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Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

Das Team vom Podcast-Projekt “Das Erinnerungs-DING” hat den Doppel-Preis in Berlin erhalten

Das Team vom Podcast-Projekt “Das Erinnerungs-DING” hat den Doppel-Preis in Berlin erhalten

Marie, Mian und Jannik vom Podcast-Team haben am Donnerstag, 11. Juni 2026, den Doppel-Preis im Bundeswettbewerb „Demokratisch handeln“ erhalten: Ein Preis heißt: „Demokratisch handeln“. Der andere Preis heißt: „Hildegard-Hamm-Brücher Förderpreis“. Constanze Stoll, Projektleiterin von der IBB gGmbH, hatte die drei Mitglieder des Teams nach Berlin begleitet.

„Das Podcast-Projekt „Das Erinnerungs-DING“ verbindet inklusive Erinnerungsarbeit mit politischer Bildung und stärkt junge Menschen darin, sich für Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe einzusetzen“, hieß es bei der Preisverleihung. Das Projekt-Team erhielt großen Applaus.

Die Preisverleihung war der Höhepunkt des Junify-Demokratiefestivals vom 10. bis 12. Juni 2026 in Berlin.

50 Projekte wurden ausgezeichnet. Von jedem Projekt konnten jeweils drei Personen an dem Junify-Demokratiefestival teilnehmen.

An beiden Tagen wurden spannende Workshops angeboten.Die Teilnehmenden hatten sich vorher für jeden Tag einen Workshop ausgesucht. Eine Person aus unserem Team besuchte zum Beispiel den Workshop „Mit Superkräften gegen Vorurteile – ein interaktives LARP“. LARP ist ein Spiel, bei dem die Teilnehmenden in Rollen schlüpfen und gemeinsam eine Geschichte erleben. Zwei andere Personen besuchten den Workshop „Zivilcourage im Alltag – Was kannst du tun?“ Zivilcourage bedeutet: mutig auftreten gegen Ausgrenzungen in der Gesellschaft. Zivilcourage bedeutet: Sich einmischen, wenn andere Menschen beleidigt oder geärgert werden. Leider waren alle Workshops nicht barrierefrei. Das Team vom Erinnerungs-DING fand einige Dinge nicht gut:

Die Moderatoren und Moderatorinnen benutzten viele englische und andere schwere Wörter; sie sprachen oft schnell.

Es gab wenig Zeit für Erklärungen.

Das Team empfand Zeitdruck.

Marie hat an den Leitsatz aus der eigenen Projektarbeit erinnert: „Inklusion heißt – meine Zeit stimmt!“

Mian ergänzt:„Ich glaube man müsste sagen: Hier sind alle Menschen willkommen!  Menschen mit Behinderungen, Menschen mit anderer Hautfarbe, Menschen mit anderen HintergründenIch glaube man muss einfach neue Standards setzen. Den Standard von einfacher Sprache!“

Mehr als 1.800 junge Menschen haben bei dem Bundeswettbewerb „Demokratisch handeln“ mitgemacht. Das Projekt des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks gGmbH in Dortmund und der IN-Gesellschaft e.V. Berlin wurde ausgewählt, weil die Jury es besonders wichtig fand und stark einschätzt.

„Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung und die Wertschätzung. Wir sind aber auch erstaunt, dass nicht mehr Menschen mit Beeinträchtigungen zu diesem Festival eingeladen waren. Demokratie braucht Inklusion. Nicht theoretisch, sondern praktisch!“, sagt Constanze Stoll, Projektleiterin und Referentin für historische Bildungsprojekte bei der IBB gGmbH in Dortmund.

Im Podcast „Das Erinnerungs-DING“ erzählt das Team in einfacher Sprache von den Verschleppungen von Juden und Jüdinnen und Sinti und Roma aus Hamburg in der Nazi-Zeit.

Das Team hatte mehrere Fragen gestellt: Was konnten Hamburger und Hamburgerinnen von diesen Verschleppungen sehen? Wie wird heute an die Verschleppungen erinnert? Wer kann mitmachen beim Erinnern und Gedenken – und wer nicht?

Der Podcast „Das Erinnerungs-DING“ ist überall dort zu finden, wo es Podcasts gibt!