterkunft & Verpflegung vor Ort
– Programm incl. der Exkursionen
– Referenten und Reisebegleitung sowie ortskundige Dolmetscher
– Unfall-, Kranken- und Haftpflichtversicherung
– Transfers vor Ort im Rahmen des Programms

Die An- und Abreise muss von den Teilnehmenden selbst geplant und übernommen werden.

Nähere Informationen zu dieser Studienfahrt erhalten Sie bei der

IBB gGmbH Dortmund, Olga Rensch-Wetzel, Bornstr. 66, 44145 Dortmund, unter der Rufnummer 0231-952096-11 oder per E-Mail.

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte dieses Formular.

Diese Fortbildung ist eine von fünf Fortbildungen für Lehrkräfte und Teamer in diesem Jahr: Vor dem Hintergrund der vielen Anfragen möchten wir Sie bitten, sich möglichst zeitnah für eine Fortbildung anzumelden (pro Person ist nur die Teilnahme an einer Fortbildung möglich). Die verbindliche Bestätigung mit der Bitte, die Teilnahmegebühr zu überweisen, kann erst erfolgen, wenn der Zuschussvertrag mit der Bundeszentrale abgeschlossen ist.

Diese Links führen zu den anderen vier Fortbildungen, die die IBB gGmbH in diesem Jahr mit weiteren Partnern anbietet:

  • 13. bis 19. Oktober 2019 – Lernort Westerbork – „Auf den Spuren jüdischen Lebens in den Niederlanden“, Exkursionsleitung Stefan Gerber und Andreas Determann (NL)
  • 13. bis 19. Oktober 2019 – Lernort Lublin/Majdanek – „Orte und Zeugnisse nationalsozialistischer Verbrechen im Raum Lublin“, Exkursionsleitung Dr. Paul Ciupke, Bildungswerk der Humanistischen Union Essen, und Wislaw Wysok, Staatliches Museum Majdanek
  • 2. bis 9. November 2019 – Lernort Auschwitz/Birkenau – „Studienfahrt zu Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen in Auschwitz für Historiker*innen, Lehrer*innen und Jugendreferent*innen der Jugendarbeit“, Exkursionsleitung Emilia Simon, IBB gGmbH Dortmund, und Bartholomäus Fujak, IBB e.V. Dortmund
  • 17. bis 23. November 2019 – Lernort Theresienstadt – „Verfolgung – Täuschung – Vernichtung. Das Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt und die NS-Verbrechen im Protektorat Böhmen und Mähren“, Exkursionsleitung Dr. Anke Hoffstadt, Bildungswerk der Humanistischen Union Essen, und Dr. Joachim Schröder, Erinnerungsort Alter Schlachthof Düsseldorf.