Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ in Frankfurt

Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ in Frankfurt
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Datum/Zeit
Date(s) - 26/01/2019 - 17/03/2019
10:00 - 18:00

Veranstaltungsort
Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster Frankfurt am Main
Veranstaltungsnummer

Veranstalter
IBB gGmbH und Partner

Bereich Erinnern
Kategorien


Malyj Trostenez, heute ein Vorort von Minsk, war zwischen Frühjahr 1942 und Sommer 1944 die größte Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der besetzten Sowjetunion. Um die Spuren zu verwischen, ließen die Mörder Ende 1943 die Leichen der Opfer ausgraben und verbrennen. Nach Schätzungen wurden in Trostenez bis zu 60.000 Menschen – vor allem belarussische, österreichische, deutsche und tschechische Juden, Zivilisten, Partisanen, Widerstandskämpfer und sowjetische Kriegsgefangene ermordet. Die Ausstellung – ein deutsch-belarussisches Pilotprojekt – würdigt die Opfer und zeigt zugleich, auf welche Weise und an welchen Orten in Belarus, Deutschland, Österreich und Tschechien der Ermordeten gedacht wird. Sie beschäftigt sich aber auch mit der Topographie des Mordens und der Täter.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines internationalen Dialogs, an dem seit 2014 Historiker aus Belarus, Deutschland, Österreich und Tschechien teilnahmen. In dem internationalen Beirat waren u.a. das Deutsch-Russische Museum Berlin Karlshorst, die Topographie des Terrors, das Jüdische Museum in Prag, die Gedenkstätte Theresienstadt, das Belarussische Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Kriegs und der Verband der jüdischen Organisationen und Gemeinden in Belarus vertreten.

Die zweisprachige Wanderausstellung (deutsch/ russisch) wird vom 26. Januar bis 17. März 2019 im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster, Münzgasse 9, in Frankfurt gezeigt.

Eröffnung der Wanderausstellung: „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ am Freitag, 25. Januar 2019, um 17 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters: 

Es sprechen:

Dr. Evelyn Brockhoff, Leitende Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte

Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft

Prof. Dr. Sybille Steinbacher, Direktorin am Fritz-Bauer-Institut

Dr. Astrid Sahm, Internationales Bildungs- und Begegnungswerk

Karl Starzacher, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Dr. Petra Rentrop-Koch, FU Berlin, Foschungsverbund SED-Staat

 

Öffnungszeiten:
Montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Folgendes Rahmenprogramm ist geplant:

VORTRAG:
Montag, 28. Januar 2019, um 18.30 Uhr
„Am erschreckendsten aber war die Stumpfheit und der Hohn der Menschheit“ – Zur Deportation der Juden aus Deutschland 1941/1942

Referentin: Dr. Susanne Heim, München
Ort: Karmeliterkloster
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro

LEHRERFORTBILDUNG:
Dienstag, 29. Januar 2019, ab 14.30 Uhr: „Vernichtungskrieg und Holocaust in Weißrussland“
Veranstalter: Pädagogisches Zentrum des Fritz-Bauer-Instituts und des Jüdischen Museums
Ort: Karmeliterkloster
Teilnahme: kostenfrei
Anmeldung: sophie.schmidt@stadt-frankfurt.de

VORTRAG:
Mittwoch 13. Februar 2019, 18.15 Uhr:
„Zur Transformation des sowjetischen Gedenkortes bei Trostenez in einen gesamteuropäischen Erinnerungsort“
Referent: Dr. Aliaksandr Dalhouski
Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1802
Veranstalter: Fritz Bauer Institut
Eintritt frei

FÜHRUNGEN:
„Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ – Führung in der Sonderausstellung mit der Kuratorin des Frankfurt-Moduls Renate Hebauf am Sonntag, 3. Februar 2019, 15 Uhr, Samstag 16. Februar 2019, 15 Uhr, und Samstag, 16. März 2019, 15 Uhr.
Treffpunkt: Karmeliterkloster, Dormitorium
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Dauer: circa 60 Minuten
Teilnahme: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro

GRUPPENFÜHRUNGEN
Dauer circa 60 Minuten
Anmeldung unter Tel. 069-2123141 oder per E-Mail an info.amt47@stadt-frankfurt.de.

STOLPERSTEINE:
Führungen zu Frankfurter Opfern
Sonntag, 27. Januar 2019, um 14 Uhr
Samstag, 9. März 2019, um 14 Uhr
Renate Hebauf / Hartmut Schmidt
Treffpunkt : Heiligkreuzgasse 13, gegenüber dem Tigerpalast,
Veranstalter: Initiative Stolpersteine
Dauer: 90 Minuten
Teilnahme: kostenfrei

FÜHRUNGEN
Deportation nach Minsk – Führungen durch die Erinnerungsstätte an der Großmarkthalle
Freitag, 15. Februar 2019, um 16 Uhr
Freitag, 15. März 2019, um 16 Uhr
Treffpunkt : 15.45 Uhr am Besuchereingang der EZB, Sonnemannstraße 2
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte / Fritz Bauer Institut / Pädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums
Dauer: 60 Minuten
Teilnahme: kostenfrei
Teilnehmerzahl begrenzt

Anmeldung mit Name und Vorname unter Tel: 069-212 314 17 oder info.amt47@stadt-frankfurt.de.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung ist eine Kooperation des Instituts für Stadtgeschichte, des Fritz Bauer Instituts sowie des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer Instituts und des Jüdischen Museums.

Ausführlichere Informationen finden Sie im Flyer.

Die Träger der Ausstellung sind:

Die Ausstellung wird gefördert durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und das Auswärtige Amt.

Gestaltet wurde die Ausstellung von der  Berliner Agentur LINKSBÜNDIG.
Die zweisprachige Wanderausstellung (deutsch/ russisch) wurde am 8. November 2016 erstmals in Hamburg eröffnet und wird nun zum zweiten Mal in Hessen gezeigt.

Unseren Bericht über die Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

Weitere Informationen über die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ finden Sie hier.

Ein Youtube -Video der Ausstellungs-Vernissage in Hamburg finden Sie hier.