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Internationales Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund

Jetzt anmelden zur Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau für alle Interessierten

Jetzt anmelden zur Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau für alle Interessierten

Gedenkstättenfahrten zu Lernorten der NS-Geschichte organisiert das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk in Dortmund seit seiner Gründung 1986. Doch in der Regel richten sich die Fahrten an Jugendliche oder – als Fortbildungen – speziell an Lehrerinnen und Lehrer. Im August 2018 bietet der IBB e.V. in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Gelsenkirchen e.V. eine Studienfahrt „Spurensuche Nationalsozialismus in Auschwitz und Krakau“, die offen ist für alle Interessierten. Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

In Auschwitz und Krakau geht die Reisegruppe auf die Suche nach Spuren der einst vielseitigen jüdischen Kultur in Polen, die an vielen Orten noch gut sichtbar sind. Mit ihrer religiösen Toleranz hatten mehrere Könige, allen voran Kasimir der Große über Jahrhunderte gute Voraussetzungen für eine Ansiedlung jüdischer Mitbürger geschaffen. Doch Hitlers Angriff auf Polen änderte alles. Auf vorher polnischem Gebiet entstanden Konzentrations- und Vernichtungslager. Systematisch wurden die polnische Intelligenz, Akteure des Widerstands, und vor allem Juden aus Polen und Europa ermordet. Die Tatsache, dass die Stadt Oświęcim ein wichtiger Knotenpunkt europäischer Eisenbahnlinien war, begünstigte die Entscheidung dort das KZ Auschwitz zu errichten. Heute ist die mehrere Hektar große Gedenkstätte das Synonym für den Holocaust.

IBB e.V. kooperiert mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Gelsenkirchen e.V

Die Reisegruppe wird sich zunächst in Oświęcim mit der Geschichte der polnischen Juden beschäftigen, eine Synagoge und die Dauerausstellung im Jüdischen Zentrum besichtigen. Am zweiten und dritten Tag steht eine intensive Beschäftigung mit dem Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz im Mittelpunkt. Neben geführten Besichtigungen bleibt Zeit für individuelle Erkundungen.

Synagoge in KrakauAm vierten Reisetag geht es nach Krakau, in die ehemalige Hauptstadt Polens. Eine geführte Stadtbesichtigung lenkt den Blick auch hier besonders auf die Spuren der jüdischen Kultur. Die Reisegruppe wird sich außerdem mit den bis heute sicht- und spürbaren Folgen des Zweiten Weltkriegs beschäftigen und dazu auch die Ausstellung in Schindlers Fabrik besuchen. Zum Ausklang sieht das Reiseprogramm einen Besuch der Burg Wawel vor, die einst Residenz der polnischen Könige war und später Sitz des deutschen Generalgouverneurs Hans Frank.

Im Abendprogramm werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jüdische Kultur bei einem Abendessen nach galizisch-jüdischen Rezepten bei Klezmer-Musik kennenlernen.

Zur Vorbereitung auf diese Fahrt ist ein Treffen für Montag, 24. Juni 2018, von 15 bis 19 Uhr in der Begegnungsstätte Alter Jüdischer Betsaal, Von-der-Recke-Straße 9 (ehem. Synagoge), in Gelsenkirchen geplant.

Die Teilnahme an der Studienfahrt kostet je nach Anzahl der Teilnehmenden zwischen 775 und 849 Euro (Einzelzimmerzuschlag 80 Euro).

Weitere Einzelheiten und den Buchungsabschnitt finden Sie in diesem Flyer.